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Rundfunkgeschichte gehört seit Längerem zu den zeitgeschichtlichen Forschungsfeldern, hat sich als musikhistorisches Thema aber erst in jüngerer Zeit etabliert. Dieser Band der Anklaenge ist dem zuvor kaum behandelten Thema sowjetischer Präsenz in Gestalt der Radiosendereihe Die Russische Stunde gewidmet. Die von der RAVAG auf Radio Wien seit 1945 ausgestrahlte Sendereihe behandelte Themen aus Musik, Literatur und Wissenschaft, zunächst insbesondere im Zusammenhang mit der Sowjetunion, mit dem ausdrücklichen Ziel, das vom NS-Regime propagandistisch verzerrte Bild des Landes zu korrigieren. In…mehr

Produktbeschreibung
Rundfunkgeschichte gehört seit Längerem zu den zeitgeschichtlichen Forschungsfeldern, hat sich als musikhistorisches Thema aber erst in jüngerer Zeit etabliert. Dieser Band der Anklaenge ist dem zuvor kaum behandelten Thema sowjetischer Präsenz in Gestalt der Radiosendereihe Die Russische Stunde gewidmet. Die von der RAVAG auf Radio Wien seit 1945 ausgestrahlte Sendereihe behandelte Themen aus Musik, Literatur und Wissenschaft, zunächst insbesondere im Zusammenhang mit der Sowjetunion, mit dem ausdrücklichen Ziel, das vom NS-Regime propagandistisch verzerrte Bild des Landes zu korrigieren. In zunehmendem Maße entwickelte sich die Sendung zum Agitationsinstrument der KPÖ. Nach Abschluss des Staatsvertrages 1955 wurde die Sendung eingestellt. Die Beiträge dieses Bandes analysieren die Rolle des inländischen Rundfunks im von der sowjetischen Besatzungsmacht dominierten Teil Österreichs. Die Publikation ist zudem ein Ausweis der am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung traditionell betriebenen musikalischen Zeitgeschichte. Sie kann auch als wesentliche Ergänzung der in anderen Disziplinen angesiedelten historischen Forschung verstanden werden.
Autorenporträt
Anita Mayer-Hirzberger, ao. Universitätsprofessorin am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Studium der Musikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Graz und Trompete an der Musikhochschule Graz. Diplomarbeit: Die Musikdrucke der Offizin Widmanstetter in Graz, 1585–1806. Dissertation: Die Musik der Jugendbewegungen in Österreich bis zum Zweiten Weltkrieg. Habilitation: "... ein Volk von alters her musikbegabt". Der Begriff "Musikland Österreich" im Ständestaat. Cornelia Szabó-Knotik, habilitierte sich 1996 in Graz; Außerordentliche Universitätsprofessorin für historische Musikwissenschaft in Ruhe; 2016-2020 Studiendekanin für wissenschaftliche Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Forschungsinteressen betreffen musikalische Medien- und Zeitgeschichte, besonders im Hinblick auf den ästhetischen Gehalt und die sozio-kulturelle Bedeutung von Musik. Seit 2017 leitet sie das Projekts Telling Sounds. Eine digitale Forschungsplattform zur Dokumentation und Aufarbeitung österreichischer Musiken-Geschichte auf der Basis audiovisueller ZeitzeugInnendokumente, 2017–18 hatte sie gemeinsam mit Anita Mayer-Hirzberger die Leitung des Projekts Wie klingt Österreich. Musik als Träger des Emotions-Managements politischer Bewegungen im "Musikland Österreich" inne.