Seit dreizehn Jahren lebt Sabriel, die achtzehnjährige Tochter des Necromancers Abhorsen, ein ruhiges, behütetes Leben in einem Mädcheninternat in Ancelstierre, als sie die letzte Nachricht ihres Vaters aus dem Totenreich erhält: Sein Schwert und seine Glocken. Das kann nur eines bedeuten, er wurde
von einem seiner Feind im Reich des Todes gefangengenommen.
Um ihren Vater zu retten, reist Sabriel…mehrSeit dreizehn Jahren lebt Sabriel, die achtzehnjährige Tochter des Necromancers Abhorsen, ein ruhiges, behütetes Leben in einem Mädcheninternat in Ancelstierre, als sie die letzte Nachricht ihres Vaters aus dem Totenreich erhält: Sein Schwert und seine Glocken. Das kann nur eines bedeuten, er wurde von einem seiner Feind im Reich des Todes gefangengenommen.
Um ihren Vater zu retten, reist Sabriel zum ersten Mal seit ihrer Kindheit in das alte Königreich, in welchen Technik und technisch hergestellte Dinge nicht mehr funktionieren und die Magie regiert. Im alten Königreich jedoch erwarten sie Anarchie. Dörfer und Städte haben aufgehört zu existieren und Horden marodierender Untoter und ungebundene freie Magie beherrschen und tyrannisieren, was noch vom Reich übrig ist.
Von nun an ist es Sabriels Aufgabe ihrem Vater als Abhorsen nachzufolgen, und die Toten zu vernichten, die das Leben der Menschen aussaugen, um nicht zurück ins Reich des Todes zu müssen. Dafür jedoch muss die Kerrigor, einen der mächtigen Toten aus der Tiefe des Totenreiches vernichten, den letzten überlebenden Prinzen finden und retten, und die großen Charter Steine wieder errichten.
Dieses Buch ist der Auftakt einer klassischen Fantasy Trilogie. Eine junge Heldin zieht ohne große Erfahrungen in den Kampf gegen das Böse und findet dabei ihre große Liebe. Hier also nichts wirklich Neues, obwohl die Liebesgeschichte zum Glück so gut wie gar nicht stattfindet sondern eher mal so in einem Nebensatz kurz vor dem möglicherweise gleich eintretenden tödlichen Ereignis erwähnt wird. Was jedoch ungewöhnlich ist, ist die Welt die Garth Nix erschaffen hat. Es gibt im Nachbarland eine Technologie, die etwa auf dem Stand der 1930er bis 1940er Jahre ist und Angelstierre erinnert ein wenig an ein England vor dem zweiten Weltkrieg. Durch eine magische Mauer getrennt von diesem für uns normalen Land liegt das alte Königreich, in welchem die Untoten, Zombies und Totenbeschwörer Chaos verursachen. Die Magie ist auf eine mir nicht wirklich verständliche Art in die sog. Charter gebunden und durchdringt alles. Ein Magier kann auf diese gebundene Charter Magie mittels Symbolen, die er in seinem Geist formt und zu magischen Sprüchen zusammensetzt Magie wirken. Dem entgegengesetzt ist die sogenannte freie Magie, die die untoten Wesen und Necromancer verwenden. Das wichtigste Werkzeug des Abhorsen sind seine sieben Glocken, die jede ihre bestimmte Funktion haben, aber dennoch unberechenbar bleiben, da sie gerne einen eigenen Willen entwickeln und somit für den Benutzer selber gefährlich werden können, denn sie sind eine Mischung als gebundener und ungebundener Magie.
Ich fand das dargestellte Prinzip der Magie und die entworfene Welt sehr spannend und ansprechend, hatte jedoch einige Probleme mich in die Geschichte einzufinden, da die Prinzipien, nach denen diese Welt funktioniert erst nach und nach klar werden, da sich der Autor an keine mir bekannte Magie Folklore hält. Es gibt kein eindeutiges Gut oder Böse, alles hat seine beiden Seiten, sogar Mogget, Sabriels Familiar, der sie schützt und ihr hilft, sie aber in seiner mächtigen und ungebundenen Form auch beinahe tötet. Diese Mischung aus Grautönen finde ich besonders ansprechend, auch wenn sich der Autor im Plot an klassische Vorgaben hält und die Geschichte an sich recht vorhersehbar ist.