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Für die Kenner der polnischen Thematik ist das Jahrbuch des Deutschen Polen-Instituts seit über einem Vierteljahrhundert eine wertvolle Informationsquelle. Die diesjährige Ausgabe ist allerdings ein Muss nicht nur für sie, sondern auch für alle, die sich über das heutige, von der nationalkonservativen PiS-Partei regierte Polen genauer informieren wollen. Ihre Herausgeber haben den Band nämlich ganz der Politik gewidmet. Und so nehmen darin mehrere Journalisten, Soziologen und Historiker die aktuelle Situation unter die Lupe, indem sie gängige Begriffe erklären - etwa den sogenannten "guten Wandel", der für den letzten Machtwechsel, aber auch für eine radikale Systemkorrektur steht - und die neueste Entwicklung analysieren. Dabei behandeln sie in ihren Beiträgen so vielschichtige Themen wie die polnische Erinnerungspolitik, die Analogien zwischen dem heutigen Polen und der Weimarer Republik, den neuen Konservatismus als "revolutionäres Potential", die Probleme linker Parteien, die Einstellung der Polen zu der europäischen Frage oder den Einfluss der Kirche und werden damit ihrem Vorsatz, "dem deutschen Leser einen verlässlichen Kompass durch die Mäander der polnischen politischen Szenerie zu geben", auf eine höchst kompetente Weise gerecht.
kijo.
"Jahrbuch Polen 2017 - Politik".
Hrsg. vom Deutschen Polen-Institut Darmstadt. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2017. 215 S., br., 11,90 [Euro].
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