»Vom Nichts geht man in der Literatur zum Mittleren und zum Wahren über und sodann zur Verfeinerung: Es existiert kein Beispiel dafür, dass man von dort aus wieder zum Wahren zurückgekehrt wäre.« Mit diesem Gedanken beendet Giacomo Leopardi 1817 die erste Seite seines heimlichen Notizbuchs, des »Zibaldone di pensieri«. Bei seinem Abschluss fünfzehn Jahre später ist daraus ein Buch ohne Vorbild geworden, das sich jeder Gattung entzieht - und mit über 4500 Seiten ein »Sammelsurium« der Maßlosigkeit. Im Zibaldone fand der junge und genialische Leopardi zu einem »dichtenden Denken«, das den Kosmos des 19. Jahrhunderts in sich birgt - und weit über die Vorstellungswelt seiner Zeit hinausweist.
Erstmals vollständig ins Deutsche übersetzt von Daniel Creutz, mit einer Einleitung und einem Kommentar von Franco D'Intino, von Cornelia Klettke ediert und mit einem Essay zur deutschen Leopardi-Rezeption versehen, lesen wir das dicht gesponnene Hauptwerk eines der wichtigsten europäischen Denker der Moderne.
Erstmals vollständig ins Deutsche übersetzt von Daniel Creutz, mit einer Einleitung und einem Kommentar von Franco D'Intino, von Cornelia Klettke ediert und mit einem Essay zur deutschen Leopardi-Rezeption versehen, lesen wir das dicht gesponnene Hauptwerk eines der wichtigsten europäischen Denker der Moderne.
Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension
Otto Kallscheuer freut sich über diese deutschsprachige kritische Edition von Giacomo Leopardis Gedankentagebuch. Die niedergeschriebenen Gedanken des großen italienischen Romantikers in der texttreuen Übersetzung von Daniel Creutz bieten Kallscheuer eine Nahaufnahme von Leopardis verzweifelter Seele und erinnern den Rezensenten mit ihren hypotaktischen Endlossätzen an - Überraschung - Thomas Bernhard! Ob über Kosmologie, die Aufklärung oder den Verfall der Regierungsformen, Leopardi offeriert einen echten Gedankenberg, aus dem sich laut Rezensent "ganze Abhandlungen herausdestillieren" lassen.
© Perlentaucher Medien GmbH
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»Es ist einer der wichtigsten Texte des 19. Jahrhunderts.« - Thomas Steinfeld »'Zibaldone' ist eine der großen deutschen Übersetzungen der jüngeren Zeit.« - Thomas Steinfeld Thomas Steinfeld SZ - Süddeutsche Zeitung Magazin 20241120