Vor vielen Jahren wurde der wahnsinnige König Aerys II von Eddard Stark und seinem Freund Robert Baratheon vom Thron gestoßen. Viele Jahre sind seitdem vergangen und die beiden Jugendfreunde haben sich aus den Augen verloren. Robert ist König der sieben Königreiche und Eddard regiert den Norden.
Nach dem Tode seines Beraters Jon Arryn, dem väterlichen Freund Eddards und Roberts, beruft König…mehrVor vielen Jahren wurde der wahnsinnige König Aerys II von Eddard Stark und seinem Freund Robert Baratheon vom Thron gestoßen. Viele Jahre sind seitdem vergangen und die beiden Jugendfreunde haben sich aus den Augen verloren. Robert ist König der sieben Königreiche und Eddard regiert den Norden. Nach dem Tode seines Beraters Jon Arryn, dem väterlichen Freund Eddards und Roberts, beruft König Ronbert seinen besten Freund als Hand des Königs. Ned soll mit ihm an den Hof reisen und die Regierungsgeschäfte führen, während Robert das Leben genießt. Damit durchkreuzt er die Pläne der mächtigen Familie Lannister, die das Reich an sich reißen will, allen voran seine Gattin Königin Cersei, die ein dunkles Geheimnis hütet.
Weit im Süden braut sich eine weitere Gefahr zusammen. Die letzten Nachkommen Aerys II sinnen auf Rache und wollen ihr Reich zurückerobern und dafür ist ihnen jedes Mittel recht.
Die zehnteilige Serie basiert auf dem gleichnamigen Roman von GRR Martin aus dem Jahre 1996 und wurde von David Benioff und D. B. Weiss für den amerikanischen Pay TV Kanal HBO entwickelt. Gedreht wurde in Nordirland, Kroatien auf Malta und Island britischen und irischen Schauspielern, was man deutlich am Akzent merkt. Die Stimmen der deutschen Synchronistation sind mir teils zu piepsig geraten, besonders jene von Deanerys passt überhaupt nicht.
Außer Noble House war mir bisher noch keine Verfilmung untergekommen, die sich derartig genau an die Buchvorlage hält. Wer das Buche kennt, wird die meisten Dialoge wortwörtlich so in den Büchern wiederfinden. Oft wird behauptet, dass eine Verfilmung, die sich sklavisch an eine Buchvorlage hält nicht funktioniert, sehr oft ist dies auch tatsächlich der Fall, nicht jedoch hier.
Es wurde sehr vorsichtig gekürzt (der Rabe des alten Bären der Nachtwache wurde gestrichen, Winterfall ist kleiner als im Buch und keinerlei Gewächshäuser weit und breit...), und wenn dabei Informationen, die wichtig waren geopfert werden mussten, wurde diese in neu entworfene Dialoge (die dann, dass muss ich leider gestehen, meist nackt in Badewannen oder beim Beischlaf spielten) verpackt. Das ist auch mein Hauptkritikpunkt an der Serie. Sex and Crime. Ja, das Buch ist blutig, ja, es gibt viel Sex und Vergewaltigungen, die Serie jedoch packt noch ein paar extra Nacktszenen dazu, wahrscheinlich, um die männlichen Zuschauer zu halten. Besonders fiel mir eine Stelle auf. Lady Stark ist Buch nackt, als die die Nachricht ihrer Schwester von ihrem Maester überreicht bekommt, im Film jedoch nicht, denn ältere, unbekleidete Frauen, will man in USA wohl nicht sehen, dafür darf Daenerys die Hüllen besonders oft sinnlos fallen lassen und wird gerne badend gezeigt. Immerhin leidet die Handlung nicht darunter, aber einige solcher Szenen waren in etwa so wichtig und nützlich wie ein Kropf.
Teilweise wurden Tageszeiten geändert. Mir will sich nicht schließen, warum Ned von Jaime in der Serie bei helllichtem Tag überfallen wird, statt wie im Buch bei Nacht, was viel logischer wäre.
Aufällig war auch, dass einige Szenen aus dem zweiten Band auftauchten, besonders was Jaime angeht. Möglicherweise will man sich die Gage für den Darsteller von Jaime sparen, da dieser im zweiten Band kaum eine Rolle spielt.
Insgesamt ist das aber Jammern auf hohem Niveau. Es wurden nur sehr wenige Änderungen an der vom Buch vorgegebenen Handlung vorgenommen. Das bedeutet jedoch auch, dass Zuschauer, die das Buch nicht kennen, unter Umständen irgendwann Probleme bekommen werden, der Handlung folgen zu können. Mirri Maz Durs Beweggründe wurden z. Bsp. schlecht herausgearbeitet und auch einige anderen Kleinigkeiten waren ohne das Hintergrundwissen des Buches schwierig nachzuvollziehen. Dennoch eine insgesamt sehr gut gelungene filmische Umsetzung.