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Opulent, spannend und voller Magie Nele, die junge Kaufmannstochter aus Bremen, segelt 1824 mit Mutter und Schwester einem großen Abenteuer entgegen: Brasilien, ein Land voller Zauber, in dem sie ihre Studien über Schmetterlinge fortsetzen kann. Noch ahnt Nele nicht, dass die Reise sie an den brasilianischen Hof führen wird, wo dunkle Machenschaften ihr Schicksal mit dem der unglücklichen Kaiserin verbinden ...
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Kerstin Cantz wurde 1958 in Potsdam geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach dem Publizistik-Studium arbeitete sie als freie Journalistin, war Redakteurin bei einem privaten Fernsehsender und ist heute Drehbuch- und Romanautorin. Ihr erster Roman "Die Hebamme" wurde auf Anhieb ein großer Erfolg und eroberte die Bestsellerlisten. Zuletzt erschien ihr Roman "Die Schmetterlingsjägerin" (Diana, 2008). Kerstin Cantz lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.
Produktdetails
- Verlag: Penguin Random House
- Seitenzahl: 496
- Erscheinungstermin: 26. Januar 2009
- Deutsch
- ISBN-13: 9783641017675
- Artikelnr.: 37174724
Nachdem ihr Vater gestorben war und die älteste Schwester die Familie verlassen hatte, segelte Nele mit ihrer Mutter und ihrer noch verbliebenen Schwester nach Brasilien, auf Grund dessen, dass Emilia, die Schwester, dort verheiratet werden sollte. Zunächst müssen erstmal die …
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Nachdem ihr Vater gestorben war und die älteste Schwester die Familie verlassen hatte, segelte Nele mit ihrer Mutter und ihrer noch verbliebenen Schwester nach Brasilien, auf Grund dessen, dass Emilia, die Schwester, dort verheiratet werden sollte. Zunächst müssen erstmal die Turbulenzen der Überfahrt überstanden werden, doch damit soll es nicht genug sein, immer wieder stoßen sie alle auf Hindernisse, die einem normalen Leben im Wege sind. Doch Nele beißt sich durch, denn dadurch, dass sie noch wie ein Kind aussieht, obschon sie bereits über zwanzig ist, bekommt sie einiges mehr mit als andere. Gleichzeitig kann sie sich noch um ihre Leidenschaft, das Jagen und Studieren von Schmetterlingen, kümmern.
Zuvor hatte ich noch keinen historischen Roman gelesen und war sehr gespannt was nun dort auf mich zukommen würde.
Auffällig ist in jedem Falle die Sprache. Da der Roman 1824/1825 spielt, bedient die Autorin sich auch der Sprache, welche in dieser Zeit benutzt wird. Somit ist es nicht ganz so leicht dem Geschehen schnell zu folgen, da man sich gut konzentrieren muss und evtl. Passagen auch nochmals lesen muss, um wirklich zu erfassen was dort gesagt wird. Ich finde die Sprache aber sehr gut, da der Roman dadurch natürlich sehr viel authentischer wird und man sich besser in die frühere Zeit hineinversetzen kann.
Die Charaktere sind gut gewählt und sehr schön und tiefgründig gezeichnet. Man erfährt viel über Hintergründe und Herkünfte, so dass sehr schnell ein klares Bild vor dem geistigen Auge entsteht wie die Personen aussehen würden. Gleichzeitig schafft die Autorin durch diese Tiefe eine gewisse Nähe zwischen Leser und Charakteren, da man sich ihnen verbundener fühlen kann, auf Grund dessen, dass man viel von ihnen erfährt. Obgleich es relativ viele detaillierte Schilderungen gibt, wird es nicht langweilig, da diese sehr lebhaft und anschaulich daherkommen.
Auch die Geschichte selber hat mich sehr angesprochen, da sie eine Reise und ein Leben in der früheren Zeit zeigt, wie man es sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen kann. Kommuniziert wird über weite Distanzen ausschließlich per Post und von A nach B kommt man sowieso meist nur zu Pferd. Es wird eindeutig, dass der Freiheitsbegriff noch nicht allzu sehr geprägt wurde in dieser Zeit, was man schon allein daran sieht, dass die Schwester Neles verheiratet wird und es sich im Grunde nicht aussuchen kann, ob dies wirklich geschieht. Allerdings deutet sich auch ein kleiner Aufbruch an, da zum Einen Nele ihren eigenen Kopf hat und auch unbedingt immer das durchsetzt wie sie es möchte. Zum Anderen ist dort aber auch die Kaiserin, Leopoldine, die, obwohl in Unterdrückung lebend, versucht sich gegen diese Zeit zu stellen, sei es was die eigene Meinung angeht oder die Ständegesellschaft, welche sie eindeutig nicht gutheißt. Sehr schön finde ich es, im Zusammenhang mit Leopoldine, dass zwischendurch immer wieder wortgetreue Zitate aus ihren Briefen verwendet werden, durch die man ihre Gefühle nochmal mehr verstehen kann.
Die einzelnen Kapitel, in die das Buch unterteilt ist, sind jeweils aus einer anderen Sicht geschrieben, so dass man manche Situationen aus verschiedenen Ecken betrachten kann. Vor allem aber bekommt man so viel bessere Eindrücke von den Gedanken der verschiedenen Personen, da eben nicht alles aus einer Sicht geschrieben ist, was diese Geschichte mit Sicherheit auch zu monoton machen würde. Diese Lösung aber passt sehr gut und ist auch schön zu verfolgen.
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