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Benutzername: 
SiWel
Wohnort: 
Mönchengladbach

Bewertungen

Insgesamt 921 Bewertungen
Bewertung vom 01.04.2025
Das Kamel Leon
Jeschke, Mathias

Das Kamel Leon


ausgezeichnet

Hat man nicht schonmal den Gedanken, dass jemand anderes schneller, schlauer, größer, mutiger, wilder usw. ist und man sich selbst als total langweilig findet? Das Kamel Leon plagt sich gerade mit diesen Gedanken herum und teilt sie mit seinem besten Freund Felix, dem Chamäleon. Felix hört sich das zwar alles geduldig an, interessiert sich aber für was ganz anderes. Erst als er das Gejammere nicht mehr hören kann, äussert er sich dazu - mehr wird hier jetzt auch nicht verraten, lest selbst!

Mathias Jeschke vermittelt kindgerecht eine wichtige Botschaft : jeder sollte sich selbst so nehmen wie er ist, denn jeder einzelne ist wichtig. Diese Botschaft spricht eigentlich alle Altersklassen an, Neid zerfrisst auf Dauer. Eine gehörige Portion Mut gehört natürlich ebenso dazu. Was auch nicht fehlen sollte ist der gute Freund. Schön, wie das alles hier in einer Geschichte verarbeitet wird. Der Text ist nicht zu viel und es gibt reichlich dabei zu sehen.

Uns hat bereits das handliche Hardcover angesprochen. Hier sieht man das Kamel Leon und das Chamäleon Felix. Gestalterisch und farbig ein toller Hingucker. Meine kleinen Mitleser waren von den bunten Illustrationen total begeistert, besonders an Leon konnten sie sich überhaupt nicht satt sehen. Die einzelnen Seiten sind aus dickerem Papier und halten die kleinen Kinderhände gut aus.

Ich kann es für alle ab 3 Jahren empfehlen, vielleicht sogar schon fürs Osternestchen.

Bewertung vom 30.03.2025
Kevin, der kleine Vampir
Brown, Matt

Kevin, der kleine Vampir


ausgezeichnet

Schaut man sich das Cover an, ist man bereits infiziert. Es ist bunt, zeigt einen lustig dreinblickenden kleinen Vampir, der ein kleines Wollmonster in der Hand hält. Wir werden von solchen Covern immer magisch angezogen. Auf der Rückseite begegnen wir Kevin, Susi und Hund - okay, Hund ist das, was wir im ersten Moment für ein Wollmonster gehalten haben. Erschienen ist das Buch im Knesebeck Verlag, der Autor ist Matt Brown und für die Illustrationen sorgt Flavia Sorrentino. Also startet unser Debütroman mit dem Zirkus Monstrometti, dem Monster Wanderzirkus, der im falschen Ort gelandet ist, da Flatter Maps geschlafen hat. Hört sich doch gut an, oder? Niederbauer ist in zwei Teile geteilt, was man anfangs an der Landkarte super entdecken kann. Das hat auch einen trifftigen Grund, aber das erfährt man nur, wenn man das Abenteuer selber erlebt.

Die Hauptcharaktere sind hier Kevin und Susi. Kevin ist ein 11jähriger Vampir und Susi ein aufgewecktes Mädchen, dass bei seinen fiesen Tanten in Ober Niederbauer aufwächst. Diese und auch alle Monster lernt man so nach und nach durch lustige Steckbriefe kennen. Hund sorgte bei unseren Mädchen übrigens für das eine oder andere Igitt oder wie eklig. Das Übrige gestaltet sich allerdings sehr interessant und spannend. Es wurden sogar hier oder da Tipps gegeben, wie es doch besser ausgehen sollte. Besonders über das gruselige Bergmonster wurde gerätselt. Das Niederbauer Alphabet für die Grundschule am Schluss fand besonderen Anklang.

Matt Brown schreibt flüssig, witzig, fesselnd und vor allem sind die Mädchen hier die ganze Zeit interessiert dabei gewesen. Daran hat aber auch die Illustratorin einen großen Anteil, denn die schwarz weiß Illustrationen sind ausgefallen, kein wenig gruselig, fantasievoll und kreativ. Sie sind zahlreich und ergänzen die Geschichte perfekt. Besonders meine lesefaule Mitleserin hat sich über die zahlreichen Illustrationen gefreut. Die anschließende Leseprobe hat uns dirket neugierig auf die Fortsetzung gemacht.

Ein wirklich wunderschönes Kinderbuch für ein empfohlenens Lesealter ab 8 Jahren.

Bewertung vom 28.03.2025
SOS Familienküche
Merz, Lena;Schäflein, Annina

SOS Familienküche


sehr gut

Es ist wohl für jeden schwer immer Mal auf die Schnelle eine leckere Mahlzeit für alle auf den Tisch zu stellen. Bei uns ist das eh nicht so einfach, da viele verschiedene Generationen mit am Tisch sitzen und nicht jeder alles mag. Deswegen bin ich ständig auf der Suche nach neuen Rezepten, die familientauglich sind und nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen. Annina Schäflein und Lena Merz versprechen hier Rezpte mit wenigen Zutaten, die schnell gekocht sind. Okay, perfekt für mich, ich war interessiert und gespannt. Um schonmal kurz unser aller Lieblingsessen zu benennen, Zupfbrot à la Pizza Salami, kommt zwar mit wenig Zutaten aus, braucht dafür aber 1 Stunde bis es auf dem Tisch steht. Selbst die Gerichte in dem Kapitel Blitzschnelle Gercihte brauchen alle mindestens 20 Minuten. Auch in der Zutatenliste finden sich Gewürze, die sich in meinem Vorratsschrank nicht befinden, aber da bin ich ja mittlerweile kreativ und ersetze die einfach durch andere. Hier ist übrigens der Flammkuchentoast eine gute Alternative, fertig in 30 Minuten. Es wird Fertigteig benutt, allerdings findet sich zusätzlich eine Anleitung mit Rezepten zum Selbstherstellen von Mürbeteig, Hefeteig und einem Blitz Blätterteig. So kann jeder selbst entscheiden, was er lieber benutzt. Jedes einzelne Rezept ist übersichtlich aufgelistet, anfangs findet sich ein anschauliches Foto, ein Titel, eine Mengen - bzw. Personenangabe, sowie die Zubereitungs- und Backzeit. Ich habe für uns hier wieder einiges neues entdecken und meine Mitesser zufrieden stellen können. Es ist einfach mal wieder etwas anderes und auf jeden Fall modern, ideenreich und kreativ.

Bewertung vom 27.03.2025
Ein Herz für Monster - Tumult im Tal der Trolle
Büchel, Simak

Ein Herz für Monster - Tumult im Tal der Trolle


ausgezeichnet

Wir haben uns jetzt schon mehrmals mit Ainu, ihrer Mutter Tabati und dem Lehrling Halti auf Monsterjagd begeben. Die drei sind nämlich Monsterjäger von Beruf und verdienen damit ihr Geld. Auch dieses Mal sind sie wieder auf dem Weg um einen neuen Auftrag zu erfüllen. Halti hat aber Probleme mit dem Karten lesen und so kommen sie total von ihrem eigentlichen Weg ab, sie landen in einer Wüste und dort startet ein unglaublich spannendes neues Abenteuer.

Simak Büchel lässt uns erneut an einem tollen Erlebnis teilhaben. Hat schonmal einer von euch einen sprechenden Troll gesehen? Hier begegnen wir einigen davon und Larisa Lauber hat ein super Talent diese in schwarz weiß zu illustrieren. Allerdings sind nicht nur die Steintrolle so schön dargestellt, die ganzen zahlreichen Illustrationen konnten uns begeistern.

Die Charaktere, Ainu und Halti, sind uns im Laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen. Ainu hat eine besondere Begabung, sie kann mit den verschiedenen Monstern kommunizieren. Dadurch verlieren die Monster auch ihre abschreckende Wirkung. Halti treibt gerne irgendwelche Scherze auf Kosten aller anderen und lässt sich immer wieder etwas neues an Blödsinn einfallen.

Simak Büchel vermittelt hier Werte auf eine tolle Art und Weise, geschickt verpackt mit Spannung, Kreativität und Witz, wunderschön unterstützt mit schwarz weiß Illustrationen von Larisa Lauber. Die Altersempfehlung beläuft sich hier auf ab 8 Jahren. Wir lesen hier aber zusammen vor und da sind schon die jüngeren begeistert.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.03.2025
Dino Malbuch ab 4 Jahren

Dino Malbuch ab 4 Jahren


ausgezeichnet

Wir haben bereits viele Malbücher aus dem dhamma - verlag von Mickey Müller und jedes davon stößt bei den Kindern auf große Begeisterung. Auch dieses neue Dino Malbuch ab 4 Jahren reiht sich da ein. Schon das handliche Format mit seinem verschmitzt dreinblickenden Dino verlockt das Buch sofort in die Hand zu nehmen. Blau und Gelb sind eh die Lieblingsfarben meiner Mitleser. Auf der Rückseite kann man sich bereits die ersten Anregungen in Form einiger Motive holen, aber auch im Inneren gibt es massig Seiten mit Dinos. Die Schwierigkeitsstufen sind etwas unterschiedlich, von ganz einfach bis zu Seiten, aus denen man schon eine Geschichte herleiten kann. Jedes einzelne Motiv ist gut durchdacht, die Dinos gucken alle sehr freundlich. Schnell hat aber jeder sein Lieblingsmotiv entdeckt. Jetzt fehlen nur noch die Malstifte, egal ob Bunt - oder Filzstifte, Wasserfarben oder Wachsmalstifte, jedes Motiv befindet sich auf einer einzelnen Seite, so dass sich so schnell nichts durchdrücken kann. Eine tolle Beschäftigung um die Kinder mal wieder zur Ruhe zu bringen. Es fördert nicht nur die Kreativität, es ist gut für die Motorik und jeder kann am Ende stolz auf sein geschaffenes Motiv sein. Toll ist auch der Preis, denn der eignet super, um es als kleines Mitbringsel zu verschenken.

Bewertung vom 21.03.2025
DuMont Bildatlas London
Weber, Birgit

DuMont Bildatlas London


ausgezeichnet

In erster Linie kenne ich London nur als Zwischenstopp auf dem Flughafen, hat mich auch nie gereizt, mich dort einmal genauer umzusehen. Der DUMONT Bildatlas ist da die Gelegenheit mal zu schauen, was es da überhaupt an Sehenswürdigkeiten gibt. Das große Softcover sieht verlockend aus und hat mich neugierig werden lassen. Die Doppelseite Das Beste erleben zeigt schon erste Sehenswürdigkeiten und die Seiten mit den Impressionen sorgen für ein Übriges, ebenso die Vorschläge der Favoriten. Das reicht schonmal nicht nur für ein Wochenendbesuch. Birgit Weber präsentiert nämlich nicht nur die Schokoladenseiten der Metropole, sondern auch den Osten und Nordwesten. Da muss man sich schon etwas Zeit nehmen um alles zu erkunden oder eben öfter hinfliegen. In einem ansprechendnen Schreibstil wird jede Menge an Information vermittelt, egal ob zur Kunst, zum Genuss, zu Parks, Märkten usw. Ich habe mir bereits einiges markiert. Es findet sich zahlreiches an bunten Fotografien, oftmals Ganz - oder Doppelseitig, die hier von Georg Knoll festgehalten und in Szene gesetzt sind. Die passenden Kartenausschnitte finden sich ebenfalls. Um sich erste Informationen zu holen sehr empfehlenswert und so eine solche Metropole zu entdecken, macht richtig Spaß. Ich für meinen Teil habe hier viel für mich entdecken können und werde bestimmt einiges davon anschauen gehen. Preislich finde ich es auch angenehm und ich werde mir die Bildbände als kleines Mitbringsel merken.

Bewertung vom 17.03.2025
DuMont Bildatlas Venedig, Venetien
Henss, Rita

DuMont Bildatlas Venedig, Venetien


ausgezeichnet

enedig Venetien ist ein Bildatlas von DUMONT vor kurzem erst erschienen. Ich liebe Venedig und reise dort immer wieder gerne hin. Mein letzter Urlaub dort ist aber bereits mehrere Jahre her und ich wollte sehen, was sich verändert hat, was ich bereits kenne oder was ich noch nicht gesehen habe. Venedig ist definitiv einzigartig. Auf den Doppelseiten Das Beste erleben kann man sich die ersten Anregungen holen und die 12 Doppelseiten Impressionen zaubern bei mir sofort Urlaubsstimmung herbei. Der Canal Grande, der Markusplatz, der Dogenpalast, das Hügelland von Verona, sofort hätte ich Lust die Koffer zu packen. Immerhin kann ich nun literarisch schonmal loslegen. Unterwegs bin ich dieses Mal mit der Autorin Rita Henss und dem Fotograf Toni Anzenberger. Beide zeigen mir nicht nur die Touristen Viertel, nein, hier geht es auch in die abgelegeneren Bereiche, die man bei einem Tagesaufenthalt nicht zu sehen bekommt. Die zahlreichen kleinen Gassen können verwirrend sein und einem Ansichten bieten, mit denen man so nicht gerechnet hat. Rita Henss teilt diese Erlebnisse mit mir, in einer interessanten, ruhigen Erzählweise. Für die zahlreichen bunten passenden Bilder im Kopf sorgt Toni Anzernberger. Überall finden sich zahlreiche Hinweise, zu Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Unternehmungen, Übernachtungen etc. Super gefallen haben mir die Berichte Zur Sache, z.B. Hochwasser und Gondelbau. Natürlich findet sich auch wieder passendes Kartenmaterial und am Ende finden sich Tipps mit Hilfreich & Nützlich sowie für Mitbringsel. Mein Wissen habe ich nun aufgefrischt und meine Neugier auf einen erneuten Besuch wurde geweckt.

Bewertung vom 16.03.2025
Abroad in Japan
Broad, Chris

Abroad in Japan


ausgezeichnet

Chris Broad schreibt in seinem Buch Abroad in Japan sehr unterhaltsam über seine Erlebnisse im Land der Kirschblüten. Chris begibt sich vor mehr als zehn Jahren als Hilfslehrer in eine nordjapanische Provinz ohne ein Wort Japanisch zu können bzw. irgendwelche Erfahrungen im Unterrichten hatte. Kann sowas überhaupt funktionieren? Ich begann total gespannt zu lesen, denn in 29 interessanten Geschichten nimmt mich Chris mit auf seine Reise, die in der Abflughalle von London Heathrow beginnt und mich sofort für sich einnimmt. Ich erlebe witziges, unglaubliches, skurriles, peinliches und lerne einiges zur Kultur und den Menschen. Chris Broad hat einen einnehmenden Schreibstil, keine der einzelnen Geschichten liest sich langweilig, im Gegenteil, ich bin immer wieder gespannt was mich denn nun erwartet. Überraschender Weise gibt es sogar eine kleine Lektion zu den Schriftzeichen. Einiges ist auch in manchen Geschichten zwischendrin mit aufgeführt. Das macht alles noch authentischer, lebendiger und glaubhafter. Ausserdem wird einem klar, wie schwierig diese Schriftzeichen doch sind, weil sie sich teils sehr ähnlich sehen und sich nur durch eine winzige Veränderung unterscheiden.

Japan wird für mich auf jeden Fall immer interessanter und ich überlege es doch noch einmal zu bereisen. Chris Broad hat es lebendig beschrieben und ich konnte einiges daraus mit nehmen. Selbst wenn man es nicht bereisen möchte kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich für andere Länder und Sitten interessiert.

Bewertung vom 14.03.2025
Hier draußen
Behm, Martina

Hier draußen


ausgezeichnet

Stadtleben oder doch lieber Landleben. Martina Behm lässt uns in ihrem Roman Hier Draussen an dem Leben von Ingo und Lara teilnehmen. Lara wollte nachdem sie mehrere Mal auf dem Land Uralub gemacht hatten mit ihrer Familie unbedingt von Hamburg weg und in irgendeinem Dorf leben. Ihr neues Zuhause ist nun ein renovierungsbedürftiger Resthof in einem Dorf mit ein paar hundert Einwohnern, einer kleinen Kirche in der Mitte und einem Supermarkt am Ortsrand. Ingo pendelt nun täglich mehrere Stunden mit dem Auto zur Arbeit hin und zurück. Eines Tages erwischt er kurz vor seinem Heim eine weißen Hirsch, von da an nehmen die Dinge ihren Lauf.

Der Schreibstil von Martina Behm ist einfach und sehr ruhig. Trotz allem liest es sich aber keineswegs langweilig. Das liegt auch an den verschiedenen Charakteren, die das Dorfleben durchaus lebendig erscheinen und jeden daran teilhaben lassen. Da wären noch der Hennemann Hof mit seinen Masthähnchen, der Wirtzhof, mit seiner Schweinezucht, der Lüdtke Hof, mit seinen Hochlandrindern und die alte Schmiede, in dem noch der Rest einer Kommune lebt. Zugegeben, eine Menge an Charakteren, die man hier zunächst kennen lernt. Allerdings ist das jeweils auch aus den verschiedenen Perspektiven erzählt und bleibt dadurch die ganze Zeit interessant. So nach und nach nimmt man an dem Leben ganz verschiedenener Menschen teil. Manches wirkt verstörend, verzweifelt, aber auch idyllisch. Ein Hofleben ist hart, einfach und man muss so manches entbehren. All dies kommt hier ganz natürlich rüber. Natürlich kommt der weiße Hirsch mit seinem Aberglauben immer wieder vor, zieht sich wie ein roter Faden bis zum Ende durch.

Ein leiser Roman, der sehr lesenswert ist und der mir sehr gut gefallen hat.

Bewertung vom 13.03.2025
Flusslinien
Hagena, Katharina

Flusslinien


sehr gut

Mich hat das Cover sofort begeistern können, es wirkt atmosphärisch und da ist Bewegung drin. Der Klappentext hat mich ebenfalls angesprochen, denn drei Protagonisten unterschiedlichstem Alter und mit einigen Schicksalschlägen hört sich interessant an. Margrit, Luzie und Arthur, drei total unterschiedliche Typen lernt man hier so nach und nach kennen. Margrit mit ihren bereits 102 Jahren hat da einiges aus ihrem Leben zu erzählen, aber auch Luzie und Arthur tragen schon ein Päckchen mit sich herum. Durch die Altersunterschiede gibt es natürlich noch jede Menge unterschiedliche Ansichten und Herangehensweisen, was ich hier überaus gut geschildert fand, auch wenn einiges dadurch manchmal etwas langatmig wirkte. Die Thematiken sind vielfältig, angefangen beim Altern bis hin zum Traumata und dem Tod. Naturschutz wird ebenso angesprochen, darauf deutet ja schon das Cover mit seinem Titel hin. Die Naturbeschreibungen der Elbe fand ich total atmosphärisch, vor allem haben die mich immer zum Innehalten beim Lesen angeregt. Die Charaktere sind sehr gut und lebendig gezeichnet. Ich mochte jeden einzelnen davon. Der Schreibstil ist sehr ruhig, passt aber perfekt. Besonders erwähnenswert finde ich noch die Nutzung einiger Briefe der Familie Warburg, die hier gekonnt mit eingebunden sind. Als besonders spannend kann ich den Roman jetzt nicht bezeichnen und ich konnte ihn auch nicht in einem Rutsch lesen, aber ich habe mich mit den Charakteren hier und ihren Erlebnissen ganz wohl gefühlt. Das Ende ist für mich passend, so hatte ich es mir bereits vorgestellt. Wer sowas in der Art mag und sich in andere Personen hineinversetzen kann, der sollte hier unbedingt zugreifen.