Am letzten Tag des Jahres gibt der Lehrer Nagl seinen Beruf auf. Er verläßt Österreich und macht mit seiner Freundin Anna eine Reise durchs winterlich helle Italien. "'Vielleicht', dachte er plötzlich, 'ist es wirklich das Gescheiteste, sich dem Leben anzuvertrauen, wie man sich dem Tod anvertraut, auch wenn die Nähe zum Leben eine Nähe zu den Schrecken des Lebens bedeutet.'" Während der Reise zerbricht die Beziehung zu dem Menschen, der ihm am nächsten steht. Anna fährt nach Österreich zurück. Er bricht auf nach Fairbanks, Alaska, in die Kälte. Nagls Geschichte ist die Geschichte einer…mehr
Am letzten Tag des Jahres gibt der Lehrer Nagl seinen Beruf auf. Er verläßt Österreich und macht mit seiner Freundin Anna eine Reise durchs winterlich helle Italien. "'Vielleicht', dachte er plötzlich, 'ist es wirklich das Gescheiteste, sich dem Leben anzuvertrauen, wie man sich dem Tod anvertraut, auch wenn die Nähe zum Leben eine Nähe zu den Schrecken des Lebens bedeutet.'" Während der Reise zerbricht die Beziehung zu dem Menschen, der ihm am nächsten steht. Anna fährt nach Österreich zurück. Er bricht auf nach Fairbanks, Alaska, in die Kälte. Nagls Geschichte ist die Geschichte einer großen, schmerzvoll erfahrenen Resignation gegenüber allen bis dahin gelebten Sicherheiten (Heimat, Beruf, Liebe, Reli-gion, soziale Bindungen). Die Radikalität dieses existenziellen Ansatzes und genaue Darstellung aller sinnlichen und emotionalen Wahrnehmungen lassen seine Selbstanalyse zur Analyse dieser Zeit werden. Nicht in gesicherten Verhältnissen vermag Nagl Ruhe, Wärme und Geborgenheit zu finden, er vermutet sie in der Einsamkeit des 'ewigen Eises'.
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Autorenporträt
Gerhard Roth, geboren 1942 in Graz und gestorben im Februar 2022, war einer der wichtigsten österreichischen Autoren. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Theaterstücke, darunter den 1991 abgeschlossenen siebenbändigen Zyklus »Die Archive des Schweigens« und den nachfolgenden Zyklus »Orkus«. Zuletzt erschienen die drei Venedig-Romane »Die Irrfahrt des Michael Aldrian«, »Die Hölle ist leer - die Teufel sind alle hier« und »Es gibt keinen böseren Engel als die Liebe«. Sein nun letzter Roman »Die Imker« ist im Mai 2022 erschienen.
Literaturpreise (Auswahl):
Preis der »SWF-Bestenliste« Alfred-Döblin-Preis Marie-Luise-Kaschnitz-Preis Preis des Österreichischen Buchhandels Bruno-Kreisky-Preis 2003 Großes Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien 2003 Jakob-Wassermann-Preis 2012 Jeanette-Schocken-Preis 2015 Jean-Paul-Preis 2015 Großer Österreichischer Staatspreis 2016 Hoffmann-von-Fallersleben-Preis 2016
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