Autor im Porträt

Toptitel von Uwe Tellkamp

Der Turm

Broschiertes Buch
Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Anne und Richard Hoffmann stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man sich vor den Zumutungen des Systems in die Dresdner Nostalgie flüchten? Oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? Christian, ihr ältester Sohn, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Sein Onkel Meno Rohde steht zwischen den Welten: Er hat Zugang zum Bezirk "Ostrom", wo die Nomenklatura residiert, die Lebensläufe der Menschen verwaltet werden und deutsches demokratisches Recht gesprochen wird. In epischer Sprache, in eingehend-liebevollen wie dramatischen Szenen beschreibt Uwe Tellkamp den Untergang eines Gesellschaftssystems.Ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen teils gestaltend, teils ohnmächtig auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben. Kein anderes Buch hat in den letzten Jahren gleichermaßen Kritiker und Publikum derart begeistert.…mehr

 

14,00 €
Die Carus-Sachen

Gebundenes Buch
Zu Carus gehen: so verabschiedet sich der Gynäkologe von den beiden Kindern, wenn er sich während der frühen Achtziger des 20. Jahrhunderts in Dresden auf den täglichen Weg zur Medizinischen Akademie Carl Gustav Carus macht. Der Namensgeber der Institution, 1869 in Dresden gestorben, kann als Prototyp der in der Romantik noch selbstverständlichen Doppelbegabung gelten: Naturwissenschaftler, Arzt wie Maler, Verfasser geisteswissenschaftlicher Studien (unter anderem über Goethe). Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn der Vater seine beiden Kinder zu Expeditionen in die unabhängige Kunstszene Dresdens und des Umlands verleitet - es sind die Carus-Sachen, die alle drei umtreiben, zu Versuchen eines Wiederanknüpfens an die ungeteilte Humanität anstiften.
…mehr

 

14,00 €

Uwe Tellkamp

Uwe Tellkamp wurde 1966 in Dresden geboren. Er studierte Medizin und leistete seinen Wehrdienst in einer Panzerkompanie der NVA. Wegen "politischer Diversantentätigkeit" verlor er seinen Studienplatz und saß während der friedlichen Revolution von 1989 wegen Befehlsverweigerung im Gefängnis. 1990 konnte er das Studium wieder aufnehmen und widmete sich parallel der Schriftstellerei. Für "Der Schlaf in den Uhren" erhielt er den Ingeborg-Bachmann-Preis und den Dresdner Lyrikpreis. Nach dem gefeierten Roman "Der Eisvogel" erschien sein bisher bekanntestes Werk, "Der Turm". Es wurde mit dem Uwe-Johnson-Preis, dem Deutschen Buchpreis und dem Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet. In dem umfangreichen Werk beleuchtet Tellkamp das Dresdener Bildungsbürgertum vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und politischen Umbrüche der letzten Jahrzehnte.

Das meint die buecher.de-Redaktion: Wer zu einem Buch von Uwe Tellkamp greift, sollte Muße haben, sich auf die gründlich entwickelte Darstellung persönlicher, gesellschaftlich gefärbter Schicksale einzulassen. Es lohnt sich!