Studienarbeit aus dem Jahr 2024 im Fachbereich Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung, Note: 1, , Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Facharbeit untersucht, wie Mikrotransitionen im U3-Bereich bedürfnisorientierter gestaltet werden können. Ziel ist es, eine achtsame und strukturierte Begleitung dieser Übergänge zu ermöglichen, um das Wohlbefinden der Kinder zu fördern und Fachkräfte zu unterstützen. Dabei stehen die Fachkräfte vor der komplexen Aufgabe, diese trotz problematischer Rahmenbedingungen mit hoher pädagogischer Qualität zu gestalten. Dabei ist es wesentlich, dass sie in Mikrotransitionen reaktionsfähig gegenüber den Bedürfnissen der Kinder sind. Das übergeordnete Ziel besteht darin, einen Methodenkoffer zu entwickeln, der Fachkräften hilft, Mikrotransitionen in der Kinderkrippe zu optimieren. Aufgrund der Komplexität der Mikrotransitionen und ihrer Abhängigkeit von den spezifischen Bedingungen jeder Einrichtung ist es nicht angebracht, ein starres Regelwerk vorzugeben, das besagt, wie Mikrotransitionen gestaltet sein sollten. Stattdessen soll das Instrument Reflexionsansätze bieten und Abstimmungs- sowie Anpassungsprozesse im Sinne der responsiven Pädagogik fördern können. In den letzten Jahren rückte die Bildung, Erziehung und Betreuung in deutschen Kindertagesstätten zunehmend in den Fokus. Besonders die Krippenbetreuung erfuhr seit dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab August 2013 große Veränderungen. Neben der quantitativen Ausweitung des Angebots wurden die pädagogische Qualität und die Gestaltung des Tagesablaufs intensiv diskutiert. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Anpassung an die Bedürfnisse der Kinder. In der Praxis stehen die Fachkräfte jedoch oft vor Herausforderungen: Stress durch Personalengpässe, chaotische Tagesabläufe und häufige Übergänge, die besonders für Krippenkinder belastend sein können. Solche Mikrotransitionen führen bei Kindern oft zu Überforderung und Konflikten, was sich auch auf das Verhalten der Fachkräfte auswirkt.