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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Didaktik - Theologie, Religionspädagogik, Pontifícia Universidade Católica de São Paulo (Religionswissenschaft), Veranstaltung: Didaktik des religionskundlichen Unterrichts, Sprache: Deutsch, Abstract: 1 Vorbemerkungen Aus Sicht der Fächer "Ethik", "Normen und Werte" und "Religionskunde" gilt die Religionswissenschaft als "Basisdisziplin"1. Umgekehrt ist unter Religionswissenschaftlern längst Konsens, daß die ursprünglich nur auf die Ausbildung des eigenen akademischen Nachwuchses zugeschnittene Fachdidaktik auch in anderen Bildungsbereichen…mehr

Produktbeschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Didaktik - Theologie, Religionspädagogik, Pontifícia Universidade Católica de São Paulo (Religionswissenschaft), Veranstaltung: Didaktik des religionskundlichen Unterrichts, Sprache: Deutsch, Abstract: 1 Vorbemerkungen Aus Sicht der Fächer "Ethik", "Normen und Werte" und "Religionskunde" gilt die Religionswissenschaft als "Basisdisziplin"1. Umgekehrt ist unter Religionswissenschaftlern längst Konsens, daß die ursprünglich nur auf die Ausbildung des eigenen akademischen Nachwuchses zugeschnittene Fachdidaktik auch in anderen Bildungsbereichen Geltung beanspruchen kann. So fragt heute niemand mehr ernsthaft danach, "ob und inwiefern die religionswissenschaftliche Fachdidaktik für die aus allgemein didaktisch-pädagogischer Sicht eher wichtigeren Ebene des vorschulischen, schulischen und nachschulischnichtakademischen Lernens relevant geworden ist bzw. werden könnte"2. Mit einer bloßen "Grundsatzentscheidung" über die außer-universitäre Funktion des Faches ist es selbstverständlich nicht getan, es sei denn man begnügt sich mit der Rolle einer Materiallieferantin und übt sich im blinden Vertrauen auf die Kompetenz und das Verantwortungsbewußtsein der Unterrichtspraktiker. Ihrem Ruf als didaktische "Bezugswissenschaft" wird die Religionswissenschaft nur in dem Maße ernsthaft gerecht, wie sie sich unter ihrem spezifischen Blickwinkel in die Diskussion über die konkrete Vermittlung des bereitgestellten Wissenskontingentes auch außerhalb der Universitäten einzubringen vermag. Der vorliegende Beitrag schaltet sich in diese Debatte ein. Ausgangspunkt ist die didaktisch relevante Hypothese, daß in bestimmten Fällen ein visueller Zugang dem Verständnis religiöser Sachverhalte zuträglicher ist als ein Studium "heiliger" Schriften. Erinnert sei hier nur an den hohen Stellenwert der Ikonen innerhalb des orthodoxen Christentums3 oder an die Tatsache, daß japanische "Kulturtechniken" wie das Ikebana, die Teezeremonie und diverse Kampfsportarten zenbuddhistische Prinzipien reflektieren4. Im vergleichbaren Sinne ist in den nachfolgenden Abschnitten vom Hinduismus die Rede. Seine visuelle Dimension und die daraus erwachsenden didaktischen Möglichkeiten werden exemplarisch an Ganesha, der bekannten elefantenköpfigen Gottheit mit dem Beinamen "der Herr der Hindernisse" veranschaulicht.