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Bewertungen
Insgesamt 81 BewertungenBewertung vom 28.03.2025 | ||
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Die Welt im Fluss. Über Bewegtes und Vergängliches in der Japanischen Kunst Wer sich mit Bewegtem und Vergänglichem beschäftigen möchte, dem kann ich diesen sehr hochwertig gestalteten Katalog nur ans Herz legen oder - noch besser - die Ausstellung selbst. |
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Bewertung vom 09.03.2025 | ||
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Anlässlich des 100. Geburtstags von Siegfried Unseld erschien eine Auswahl von 100 aus der unfassbaren Fülle von über 50.000 Briefen des Verlegers. Ja, richtig gelesen: über 50.000 Briefe hat Unseld im Rahmen seiner rastlosen Tätigkeit über Jahrzehnte verfasst. Er entdeckte schon im Studium Briefe für sich als wichtige Arbeits- und Lebensform. Er schrieb unaufhörlich Briefe, um seine ständig sprudelnden Ideen festzuhalten, Kontakte aufzubauen und Freundschaften zu pflegen. Briefe waren DAS Mittel für ihn, um sich mitzuteilen und zu arbeiten. |
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Bewertung vom 07.02.2025 | ||
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Das Ganze liest sich erstaunlich mühelos, wirkt wie ein längerer Essay in vier Teilen mit medizinischen Metaphern als Überschriften. Er überzeugt dabei durch eine straffe Gedankenführung und einen sachlichen Ton. Wieso nicht einmal über neue Möglichkeiten und Wege innerhalb der Politik nachdenken? Die Gedanken sind frei und können Neues hervorbringen. Wer sich dieser Grundidee anschließen kann, wird sich von dem schmalen Band sicher gerne inspirieren lassen. |
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Bewertung vom 05.01.2025 | ||
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Herr Fliegenbein und die Suche nach der Stille Besonders leise Menschen werden nachvollziehen können, was Herrn Fliegenbein stört und wie belastend der Lärm der Welt oft auf ihn wirkt. Insbesondere ihnen würde ich dieses Buch empfehlen, obwohl es nach einer charmanten Auflösung etwas abrupt endet. |
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Bewertung vom 06.12.2024 | ||
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Es muss einen Grund dafür geben, dass aus diesen unter 200 mühelos in wenigen Stunden zu lesenden Seiten innerhalb kürzester Zeit ein Bestseller wurde. Die Fragen, die der Naturmensch Karl dem verbildeten Städter und international tätigen Geschäftsmann stellt, scheinen bei vielen Lesern einen Nerv zu treffen. Was machen, wenn man noch etwa 25 Sommer vor sich hat? Weiter wie bislang von Termin zu Termin, ständig am Smartphone und nie richtig bei der Sache? Oder lieber durch eine neue Perspektive dem eigenen Leben wieder Sinn geben? Wenn dieses Buch es schafft, so viele Menschen zu derartigen Überlegungen zu ermuntern, will ich hier nicht weiter über die zahlreichen platten Äußerungen lästern. Es gäbe allerdings jede Menge gehaltvollerer Bücher, die sich dieser Themen auf gut lesbare Art annehmen. |
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Bewertung vom 02.11.2024 | ||
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Die hohen Verkaufszahlen und zahlreichen Preise für dieses Buch lassen den Rückschluss zu, dass sich hier Teile einer Generation wiederfinden. Vielleicht muss man ihr angehören, um sich für diesen sprachlich schlichten und insgesamt eher phantasiearmen Stoff zu begeistern. Vertreter anderer Generationen können das nur erstaunlich finden, zumal diese Nabelschau dann auch noch „normale Menschen“ darstellen soll. Es bleiben Fragezeichen und ein Gefühl leichter Irritation. |
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Bewertung vom 04.10.2024 | ||
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Das eigentlich Besondere an dieser völlig neuartigen Autobiografie ist die neutrale, überaus sachliche Darstellung der Veränderungen. Die größten gesellschaftlichen Umwälzungen werden mit der gleichen Tonlosigkeit vorgestellt wie die körperlichen Veränderungen der Autorin, die sich selbst niemals in der ersten Person nennt, sondern immer in der dritten Person Singular, was den Abstand zum Geschehen noch vergrößert. Dieser Schreibstil und die Schilderung der vielen Jahre nehmen den Leser gefangen, der sich an manches erinnern wird und sich fragen wird, wie er selbst auf die Vorkommnisse reagiert hat. Es ist eine sehr besondere Lektüre, die ich nur empfehlen kann. |
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Bewertung vom 22.09.2024 | ||
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Auf der Suche nach der Wahrheit Das Buch richtet sich ausdrücklich nicht an Fachleute, sondern an den interessierten Leser, der sich eben nicht mit schnellen Äußerungen und Wahlkampfsprüchen abspeisen lassen will, sondern Zusammenhänge und Risiken begreifen möchte. Sinn zeigt sich sehr kritisch gegenüber etlichen Entwicklungen in der Währungs- und auch Klimapolitik und leidet unter der Beratungsresistenz vieler Politiker, die sich – mit Blick auf kommende Wahlen durchaus nachvollziehbar - immer wieder über Ausarbeitungen und Empfehlungen von Experten hinwegsetzen. Sinns zahlreiche Bücher sind daher auch als Versuch zu verstehen, den Bürger über Grundlagen der Wirtschaft und deren Umsetzung durch die Politik zu informieren, damit er sich sein eigenes Bild von der Lage machen kann. Das ist ihm aus meiner Sicht in dieser hochinteressanten Autobiografie gelungen. |
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Bewertung vom 06.09.2024 | ||
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Elizabeth von Arnims Eindrücke von Land und Leuten, die sie in mehreren Büchern festgehalten hat, wirken bis heute frisch und sind immer noch erfolgreich. Ihr oft humorvoller Bericht von Rügen ist eine Mischung aus Naturzuwendung und weiblichem Freiheitsstreben. Wie auch ihre Cousine Katherine Mansfield, deren literarisches Werk noch wesentlich bekannter wurde als ihr eigenes, gelang es ihr jedoch nicht, eine dauerhaft glückliche Beziehung zu führen. Mehrere Ehen scheiterten und es zog sie immer wieder in neue Partnerschaften und fremde Länder. Aus heutiger Sicht kann man sie wahrscheinlich eine frühe Emanzipierte nennen, die ihren Weg in die Unabhängigkeit suchte und damit immer wieder an Grenzen stieß. |
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Bewertung vom 23.08.2024 | ||
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Der eigentliche Clou dieses aus meiner Sicht urfranzösischen Buchs liegt wohl darin, dass die Proustsche Erfahrung hier umgedreht wird: Nicht die Madeleine lässt Bilder aus der Vergangenheit wieder aufleben, sondern der Esser versucht umgekehrt, einer Geschmackserinnerung eine Speise zuzuordnen. |
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