Yeva Skalietska
eBook, ePUB
Ihr wisst nicht, was Krieg ist (eBook, ePUB)
Tagebuch eines jungen Mädchens aus der Ukraine Mit einem Vorwort von Marina Weisband
Übersetzer: Berlina, Alexandra
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Yeva Skalietska lebt ein normales Schülerinnen-Leben im ukrainischen Charkiw, als der Angriff der russischen Armee am 24. Februar 2022 ihrer Kindheit ein brutales Ende setzt. Denn fortan bestimmen Kriegsgeschehnisse ihren Alltag. Die Heimatstadt wird zerstört, Treffen mit Freundinnen sind nicht möglich, ein normaler Alltag existiert nicht mehr. Yeva ist zutiefst verstört und hält ihre Eindrücke seit Beginn des Krieges in ihrem Tagebuch fest. Als ihre Wohnung beschossen wird, entscheiden sich Yeva und ihre Großmutter, die Heimat zu verlassen und in einer hoffentlich besseren Welt neu anz...
Yeva Skalietska lebt ein normales Schülerinnen-Leben im ukrainischen Charkiw, als der Angriff der russischen Armee am 24. Februar 2022 ihrer Kindheit ein brutales Ende setzt. Denn fortan bestimmen Kriegsgeschehnisse ihren Alltag. Die Heimatstadt wird zerstört, Treffen mit Freundinnen sind nicht möglich, ein normaler Alltag existiert nicht mehr. Yeva ist zutiefst verstört und hält ihre Eindrücke seit Beginn des Krieges in ihrem Tagebuch fest. Als ihre Wohnung beschossen wird, entscheiden sich Yeva und ihre Großmutter, die Heimat zu verlassen und in einer hoffentlich besseren Welt neu anzufangen. Diese neue, sichere Welt finden sie nach einer abenteuerlichen Flucht in Irland. Doch auch hier schreibt Yeva weiterhin täglich darüber, was es heißt, die Zerstörung der eigenen Heimat mitzuerleben - und hofft sehnlichst auf ein Ende des Grauens.
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Yeva ist ein zwölfjähriges ukrainisches Mädchen, das bei ihrer Oma in Charkiw nahe der russischen Grenze aufwuchs. Yeva liebt Sprachen, Bowling, Malen und Klavierspielen. 2022 erlebte sie in ihrer Heimatstadt den Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und beschloss, ihre Erlebnisse in einem Kriegstagebuch festzuhalten. Die englische Nachrichtensendung Channel 4 News berichtete über sie und ihr Tagebuch sowie ihre Flucht aus der Ukraine. Ihre Geschichte ging daraufhin unter dem Hashtag #Yevasdiary viral. Mittlerweile leben Yeva und ihre Großmutter in Dublin. Alexandra Berlina wurde in Moskau geboren und lebt mit ihrer Familie in Düsseldorf. 2012 promovierte sie über Literaturübersetzung. 2020 erschien ihre deutsche Fassung von Bulgakows Der Meister und Margarita; ihr Nachwort konzentriert sich auf den politischen Hintergrund des Romans. Als Mitglied der Gruppe »Freies Russland NRW« demonstriert sie regelmäßig für die Befreiung politischer Häftlinge. Sie übertrug Gedichte von Maria Aljokhina (»Pussy Riot«) ins Englische, dolmetschte bei der Konferenz »Free Press Seminar« (Würzburg 2018) für prominente kritische Journalist*innen aus Russland, und arbeitet als Lektorin und Übersetzerin für dekoder.org - ein Presse-Portal zu Russland, das den Grimme Online Award 2021 gewann.
Produktdetails
- Verlag: Knaur eBook
- Seitenzahl: 192
- Erscheinungstermin: 2. November 2022
- Deutsch
- ISBN-13: 9783426466780
- Artikelnr.: 64994427
Gebundenes Buch
„Ich hasse die Nacht. Ich will nicht, dass die Sonne hinter dem Horizont verschwindet! Aber leider habe ich ihr nichts zu befehlen. In der Dunkelheit scheint immer etwas zu lauern.“
Yeva Skalietska in ein zwölfjähriges Mädchen aus dem ukrainischen Charkiw. Als ich die …
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„Ich hasse die Nacht. Ich will nicht, dass die Sonne hinter dem Horizont verschwindet! Aber leider habe ich ihr nichts zu befehlen. In der Dunkelheit scheint immer etwas zu lauern.“
Yeva Skalietska in ein zwölfjähriges Mädchen aus dem ukrainischen Charkiw. Als ich die ersten Sätze las, habe ich gleich an mich in diesem Alter gedacht. Wie unbeschwert ich gewesen war. Wie sich der Duft von Freiheit im Sommerwind verfangen hatte. Doch Yeva wurde von heute auf morgen alles genommen.
Als ich weiterlas war ich einfach nur sprachlos. Während wir hier im Warmen saßen, den Sommer auf uns zukommend, ist in der Ukraine der Krieg ausgebrochen. Ohne Vorwarnung, auch wenn man unter den Erwachsenen oft davon sprach, dass es dazu kommen könnte, geglaubt hatte das aber niemand. Mir trieb es Tränen in die Augen, als ich von zerstörten Häusern las, von Kindern, die im Keller ihre Zeit verbrachten, unwissend darüber, wie es weitergehen würde. Ob sie überhaupt überleben würden. Bittere Ungewissheit. Wie schlimm das gewesen sein muss und noch immer ist. Vor allem war das unglaublich unnötig, denn es ist ein Krieg zwischen zwei Parteien, Politikern, Ländern. Warum also mussten Menschen sterben, die für diesen Konflikt nichts konnten? Menschen, die nichts dafür konnten, dass aus einer kleinen Flamme ein ganzes Inferno wurde.
Das Mädchen beschreibt alles so anschaulich und bei jedem „wir hörten einen Knall ganz in der Nähe“ zuckte selbst ich schon zusammen. Man kann es sich gar nicht vorstellen, wie das sein muss. Ich bin dankbar dafür, dass das nicht unsere Realität ist. Und ich wünsche mir, dass das niemals wieder zur Realität wird.
„5:10 Uhr Plötzlich weckt mich ein metallischer Krach. Er hallt so richtig durch die Straße. Erst denk ich, da wird ein Auto verschrottet. Dann wird mir klar: eine Explosion. Oma steht am Fenster und guckt auf die russische Grenze, und da brennt der ganze Horizont, und es fliegen Raketen über die Felder. Und dann fliegt eine riesige Rakete genau an unserem Fenster vorbei und explodiert mit so einer Wucht, dass mir das Herz in der Brust eiskalt wird.“
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Gebundenes Buch
Wenn ein sinnloser, barbarischer und menschenverachtender Angriffskrieg einfach so die eigene Kindheit zerstört
"24. Februar – ich werde mich mein Leben lang an diesen Tag erinnern! An meinen letzten Tag zu Hause. Den Tag, an dem der Krieg begann."
"Ich bin ein Kind …
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Wenn ein sinnloser, barbarischer und menschenverachtender Angriffskrieg einfach so die eigene Kindheit zerstört
"24. Februar – ich werde mich mein Leben lang an diesen Tag erinnern! An meinen letzten Tag zu Hause. Den Tag, an dem der Krieg begann."
"Ich bin ein Kind aus der Ukraine, mein Name ist Alena, ich bin zwölf Jahre alt und alles, was ich will, ist Frieden und wieder zu Hause sein!"
So äußern sich am Ende des Buches Kostja und Alena, zwei Freunde von Yeva über ihr ganz persönliches Seelenleben während dieses barbarischen russischen Angirffskrieges, der den Zivilisten und den Schwächsten der Gesellschaft nur unendliches Leid und Tod bringt.
Die 12-jährige Ukrainerin Yeva Skalietska legt uns in ihrem Buch "Ihr wisst nicht, was Krieg ist - Tagebuch eines jungen Mädchens aus der Ukraine" ihre Gedanken, Ängste aber auch Hoffnungen seit Kriegsbeginn in der Ukraine offen.
Mir fällt es sehr schwer hier für dieses Buch die wahrscheinlich richtigen Worte zu finden.
Bei mir persönlich stellte sich sehr schnell Gänsehaut beim Lesen ein.
Wir werden aktuell zwar tagtäglich alleine durch die Nachrichtenberichterstattung in den Printmedien und im TV geradezu mit Eindrücken zum barbarischen Ukrainekrieg überschüttet, aber irgendwie, so habe ich zumindest das Gefühl, hat man sich an diese professionelle Kriegsberichterstattung bereits zu sehr gewöhnt oder vielleicht ist man auch einfach mit der ganzen Situation auch einfach nach wie vor überfordert und der Kopf macht dann sehr schnell dicht.
Das Zeitzeugendokument der noch sehr jungen Autorin wirkt dahingehend ganz anders auf mich. Hier wird aus Kinderaugen und -mund berichtet und das Erlebte für all unsere Nachkommen dann hoffentlich konserviert.
Es schildert sehr eindrücklich, wie der Krieg urplötzlich dann doch über die Ukraine und ihre Einwohner hereinbricht.
Einige der folgenden Buchzitate geben kurze Einblicke darauf.
"Bis in die frühen Morgenstunden des 24. Februar 2022 ist mein Leben normal."
"Wir klammern uns an die Hoffnung, dass der Albtraum irgendwann vorbei ist."
"Ich kann mich nicht mehr an meine alten Träume und Ziele erinnern oder an all die Dinge, die mir mal wichtig waren."
"Jede Minute, jede Sekunde festhalten. Es könnte die letzte sein."
"Ich träume davon, eines Tages wieder ein Zuhause zu haben."
"Vor dem Krieg hatte ich meine kleinen Sorgen, aber jetzt weiß ich, wie glücklich ich war."
"Ich hoffe, alles wird irgendwie gut – aber das kann nur ein Wunder Gottes machen."
Durch die sehr eindrücklichen und häufig sehr emotionalen Schilderungen von Yeva Skalietska wird man, ob man will oder nicht, in ihr persönliches Seelenleben hineingezogen.
Was macht es mit friedfertigen Zivilisten, wenn über Nacht der russische Aggressor einen brutalen menschenverachtenden Angriffskrieg über den Zaun bricht und nichts als Leid über das eigene Land bringt?
Man bekommt beim Lesen eine Idee davon, wie schwer es ist abzuwägen, ob man sein angestammtes Zuhause fluchtartig verlässt und damit alles Gewohnte zurücklässt oder ob man sich weiter diesem Terror und der akuten Gefahr von Bombardements und Luftangriffen aussetzt.
Yeva Skalietska gibt dem kriegerischen und meschenverachtenden Verbrechen von Wladimir Putin ein Gesicht und verleiht der ukrainischen Zivilbevölkerung durch ihr persönliches Kriegs-Tagebuch eine starke Stimme.
Die unterschiedlichen Emotionen und Gefühlswelten, die durch die Tagebuchaufzeichnungen transportiert werden, vermag kein kurzer TV-Bericht einzufangen.
"Wer einen Krieg überlebt, wird nie wieder sein wie früher. Man kann wieder lernen, sich zu freuen und das Leben zu genießen, aber anders – immer mit dem Gedanken: »Heute ist ein Tag ohne Krieg.«"
Bereits jetzt ist dieses Buch für mich ein Zeugnis unserer Geschichte und darf NIEMALS in Vergessenheit geraten, damit es uns als Mahnmal dient und uns allen hoffentlich in naher Zukunft solche schrecklichen Ereignisse erspart bleiben mögen.
PS: Wenn der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Friedrich Merz über den "Sozialtourismus" schwadroniert, dann empfehle ich ihm von ganzem Herzen, zuvor dieses sehr persönliche Kriegstagebuch zu lesen und hoffe, dass er seine populistischen Äußerungen zukünftig besser überdenkt.
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Gebundenes Buch
Aufgrund des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine mangelt es nicht an Büchern zu diesem Thema. Sei es Bücher über die Geschichte des Landes oder Analysen von Strategen oder Betroffenen. Dieses hier ist ein besonderes. Es ist das Tagebuch der 12-jährigen Yeva Skalietska. …
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Aufgrund des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine mangelt es nicht an Büchern zu diesem Thema. Sei es Bücher über die Geschichte des Landes oder Analysen von Strategen oder Betroffenen. Dieses hier ist ein besonderes. Es ist das Tagebuch der 12-jährigen Yeva Skalietska.
Yeva lebt mit ihrer Großmutter in Charkiw im Osten der Ukraine. Die Eltern arbeiten im Ausland.
Das Leben von Yeva gerät aus den Fugen, als Putins Armee am 24. Februar 2022 in der Ukraine einmarschiert.
In ihrem Tagebuch beschreibt sie jene Tage und Wochen bis es gelingt, gemeinsam mit der Großmutter aus der Ukraine zu fliehen. Mit Hilfe von zahlreichen Freiwilligen schaffen sie es nach Budapest und gelangen nach Irland. Dort geht Yeva wieder in die Schule und kann endlich wieder ein Teenager sein.
Meine Meinung:
Das Buch hebt sich aus der Masse der Bücher zum Krieg in der Ukraine ab. Das liegt vor allem daran, dass das Tagebuch der Zwölfjährigen nicht verändert worden ist. Daher wirkt die Sprache stellenweise kindlich und enthält viele Ausdrücke von Teenagern. Das ist vor allem bei den Whatsapp-Nachrichten, die sie mit ihren Schulkolleginnen teilt.
Berührend auch die Nachrichten, die sie von ihren Schulkollegen erhält:
"Einige meiner liebsten Menschen - Papa, Oma und Opa - sind immer noch in Charkiw. Ich vermisse sie furchtbar und liebe sie sehr. Mein größter Wunsch ist Frieden!" (Kristina, S. 169f.)
"Wir träumen immer noch davon, eines Tages nach Hause zurückzukehren." (Olha, S. 172)
"Ich will nach Hause nach Charkiw! Ich will in ein friedliches Charkiw, wo ich draußen mit meinen Freunden spielen kann, ohne mich ständig vor Sirenen und Explosionen verstecken zu müssen! Ich will zurück in die Schule und meine Lehrer wiedersehen! Aber vor allem will ich wieder, dass meine Eltern ein echtes Lächeln lächeln." (Kostja, S. 174)
"... und alles, was ich will, ist Frieden und wieder zu Hause sein!" (Alena, S. 178).
Yevas Schlusswort ist wohl wenig hinzuzufügen:
„... Wir sind Kinder. Und wir haben ein Recht auf Frieden!"
Und ja, wir, die im Frieden leben, wissen nicht, was Krieg ist.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Tagebuch 5 Sterne.
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Gebundenes Buch
Die Autorin dieses Buches ist die 12 jährige Yeva, und ihr Buch ist ein Kriegstagebuch. Ihr Zuhause ist die Stadt Charkiw in der Ukraine, und in ihrem Buch dokumentiert sie den Krieg in der Ukraine und ihre Flucht nach Irland. Man merkt beim Lesen, dass ein Kind dieses Buch geschrieben hat, und …
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Die Autorin dieses Buches ist die 12 jährige Yeva, und ihr Buch ist ein Kriegstagebuch. Ihr Zuhause ist die Stadt Charkiw in der Ukraine, und in ihrem Buch dokumentiert sie den Krieg in der Ukraine und ihre Flucht nach Irland. Man merkt beim Lesen, dass ein Kind dieses Buch geschrieben hat, und das finde ich wunderbar. Denn ich finde es ganz wichtig, Kindern eine Stimme zu geben!
Hier wird deutlich, mit welcher Angst, welcher Unsicherheit die Kinder in einem Krieg leben müssen, welche Unsicherheiten und Risiken sie erleben und erleiden müssen. Zum Glück konnte Yeva mit ihrer Oma in ein anderes Land flüchten, aber man spürt beim Lesen dennoch ihren Wunsch nach Frieden und die Sehnsucht nach ihrer Heimat. Sehr schön finde ich auch, dass am Schluss des Buches Platz gelassen wurde, damit auch Yevas Freunde ihre Geschichten (in Kurzform) erzählen durften.
Dieses Buch hat mich als Erwachsene sehr berührt, aber man kann es auch Kinder lesen lassen, wenn sie es möchten. Aber ich würde ein Kind dabei begleiten, denn es ist wichtig, über solche Themen zu sprechen und Fragen direkt zu beantworten, wenn sie aufkommen.
Ich wünsche Yeva und allen Kindern auf der Welt, dass die Kriege enden. Und dass sie das, was sie erleben musste, verarbeiten können.
Lest dieses Buch und hört Yeva zu!
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