Identitätskonstruktion in der DDR. Proletarier aller Länder?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
17.02.2021
Verlag
GRINSeitenzahl
12 (Printausgabe)
Dateigröße
484 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346347961
Völkerfreundschaft war in der DDR ein Wert mit Verfassungsrang. Im Gründungsmythos der DDR als antifaschistischer, sozialistischer Staat wurden derartige Werte als Identität festgehalten: Mit Gründung der DDR ist das Volk "von dem Willen erfüllt, den Weg des Friedens, der sozialen Gerechtigkeit, der Demokratie, des Sozialismus und der Völkerfreundschaft in freier Entscheidung unbeirrt weiterzugehen." Das Volk der DDR muss diesem Mythos zufolge nicht entnazifiziert werden. Es ist per se antifaschistisch und der Völkerfreundschaft zugewandt. Diese Volksidentität konstruiert die DDR in genauem Gegensatz zur BRD, die als ungebrochene Nachfolgerin der nationalsozialistischen Herrschaft gilt. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass über fremdenfeindliche Einstellungen und Betätigungen in der Bevölkerung keine öffentliche Auseinandersetzung stattfand. Diese hätte nicht weniger als die Legitimität der sozialistischen Republik in Frage gestellt. Zweifelsohne gab es
jedoch derartige Einstellungen und Übergriffe bis hin zu Morden, insbesondere gegen Vertragsarbeiter_innen.
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