Josey Aimes (Oscar-Preisträgerin Charlize Theron) flieht Ende der 80er Jahre mit ihren zwei Kindern vor ihrem gewalttätigen Ehemann in ihre Heimat zurück. Sie träumt von einem besseren Leben für sich und ihre beiden Kinder im Norden Minnesotas. Ihre Freundin Glory (Oscar-Preisträgerin Frances McDormand) arbeitet als eine von wenigen Frauen im Bergbau und verhilft Josey zu einer Stelle in der Grube, die sich seit Generationen fest in Männerhand befindet. Josey stellt sich auf die oft gefährliche Knochenarbeit ein, aber wirklich unerträglich sind nur die Belästigungen, denen die Frauen durch ihre männlichen Kollegen ausgesetzt sind. Neben offenen Anfeindungen müssen die weiblichen Grubenarbeiter zahlreiche "Späße" unterhalb der Gürtellinie ertragen und stehen Grabschern hilflos gegenüber. Doch Josey will kein Opfer sein. Sie nimmt den Kampf auf und schreibt damit Geschichte...
Bonusmaterial
DVD-Ausstattung / Bonusmaterial: - Kinotrailer - Kapitel- / Szenenanwahl - Making Of - Animiertes DVD-Menü - DVD-Menü mit Soundeffekten - Nicht verwendete SzenenFrankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 11.02.2006Winter überall
Ein Film über Stahlarbeiterinnen in Minnesota, der im Original "North Country" heißt, kommt natürlich nicht ohne Bob Dylan aus, und Chris Menges ist der richtige Kameramann, um in Bildern einzufangen, was die Songs ausmalen - eine Gegend, die selbst dann noch winterlich aussieht, wenn der Winter vorbei ist. Der Neuseeländer Niki Caro hat dort seinen ersten Hollywoodfilm angesiedelt, dessen Story zwar auf die erste Sammelklage wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zurückgeht, aber an der Wirklichkeit bestenfalls als Ambiente interessiert ist. Das Ganze ist ein liberaler Heuler im Stile von "Norma Rae", der vor Gericht alles über Bord wirft, was er vorher an Glaubwürdigkeit erobert hat. Aber ehe es zum absurd pathetischen Finale kommt, darf man Charlize Therons Kunstfertigkeit, was unattraktive Frisuren und kuriose Akzente angeht, wieder mal bewundern und sich an der wie immer hinreißenden Frances McDormand erfreuen - beide wurden für den Oscar nominiert. Und am Ende spielt noch mal Dylan, damit man seine Tränen trocknen kann.
malt
Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
Ein Film über Stahlarbeiterinnen in Minnesota, der im Original "North Country" heißt, kommt natürlich nicht ohne Bob Dylan aus, und Chris Menges ist der richtige Kameramann, um in Bildern einzufangen, was die Songs ausmalen - eine Gegend, die selbst dann noch winterlich aussieht, wenn der Winter vorbei ist. Der Neuseeländer Niki Caro hat dort seinen ersten Hollywoodfilm angesiedelt, dessen Story zwar auf die erste Sammelklage wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zurückgeht, aber an der Wirklichkeit bestenfalls als Ambiente interessiert ist. Das Ganze ist ein liberaler Heuler im Stile von "Norma Rae", der vor Gericht alles über Bord wirft, was er vorher an Glaubwürdigkeit erobert hat. Aber ehe es zum absurd pathetischen Finale kommt, darf man Charlize Therons Kunstfertigkeit, was unattraktive Frisuren und kuriose Akzente angeht, wieder mal bewundern und sich an der wie immer hinreißenden Frances McDormand erfreuen - beide wurden für den Oscar nominiert. Und am Ende spielt noch mal Dylan, damit man seine Tränen trocknen kann.
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