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Klassikfan
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Insgesamt 58 Bewertungen
Bewertung vom 04.03.2025
Die Brücke von London
Arth, Julius

Die Brücke von London


sehr gut

unterhaltsamer Historienschmöker


"Die Brücke von London" ist ein gut lesbarer und unterhaltsamer historischer Roman, den ich in einer Leserunde lesen durfte.
Wer kennt nicht das Lied"London Bridge is falling down..........". Der Autor Julius Arth hat diese Brücke zum Thema genommen , um einen Roman auf zwei Zeitebenen daraus zumachen.

1202 wird die Brücke auf Treiben der Kirche erbaut, viele Menschen liessen dabei ihr Leben. Auch Estrids MannStephan ist beim Bau dabei. Estrid und ihre Schwester sind Seherinnen, die die Gabe haben Ereignisse in der Zukunft voraus zu sehen. Estrid hat dem alten Glauben den Rückengekehrt, doch ihre Schwester, die im Wald in einer Hütte lebt, geht dieser Passion und auch die Kräuterheilmunde nach.Als sie ein Unglück an der Brücke voraussagt und ihre Schwester warnt, um Stephen zu schützen, kommt sie in den Verdacht eine Hexe zu sein, außerdem bergen Estrid und ihre Schwester einGeheimnis rund um die Brücke.


1749:Juliana betreibt mit ihrem Mann einen Tuchladen auf der London Bridge. Als er stirbt und ihr eine Menge Schulden hinterlässt, lässt sich Julianen auf einen Schmuggler ein und vertreibt für ihn Waren auf der Brücke. Doch das Geschäft ist gefährlich und der Bau der Westminder Brigde setzt die Händler auf der London Brigde noch mehr unter Druck.

Oliver ist neu in der Stadt und bei der Administration der Brücke angestellt. Er soll für die Sicherheit auf der Brücke sorgen.


Die Geschichte lässt sich wirklich gut lesen. Gleich zu Anfang kommt Spannung auf, die sich z.T. Auch Bistum Schluss halten kann, aber schon ein bisschen abflacht. Der Teil um 1749 nimmt den größten Teil der Erzählung ein, was ich ein wenig schade fand, da ich gern etwas mehr über den Bau der Brücke erfahren hätte, das kam mir etwas zu kurz.Die Figuren waren aber gut getroffen, Juliana, Oliver, aber auch die Kinder waren echte Sympathieträger. Bösewichte kommen aber in diesem Buch auch nicht zu kurz.
Den Schluss fand ich etwas zu konstruiert, zu viel "heile Welt", aber wer es mag.
Alles in allem habe ich dieses Buch aber gerne gelesen und habe mich gut unterhalten gefühlt. Wer aber Interesse am Bau der London Brigde hat,wird vielleicht enttäuscht werden.

Bewertung vom 04.03.2025
Die Melodie der Lagune
Constable, Harriet

Die Melodie der Lagune


ausgezeichnet

was für ein toller Roman


„Melodie der Lagune“ erzählt von Anna Maria Della Pieta, einer Begabten Violinistin und Komponistin des 18.Jahrhunderts.

Aufgewachsen in einem von Nonnen betriebenen Waisenhaus, in das ihre Mutter sie aus Finanziellen Gründen gibt, ist es ihr größter Wunsch, Geigerin und Komponistin zu werden.
Man erkennt sehr schnell ihr Talent zur Musik, sodass sie neben schwerer Hausarbeit, die sie neben den täglichen Gebeten verrichten muss, Unterricht bei Antonio Vivaldi erhält.Für ihn komponiert sie auch Stücke, die er später als seine Werke ausgibt.
Ständig muss sie sich patriarchalischen Strukturen erwehren und für ihre Anerkennung als Künstlerin kämpfen.

Die Autorin erzählt in einer wunderbaren Art und Weise von dieser Künstlerin und lässt nebenbei das Venedig des 18. Jahrhunderts vor den Augen der Leser entstehen mit seinen prachtvollen Palästen, aber auch mit den vor Dreckstarrenden Kanälen.
Ein Buch, das einen Indien andere Welt katapultiert, in der ich mich literarisch sehr gerne aufgehalten habe.

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Bewertung vom 04.03.2025
Der Gott des Waldes
Moore, Liz

Der Gott des Waldes


ausgezeichnet

ein intensives Leseerlebnis


"Der Gott des Waldes" von Liz Moore war für mich ein sehr intensives Leseerlebnis.

Während eines Sommercamps in den Adirondack Mountains verschwindet die fünfzehnjährige Barbara, Tochter der wohlhabenden Besitzer des Camps. Ausgerechnet Barbara, deren Bruder seit 14 Jahren vermist wird.
Die Betreuerin , die für die zuständig war, war anderweitig bschäftigt.
Barabara scheint sehr rebellisch ihren Eltern gegenüber und so fällt bei den Ermittlungen der Verdacht schnell auf die Eltern, die auch schon beim Verschwinden von Bear, Barbaras Bruder wenig Interesse auf Aufklärung zeigten.

Der Roman konnte mich wirklich begeistern . Eine tolle Mischung aus Krimi, Familientragödie und Gesellschaftsroman.

Der Leser folgt hier vielen Personen, vor allem Frauen. Männer haben eher eine Nebenrolle. Dadurch bekomm man als Leser einen sehr guten Einblick ins Geschehen. Auch die leitende Ermittlerin hat eine wichtige Rolle, ihre Stellung ist allerdings schwierig, da in den siebziger Jahren weibliche Ermittler eher weniger vertreten waren.

Das Leben von Barabaras Mutter, einer Freundin von Barabara, der Betreuerin und einigen Zuständigen des Camps werden beleuchtet.

Zum Besseren Verständnis gibt es immer wieder Rückblicke in die Zeit des Vershwindens von Barabaras Bruder Bear , aber auch in die Familienverhältnisse der Familie Van Laars.
Außerdem spielt noch ein Sexualtäter eine Rolle.

Ein Namensverzeichnis erleichtert den Überblick.

Der Roman war nicht nur spannend, sondern teilweise auch sehr berührend, Die Naturbeschreibungen haben mich auch gefangen genommen und waren eine sehr schöne Ergänzung.
Auch der gesellschaftliche Exkurs über gesellschaftliche Strukturen, Machtmißbrauch und die Abgründe sozialer Ungleichheit und seine Auswirkungen, konnten mich begeistern.

Der Schreibstil tat dann sein Übriges. Er war sehr angenehm zu lsen. spannend und eingängig.

Ein toller Roman!!!

Bewertung vom 18.02.2025
Das Lieben danach
Bracht, Helene

Das Lieben danach


sehr gut

Aufarbeitung eines Übergriffes
Was richtet sexueller Missbrauch im Kindesalter an?Dieser Frage geht die Autorin in diesem Buch nach, das ich auch als eine Art Aufarbeitung der Geshehnisse wahrgenommen habe.

Die Autorin breitet ihre Missbrauchserfahrungen und ihr daraufhin beeinträchtigtes Leben vor dem Leser aus und schont ihn nicht. Beeindruckend offen und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen erzählt sie ihre Geschichte, die häufig schwer zu ertrgen war und mich gezwungen hat ds Buch häppchenweise zu erarbeiten. Denn es war Arbeit für mich und nicht unbedingt ein Vergnügen. Sie teilt ihre Gedanken und Gefühle dem Leser mit, die häufig sehr schockierend waren.
Immer wieder geht sie der Frage nach, warum so etwas geschieht, warum man es zuläßt und was es für Folgen für das weitere Leben der betroffenen Person hat.
Auch der gesellschaftliche Aspekt dieses Themas bleibt nicht unbedacht.

Dieses Buch ist sicherlich eine interessante Betrachtungsweise dieses Themas und teilweise in einem sehr sachlichen Schreibstil verfasst, was sicherlich der Tatsache geschuldet ist, dass die Autorin einen gewissen persönlichen Abstand zum Erlebten herstellen wollte.
Gesagt sein musss, dass sicherlich eine Triggerwarnung ausgesprochen werden sollte, denn das Buch wühlt auf und ist sicherlich nicht für jeden Leser geeignet.

Bewertung vom 18.02.2025
Bis die Sonne scheint
Schünemann, Christian

Bis die Sonne scheint


sehr gut

den Schein wahren


"Bis die Sonne scheint" von Christian Schünemann ist ein frecher und amüsanter Roman mit ernsten Untertönen. Der Roman einer Lebenskünstlerfamilie , der die achziger Jahre wieder aufleben lässt.

Familie Hormann hat es zu etwas gebracht und ist stolz darauf. Mit einer Massiv Haus Firma ermöglicht sie den einfachen Leuten den Traum vom eigenen Heim zu verwirklichen. Sie selbst erarbeiten sich ein gewissen Wohlstand und fühlen sich dadurh als etwas Besseres.
Doch als die Aufträge einbrechen. der Vater die Firma aufgeben muss und Fortan als Verteter seine Brötchen verdient und die Mutter das Familieneinkommen, das vorne und hinten nicht reicht, durch einen Wollladen unterstützt, bröckelt die Fassade nach und nach. Doch diese gilt es aufrecht zu erhalten, keiner darf wissen, wie es wirklich aussieht , vor allem die Großeltern nicht.

Das Buch ist aus Sicht des Sohnes Daniel geschrieben, der seinen Wunsch nach einem Samtsakko zur Konfirmation shwinden sieht, nachdem er hinter die finanzielle Fassade der Familien blicken kann. .

Es ist schon amüsant, aber auch tragisch zugleich, mitzuerleben, wie die Familie ihre Situation ignoriert und ihr Leben weiter aufrecht erhalten will, obwohl es vorne und hintn nicht klappt. In Rückblenden erfährt man einiges über die Familie, was den Gesamteidruck komplett macht.

Lustige und charmante Szenen wechseln mit Momenten ab, wo man denkt " Jetzt müssten doch Konsequenzen folgen.
Doch zu Guter letzt will man einfach Optimismus verbreiten.

Bewertung vom 03.02.2025
Flusslinien
Hagena, Katharina

Flusslinien


ausgezeichnet

Lebenslinien


„Flusslinien“ ist ein sehr emotionaler Roman, der sich den Schicksalen von drei Menschen zuwendet.
Margrit ist schon über 100Jahre und will ihr Leben ordnen. Sie lebt in einer Seniorenresidenz und wird unterstützt von Athur,der sie auch fährt und Erledigungen für sie macht. Luzie, die zweite Hauptprotagonistin neben Magrit versteht sich gut mit ihrer Großmutter .Sie arbeitet als Tätowiererin, ihre Art zu kommunizieren.
Alle drei hat das Schicksal nicht gut behandelt und die Narben sind sichtbar. Neben Luzie ist da noch Brisko, Exschwiegertochter, die sich um Margrit kümmert, da ihr Sohn in Australien lebt und dort eine neue Familie gegründet hat.
Luzies Verhältnis zu Magrit wird durch das Tätowieren geprägt, für Luzie nach Verletzungen die einzige Art sich mitzuteilen.

Dieses Buch hallt nach. Es behandelt wichtige Themen wie den zweiten Weltkrieg, aber auch die Rolle der Frau und das eigene Selbstverständnis.
Da das Buch in Hamburg spielt, nimmt auch die Elbe einen Platz in diesem Roman ein, wie der Titel zeigt.
Die Schicksalsbeschreibungen waren sehr berührend und trotzdem findet sich auch Humor in diesem Roman, was mir sehr gefallen hat.
Meine Leseempfehlung!

Bewertung vom 03.02.2025
Rückkehr nach Budapest
Kiss, Nikoletta

Rückkehr nach Budapest


ausgezeichnet

eine Frauenfreundschaft vor politischr Kulisse
„Rückkehr nach Budapest“ist ein Roman, der bei mir eine Sogwirkung hervorrief.
Angesiedelt in der Zeit vor der Wende in Berlin und Badapest, erzählt er von zwei jungen Frauen, Marta und Theresa, die in den selben Mann verliebt sind.
Marta verlässt ihr Elternhaus in Budapest, weil sie sich mit dem trunksüchtigen Vater nicht mehr wohlfühlt zuhause.Ihre Cousine Theresa lebt in Ostberlin und dorthin fährt Marta. Die beiden tauchen in die Literaturszene ein und lernen den geheimnisvollen Konstantin kennen und verlieben sich beide in ihn.

Die Autorin versteht es fantastisch die Freundschaft der beiden Frauen in die politischen Verhältnisse der damaligen Zeit einzubinden.Auch die Beschreibung der unterschiedlichen Charaktere, Marta von Selbstzweifeln geplagt und eher zurückhaltend und Theresa, manchmal rücksichtslos gegenüber Anderen und strotzend vor Selbstbewußtsein, gelingt ihr sehr gut.
Durch Konstantin entsteht eine Dreierkonstellation, die natürlich zu Konflikten führt.

Man kann sich gut in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen und es macht Spaß ihnen und den politischen Verhältnissen beizuwohnen.

Dicke Leseempfehlung!

Bewertung vom 03.02.2025
Im Namen der Barmherzigkeit (eBook, ePUB)
Lind, Hera

Im Namen der Barmherzigkeit (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

ein Buch das unter die Haut geht
" Im Namen der Barmherzigkeit" von Hera Lind , ist ein Buch, das sich mit den Konsequenzen misshandelter Pflegekinder beschäftigt und zeigt, dass Misshandlungen ein Leben lang nachhallen.

Steffi kommt mit 3 Jahren in eine Pflegefamilie auf einen Bauernhof in der Steiermark.
Ihr Leben ist geprägt von Lieblosigkeit und harter Arbeit schon im Kindesalter.
Hausarbeit, aber auch Feld,- und Stallarbeit, mit 5 Jahren melkt sie schon 40 Kühe früh um 5, werden von ihr verlangt. Zurück bekommt sie nichts. Sie muss barfuss laufen und das Essen ist karg und nicht ausreichend.
Auch körperliche Züchtigung und psychische Gewalt gehören zu ihrem Alltag, sodass sie zu einem ängstlichen und angepassten Menschen wird, der sich selbst als wertlos ansieht.
Als ihr Pflegevater sie sexuell missbraucht, stirbt auch ihr letzter Überlebenswille.

Her Lind ist bekannt dafür, dass sie Unterhaltungsliteratur schreibt, aber in den letzten Jahren hat sie immer wieder reale Lebensgeschichten in ihren Büchern verarbeiten , so auch in diesem Buch.
Es ist schon schwer zu ertragen mitzuerleben, wie Steffi in ihrer Pflegefamilie behandelt wird und dies mit dem schwiegenden Einverständnis des Jugendamtes.
Der Roman spielt in den siebziger und achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts, wo diese Verhältnisse sicherlich auch in Deutschland passiert sind, wie viele Berichte belegen.

Dass ein Mensch, der so etwas in seiner Jugend erlebt hat, für sein Leben geprägt ist, scheint nachvollziehbar und es war für mich schwer zu ertragen zu lesen, wie sehr Steffi unter ihren Erfahrungen in der Pflegefamilie, aber auch in der Ursprungsfamilie , gelitten hat.

Ein Buch das unter die Haut geht.

Bewertung vom 17.01.2025
Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
Reilly, K. J.

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen


sehr gut

verwandle deine Wunden in Weisheit

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„Das Verhalten ziemlich normaler Menschen“war für mich ein Buch, das mich zum Lachen und zum Weinen brachte.
Ein Buch über Trauerbewältigung mit eine ganz wichtigen Aussage. „Trauer ist individuell. Alles ist richtig, wie du trauerst, wie lange du trauerst, um wen du trauerst. Du entscheidest, doch lass die Traue dich nie ganz kaputt machen.“

AscherHunter ist 17 Jahre alt und hat seine Mutter bei einem Verkehrsunfall verloren. Ein betrunkener LKW Fahrer hat sie von der Straße gedrängt und sie ist in ihrem Auto verbrannt. Seitdem ist Asher nur noch wütend,denn der LKW Fahrer wurde nicht verurteilt, weil der Polizist am Unfallort keinen Alkoholtest bei ihm durchgeführt hat.
Auch die drei Trauergruppen in die Asher geht, eine für ältere Trauernde, eine für jüngere Trauernde und eine für Trauernde, deren Angehörige noch nicht gestorben sind, helfen nicht. Asher will jemanden für den Tod seiner Mutter verantwortlich machen und da sind viele, aber eben auch er, denn wegen ihm ist seine Mutter zum Supermarkt gefahren, weil er neue Fußballschuhe brauchte, weil seine alten von jemandem aus dem Spind geklaut wurden. Ausserdem hat er Angst um seine vierjährige Schwester, die sogar nachts einen Helm und eine Schutzweste tragen muss,damit ihr nichts passiert.
Zusammen mit Will, Sloane und Henry und dessen Frau, alles Menschen, die er in den Trauergruppen kennen gelernt hat, macht er sich auf den Weg nach Memphis, um den LKW Fahrer zu töten.

K.J. Reilly hat einen sehr gefühlvollen Roman geschrieben, der mich sehr berührt hat.
An allen vier Figuren macht sie klar, dass jeder anders mit seiner Trauer anders umgeht, jeder andere Triggerpunkte hat und jeder sein eigenes Tempo.
Sehr empathisch beschreibt sie, wieviel Schmerz so ein Verlust auslösen kann, welche Bandbreite an Gefühlen auf einen zukommen und dass Außenstehende häufig die Verhaltensweisen Trauernder nicht nachvollziehen können. Doch die vier Figuren in ihrem Buch helfen sich gegenseitig, respektieren den Schmerz und das Verhalten des anderen, mag es noch so skurril sein und finden so den Weg, heraus aus dem Schmerz.

Jetzt mag man meinen, dass dieses Buch einen runterzieht, weil das Thema so beklemmend ist, aber dem ist nicht so. Sicher ist es ein trauriges Thema und ich hätte gerne mehrmals den ein oder anderen der Protagonisten umarmt und es sind auch ein paar Tränchen geflossen, aber dieses Buch ist auch sehr hoffnungsvoll und vor allem an einigen Stellen mehr als witzig, sodass ich auch oft gelächelt oder gelacht habe.

Vor allem ist es aber ein Buch das Gefühle weckt und das man am Ende mit einem Lächeln schließt.

Bewertung vom 17.01.2025
Blumen im Schuh
Spratte, Annette

Blumen im Schuh


ausgezeichnet

was für ein schönes, humorvolles Buch

Ich muss sagen, dass ich keine große Erwartungshaltung an dieses Buch hatte und was für eine Überraschung als ich feststellte, was alles in diesem Buch steckte.

Elisabeth trennt sich kurz vor der Silberhochzeit von ihrem Mann, den sie beim Ehebruch ertappt. Fast 25 Jahre war sie nur für ihn da, hatte ihre eigene Person und Handlung nie hinterfragt und jetzt das.
Sie flüchtet zu einer Freundin, um dort ihre Wunden zu lecken und Ruhe zu finden.
Doch weit gefehlt. Das Haus ihrer Freundin ist ein Ort der Begegnung vieler Menschen, die hier ein und aus gehen. Es werden viele Gespräche geführt, bei denen ich oft schmunzeln, bzw lachen musste und es war schön mitzuerleben, wie Elisabeth mehr und mehr ihrer selbst bewusst wird und zu einer starken und selbstbestimmtes Frau wird. Auch der Glaube spielt in diesem Buch eine Rolle, was mich aber überhaupt nicht gestört hat.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und unterhaltsam, die Figuren sehr liebevoll beschrieben, dass es eine echte Freude war dieses Buch zu lesen.