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Essay aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,3, Universität des Saarlandes (Germanistik), Veranstaltung: HS Sprachwandel und Sprachvariation, Sprache: Deutsch, Abstract: Sprache ist das am häufigsten gebrauchte Mittel unserer Kommunikation; die Wichtigkeit von Sprache muss daher genauso wenig begründet werden wie die wissenschaftlichen Untersuchungen und Überlegungen zu ebendieser. Doch Sprache muss nicht immer eindeutig sein: Innerhalb der Kommunikation zweier Gesprächsteilnehmenden gibt es zwangsläufig einen Gesprächspartner, der…mehr

Produktbeschreibung
Essay aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,3, Universität des Saarlandes (Germanistik), Veranstaltung: HS Sprachwandel und Sprachvariation, Sprache: Deutsch, Abstract: Sprache ist das am häufigsten gebrauchte Mittel unserer Kommunikation; die Wichtigkeit von Sprache muss daher genauso wenig begründet werden wie die wissenschaftlichen Untersuchungen und Überlegungen zu ebendieser. Doch Sprache muss nicht immer eindeutig sein: Innerhalb der Kommunikation zweier Gesprächsteilnehmenden gibt es zwangsläufig einen Gesprächspartner, der spricht, während der andere das Gesprochene perzipiert. Dass Aussagen in diesen Kommunikationssituationen und damit die Sprache des Gegenübers anders oder sogar missverständlich wahrgenommen werden kann, ist ebenfalls keine neue Erkennt-nis, denn Missverständnisse in Gesprächen gehören zum Alltag eines jeden Sprechers oder (einer jeden) Sprecherin. Abseits von dieser linguistisch-pragmatischen Forschungsperspek-tive entwickelte sich im letzten Jahrzehnt jedoch eine weitere Perspektive, die sich auf die Wahrnehmung von Sprache aus der Sicht von linguistischen Laien, demnach auf die Sicht von Alltagssprecher:innen und nicht von Sprachwissenschaftler:innen, konzentriert. Damit rücken die Laiensprecher:innen in das Zentrum der Forschung dieser Disziplin, welche sich besonders auf die Wahrnehmung von Varietäten des Deutschen fokussiert. Obwohl diese perzeptionslinguistische Sichtweise noch relativ jung ist, gab es bereits im 14. Jahrhundert Belege für die Bewertung von Sprache innerhalb der Literatur; so zeigte Hugo von Trimberg im „Renner“ bereits Reflexionen über Varietäten des Deutschen. Es stellen sich also die Fragen, inwiefern Reflexion über Sprache bereits in mittelalterlicher Literatur zu finden ist, wie differenziert die kognitive Repräsentation von Sprache in Texten dieser Zeit dargestellt wird und wie die Wahrnehmung von Sprachvariation auf literarischer Ebene verarbeitet wird. Um diese Fragen zu beantworten, soll im Folgenden eine kurze, exemplarische Untersuchung einer Textstelle der im späten 13. Jahrhundert erschienenen Versnovelle "Helmbrecht" von Wernher der Gärtner erfolgen.