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Top-Rezensenten Übersicht

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SofieWalden

Bewertungen

Insgesamt 666 Bewertungen
Bewertung vom 22.03.2025
Greta & Valdin
Reilly, Rebecca K

Greta & Valdin


sehr gut

Bruder und Schwester und ein echtes Stück Leben, mit ganz viel schräger Familie drumherum

Greta und Valdin, Geschwister, beide queer, leben in Aukland und ihr Leben, es ist recht chaotisch, irgendwie dazwischen, auf der Suche und selbst das Wonach steht in Frage. Greta ist heimlich verliebt, in eine Kollegin, die nicht mal ihren Namen richtig ausspricht und eigentlich nur eins tut, sie ausnutzen. Und Valdin, er trauert der Liebe seines Lebens nach, die sich nach Argentinien davon gemacht hat. Abwechselnd nehmen sie uns mit, zu den kleinen und größeren Dramen ihres Hier und Jetzt. Das ist oft schräg, die Situationen selbst, aber auch die Gedanken, die inneren Selbstgespräche, das Offenbaren ihrer psychischen Bedrängungen, alles wird ziemlich offen dargelegt. Und dann gibt es da, natürlich kaum weniger skurril, das Freundschaftsdrumherum. Aber der herrlich erfrischende Höhepunkt in diesem Menschengewusel ist die Familie, mit ihren maori-russisch-katalanischen Wurzeln, witzig, offen, selbstbewusst und irgendwie auch ein bisschen irre, auf eine ganz selbstverständliche vollkommen natürliche Art.
Herrlich anders kommt dieser Roman daher. Alles kann sein, es wird gesagt, was jeder sagen will. Nichts ist gekünstelt, zwar oft nicht ganz normal, aber doch voll authentisch, ein Ausschnitt aus dem echten Leben, aus dem von Greta und Valdin. Die meisten Leser sind da wohl etwas weniger schräg und turbulent unterwegs, aber dafür sind Geschichten ja da.
Ich mochte dieses Buch. Es steht keine eigentliche Handlung im Vordergrund. Es zeigt einfach Sein und das hat Spaß gemacht. Etwas kürzer hätte sicherlich auch gepasst und manchmal war drüber dann auch mal ein wenig zu viel, so dass es, naja, schon ein wenig nervig wurde. Aber selbst dieses Gefühl passt hier ganz gut hin.
Ein Buch, so wollte ich es nicht immer, aber dieses eine Mal gern. .

Bewertung vom 21.03.2025
Schweben
Ben Saoud, Amira

Schweben


sehr gut

Eine sehr gut ausgearbeitete Dystopie, niemand wehrt sich und im Vordergrund das Persönliche

Diese Geschichte, eine faszinierende düstere Dystopie einer Welt danach, nach dem Klimawandel, nach unserem Leben heute. Die Menschen verharren in kleinen Siedlungen, die, von oben befohlen, keinen Außenkontakt zu anderen Gemeinschaften haben dürfen. Die Versorgung erfolgt durch LKW's, ebenfalls ohne Kontakt. Niemand darf gehen, niemand hinzukommen, die Konsequenz wäre der Tod. Das herrschende Gewaltverbot ist eher eine Farce. Und von der Vergangenheit darf man nichts wissen, auch das ist verboten. Die Protagonistin, der personalisierte Fixpunkt dieser Geschichte, sie verdient sich als eine Art Schauspielerin, die das Leben von 'gegangenen' Frauen weiterführt, um den Nächsten so die Veränderung durch diese Art Übergangszeit leichter zu machen. Dabei bleibt ihr eigenes Sein immer mehr auf der Strecke, sie löst sich auf in Anderen. In einer dieser Aufträge verfängt sie sich, es entwickelt sich eine Beziehung, toxisch und mit Gewalt. Das Warum, man erfährt einiges aus ihrem früheren Leben und kann nachvollziehen.
Ein Buch, angenehm fokussiert gehalten durch seinen Umfang, es überzeugt in seiner Gestaltung einer Welt, düster, karg, diktatorisch von oben bestimmt und in dem Erleben der Schicksalsergebenheit dieser Einen, bis zu einem gewissen Punkt, denn es gibt sie noch.

Bewertung vom 20.03.2025
Storm Dragons - Gewitter am Ende der Welt
Kagawa, Julie

Storm Dragons - Gewitter am Ende der Welt


ausgezeichnet

Ein Reich muss gerettet werden und die Suche nach dem Einen beginnt

Ein magisches schwebendes Inselreich, es ist in Gefahr und ihre Prinzessin, Gem versucht alles, um diese Welt zu erhalten. Sie ist überzeugt, dass deren Retter nur ein ganz bestimmter Drache sein kann. Und so macht sie sich auf die Suche. An einem anderen Ort erlebt Remy, ein Junge, der sich mit kleinen Räubereien über Wasser hält, gerade etwas, das sein Leben verändert. Ein Drachenbaby ist ihm regelrecht in den Schoß gefallen und dieses kleine hilfsbedürftige Wesen zieht er nun auf. Er sorgt und kümmert sich und seine neuen Empfindungen verändern sein Denken und auch sein Handeln. Irgendwann treffen Remy, der Junge, der weiß, was arm sein heißt und die Prinzessin aufeinander und es stellt sich heraus, dass sie nur im Doppelpack die Chance haben werden, Gems Königreich und auch Remys liebstes Wesen, seinen von einem bösen Magier entführten Drachenfreund, zu retten.
Dies ist ein wirklich tolles Buch mit einer von Magie umwehten Fantasiewelt aus schwebenden Inseln, bösen Piraten und einem noch viel böseren Magier, einem richtig taffen Jungen und einer Prinzessin, die auch ihr Bestes gibt. Uund dann sind da natürlich die Drachen, diese edlen Wesen, so besonders und faszinierend, dass es eine Freude ist, hier in diese Geschichte einzutauchen und sich mitnehmen zu lassen, in ein großes spannendes Abenteuer. Es gibt viel zu erzählen und es macht einfach Spaß, dabei zu sein.
Und keine Angst, das etwas offen gehaltene Ende lässt einen nicht auf ewig so zurück. Es wird weitergehen.
Also, ich freue mich darauf.

Bewertung vom 19.03.2025
Ostfriesennebel / Ann Kathrin Klaasen ermittelt Bd.19 (2 MP3-CDs)
Wolf, Klaus-Peter

Ostfriesennebel / Ann Kathrin Klaasen ermittelt Bd.19 (2 MP3-CDs)


ausgezeichnet

Wieder ein echter Wolf, ostfriesisch schräg und als Hörbuch ein absolutes Original

Die allerheftigsten Serienmörder findet man wohl im Ostfriesischen. Ganz speziell das Ermittlerteam um Kommissarin Ann Kathrin Klaasen scheint solche Psychopathen anzuziehen, wieder einmal. Diesmal beginnt es mit einer verzweifelten Ehefrau, die glaubt, ihr Mann sei nicht wirklich ihr Mann, sondern dessen Zwillingsbruder. Ziemlich unglaublich, aber letztendlich ein wichtiges Puzzleteil, um eine Mordserie, die mit einer entsprechenden Leiche, jetzt im hohen Norden angekommen ist, zu lösen. Der Eisenbahnmörder will es wohl wissen und die sehr individuelle krass schräge Mordkommission vor Ort wird es ihm zeigen. Denn ihnen entgeht keiner.
Man muss diese original Wolf-Krimis mögen oder eben nicht. Ein Dazwischen gibt es nicht. Hier wird sich ostfriesisch ausgelebt, mit Ann Kathrins speziellstem Mitarbeiter Rupert ganz vorne dran. Er sagt immer, was er denkt und das ist, gerade diesmal, auch schon mal etwas zu viel. Aber am Ende hat er dann einen echt taffen Auftritt. Wenn es drauf ankommt, ist eben auf ihn Verlass. Bingo.
Auch diesmal war die Geschichte vom Unterhaltungswert her eine glatte Eins, das Morden noch etwas krasser als bisher, ohne jedes Erbarmen und wer die neueste Wolf'sche Kreation in Reinstform leben will, der muss sich das Hörbuch gönnen, denn der Autor liest, wie immer, selbst. Einfach Wolf pur!

Bewertung vom 19.03.2025
Super-Dad und die explodierende Kacke
Unkari, Arttu

Super-Dad und die explodierende Kacke


ausgezeichnet

Ein schräges unkonventionelles Lesevergnügen

Die Finnen sind ja bekannt für ihre herrlich schrägen Ideen und so erfreut uns der in Helsinki lebende Autor genau mit einer solchen, die dann in eine ziemlich verrückte Geschichte 'ausartet', schön weit weg vom Üblichen. Da gibt es einen Super-Dad, der so ziemlich alles überhaupt nicht im Griff hat und seine Tochter, Oona, die die Dinge dann wieder richtet. Und es gibt einen ziemlich bösen Erfinder, dem es nur ums Explodieren geht. Bis hinauf zum Mond fliegt sie, die Klobrille mit samt jemandem drauf und das darf natürlich nicht so weiter gehen. Das Ganze ist einfach zum Schreien komisch und man kann sich köstlich amüsieren, wenn man es denn hinbekommt, als Leser mal alle Konventionen hinter sich zu lassen. Das fällt dem anvisierten jungen Lesepublikum sicherlich etwas leichter als den sittsam geprägten alten Hasen, aber wenn man 'die Linie' erst mal überschritten hat, ist es auch für uns ein irrer Spaß. Herrlich lebendig, explodiert hier nicht nur die K.... Und die die Geschichte durchziehenden Illustrationen setzen noch eins oben drauf, so dass man, wenn man das Lesen vielleicht nicht so sehr mag, ganz vergisst, dass man genau das hier tut.
Ich bin gespannt, wohin uns Band 2 katapultiert. Ob es wohl noch schräger geht.

Bewertung vom 07.03.2025
Unter Grund
Liepold, Annegret

Unter Grund


sehr gut

Abdriften in die rechte Szene und aus Gedanken werden Taten

Franka ist in einem Dorf in Franken aufgewachsen, in einer Gesellschaft, in der, wenn auch unterdrückte, rechte Tendenzen hinter den Gardinen der Häuser durchaus eine Rolle spielten. Als die junge Referendarin mit ihrer Klasse einen Prozesstag zu den NSU-Morden besucht, löst das bei ihr aufwühlende Erinnerungen aus, an das, was einige Jahre zuvor in ihrem eigenen Leben passiert ist. Sie sucht einen Weg, nicht mehr fortzulaufen, sondern sich den Ereignissen von damals zu stellen. Und so beschließt sie, in ihr Dorf zurückzukehren und aufzuarbeiten, was eben geht. Einst, als Kind, brach für sie eine Welt zusammen, als ihr Vater starb. Sie suchte nach einem Halt in diesem kleindörflichen Umfeld. Freunde hatte sie eigentlich nur einen, doch hier kam es schließlich zum Bruch. Und dann traf sie auf Patrick und Janna. Irgendwo dazuzugehören war so schön. Dass dem Zusammenhalt eine rechtsextreme Haltung zugrunde lag, dass nahm sie hin. Doch daraus wurde mehr, die Feindseligkeit gegen 'die Anderen' wurde zu Hass, auf das Reden folgte die Tat und es kam zur gewalttätigen Eskalation.
Ein Werdegang, der von 'Aussteigern' schon mehr als einmal öffentlich gemacht wurde, die Suche nach Zugehörigkeit, die Aufnahme in rechtsgerichtete Kreise und letztendlich die Rolle als Täter von fremdenfeindlicher Gewalt, die man irgendwann nicht mehr will. Aber dann wird es schwer.
Hier in dieser fiktiven Geschichte nimmt das alles ein Ende, dem ich nicht vorgreifen will, aber ein bisschen kann man es sich ja schon denken.
Ein schweres und leider auch hochaktuelles Thema, das dieses Buch hier umsetzt und man fühlt sich als Leser sehr nah dran an Franka und dem gut beleuchteten Umfeld, aus dem Dinge erwachsen können wie diese. Aber sie müssen es nicht.

Bewertung vom 06.03.2025
Valdombra (Bd. 1)
Folena, Martina

Valdombra (Bd. 1)


ausgezeichnet

Am Ende nur eine Legende oder doch magische Wirklichkeit

Das kleine Dorf Talsend ist die Heimat von Isa und ihrem kleiner Bruder Teo. Nur wenige Stunden am Tag bescheint die Sonne die Häuser, da das Gebiet von Bergen umgeben ist. Und so ist der Vater der Geschwister ein wichtiger Mann, denn er ist hier der Kerzenmacher und Kerzen bescheren das Licht, wo sonst keines ist. Eines Tages erschüttert ein gewaltiges Erdbeben das Dorf und viele der Häuser stürzen ein. Bis man hier wieder gut leben kann, wird einige Zeit vergehen und so werden die Geschwister in Begleitung des Postboten Anselmo zu einem Verwandten geschickt, wo es ihnen solange besser gehen soll. Doch Isa hat erfahren, dass der sagenumwobene Kryptid, ein Drache, der unter der Erde lebt, für das Beben verantwortlich sein soll. Immer, wenn dieser sich zu heftig bewegt, wackelt ihre Welt. Das darf nicht so bleiben und so fasst das Mädchen den Plan, dieses Drachenwesen zu finden und die immerwährende Gefahr für die Menschen in dieser Region abzuwenden.
Wie man sich vorstellen kann, wird daraus ein spannendes Abenteuer und schon auf der Reise selbst erleben Isa, Teo und Anselmo, der, wie sich herausstellt, einst ein Ritter war, eine Menge gefährlicher Dinge. Das wird teilweise richtig heftig und ob hinter der Legende tatsächlich etwas Wahres steckt, ob es Rettung gibt und was die drei Helden dafür dann tun müssen, man wird sehen.
Dies ist auf jeden Fall eine tolle Geschichte mit sehr verschiedenen aber eng miteinander verbundenen Protagonisten, die man einfach mögen muss. Und am Ende hat man das Gefühl, da geht doch noch mehr. Und das tut es auch. Bald geht es weiter. Und ich freue mich darauf.

Bewertung vom 03.03.2025
Die Fletchers von Long Island
Brodesser-Akner, Taffy

Die Fletchers von Long Island


sehr gut

Eine reiche Familie, die große Tragödie und ein Trauma für alle, über die Generationen

Die Fletchers, eine reiche jüdisch-amerikanische Familie mit einem herrlichen Domizil auf Long Island, Carl und Ruth, zwei Kinder, das dritte ist gerade unterwegs, sie leben ein glückliches äußerst vorzeigbares und privilegiertes Leben. Doch dann, eines Tages im Jahr 1980, wird Carl entführt. Nach Zahlung einer hohen Geldsumme ist er nach fünf Tagen wieder Zuhause bei seiner Familie. Das gute Ende eines Albtraums, doch nichts ist mehr wie es vorher war. Aber es wird weitergemacht und geschwiegen, über die speziellen Traumata, die sich bei jedem Einzelnen eingestellt haben. Keine Aufarbeitung und so zieht sich die Bürde dieses Ereignisses über die Jahre durch all ihre Leben. Ruth kümmert sich nur noch um ihren Mann, Carl selbst lebt wie in einer Wolke und die Kinder, sie müssen ihren eigenen Weg finden. Was dabei herauskommt? Der älteste Sohn wird ein vor sich dahin dümpelnder Anwalt mit psychischen Problemen, der zweitgeborene versucht sich als Drehbuchautor, fixiert auf Entführungsthemen und liebt es, sich sexuell erniedrigen zu lassen. Und die damals noch nicht einmal geborene Tochter weiß auch nicht recht, wohin es gehen soll.
Jede Figur in dieser Geschichte bekommt ihre Zeit, wird regelrecht beleuchtet in ihrem wenig glücklichen Dasein. Und natürlich hat auch die Familie an sich, eingebunden in die amerikanische Gesellschaft, hier ihren Part, in einem kurzen Davor und dem großen Danach, mit seinem gestörten und zerstörerischen Miteinander, das sie trotz allem irgendwie noch zusammenhält.
Das alles ist sehr gut geschrieben, die Balance stimmt und man begleitet diesen familiären Menschenverbund mit Interesse und gut unterhalten durch die Zeit. Die eigenen Emotionen dabei, man schaut ihnen zu. Für mehr fehlt vielleicht auch eine wirkliche Sympathie für die einzelnen Protagonisten. Aber das Leben hat nun mal seine eigenen Gesetze und das Geld nicht immer glücklich macht, weiß man ja sowieso schon länger.
In seiner Gesamtheit ein sehr gelungener lesenswerter Familienroman, der auch das Gesellschaftliche nicht außen vor lässt.

Bewertung vom 26.02.2025
Maggie Blue - Das Portal zur Düsterwelt
Goodall, Anna

Maggie Blue - Das Portal zur Düsterwelt


sehr gut

Hinein in die Düsterwelt, magisch und dazu ein großes Abenteuer

Maggie lebt seit einiger Zeit bei ihrer Tante Esme. Die Verhältnisse dort sind eher bescheiden und an ihrer neuen Schule wird sie als Außenseiterin schlecht behandelt. Gerade auch ihre Mitschülerin Ida, die Maggie insgeheim bewundert und so gerne ihre Freundin wäre, ist gar nicht nett zu ihr. Und trotzdem springt sie hinterher, mitten hinein in die Düsterwelt, als sie sieht, wie Ida dorthin entführt wird. Zum Glück an ihrer Seite ist der sprechende Kater Hoagy, der, das werdet ihr dann noch sehen, einen ganz wichtigen Part in diesem magischen Abenteuer übernehmen wird, das jetzt beginnt. Und das genau deshalb vielleicht nicht richtig böse ausgehen wird, weil Freundschaft eine starke Kraft ist, wenn man das rechtzeitig versteht.
Was für eine spannende und absolut magische Geschichte, in dieser Düsterwelt, die wirklich düster ist, mit all den fantastischen Kreaturen, die zum Teil wenig freundlich daher kommen und den Ereignissen, die auf ein großes Finale zulaufen. Und mitten drin, drei Wesen aus der realen Welt jenseits von hier. Und sie bringen etwas mit, keine Superkräfte, aber Zusammenhalt, Freundschaft und Mut und das zählt viel.
Wirklich toll, dieses Buch, richtig gut zu lesen und ein paar offene Fragen dürfen da ja ruhig auch noch sein, denn es geht weiter, bald.

Bewertung vom 22.02.2025
Tinte, Staub und Schatten: Das Buch der Verlorenen
Metz, Alina

Tinte, Staub und Schatten: Das Buch der Verlorenen


ausgezeichnet

Als Buchsucherin auf den Spuren der Mutter und ein spannendes Abenteuer

Die 16-jährige Minna will Buchsucherin werden, wie einst ihre Mutter. Vor vielen Jahren ist diese mit ihr an der Hand durch das unterirdische Bücherlabyrinth geschritten und hat erzählt, was es damit auf sich hat. Von diesem Moment an war für Minna klar, das auch sie später genau dies tun will und nun ist sie, mit viel Hartnäckigkeit, als Lehrling bei dem krummeligen Raban Krull aufgenommen worden. Dass es in den dunklen Gängen ziemlich gefährlich werden kann, wenn man sich nicht an Anweisungen hält, merkt sie ziemlich schnell, aber auf andere zu hören, war noch nie so ihr Ding. Als sie dann erfährt, dass ihre tot geglaubte Mutter vielleicht noch lebt und irgendwo in dieser geheimnisvoll gefährlichen Bücherwelt festgehalten wird, gibt es für Minna kein Halten mehr. Sie muss ihre Mutter wiederfinden und retten.
Was für eine spannende absolut magische Geschichte, in einer wunderbar kreierten unterirdischen Bücherwelt, dunkel, geheimnisvoll, gefährlich und von den Ereignissen her manchmal schon ein wenig heftig, aber mitreißend in wirklich jeder Hinsicht und ein großes Lesevergnügen.
Und dabei haben auch Themen, die im Leben unserer realen Welt eine Rolle spielen, ihren Platz, sehr gut eingebunden ins Geschehen.
Anbei noch etwas Positives am Rande, es geht weiter, dazu in diesem Jahr.