Das Konzept der symbolischen Gewalt im Kontext der Soziologie Pierre Bourdieus Das Beispiel Schule
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
19.07.2018
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
495 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668755208
Bei der "symbolischen Gewalt" handelt es sich um einen bestimmten Gebrauch von Symbolen (v.a. der Sprache), der die wertende Bedeutung vieler Symbole (v.a. sprachlicher Ausdrücke) bewusst einsetzt, um das Verhalten anderer zu steuern bzw. zu beeinflussen. Diese Eigenschaften der gebrauchten Symbole sind den Betroffenen in der Regel nicht bewusst, so dass sie durch die unkritische Akzeptanz jener Symbole und ihres Wertgehalts zu opfern der symbolischen Gewalt derjenigen werden, die die Symbole bewusst oder gezielt einsetzen. Im Zusammenhang mit dem System Schule / Erziehung sind es beispielsweise Begriffe wie "intelligent, gebildet, klug, schnell" einerseits und "unsozial, ungebildet, unfähig, faul, langsam" andererseits, die oft eingesetzt werden, um die psychischen Einstellungen und das Verhalten der Schülerinnen und Schüler zu steuern.
Obwohl die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung der Begriffe und die mit ihnen assoziierten Werthaltungen begreifen, sind sie in der Regel nicht in der Lage, einen kritischen Abstand zu ihnen zu wahren und ihre historische Bedingtheit und soziale Konstruiertheit zu durchschauen. Sie halten die mit den Begriffen verbundenen Werthaltungen für einen integralen Bestandteil ihrer Bedeutung und daher für "objektiv" gültig.
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