
Autor im Porträt
Izabelle Jardin
zur AutorenweltToptitel von Izabelle Jardin
Bernsteintränen
Broschiertes Buch
Ein alter Gutshof und zwei junge Frauen, die ihr Glück in die eigenen Hände nehmen
Ostpreußen, 1945: In den Wirren der letzten Kriegstage flieht die zwanzigjährige Elisabeth vom Gut ihrer Eltern. Ob sie ihre Familie je wiedersehen wird, weiß sie nicht. Auch ihre große Liebe muss sie zurücklassen.
Berlin, 2005: Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr hatte sich Nicola eigentlich anders vorgestellt. Gerade erst hat sie sich von ihrem Freund getrennt, da schickt sie ihr Chef auf Dienstreise nach Polen. Nach einer Autopanne nimmt sie der Landarzt Marcin bei sich auf, der ganz in der Nähe des alten Gutshofes wohnt, den Nicola für ihre Firma besichtigen soll. Marcin weckt in ihr völlig ungeahnte Gefühle, und auch das alte Haus lässt sie schon bald nicht mehr los. Sie taucht ein in die Geschichte seiner früheren Bewohner.
…mehr
Ostpreußen, 1945: In den Wirren der letzten Kriegstage flieht die zwanzigjährige Elisabeth vom Gut ihrer Eltern. Ob sie ihre Familie je wiedersehen wird, weiß sie nicht. Auch ihre große Liebe muss sie zurücklassen.
Berlin, 2005: Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr hatte sich Nicola eigentlich anders vorgestellt. Gerade erst hat sie sich von ihrem Freund getrennt, da schickt sie ihr Chef auf Dienstreise nach Polen. Nach einer Autopanne nimmt sie der Landarzt Marcin bei sich auf, der ganz in der Nähe des alten Gutshofes wohnt, den Nicola für ihre Firma besichtigen soll. Marcin weckt in ihr völlig ungeahnte Gefühle, und auch das alte Haus lässt sie schon bald nicht mehr los. Sie taucht ein in die Geschichte seiner früheren Bewohner.
…mehr
10,00 €
Libellenjahre
Broschiertes Buch
Eine starke Frau im Spiegel ihrer Zeit, eine verlorene Welt und eine große Liebe: der bewegende erste Band von Izabelle Jardins Familiensaga um die ostpreußische Familie von Warthenberg.
Königsberg, 1930: Die selbstbewusste Constanze von Warthenberg ist neunzehn Jahre alt, als sie während einer Segelregatta dem weltläufigen Clemens Rosanowski aus Warschau begegnet. Es wird die große Liebe. Trotz einigen Widerstandes in Constanzes Familie heiratet das Paar und lässt sich in Danzig nieder. Die beiden erleben Jahre voller Leichtigkeit.
Doch die politische Lage in der alten Hansestadt wird unter den neuen Machthabern zunehmend schwieriger, und mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges muss Clemens als Soldat der Wehrmacht gegen sein Heimatland Polen kämpfen.
Seine Feldpostbriefe werden immer seltener, und eines Tages erreicht Constanze eine erschütternde Nachricht. Für sie beginnt nun eine dramatische Odyssee Richtung Westen.
…mehr
Königsberg, 1930: Die selbstbewusste Constanze von Warthenberg ist neunzehn Jahre alt, als sie während einer Segelregatta dem weltläufigen Clemens Rosanowski aus Warschau begegnet. Es wird die große Liebe. Trotz einigen Widerstandes in Constanzes Familie heiratet das Paar und lässt sich in Danzig nieder. Die beiden erleben Jahre voller Leichtigkeit.
Doch die politische Lage in der alten Hansestadt wird unter den neuen Machthabern zunehmend schwieriger, und mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges muss Clemens als Soldat der Wehrmacht gegen sein Heimatland Polen kämpfen.
Seine Feldpostbriefe werden immer seltener, und eines Tages erreicht Constanze eine erschütternde Nachricht. Für sie beginnt nun eine dramatische Odyssee Richtung Westen.
…mehr
11,99 €

© Roman Brodel
Izabelle Jardin
Jardin, IzabelleIzabelle Jardin studierte Sozial- und Politikwissenschaften in Oldenburg und Braunschweig. Sie lebt mit ihrer Familie in einem verschlafenen norddeutschen Dorf. Ihre Liebesromane haben eine große Fangemeinde und erobern regelmäßig die Kindle-Bestsellerlisten. www.izabellejardin.deKundenbewertungen
Wunderjahre
Die Warthenberg-Saga geht weiter.
Nachdem ich bei dem ersten Buch „Libellenjahre“ von Anfang bis Schluss des Buches gefesselt war, hat Izabelle Jardin diesen Spannungsbogen gehalten. Sogar noch weiter erhöht.
Im ersten Buch, das anfangs noch in libellenhaft leichten Zeiten in Königsberg und Danzig spielte und durch Krieg, und Vertreibung jäh endete, ist im zweiten Buch Nachkriegszeit.
Dreizehn weitere Jahre, von 1949 bis zum schlimmsten Tag, den Berlin meiner Meinung nach je erlebte, den 13. August 1961, umfasst der Roman „Wunderjahre“. Schwere Zeiten. Im Ostsektor mehr als im Westteil der Stadt. In diesen Jahren ist Eva, nun zur Protagonistin des Romans aufgestiegen. Obwohl auch die Liebe nicht zu kurz kommt, ist es eine seelische Achterbahnfahrt, die wir miterleben.
Aufstehen, Krone richten, weiter machen. So erleben wir die Frauen der Familie von Warthenberg. Stolz und unbeugsam. Sie wissen wer sie sind und was sie können.
Die politische Situation in der Nachkriegszeit ,war besonders in Berlin spürbar. Für ein junges 17- jähriges Mädchen zu dem Eva herangereift ist, nicht einfach. Doch sie muss ihren Weg finden, auch wenn ihre Eltern anderer Meinung sind. Aber da ist ja noch Großmutter Charlotte. Das anerkannte Oberhaupt der Familie. Ihre Lebensweisheit gibt sie weiter. Für jeden hat sie ein offenes Ohr. Ihre Ansichten kann sie gut begründen. Damit regt sie zum Nachdenken an.
Die Autorin hat eine Spannung geschaffen, die man gern durchdringen möchte. Aber, sie wird bis zum Ende dieses zweiten Teils der Saga gehalten. So fieberte ich mit Eva mit, die wie ihre Mutter Constanze immer wieder sehr viel Leid ertragen muss. Es ist ein sehr emotional geschriebenes Buch, das mich nicht nur einmal zu Tränen rührte.
Unsere Zeitgeschichte, so vermittelt zu bekommen, ist schon etwas Besonderes. Das geteilte Deutschland, die Zonengrenze, die mitten durch Berlin ging und die dadurch, zerrissenen Familien, welche schon durch den Größenwahn Hitlers so viel ertragen mussten, viele wissen nicht, wie es war.
Ich möchte nicht spoilern. Die Handlung ist sehr fesselnd und hat mich zu hundert Prozent überzeugt und mitgenommen. Das jähe, unerwartete Ende des Buches macht die Wartezeit auf den dritten Band nicht leicht.
Helden der Stille
Die Fortsetzung der Achenthalsaga hat mich wieder gefangengenommen. Elise verzichtet nun auf ihre große Liebe Konrad und heiratet Flechter Cunningham, dessen Eltern in London eine große Fabrik besitzen und finanziell sehr gut dastehen. Sie tut das nur deswegen, um die Weberei und die Sozialunterkünfte für die Weber finanzieren zu können. Die Hochzeitsreise von Fletcher und Elise geht in den Süden von Amerika. Fletcher verwöhnt seine Frau mit Schmuck und wunderbarer Kleidung. Hier kommt Elise zum ersten Mal mit Sklaven in Berührung und ist mehr als entrüstet, über deren Behandlung. Aber für Fletcher scheint dies normal zu sein. Da Elise zwischenzeitlich schwanger ist uind Fletcher seine Frau deswegen schonen will, kauft er sich eine junge, wunderschöne Sklavin für seine Gelüste und nimmt sie mit nach England. Elise sitzt nun fest in einem goldenen Käfig und sie muß feststellen, dass ihr Mann ein seelen- und herzloser Mensch ist. Als Elise nur ein Mädchen auf die Welt bringt, schickt er sie aufs Land, wo die Familie Cunningham ein Feriendomizil besitzt. Fernab und einsam von allem Leben ausgeschlossen, sehnt sich Elise nach Konrad und sie schreibt an ihren Großvater einen sehnsuchtsvollen Brief. Aber dann wird ihr klar vor Augen geführt, wie rücksichtslos Fletcher auch mit seiner Geliebten umgeht und sie beschließt, mit ihrem Kind nach Schlesien zurückzugehen. Die Autorin hat hier wieder einen wirklich gut gelungenen historischen Roman verfaßt. Sie läßt uns erahnen, wie das Leben in der Zeit um 1840 ausgesehen hat, wie ärmlich und mühsam das Leben der einfachen Bevölkerung war und ihre Familie schon eine Ausnahme war, die sich um das Wohl ihrer Arbeiter kümmerte. Der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig, die einzelnen Kapitel sind nicht zu lange und zu versteht es, in ihren Büchern immer den gewissen Pfiff zu bringen und man liebt und leidet unheimlich den Protagonisten. Izabelle Jardin hat schon einige historische Romane geschrieben und ich war bisher noch von keinem enttäuscht. Sie versteht es, das tägliche Leben darzustellen und in allem noch eine rührige Liebesgeschichte einzuflechten. Das Cover zeigt eine junge Frau mit ihrem Hund, gekleidet in der damaligen Mode, die sinnend auf die Boote im Wasser schaut.
Helden der Stille
Das Buch "Helden der Stille" von der Autorin Izabelle Jardin, ist der zweite Teil der Achenthal-Saga. Obwohl ich den ersten Teil noch nicht gelesen habe, ich hole es gerade nach, hatte ich keine Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen und mit der Heldin Elise mitzuleiden und mitzufiebern. Die Autorin hat es ganz wunderbar verstanden, Ereignisse aus dem ersten Teil kurz zu erklären und mit in die Handlung einzubauen. Elise, eine junge Frau, verzichtet auf ihre große Liebe zu Konrad von Radenau, um Fletcher Cunningham, einen Fabrikantensohn aus London zu heiraten. So hat sie es geschafft, ihre Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten. Doch ihr Ehemann entpuppt sich als ein harter grausamer Man, der sich ohne Skrupel eine Geliebte nimmt, und seine Ehefrau und Kind in das sogenannte Brides's House "abschiebt".
Doch Elise wächst über sich hinaus, ist stark für ihre kleine Tochter und springt sogar über ihren eigenen Schatten, indem sie die Geliebte ihres Mannes, die auch abgeschoben wird, aufnimmt und sich liebevoll um die verzweifelte Frau und um ihr Kind kümmert.
Die Autorin versteht es nicht nur, die Gefühle, das Leben und Leiden von Elise sehr anschaulich zu schildern, sondern sie schafft es auch, die Mentalität der Menschen in den Staaten bezüglich des Sklavenhandels dem Leser nahezubringen. Ich war geschockt von der dieser Haltung und Menschenverachtung.
Da es auch einen dritten und finalen Band geben wird, hoffe ich, dass meine ganzen offenen Fragen beantwortet werden und es natürlich ein Happyend zwischen Elise und Konrad gibt!
Wunderjahre
"Wunderjahre" ist nach "Libellenjahre" der zweite Band der Warthenberg-Saga. In dieser Fortsetzung steht Eva Rosanowski, die Tochter von Constanze von Warthenberg und ihrem Mann Clemens Rosanowski, im Zentrum der Ereignisse. Eva freut sich darauf, endlich einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Doch dann sorgt das Schicksal dafür, dass ihr Leben eine unverhoffte Wendung nimmt. Obwohl sie versucht, sich mit ihrer Situation abzufinden, kann sie dem neuen System, das im Ostteil Berlins eingeführt wird, nur wenig abgewinnen. Für Eva wird schon bald klar, dass sie ihre Zukunftspläne nur in Westdeutschland verwirklichen kann. Doch auch dort meint es das Schicksal nicht immer gut mit ihr...
Der erneute Einstieg in die Saga gelingt beinahe mühelos. Denn der Autorin gelingt es hervorragend, kurze Rückblicke in die Ereignisse des ersten Teils so in die aktuelle Handlung einfließen zu lassen, dass man alles wieder präsent hat und dadurch den weiteren Verlauf genießen kann.
Handlungsorte und Protagonisten werden so authentisch beschrieben, dass man beim Lesen sofort die passenden Bilder dazu im Kopf hat. Deshalb kann man sich ganz auf die Handlung einlassen und beobachten, welchen steinigen Weg Eva vor sich hat. Obwohl das Schicksal oft zuschlägt, wirkt die Geschichte glaubwürdig und nicht übertrieben oder gar zu dick aufgetragen. Das liegt sicher mit an dem eindringlichen Schreibstil der Autorin, der dafür sorgt, dass man mit den Charakteren mitfiebert. Dadurch fliegt man förmlich durch das Buch und mag sich kaum vom Gelesenen lösen. Die politischen Ereignisse der damaligen Zeit bilden außerdem eine glaubhafte Hintergrundkulisse, die zum Nachdenken und Erinnern anregt.
Eine mitreißende Fortsetzung, die durch lebendige Charaktere und eine authentische Hintergrundkulisse voll und ganz überzeugt.
Helden der Stille
Teil 2 der Achenthal-Saga beginnt 1845 und schließt unmittelbar an den ersten Teil „Zwischen zwei Welten“ an. Ich empfehle, den ersten Teil zuerst zu lesen, um Elises Vorgeschichte zu kennen.
Elise ist die älteste Tochter eines schlesischen Tuchfabrikanten und einer französischen Industriellentochter. Bei einer Fahrt nach England lernt sie den Fabrikantensohn Fletcher Cunnigham kennen. Ihr Herz hat sie in Schlesien an Konrad von Radenau verloren.
Um mit Fletchers Geld bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für die schlesischen Weber zu finanzieren, heiratet sie ihn. Die Hochzeitsreise machen sie nach Charleston, eine Reise, die Fletcher auch aus geschäftlichen Gründen unternimmt, da er an die Plantagenbesitzer Maschinen verkauft. In Charleston erklärt Fletcher ihr seine Einstellung zu den Arbeitern auf den Plantagen: „Die schwarzen Sklaven erweisen sich als besonders robust, man kann ihnen viel zumuten, ohne dass sie aufbegehren, sie sind nichts als leicht austauchbares Menschenmaterial.“ Elises Hund bekommt von ihm ein diamantenbesetztes Halsband, das den Wert einen männlichen Arbeitssklaven hat.
Bereits auf der Hochzeitsreise wird Fletcher Elises überdrüssig, er kauft sich eine junge Sklavin als Gespielin und nimmt sie mit nach London. Elise wird ins Bride’s House auf dem Land abgeschoben. Auch nach der Geburt ihrer Tochter besucht er sie kaum, bis eines Tages am Bride’s House eine Kutsche mit Besuch vorfährt…
Der Roman endet mit Elises Heimfahrt nach Schlesien, es bleibt offen, ob sie nach England zurückkehrt und ob sie gedenkt, die Farce ihrer Ehe fortzuführen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Ich empfehle die Achenthal-Saga Leser*innen von historischen Romanen und Geschichtsinteressierten, aber auch Tierfreunden, denn die Liebe zu Pferden und Hunden nimmt in den beiden Romanen viel Raum ein. Ihre Hündin Fides begleitet Elise sowohl nach England als auch nach Amerika, ihre geliebte Stute Amabilé muss sie in Schlesien zurücklassen, in ihrem Exil auf dem Landgut reitet sie den schwarzen Hengst „Diabolo“. Alle ihre Tiere haben zurecht Angst vor Fletcher.
Wunderjahre
Evas Kampf für ihr Glück
1950er Jahre. Constanzes Rosanowskis 16-jährige Tochter Eva kann es gar nicht erwarten, endlich mit ihrer Mutter nach England zu Gordon Wade überzusiedeln und dem verhassten System in Ost-Berlin zu entkommen, um auch am Nachkriegsaufschwung teilzuhaben. Doch dann zerplatzt ihr Traum wie eine Seifenblase, als plötzlich ihr tot geglaubter Vater Clemens auf der Türschwelle steht. Aber Eva kann auch dieses Ereignis nicht aufhalten, sie will unbedingt studieren und flüchtet dafür waghalsig in den Westen. Als sie dort dem wesentlich älteren Fluglehrer Wilhelm Bressler begegnet, ist es schnell um sie geschehen. Sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn, aber schon bald holt sie Wilhelms Vergangenheit ein. Eva muss erneut kämpfen…
Izabelle Jardin hat mit „Wunderjahre“ den zweiten Band ihrer Warthenberg-Saga vorgelegt, der fast nahtlos an den ersten Teil anschließt und diesmal Eva in den Vordergrund der Ereignisse rückt. Der flüssige, bildreiche und gefühlvolle Erzählstil führt den Leser in die Vergangenheit von 1949 bis 1961, wo ihn nicht nur ein gut recherchierter und interessanter historischer Hintergrund erwartet, sondern auch Evas Schicksal ihn in den Bann zieht. Allein schon die Rückkehr von Clemens gleicht einem Wunder, das zwar erfreulich ist, aber auch die Hoffnung einiger weniger sowie die bereits gefassten Pläne mit einem Schlag zerstört. Die bedrohliche politische Atmosphäre in der damaligen DDR wird von der Autorin sehr gut an den Leser gebracht und zeigt auf, welch eingeschränkten Handlungsspielraum die Menschen hatten und viele von ihnen zur Flucht in den Westen trieben. Auch Eva wagt den mutigen Sprung ins Ungewisse, denn ein Studium bleibt in Ostberlin für sie nur ein Traum. Bildgewaltig und mit viel Empathie in Anlehnung an ihre eigene Familiengeschichte lässt die Autorin durch ihre Schilderungen vor dem inneren Auge des Lesers einen Film ablaufen, um alles hautnah mitzuerleben, während er Eva auf ihrem unsicheren Weg folgt. Geschickt eingestreute Wendungen halten den Spannungslevel durchgehend auf hohem Niveau und lassen den Leser regelrecht an den Seiten kleben.
Authentisch inszenierte und lebendig wirkende Charaktere machen es dem Leser mit ihren glaubwürdigen menschlichen Eigenschaften leicht, sich ihnen nahe zu fühlen und mit ihnen zu hoffen, zu bangen und zu fiebern. Eva ist intelligent, wissbegierig und mit einem großen Sinn für Gerechtigkeit ausgestattet, der es ihr schwer macht, sich dem politischen Regime unterzuordnen. Sie hat Träume und kämpft für deren Realisierung, was ihr viel Mut und Kraft abverlangt. Wilhelm ist ein charismatischer und lebenslustiger Mann, der mit seiner Warmherzigkeit und seinem Optimismus Eva den Kopf verdreht. Gordon ist ein ganz lieber Kerl mit viel Anstand und vor allem Feingefühl. Aber auch Constanze, Clemens, Agnes und Uroma Charlotte dürfen in dieser Geschichte keinesfalls fehlen.
„Wunderjahre“ ist eine gelungene, spannende und sehr emotionale Fortsetzung, in der es vor einem gut recherchierten historischen Hintergrund um Hoffnungen, Träume, Verluste, Ängste und die Liebe geht. Zauberhaft erzählt und daher mit einer absoluten Leseempfehlung ausgestattet!
Zeit der Winterrose
Cover:
Das Cover setzt die Zeit und Geschichte gut in Szene und passt zudem sehr gut zu den anderen Covern dieser Reihe. Auch optisch und farblich ist es toll gestaltet und umgesetzt.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um den dritten Teil der Achenthal Saga und ich würde empfehlen die vorherigen Bände zu kennen, um Zusammenhänge und Entwicklungen besser zu verstehen.
Bei mir waren diese zwar schon ein Weilchen her, aber m Verlauf kam ich wieder sehr gut ins Geschehen und auch die Charaktere hinein.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu bedeckt.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen.Die Einteilung und Gliederung ist gut gewählt. Die Abschnitte und Kapitel haben eine angenehme Länge und die Anfänge sind sehr gut erkennbar. Die Zeit- und Ortsangaben sind dabei auch sehr hilfreich. Die Gestaltung und Gliederung ist sehr schön umgesetzt.
Die Entwicklungen sind spannend und interessant und man kann den Geschehnisse sehr gut folgen. Auch die Emotionen kommen gut vorstellbar herüber. Man kann sich in die Charaktere und auch die Gedanken gut hinein empfinden aufgrund der bildlichen Erzählweise.
Der Spannungsbogen auch über die drei Bände der Reihe hält sehr gut an und die Handlungsstränge werden nach und nach zusammen geführt.
Fazit:
Eine wundervolle, emotionale und bewegende Reihe und gelungener dritter Band.
Libellenjahre
1930 Königsberg. Die 19-jährige Constanze von Warthenberg trifft bei einer Segelregatta mit ihren beiden älteren Brüdern auf den aus Warschau stammenden Clemens Rosanowski. Die beiden verlieben sich und heiraten, obwohl Constanzes Eltern davon nicht gerade begeistert sind. Das junge Ehepaar wählt Danzig zu ihrem neuen Zuhause und verlebt eine glückliche Zeit, in der auch Tochter Eva geboren wird. Im Hintergrund haben die Nationalsozialisten bereits die Macht übernommen. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, wird auch das junge Paar getrennt, denn Clemens wird zum Frontdienst einberufen. Constanze vermisst Clemens unsäglich und tröstet sich mit den immer unregelmäßiger kommenden Briefen über die Trennung hinweg. Doch dann wird Constanze eine schreckliche Nachricht überbracht und als Danzig von Bomben zerstört wird, flüchtet sie mit ihrer kleinen Tochter aus der Stadt und macht sich auf die gefährliche Reise Richtung Westen…
Izabelle Jardin ist mit „Libellenjahre“ ein wunderbarer und fesselnder Auftakt ihrer neuen Wartenberg-Trilogie gelungen. Der historische Roman unterhält mit einem schönen, bildhaften und emotionalen Erzählstil und reißt den Leser schon anhand der ersten Zeilen mit, lässt ihn eine Zeitreise in das vergangene Jahrhundert antreten und ein Teil der Familie Warthenberg werden, wo er hautnah das Schicksal von Constanze und ihren Lieben miterlebt. Nicht nur der politische Hintergrund wurde von der Autorin wunderbar mit ihrer Geschichte verwebt, auch die damaligen gesellschaftlichen Strukturen werden innerhalb der Handlung deutlich. Durch die bildgewaltige und ausdrucksvolle Sprache der Autorin hat der Leser von Beginn an einen regelrechten Film vor Augen, erlebt den Kriegsausbruch gefühlsmäßig ebenso real mit wie die grauenhaften Auswirkungen der Nazipolitik, die Armut, die Angst, die Hoffnungslosigkeit sowie die gefährliche Flucht. Gespannt verfolgt der Leser Constanzes Wirken und Tun in dieser Zeit und lässt sie ganz nah an sich heran, während man sie bei ihrer Entwicklung über die Jahre 1930 bis 1949 beobachtet.
Die Charaktere sind ausgesucht lebendig und liebevoll in Szene gesetzt, bestechen mit ihren realistischen Ecken und Kanten und spiegeln die damalige Gesellschaft wundervoll wieder. Schnell wachsen sie dem Leser ans Herz, der ihnen auf Schritt und Tritt atemlos folgt und innerlich mit ihnen zittert, hofft und bangt. Constanze ist eine offene, selbstbewusste junge Frau, die schon früh weiß, was sie will und sich auch nicht den Konventionen beugt. Sie ist viel zu neugierig auf die Welt und möchte etwas bewirken, bis die Liebe ihr dazwischen kommt. Aber auch da setzt sie ihren Kopf durch und folgt ihrem Herzen. Clemens vereint Charme und Ehrlichkeit in sich, er ist ein warmherziger und hilfsbereiter Mann mit Gewissen. Constanzes Großmutter Charlotte ist eine weise und großherzige Frau, die in jeder Lebenslage eine Stütze ist und wie ein Fels in der Brandung wirkt. Ebenso machen Protagonisten wie Eva, Justus, Greta oder Hanna die Handlung mit ihren Auftritten zu einem perfekten Leseerlebnis.
„Libellenjahre“ ist ein tiefgründiger, emotionaler und fesselnder historischer Roman, der den Leser sofort in die Handlung hineinzieht und nicht mehr loslässt, auch wenn die letzte Zeile gelesen ist. Ein wahres Lesehighlight und ein Pageturner der Extraklasse. Teil 2 wird sehnsüchtig erwartet! Chapeau – besser geht es nicht, absolute Leseempfehlung!!!
Wunderjahre
Bewertung von gaby2707 am 06.10.2020
Die Reise geht weiter
Die 16-jährige Eva Rosanowski fiebert ihrem endgültigen Umzug nach Wisley Park in Surrey/England zum Anwesen des neues Mannes an der Seite ihrer Mutter Constanze entgegen. Sie sieht Gordon Wade schon als ihren neuen Papa, als alle ihre Träume wie Glas zerspringen. Nach Jahren steht der tot geglaubte Ehemann und Vater Clemens plötzlich vor der Tür. Und Gordon zieht sich mit dem kleinen George still in den Hintergrund zurück.
Dies ist der zweite Band der Familiensaga um die von Warthenbergs aus der Feder von Izabelle Jardin. Und wie schon beim ersten Buch bin ich auch hier wieder total bewegt, mitgenommen und restlos begeistert.
Die Geschichte beginnt 1949 in Berlin. Hier zerplatzen Evas Träume von einem Studium. Ich bin dabei, wie Eva es dort im Osten nicht mehr aushält, sich dem neuen System nicht unterordnen will und kann und in einer Nacht und Nebelaktion zu ihrem Freund Jan nach Braunschweig zieht. Aber auch hier im Westen geht nicht alles glatt. Als Eva den Fluglehrer Wilhelm Bressler kennenlernt, scheint sie endlich angekommen zu sein.
Die Autorin hat einen so ergreifenden Schreib- und Erzählstil, dass ich die Emotionen, und von denen gibt es sehr viele, spüren konnte und das ein oder andere Tränchen verdrückt habe. Ich habe mit Eva, die in dieser Geschichte die Hauptrolle spielt, geträumt, mich mit ihr gefreut, mit ihr gelitten, gebangt und gehofft. Ich habe ihre Willenskraft und ihre Mut bewundert. Ganz besonders fand ich die Briefe und Gespräche zwischen Uroma Charlotte und ihrem Evchen. Sie ist eine so gütige, warmherzige und verständnisvolle Frau. Dabei so stark und unbeugsam in ihrem Willen. Zwei wirklich starke Frauen, deren Weg ich ein Stück begleiten durfte.
Es hat mir sehr gefallen zu lesen, wie sich die einzelnen Personen im Laufe der Jahre entwickelt haben, habe ihnen beim älter werden zugeschaut. Izabelle beschreibt sie so lebendig, menschlich und vorstellbar, dass sie in meinem Kopfkino richtig real werden. Sie werden im Laufe des Buches zu guten neuen Bekannten und ich freue mich heute schon auf ein Wiedersehen mit ihnen.
Ein tolles Buch über die Höhen und Tiefen der Familie Warthenberg in die ich für ein paar sehr unterhaltsame Stunden habe eintauchen dürfen und die einige Erinnerungen geweckt haben. Dieses Buch hat die vollen 5 Sterne absolut verdient.
Wunderjahre
Bewertung von Tiaras Bücherzimmer am 02.03.2021
Ich war ja bereits von "Libellenjahre" dem ersten Teil der Warthenberg-Saga schon sehr begeistert, doch mit der Fortsetzung "Wunderjahre" hat die Autorin nochmal eins draufgelegt.
Diesmal geht es um Constanzes Tochter Eva, die ihre Zukunft im Westen Deutschlands sieht.
Dort lernt sie den achtzehn Jahre älteren Wilhelm kennen und verliebt sich in ihn. Doch Wilhelm ist ein Mann mit Vergangenheit, aber in seiner Mutter Agnes hat Eva eine Verbündete ...
Ich war sofort wieder in der Geschichte drin und der Anfang beschehrt einem auch sogleich Gänsehaut. Wenn auch sehr tragisch, fand ich die Situation aber optimal für alle Beteiligten gelöst.
Izabelle Jardin hat so wunderbare Charaktere mit viel Tiefe erschaffen. Ich mochte den weisen Rat von Urgroßmutter Charlotte oder Justus so gerne. Die beiden haben einfach soviel Lebenserfahrung und ich habe mich immer gefreut, wenn Eva um Rat gebeten hat.
Auch Eva muß man einfach mögen, sie ist so natürlich und unbedarft, läßt sich durch nichts unterkriegen und kämpft tapfer für ihre Träume. In Wilhelm hat sie dazu auch den idealen Partner gefunden, der immer Verständnis für sie hat.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und unglaublich fesselnd, die politische Situation spitzt sich immer mehr zu und zum Schluß hin wird die Geschichte immer spannender und hat mich zu Tränen gerührt.
Auch hier kommt zum Schluß ein großer Cliffhanger, sodass ich die Fortsetzung kaum erwarten kann.
Fazit: Eine fesselnde Saga, die unter die Haut geht 5/5 Sterne.
Mehr anzeigen »