Nicht lieferbar

Nicht lieferbar
Berlin 1932: Eine junge Frau wird bei Caputh bewusstlos aufgefunden. Sie trägt nichts bei sich bis auf den Programmzettel zu einem Vortrag von Albert Einstein. Als sie aus dem Koma erwacht, hat sie ihr Gedächtnis verloren. Martin Kirsch, Psychiater an der Charité, ist fasziniert von diesem ungewöhnlichen Fall. Bei seinen Nachforschungen zur Identität der Frau stößt er auf einen Brief, der an Mileva Einstein-Maric, die erste Frau Einsteins, adressiert ist. Weiß sie, wer die geheimnisvolle Fremde ist? Während Kirsch nach Zürich reist, um Mileva zu treffen, ergreifen in Deutschland die ...
Berlin 1932: Eine junge Frau wird bei Caputh bewusstlos aufgefunden. Sie trägt nichts bei sich bis auf den Programmzettel zu einem Vortrag von Albert Einstein. Als sie aus dem Koma erwacht, hat sie ihr Gedächtnis verloren. Martin Kirsch, Psychiater an der Charité, ist fasziniert von diesem ungewöhnlichen Fall. Bei seinen Nachforschungen zur Identität der Frau stößt er auf einen Brief, der an Mileva Einstein-Maric, die erste Frau Einsteins, adressiert ist. Weiß sie, wer die geheimnisvolle Fremde ist? Während Kirsch nach Zürich reist, um Mileva zu treffen, ergreifen in Deutschland die Nazis die Macht.
Ein herausragender Thriller, der brillant historische Fakten und Fiktion miteinander verbindet.
Ein herausragender Thriller, der brillant historische Fakten und Fiktion miteinander verbindet.
Philip Sington studierte Geschichte in Cambridge und arbeitete als Journalist und Magazinherausgeber, Drehbuch- und Theaterautor. Er lebt mit seiner deutschen Frau und seinem Sohn in London.
Torben Kessler, geboren 1975, absolvierte eine Ausbildung für Schauspiel und Tanz an der Hochschule Essen. Es folgten Engagements am Schauspiel Frankfurt und Schauspiel Leipzig. Den TV-Zuschauern ist er durch diverse Rollen in Serien wie Soko Leipzig, Polizeiruf 110 und In aller Freundschaft bekannt. Außerdem spielte er in Der Baader-Meinhof-Komplex.
Torben Kessler, geboren 1975, absolvierte eine Ausbildung für Schauspiel und Tanz an der Hochschule Essen. Es folgten Engagements am Schauspiel Frankfurt und Schauspiel Leipzig. Den TV-Zuschauern ist er durch diverse Rollen in Serien wie Soko Leipzig, Polizeiruf 110 und In aller Freundschaft bekannt. Außerdem spielte er in Der Baader-Meinhof-Komplex.
Produktdetails
- Verlag: Der Audio Verlag, Dav
- Gesamtlaufzeit: 458 Min.
- Erscheinungstermin: 20. Juli 2010
- Sprache: Deutsch
- ISBN-13: 9783898139489
- Artikelnr.: 27980798
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
Eine junge Frau wird bewusstlos und verletzt aufgefunden und kann sich an nichts mehr erinnern was geschehen ist. Man nennt sie das Einstein-Mädchen, da sie einen Flyer, zu einer Vorlesung des berühmten Professor Einstein, bei sich trug. Dr. Martin Kirsch übernimmt den Fall und …
Mehr
Eine junge Frau wird bewusstlos und verletzt aufgefunden und kann sich an nichts mehr erinnern was geschehen ist. Man nennt sie das Einstein-Mädchen, da sie einen Flyer, zu einer Vorlesung des berühmten Professor Einstein, bei sich trug. Dr. Martin Kirsch übernimmt den Fall und versucht dem Geheimnis seiner Patienten auf die Spur zu kommen. Dabei merkt er schnell, dass er sich mit dem Einstein-Mädchen nicht nur beruflich verbunden fühlt. Es beginnt eine interessante Suche nach der Identität des Einsteinmädchens. Zugleich findet die Machtübernahme der Nazis statt die bereits ihre Schatten über Deutschland wirft.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Zunächst ist das Buch sehr informativ. Man erhält Informationen aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Physik und Geschichte. So wird beispielsweise Einsteins Relativitätstheorie verständlich erläutert, medizinische und therapeutische Experimente spielen eine Rolle und man erfährt Hintergründe über Nazi-Deutschland, die in anderen Romanen meist nicht so beleuchtet sind, wie z.B. die Rassenhygiene. Zudem erfährt man einiges über Einsteins Leben und Familienverhältnisse. Auch ich verspürte sofort die Lust genaueres über Einstein zu recherchieren und ich stellte mit Begeisterung fest, dass Singtons Vorlage für die Figuren größtenteils auf real existierenden Personen beruhen. Ein riesiger Pluspunkt, der das Buch auf jeden Fall lesenswert macht, ist der Informationsgehalt. Nicht so stark ausgeprägt ist jedoch der Spannungsaufbau, der eigentlich eher schleichend erfolgt, was mich persönlich jedoch nicht so sonderlich störte. Ich würde das Buch daher nicht unbedingt als Thriller bezeichnen.
Der Charakter Kirsch war mir von Anfang an sympathisch. Kirsch macht sich wirklich gut in der Hauptrolle, da viele Seiten von ihm gezeigt werden, und er trotzdem in gewisser Weise unergründlich und nicht greifbar ist. Es werden sowohl die starken aber genau so die schwachen Seiten Kirschs dargestellt, was ihn, wie ich finde, besonders sympathisch macht.
Das Einstein-Mädchen ist von der ersten Seite an ein Rätsel und bleibt es auch fast bis zum Schluss. Man stellt sich immer wieder die Frage welche Rolle sie eigentlich spielt. Auch Eduard finde ich einen sehr interessanten Charakter der gut in die Gesamtheit der Geschichte hereinpasst. Das Ende des Buches finde ich besonders gelungen. Ich habe nicht annährend mit diesem Ende gerechnet und finde der Autor hat sich da wirklich einen interessanten Clou ausgedacht. Meine Erwartungen hat „Das Einstein-Mädchen“ voll und ganz erfüllt.
Weniger
Antworten 3 von 3 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 3 von 3 finden diese Rezension hilfreich
Die junge Alma Siegel sucht verzweifelt ihren Verlobten, den Psychiater Martin Kirsch. Er arbeitete an der Charité am Fall des Einstein-Mädchens, wobei es sich um eine junge Frau handelt, die ohne Gedächtnis im Caputher Wald, ganz in der Nähe von Albert Einsteins …
Mehr
Die junge Alma Siegel sucht verzweifelt ihren Verlobten, den Psychiater Martin Kirsch. Er arbeitete an der Charité am Fall des Einstein-Mädchens, wobei es sich um eine junge Frau handelt, die ohne Gedächtnis im Caputher Wald, ganz in der Nähe von Albert Einsteins Sommerwohnsitz, fast ohne Kleidung gefunden wurde. Welchem Verbrechen fiel sie zum Opfer und hat ihre Geschichte etwas mit dem spurlosen Verschwinden von Martin Kirsch zu tun?
Der Roman wird als historischer Thriller beworben, wobei mir die Bezeichnung Thriller etwas übertrieben scheint. Vielmehr handelt es sich um ein Familiendrama in historisch brisanter Zeit kurz vor der Machtübernahme durch Hitler. Ich habe mich durch das Buch gut unterhalten gefühlt. Die gekonnte Verschleierung der Tatsachen bis auf die letzten Seiten des Buches hält den Leser in Bann.
Es werden einige schwierige Themen, wie die Syphilis-Erkrankung von Martin Kirsch, die menschenunwürdigen Experimente in der Psychiatrie bis hin zur Säuberungspolitik der Nazis mittels Euthanasie sowie auch die Judenverfolgung aufgegriffen. Einstein selber als historische Person kommt wenig sympathisch rüber, wobei jedoch unklar ist, inwieweit biografisch der Roman in dieser Hinsicht ist. Seine bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnisse werden angerissen und stellen für den weniger physikalisch bzw. mathematisch interessierten Leser sicher eine Hürde dar bzw. bremsen doch stark den Lesefluss.
Jedoch sind die Figuren, echte wie erfundene, großartig gezeichnet. Ein Hineinversetzen in sie gelingt mühelos, ebenso in das historische Setting, dass durch Beschreibungen von Tanzcafes, bestimmten Straßen und der tödlichen Bedrohung über allem durch die Nazis, lebendig wird.
Wer einen anspruchsvollen Roman im historischen Gewand mit einer packenden Familiengeschichte sucht, dem kann ich das Buch rückhaltlos empfehlen. Reine Thriller-Leser werden eher enttäuscht sein.
Weniger
Antworten 2 von 2 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 2 von 2 finden diese Rezension hilfreich
Berlin 1932, eine junge Frau wird bewusstlos im Wald gefunden und mit Amnesie in die Charité eingeliefert. Der einzige Hinweis ist ein Programmzettel von einem Vortrag Albert Einsteins, den man bei ihr fand. Dr. Martin Kirsch, ein dort praktizierender Psychiater, ist von ihr fasziniert und …
Mehr
Berlin 1932, eine junge Frau wird bewusstlos im Wald gefunden und mit Amnesie in die Charité eingeliefert. Der einzige Hinweis ist ein Programmzettel von einem Vortrag Albert Einsteins, den man bei ihr fand. Dr. Martin Kirsch, ein dort praktizierender Psychiater, ist von ihr fasziniert und nimmt sich ihres Falles an. Er betreibt intensive Nachforschungen, die weit über ein berufliches Interesse hinausgehen und ihn bis nach Zürich führen. Doch gleichzeitig muss er um seine Stelle als Arzt in der Charité und um sein Leben kämpfen. Und die Geister der Vergangenheit fordern in Gestalt seines verstorbenen Bruders Max zusätzlich ihren Tribut. Als ob all dies nicht genug wäre, beginnt er seine Beziehung zu Alma, seiner Verlobten, in Frage zu stellen. Ist sie wirklich die Richtige?
All dies spielt sich vor dem Hintergrund der Machtergreifung der Nazis ab, die unmittelbar nach der Regierungsübernahme auch Einfluss auf Dr. Kirschs Arbeitsgebiet nehmen. Obwohl er nur für seine Arbeit lebt, findet er sich zu seiner Überraschung plötzlich in einer tragenden Rolle des Psychiatriewesens der Nazis wieder.
Es ist ein bisschen viel, womit sich der gute Dr. Kirsch in diesem Buch beschäftigen muss - neben der Behandlung des Einstein-Mädchens. Man spürt, dass dem Autor diese Themen am Herzen liegen: das sinnlose Töten im Krieg, das rücksichts- und gedankenlose Experimentieren mit Patienten aus psychiatrischen Anstalten, der Umgang mit diesen Kranken im Dritten Reich. Aber auch die Entdeckung der Quantenphysik und die damit verbundene Erkenntnis, dass Wissenschaftler damit ihrer Objektivität beraubt wurden. Sington schildert all dies überzeugend und wohl auch wahrheitsgetreu, doch manche der angerissenen Themen enden (vermutlich aufgrund der Vielzahl) bedauerlicherweise im Nirgendwo.
Dennoch: Es ist ein gut unterhaltendes und ebenso geschriebenes Buch (aber wahrlich kein Thriller, wie der Klappentext behauptet), aus dem man sicherlich auch manches Neue zum Thema Psychiatrie und Quantenphysik erfährt. Leicht zu lesen, aber nie seicht. Und wer weiß, vielleicht war das mit Albert Einstein tatsächlich so...?
Weniger
Antworten 2 von 2 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 2 von 2 finden diese Rezension hilfreich
Geniale Vertuschung oder vertuschte Genialität
Schon nach wenigen Zeilen taucht man in eine Geschichte ein, welche spekulative und geheimnisvolle Entwicklung erwarten lässt. Das Auffinden einer bewusstlosen jungen Frau 1932 in einem Wald bei Potsdam, ganz in der Nähe des …
Mehr
Geniale Vertuschung oder vertuschte Genialität
Schon nach wenigen Zeilen taucht man in eine Geschichte ein, welche spekulative und geheimnisvolle Entwicklung erwarten lässt. Das Auffinden einer bewusstlosen jungen Frau 1932 in einem Wald bei Potsdam, ganz in der Nähe des Einstein-Wohnhauses in Caputh ist ein gelungener Einstieg. Ein bei ihr gefundener Zettel mit den Angaben zu einem Vortrag des Physikers und Nobelpreisträgers Albert Einstein „Der gegenwärtige Stand der Quantentheorie“ und ihre sich nach dem Aufwachen zeigende Amnesie, unterstreicht die Erwartungshaltung mysteriösen Geschehens. Schnell wird sie mit dem Titel „Das Einstein-Mädchen“ behaftet.
Etwas unübersichtlich in der Erzählweise aus Sicht wechselnder Protagonistinnen und Protagonisten verblüfft doch die gelungene Verknüpfung historischer Wahrheit und spannender Fiktion. So erfährt man zunächst einiges über Alma Siegel, die Verlobte des Psychiaters Dr. Martin Kirsch an der Berliner Charité, dann beginnt die aus der Bewusstlosigkeit erwachte, jedoch noch kaum ansprechbare Marija Dragonovic an Erzählgewicht. Kirsch erinnert sich an eine Begegnung in einer Bar mit eben dieser Frau, als sie sich jedoch als Elisabeth vorgestellt hatte, und empfindet über die Zeit mehr als rein medizinisches Interesse an dieser Person. Er startet sozusagen auch private Recherchen, um mehr über die Identität und Herkunft Marijas herauszufinden. Gleichzeitig steht er jedoch auch in einer fachlichen Auseinandersetzung mit einem Kollegen, dessen Behandlungsmethoden er in höchstem Maße kritisch sieht und beurteilt.
Ausgesprochen nachvollziehbar sind die gesellschaftlichen und alltäglichen Umstände eines 30er-Jahre Berlins wenige Monate vor der Machtübernahme durch die Nazis beschrieben. Auch die Arbeit in den psychiatrischen Einrichtungen damaliger Zeit kann man sich gut vorstellen. Die eigentliche Spannung der Geschichte begründet sich in der Idee, die gefundene Frau könnte Einsteins Tochter aus erster Ehe sein. Über die Existenz und den Verbleib dieser „Lieserl“ gelangten jedoch nie konkrete Informationen an die Öffentlichkeit. Auch die von Dr. Kirsch ausfindig gemachte ehemalige Ehefrau Einsteins, mit Mileva Einstein-Maric schweigt hartnäckig. Erst Eduard, einer der Einstein-Söhne könnte Hinweise auf die mögliche (Halb)Schwester geben. Doch die Tatsache, dass dieser in der Nervenheilanstalt „Burghölzli“ untergebracht ist und wohnt, erschwert auch diese Nachforschungen. Nicht zuletzt steht der Forscher in Sachen Familiengeschichte Einsteins unter der Belastung seiner fortschreitenden Erkrankung aus dem 1. Weltkrieg.
Der britische Historiker und Autor schafft es, mit seinem eher bedächtigen Roman ausreichend Spannung um das Geheimnis der Hauptperson zu erzeugen. Manchmal jedoch verliert er sich und den „roten Faden“ seiner sehr vielschichtigen Recherche in zu langwierigen aber dadurch bisweilen auch etwas verwirrenden Gedankenspiele seiner Handelnden.
Die ausgezeichnete Recherche und die oft sehr nahe die Wahrscheinlichkeit tangierende Geschichte fesselt dennoch und ist auf jeden Fall eine gute Leseempfehlung für alle, welche sich mit Person Einsteins einerseits sowie der Lebenskraft einer bewegenden menschlichen Beziehung andererseits befassen möchten.
(c) 3/2015, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
Weniger
Antworten 2 von 3 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 2 von 3 finden diese Rezension hilfreich
Im Berlin der dreißiger Jahre wird ein junge Frau im Wald bei Caputh bewusstlos aufgefunden. Als sie aus dem Koma erwacht, fehlen ihr sämtliche Erinnerungen. Selbst ihr Name ist aus ihrem Gedächtnis gestrichen. Da man bei ihr nur einen Programmzettel, für einen Vortrag von …
Mehr
Im Berlin der dreißiger Jahre wird ein junge Frau im Wald bei Caputh bewusstlos aufgefunden. Als sie aus dem Koma erwacht, fehlen ihr sämtliche Erinnerungen. Selbst ihr Name ist aus ihrem Gedächtnis gestrichen. Da man bei ihr nur einen Programmzettel, für einen Vortrag von Albert Einstein findet, wird sie von den Medien fortan als das "Einstein-Mädchen" bezeichnet. Die junge Frau wird in der Psychatrie der Charité behandelt. Der Psychiater Martin Kirsch beginnt sich deutlich mehr mit der Patientin zu befassen, als von ärztlicher Seite notwendig wäre. Er versucht ihre Identität zu lüften und gerät dabei in den Sog gut gehüteter Geheimnisse....
Meine Meinung
Die Geschichte um das Einstein-Mädchen wird in verschiedenen Handlungssträngen erzählt. Man begleitet zunächst Alma Siegel auf der Suche nach ihrem Verlobten Martin Kirsch. Dann springt die Handlung einige Monate in der Zeit zurück. Nun kann man Martin Kirsch dabei beobachten, wie sein Interesse an der namenlosen Frau geweckt wird und wie er langsam immer tiefer in den Sog der Ereignisse gerät. Dabei wird dieser Teil der Handlung gelegentlich von Briefen und einer Erzählung in der Ich-Perspektive unterbrochen. Diese Einschübe heben sich durch ein anderes Schriftbild vom Rest des Geschehens ab. Zunächst bleibt ungewiss, wie sich diese Einschübe in das Gesamtbild einfügen, doch recht bald erlangt man dadurch ein umfangreicheres Hintergrundwissen und kann erste Schlüsse ziehen.
Historische Ereignisse fließen in die Handlung ein und spiegeln das Flair dieser Zeit wider. Man erfährt von den damaligen Behandlungsmethoden der Psychiatrie und vom Leben zwischen den beiden Weltkriegen. Langsam schleichen sich die Anfänge des Nationalsozialismus in die Handlung ein. Auch wenn diese nur den Rahmen für das Hauptgeschehen bilden, tragen sie doch viel zur besonderen Atmosphäre der Geschichte bei. Historische Fakten verknüpfen sich in diesem Roman geschickt mit der künstlerischen Freiheit des Autors. Die Physik kommt ebenfalls nicht zu kurz. Ausführlich wird auf die Arbeit und die Veröffentlichungen von Albert Einstein eingegangen. Diese Abschnitte sind zwar verständlich geschrieben, wirken aber trotzdem zuweilen recht langatmig und verführen dazu, mit den Gedanken abzuschweifen. Ein geringerer Anteil hätte den Lesefluss sicher gefördert.
Die Protagonisten wirken lebendig und ihre Handlungen nachvollziehbar. Martin Kirsch ist sympathisch und man folgt ihm deshalb gerne bei der Spurensuche. Sein gesundheitliches Manko wirft ihn dabei häufiger aus der Bahn, doch das lässt diese Figur noch glaubwürdiger wirken. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Handlungsorte und Personen erwachen zum Leben und die Atmosphäre der vergangenen Zeit ist beim Lesen deutlich spürbar. Die Suche nach dem Schlüssel zur Vergangenheit des Einstein-Mädchens ist zwar interessant, doch für einen historischen Thriller nicht spannend genug. Dafür sind einfach zu viele langatmige Passagen enthalten.
Obwohl mir die physikalischen Abhandlungen zu ausführlich waren und meinen Lesefluss etwas hemmten, konnte ich mich nur schwer von der Geschichte des Einstein-Mädchens lösen. Die Atmosphäre der Erzählung und die Mischung von Fiktion und Realität konnten mich überzeugen, auch wenn ich mir, aufgrund des Klappentextes, inhaltlich etwas anderes vorgestellt hatte.
Weniger
Antworten 1 von 1 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 1 von 1 finden diese Rezension hilfreich
In Berlin wird eine junge Frau verletzt in einem Waldstück gefunden. Sie leidet unter Gedächtnisverlust und ist nicht ansprechbar. Lange spekulieren Polizei und Presse, was für ein Verbrechen dahinter steckt, ja ob überhaupt ein Verbrechen begangen wurde. Der junge Psychologe …
Mehr
In Berlin wird eine junge Frau verletzt in einem Waldstück gefunden. Sie leidet unter Gedächtnisverlust und ist nicht ansprechbar. Lange spekulieren Polizei und Presse, was für ein Verbrechen dahinter steckt, ja ob überhaupt ein Verbrechen begangen wurde. Der junge Psychologe Martin Kirsch übernimmt den Fall und ermittelt auf eigene Faust. Durch eine Verkettung von Zufällen und Irrwegen kommt die Vermutung auf, dass die gefundene Frau, die alle nur das Einstein-Mädchen nennen, wirklich ein uneheliches Kind des berühmten Albert Einstein ist.
Martin stürtzt sich regelrecht in die Ermittlungen, da sie ihn von seinem eigenen verkorksten Leben ablenken. Er hat sich während des Ersten Weltkrieges mit der Syphilis angesteckt, ist mit Alma verlobt, die er nicht liebt, leidet unter dem Tod seines älteren Bruders und der nicht Akztptanz seiner Familie. Zudem schafft er sich bei seinen Kollegen Feinde, da er nichts von abnormen Versuchen bei Geistesgestörten hält. Durch seine Krankheit driftet er in einen Phantasiewelt ab, weiß nicht mehr, wo die Realität aufhört und die Wahnvorstellungen beginnen.
Philip Sington hat einen schönen, ruhigen Roman geschaffen. Die Ermittlungen um das Einstein-Mädchen sind nur eine vordergründige Erzählung, wichtiger ist die Gefühlswelt der handelnden Personen. Diese wirken leider manchmal verwirrend, langatmig und zusammenhanglos. Erst zum Schluß klären sich die einzelnen Erzählstränge. Verwundert hat mich, dass der beginnende Nationalsozialismus nicht stärker zur Geltung kam. Wenn der Roman schon zu dieser Zeit spielt, hätte ich mir einen stärkeren geschichtlichen Hintergrund gewünscht. Dafür bekam man Einsteinstheorien lang und breit geschildert. Durch die Leseprobe hatte ich mir etwas ganz anderes vorgestellt und war stellenweise ziemlich enttäuscht über die fehlende Spannung.
Ein für mich großer Minuspunkt für das Buch waren die vielen Rechtschreibfehler!
Mein Fazit: Kein Roman für zwischendurch. Man sollte das Buch an einem Stück lesen, da die Handlung ansonsten zu verwirrend wird.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Ich bin sofort in das Buch "Das Einstein-Mädchen" von Phillip Sington eingetaucht. Der Erzählstil ist flüssig und leicht zu lesen.
Die Geschichte spielt in Berlin im Jahr 1932. Hauptschauplatz ist die psychiatrische Abteilung der Charité. Dr. Martin Kirsch, der …
Mehr
Ich bin sofort in das Buch "Das Einstein-Mädchen" von Phillip Sington eingetaucht. Der Erzählstil ist flüssig und leicht zu lesen.
Die Geschichte spielt in Berlin im Jahr 1932. Hauptschauplatz ist die psychiatrische Abteilung der Charité. Dr. Martin Kirsch, der dort als Psychiater tätig ist, ist verschwunden. Seine Verlobte macht sich auf die Suche nach ihm. In einer Rückblende wird seine Geschichte erzählt. Er wird behandelnder Arzt einer Frau, die in der Nähe von Albert Einsteins Sommerhaus fast nackt gefunden wurde. Sie leidet unter Amnesie und hatte nur einen Zettel mit einer Ankündigung eines Vortrags von A. Einstein dabei. Deshalb wird sie das Einstein-Mädchen genannt.
Es wird eine ganze Menge über psychische Krankheiten, Vererbung, Rasse, usw. erzählt. Für meinen Geschmack etwas zu viel. Die darüber hinausgehende politische Situation wird nur soweit angesprochen, wie nötig, um die Atmosphäre zu beschreiben. Das gefällt mir sehr gut, es gibt schon genügend Bücher die sich mit Nazideutschland beschäftigen.
Wie der Titel des Buches schon vermuten lässt, wird auch auf die physikalischen Theorien von A. Einstein eingegangen, allerdings nur sehr kurz und oberflächlich, genau richtig, um dem Roman das nötige Flair zu geben.
Der Erzählstil zeichnet sich durch deutliche Sprünge zwischen den Erzählsträngen aus. Dies erzeugt Tempo und Spannung. Allerdings werden nicht alle zu Ende gebracht. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die ganze Geschichte nicht völlig durchdacht ist.
Mein Fazit: Das Buch ist spannend und unterhaltsam. Reale Personen (Einstein, von Laue) und reale Begebenheiten werden mit Fiktion verknüpft. Dies macht die Geschichte lebendig, aber nicht zu anspruchsvoll. Als Lektüre zur Entspannung zu empfehlen!
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Der Fall seines Lebens!
"Das Einstein-Mädchen" von Philip Sington
erschienen im dtv premium Verlag, Seitenanzahl: 457
Inhalt:
Berlin 1932. Eine halbnackte Frau wird bewusstlos am Wasser gefunden. In der Hand hält sie einen Zettel über einen Vortrag von Albert …
Mehr
Der Fall seines Lebens!
"Das Einstein-Mädchen" von Philip Sington
erschienen im dtv premium Verlag, Seitenanzahl: 457
Inhalt:
Berlin 1932. Eine halbnackte Frau wird bewusstlos am Wasser gefunden. In der Hand hält sie einen Zettel über einen Vortrag von Albert Einstein. Sie hat keine Erinnerungen mehr daran, wer sie ist und woher sie kommt. Dr. Martin Kirsch, ehemaliger Militärarzt im 1. Weltkrieg, versucht in der Berliner Charité sie von der Amnesie zu heilen.
Autor:
Philip Sington, geb. 1962 in Cambridge, England, studierte Geschichte und arbeitete als Journalist, Magazinherausgeber, Dreh- und Theaterautor. Gemeinsam mit dem Autor Gary Humphreys veröffentliche er unter dem Pseudonym Patrick Lynch mehrere Romane. Der Virenthriller "Ground Zero" (1996) wurde zum großen Erfolg und auch verfilmt. Er lebt mit seiner Familie in London.
Meine Meinung zu dem o. g. Buch:
Dieses Buch handelt zum einen von dem 1. Jahrzehnt der Modernen Psychiatrie. Dr. Martin Kirsch wird als gradliniger Arzt, der für seine Patienten kämpft und nicht ans Wohl der Gesellschaft interessiert ist, dargestellt. Er vertritt seine radikalen Meinungen über diagnostische Unstimmigkeiten in der Psychiatrie.
Zum anderen werden wissenschaftliche Erkenntnisse von Albert Einstein erläutert und das Privatleben des Wissenschaftlers ausgeleuchtet.
Alles eingebunden in einer wundervollen Liebesgeschichte.
Dr. Kirsch und das Einstein-Mädchen werden vom Autor sympathisch beschrieben und man fiebert mit, wie die Geschichte der beiden Hauptprotagonisten weitergeht.
Der Schreibstil ist leicht verständlich und flüssig geschrieben, so dass ich das Buch in kurzer Zeit durchgelesen habe.
Fazit:
Das Buch ist ein etwas anspruchsvolles und angenehmes Lesevergnügen für mich gewesen. Den Autor werde ich im Auge behalten. "Das Einstein-Mädchen" kann ich mit ruhigem Gewissen weiter empfehlen.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Nach längerer Zeit habe ich mich mal wieder an einen Roman herangetraut, der in der NS-Zeit spielt. Leider konnte er mich nicht so recht überzeugen.
Das Thema ist bestürzend. Die Atmosphäre, die damals geherrscht haben musste, spürt der Leser förmlich. Die …
Mehr
Nach längerer Zeit habe ich mich mal wieder an einen Roman herangetraut, der in der NS-Zeit spielt. Leider konnte er mich nicht so recht überzeugen.
Das Thema ist bestürzend. Die Atmosphäre, die damals geherrscht haben musste, spürt der Leser förmlich. Die Bücherverbrennung, die Gewalt gegenüber Minderheiten.
In dieser Zeit ist Dr. Martin Kirsch, ein ehemaliger Chirurg, Arzt an der Berliner Charité auf der psychiatrischen Station. Der Leser wird Zeuge von Experimenten an Patienten und dem Erlass des "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses".
Die Idee hinter dem Roman ist wirklich gut, doch leider hat er immer wieder Längen und plätschert ab ca. S. 250 nur noch so dahin.
Schreibstil:
Die Atmosphäre zu Beginn ist grandios. Der Leser ist gleich mittendrin und die Angst und Fassungslosigkeit ist spürbar. Doch leider hält diese Stimmung nicht an. Sie tritt ab der Mitte des Buchs sehr in den Hintergrund und die Spannung kommt leider auch nicht wieder.
Charaktere:
Kirsch ist die einzige wirklich glaubhafte Figur. Der Protagonist hat Tiefgang und man fühlt mit ihm. Leider sind die anderen eher oberflächlich und der Leser wird nicht warm mit ihnen. Gerade über Einstein erfährt man eher wenig (wenn von ihm gesprochen wird, dann zumeist über seine Forschungen). Die eigentlichen Zusammenhänge von Einstein und seiner Familie habe ich mir bei Wikipedia erschlossen. Danach war vieles verständlicher.
Fazit:
Die Idee ist wirklich toll, die Umsetzung hat leider nicht geklappt. Teilweise zu viele Infos über die Forschungsgebiete Einsteins, die das Buch langatmig machen und die Spannung nehmen.
Und dann muss ich sagen, gab es im Buch extrem viele Rechtschreibfehler. Über die stolpert man beim Lesen leider oft.
Der Autor hätte aus der Story einfach mehr machen können. Von mir gibt es 2 von 5 Sternen, weil mir die Spannung komplett gefehlt hat.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Im Oktober 1932 wird im Wald bei Caputh in der Nähe von Potsdam eine junge Frau bewusstlos gefunden. Anscheinend ist sie wegen Unterkühlung ins Koma gefallen. Als sie in der Psychiatrischen Klinik der Berliner Charité wieder erwacht, kann sie sich an nichts erinnern, nicht einmal an …
Mehr
Im Oktober 1932 wird im Wald bei Caputh in der Nähe von Potsdam eine junge Frau bewusstlos gefunden. Anscheinend ist sie wegen Unterkühlung ins Koma gefallen. Als sie in der Psychiatrischen Klinik der Berliner Charité wieder erwacht, kann sie sich an nichts erinnern, nicht einmal an ihren Namen.
Bei der zunächst hysterischen Unbekannten findet man nur ein Flugblatt mit der Ankündigung einer Physik-Vorlesung, eines Vortrages von Albert Einstein „Der gegenwärtige Stand der Quantentheorie“. Deshalb wird sie von allen, auch von der Presse, bald nur das Einstein-Mädchen genannt.
Martin Kirsch, der für den Fall zuständige Psychiater, ist fasziniert von diesem rätselhaften Fall und von seiner eigenartigen Patientin, die stets einen verzweifelten und verängstigten Eindruck macht. Wer ist diese namenlose Fremde, der er früher schon einmal begegnet ist und die damals schon einen nachhaltigen Eindruck auf ihn gemacht hatte? Gibt es eine Verbindung zu Albert Einstein, dessen Theorien die Grundfesten der Naturwissenschaften erschütterten?
Schließlich betreibt Martin Kirsch auf eigene Faust Nachforschungen, um hinter das Geheimnis seiner „Patientin E.“ zu kommen. Dabei stößt er auf ein Notizbuch mit mathematischen Formeln und einen Brief, adressiert an Mileva Einstein-Maric, der ersten Frau des großen Physikers und Nobelpreisträgers, die in Zürich lebt.
Kirsch reist in die Schweiz und lernt dort Eduard kennen, Milevas und Alberts Sohn, kennen, der in einer Nervenheilanstalt lebt. Weiß Eduard etwas über die geheimnisvolle Unbekannte in Berlin? Was Kirsch jedoch noch nicht weiß, dass seine „Patientin E.“ sein letzter Fall sein wird, denn während seiner Abwesenheit haben die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht ergriffen. Jetzt heißt die Zielsetzung der Psychiatrie nicht mehr medizinische Heilung sonder „Rassehygiene“.
„Das Einstein-Mädchen“ ist ein spannender Wissenschafts-Thriller, der zugleich die politischen Verhältnisse zu Beginn der 30er Jahre in Deutschland beleuchtet. Daneben ist er auch eine wunderschöne Liebesgeschichte.
Ausgangspunkt des Romans ist eine wenig bekannte Tatsache aus dem Leben von Albert Einstein: fast dreißig Jahre nach seinem Tod wurde der Briefwechsel zwischen ihm und seiner ersten Frau, der serbischen Mathematikerin Mileva Einstein-Maric, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dieser enthüllte die Existenz einer Tochter, die 1902, zwei Jahre vor der Eheschließung, geboren wurde. Bisher war deren weiteres Schicksal völlig unbekannt, nun versuchte der englische Autor und Journalist Philip Sington, eine mögliche Antwort zu finden.
Manfred Orlick
Weniger
Antworten 2 von 4 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 2 von 4 finden diese Rezension hilfreich