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The Sunday Times Science Book of the Year, Anatomies by Hugh Aldersey-Williams, author of bestseller Periodic Tales , is a splendidly entertaining journey through the art, science, literature and history of the human body.
'Magnificent, inspired. He writes like a latter-day Montaigne. Stimulating scientific hypotheses, bold philosophic theories, illuminating quotations and curious facts. I recommend it to all' Telegraph *****
'Splendid, highly entertaining, chock-full of insights ... It inserts fascinating scientific snippets and anecdotes about our organs into the wider history of our
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Produktbeschreibung
The Sunday Times Science Book of the Year, Anatomies by Hugh Aldersey-Williams, author of bestseller Periodic Tales, is a splendidly entertaining journey through the art, science, literature and history of the human body.

'Magnificent, inspired. He writes like a latter-day Montaigne. Stimulating scientific hypotheses, bold philosophic theories, illuminating quotations and curious facts. I recommend it to all' Telegraph *****

'Splendid, highly entertaining, chock-full of insights ... It inserts fascinating scientific snippets and anecdotes about our organs into the wider history of our changing understanding of our bodies' Sunday Times

'A relentlessly entertaining cultural history of the human body ... brims with fascinating details, infectious enthusiasm ... the terrain he covers is so richly brought to life' Guardian

'Elegant and informative ... For Aldersey-Williams, [the body] is a thing of wonder and a repository of fascinating facts' Mail on Sunday ****

In Anatomies, bestselling author Hugh Aldersey-Williams investigates that marvellous, mysterious form: the human body. Providing a treasure trove of surprising facts, remarkable stories and startling information drawn from across history, science, art and literature - from finger-prints to angel physiology, from Isaac Newton's death-mask to the afterlife of Einstein's brain - he explores our relationship with our bodies and investigates our changing attitudes to the extraordinary physical shell we inhabit.

'More than a science book - it's also history, biography and autobiography - Anatomies is writing at its most refined, regardless of genre' Sunday Times

Praise for Periodic Tales:

'Science writing at its best ... fascinating and beautiful ... if only chemistry had been like this at school ... to meander through the periodic table with him ... is like going round a zoo with Gerald Durrell ... a rich compilation of delicious tales, but it offers greater rewards, too' Matt Ridley

'Immensely engaging and continually makes one sit up in surprise' Sunday Times

'Splendid ... enjoyable and polished' Observer

'Full of good stories and he knows how to tell them well ... an agreeable jumble of anecdote, reflection and information' Sunday Telegraph

'Great fun to read and an endless fund of unlikely and improbable anecdotes ... sharp and often witty' Financial Times

Hugh Aldersey-Williams studied natural sciences at Cambridge. He is the author of several books exploring science, design and architecture and has curated exhibitions at the Victoria and Albert Museum and the Wellcome Collection. His previous book Periodic Tales: The Curious Lives of the Elements was a Sunday Times bestseller and has been published in many languages around the world. He lives in Norfolk with his wife and son.


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Autorenporträt
Hugh Aldersey-Williams studied natural sciences at Cambridge. He is the author of several books exploring science, design and architecture and has curated exhibitions at the Victoria and Albert Museum and the Wellcome Collection. His previous book Periodic Tales: The Curious Lives of the Elements was a Sunday Times Bestseller and has been published in many languages around the world. He lives in Norfolk with his wife and son.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 06.01.2014

Entdeckungsreisende mit dem Skalpell

Kuriositäten aus dem anatomischen Kabinett: Hugh Aldersey-Williams versammelt Puzzlesteine zu einer Kulturgeschichte des Körpers in seinen Einzelteilen.

Wer kennt es nicht, das Ölgemälde "Die Anatomie des Dr. Tulp"? Wo anderenorts die Licht- und Schattendarstellung des jungen Rembrandt, die Zuordnung der Konterfeis zur Amsterdamer Chirurgengilde oder die offensichtlich bewusste Fehldarstellung der linken Unterarmanatomie diskutiert werden, widmet sich Hugh Aldersey-Williams, Bestsellerautor und Naturwissenschaftler, vor allem der Leiche. Wir erfahren, wer dieser Tote war, wann er lebte und dass er hingerichtet wurde.

Obschon zahlreiche populärwissenschaftliche Körpergeschichten erhältlich sind, findet dieses Buch mit seinen "Kulturgeschichten vom menschlichen Körper" - im Original "The Human Body: Its Parts and The Stories They Tell" - eine Marktlücke. Seine Geschichten gehen über die Anatomie im engeren Sinn hinaus. Sie wenden sich dem leiblichen und philosophischen Körperverständnis zu, dem Pfund blutleeren Fleisches beispielsweise, das Shakespeare seine tragische Figur Shylock fordern lässt, oder der zukünftigen dreidimensionalen Organsynthese aus Eigengewebe. Entstanden ist eine fesselnd geschriebene Kuriositätensammlung von Erzählungen, Anekdoten und Interpretationen, herausgepickt aus zehntausend Jahren Kulturgeschichte.

Dem Autor fallen Parallelen zwischen geographischem und anatomischem Forschungseifer auf: "Allerorten setzten anatomische Entdeckungsreisende die Segel und beanspruchten eine Gegend nach der anderen für sich, indem sie Körperteile wie Wasserwege und Inseln benannten." Er erkennt diese Selbstinszenierung und fragt, wie die Anatomen zu ihren Erkenntnissen gelangten. Denn sie hatten mit einem anhaltenden Leichenmangel zu kämpfen und erstritten sich nur etappenweise das Recht, die Körper von Hingerichteten zu obduzieren.

Da die Zerstückelung des Leichnams Vorstellungen zuwiderlief, die mit der christlichen Auferstehung als vollständiger Mensch verknüpft waren, erscheint Dr. Tulps Sektion des kurz zuvor hingerichteten Straßenräubers Adriaan Adriaanszoon wie eine zweite Hinrichtung. Und woher stammten die vierzehn schwangeren Frauen, deren Körper in William Huxleys reichillustriertem Atlas "Die Anatomie der Gebärmutter bei Schwangeren" abgebildet sind? Solche Fragen haben durchaus ihre Berechtigung, ist doch im Anatomischen Museum der Universität Edinburgh bis heute das Skelett eines Mörders zu sehen, der für den Anatomielehrer Robert Knox Leichen beschaffte.

Doch das Buch beschränkt sich nicht auf Skandalgeschichten rund um Mörderbanden und Leichenraub. Immer wieder findet der Autor einen persönlichen Zugang zum Thema, sei es durch die Teilnahme an anatomischen Zeichenkursen im Seziersaal, den Gang zur Blutspende oder mit Interviews, etwa mit einem Athleten der Paralympics, einem Tätowierungskünstler oder einer transsexuellen Frau.

Es wird keine Vollständigkeit versprochen. Leserinnen und Leser wissen von Anfang an, dass sie lediglich eine Auswahl von Geschichten vor sich haben. Dennoch sei auf eine besonders empfindliche Lücke hingewiesen, nämlich die Zeit des Nationalsozialismus. Sie fällt vor allem dort auf, wo sich ein Bezug geradezu aufdrängen würde, etwa beim ausführlich behandelten Thema Eugenik oder dort, wo es um die Eintätowierung von Zahlen geht. An einer einzigen Stelle macht Aldersey-Williams auf einen eher problematischen Vergleich zwischen den Präparate sammelnden Hunter-Brüdern im 18. Jahrhundert und "Nazi-Wissenschaftlern wie Josef Mengele" aufmerksam. Im selben kurzen Abschnitt erwähnt er Eduard Pernkopfs Anatomieatlas mit den berüchtigten SS-Runen.

Die Bilder von menschlichen Körpern, die im Nationalsozialismus einerseits in Propagandabildern hochstilisiert, andererseits als Arbeitsmaschinen und Versuchsobjekte missbraucht und als lebensunwert getötet wurden, haben sich tief in das historische Bewusstsein eingegraben. Den damit verknüpften Fragen weicht Aldersey-Williams allzu sorgfältig aus.

Auch lässt sich die Abfolge der Texte nicht ohne weiteres nachvollziehen. Das Buch ist bis auf sein Schlusskapitel nicht chronologisch aufgebaut; seine Gliederung entspricht eher derjenigen eines Anatomieatlasses, doch sind die Kapitel weder einem nachvollziehbaren Körperkonzept verpflichtet, noch geben sie inhaltlich stringent das wieder, was ihrer Überschrift entsprechen würde. Auf die Klitoris und ihre späte Wahrnehmung durch die männlich dominierte Anatomie geht nicht etwa das verschämt kurze Kapitel "Geschlechtsorgane" ein, sondern das Kapitel "Die begehrtesten Teile", das sich ansonsten hauptsächlich der Leichenbeschaffung zuwendet.

Der Autor bietet zahlreiche lesenswerte Puzzleteile. Eine Zusammenführung zu einer neuen Interpretation der Körpergeschichte kann er nicht leisten. Und dennoch bringt er eine eigene Sichtweise ein: Den Blick auf den einzelnen Körper, das betroffene Subjekt, etwa die ermordete Prostituierte, die als Venus im Anatomieatlas weiterlebt, die Frau mit dem ersten transplantierten Gesicht oder eben den achtundzwanzigjährigen Adriaanszoon, der im Winter 1631/32 einen Mantel stehlen wollte und dafür einen zweifachen Tod starb. Diese Perspektive, die nicht einmal mehr nur auf berühmte Figuren - Anatomen, Chirurgen und Künstler - fokussiert, macht den eigentlichen Reiz des Buches aus. Ob bewusst oder nicht, Hugh Aldersey-Williams kommt damit einer Forderung nach, die bereits vor Jahrzehnten an die historischen Kulturwissenschaften gestellt wurde: Geschichte "von unten" zu schreiben.

IRIS RITZMANN

Hugh Aldersey-Williams: "Anatomien". Kulturgeschichten vom menschlichen Körper.

Aus dem Englischen von Christophe Fricker. Hanser Verlag, München 2013. 358 S., geb., 24,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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