Das World Economic Forum rückte ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit, als es sich mit Protesten der Globalisierungskritiker konfrontiert sah. Zu diesem Zeitpunkt führte das WEF seit bereits 30 Jahren seine jährlichen Treffen in Davos durch. Welche Faktoren haben dazu geführt, dass aus diesem einstmals überschaubaren Managerkongress ein kontroverses Gipfeltreffen wurde? Die Autorin Sabine Alder rollt die Geschichte des WEF auf und verbindet diese mit dem wirtschaftsliberalen Modell sowie mit dem Globalisierungsprozess. Durch die Verknüpfung von Theorien zum sozialen Wandel mit Öffentlichkeitstheorien wird einerseits aufgezeigt, wie sich Wirtschaftsmodelle samt ihren Institutionen etablieren und wieder erodieren, andererseits wie sich diese Prozesse in der Medienöffentlichkeit spiegeln. Den Kern der Untersuchung bildet eine Medienanalyse. Diese gibt Aufschluss darüber, wie sich das Forum vom wenig wahrgenommenen Kongress zum prominenten und medial exponierten Ereignis entwickelte und wie es schliesslich umstritten wurde, als die Globalisierung und die neoliberalen Werte in der Öffentlichkeit hinterfragt wurden. Das Buch richtet sich vor allem an Sozialwissenschaftler.