Entgegen der literaturgeschichtlichen Tendenz, das gelehrt-literarische Genre des Aphorismus und die populäre Gattung der Sprichwörter strikt voneinander zu trennen, betrachtet die Autorin diese beiden Formen als Teil eines Gattungsarchipels, in dem unterschiedliche kleine Formen durch ein Netz von Ähnlichkeiten miteinander verbunden sind. Auf dieser Grundlage zeigt sie Funktionsweisen kleiner Formen jenseits traditioneller Kategorisierungen auf: Kleine Formen bewegen sich in den untersuchten post-kolonialen Kontexten zwischen lebenspraktischer Einbettung und künstlerischer Autonomie, zwischen lokalem Bewusstsein, universellem Anspruch und Kosmopolitismus, zwischen ethnographischer Vereinnahmung und kulturellem Widerstand.
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