In ,,Deinen Selbstwert bestimmst nur du - Das Fundament für ein zufriedenes Leben" bietet Yong Hong Gyun auf Basis eigener Erfahrungen sowie derer als Psychologe zahlreiche Definitionen, Erklärungen sowie Anlässe und Übungen zur Steigerung des eigenen Selbstwertes.
Das Buch, erschienen im allegria-Verlag, spricht mich aufgrund des minimalistisch gehaltenen Buchrückens an. Die wenigen Farben sowie gedruckten Formen vermitteln Klarheit und Struktur. Weiterhin lockt der Untertitel „Das Fundament für ein zufriedenes Leben“ den Leser, in der Hoffnung das eigene Leben noch lebenswerter gestalten zu können. Yoon Hong Gyun versucht dies durch sehr ehrliche Einblicke aus seinem eigenen Leben zu erreichen. Dabei gelingt es direkt im Vorwort sich mit dem Autor zu identifizieren, da er zahlreiche Alltagssituationen benennt, die wohl jeder bereits erlebt hat. Dies vertieft sich weiterhin dadurch, dass Dr. Yoon Hong Gyun immer wieder das Pronomen „wir“ einbaut und den Leser hierdurch aktiv einbezieht. Die aktive Einbeziehung der Leserschaft gelingt ihm nicht zuletzt auch durch die lebensnah realistisch gewählten Übungen, welche er am Ende eines Kapitels anbietet. Diese haben mir geholfen, mich zu hinterfragen und näher kennenzulernen. Positiv hervorzuheben ist weiterhin, dass die Thematik gut durchdacht umgesetzt bzw. verfasst wurde und hinsichtlich des Schreibstils nicht zu fachlich und unübersichtlich behandelt wird. Weiterhin bezieht der Autor auch die modernen Medien mit ein und zeigt damit dem Leser, dass er die komplexe Realität des heutigen Lebens allumfassend betrachtet. Er zeigt sich damit sehr authentisch. Die gewählte Formatierung unterstützt überdies mit passenden Absätzen sowie verschiedenen Schriftarten für Überschriften sowie Unterschriften die Übersicht des Lesers. Am Ende eines Teils bietet Yoon Hong Gyun die Rubrik „Kurz gefasst“, welche die wichtigsten Erkenntnisse des Vorangegangenen zusammenfasst. Dies schafft weiterhin Struktur und Klarheit.
Trotz des lebhaften Schreibstils, behandelt das Werk eine komplexe Thematik, weshalb es mit Konzentration und Ruhe gelesen werden muss und nicht zuletzt nicht der Entspannung dient.
Für fachlich Interessierte, deren Begehr nicht die Entspannung durch das Lesen ist, stellt das Werk eine sehr gute und lebensnahe Grundlage zur Erforschung des eigenen Selbstwertes dar. Auf Basis dessen empfehle ich das Buch für die eben benannte Personengruppe!
"Im Wald", ein Erstleserbuch von Wieso, Weshalb, Warum, bietet informative Sachtexte rund um den Wald, kombiniert mit abwechslungsreichen Leserätseln sowie Stickern. Die Leserätsel sind jeweils im Anschluss an die einzelnen Kapitel zu finden. Auch kann eine Selbstkontrolle der Rätsel durch die am Ende abgedruckten Lösungen erfolgen. Dabei sind die Kapitel und damit die einzelnen Themen durch Farben gekennzeichet. Dies verschafft den jungen LeserInnen eine Übersicht über die Struktur des Buches. Weiterhin beinhaltet das Buch zahlreiche realistische Fotos wie auch Zeichnungen passend zu den Texten. Diese begleiten und erweitern das Gelesene und sind durch einzelne Bezeichnungen, Schlagworte oder kurze Definitionen ergänzt. Bereits das Cover wirkt sehr ansprechend, indem es Bilder und Zeichnungen kombiniert und bereits darauf hindeutet, dass verschiedene Tiere, Jahreszeiten und auch tropische Wälder Betrachtung finden.
Besonders spannend ist, dass nicht nur der in Deutschland heimische Wald Betrachtung findet, sondern beispielsweise auch der Regenwald ebenso wie die Taiga. Dabei sind die Texte gut verständlich geschrieben, wobei Fachbegriffe auftauchen, jedoch durch die Illustrationen oder im weiteren Verlauf des Textes erklärt werden. Eine große Druckschrift erleichtert den jungen LeserInnen das Leseerlebnis.
Daher lässt sich das Buch zusammenfassend für wissbegierige Erstleser und kleine Weltenbummler empfehlen!
Das Buch "Strahlemann. oder: Das Leben nimmt mich ganz schön mit", geschrieben von Fritz Schaefer, lässt den Leser/ die Leserin die Kindheit und Jugend des 1live Moderators kennenlernen.
Das Cover wirkt zunächst sehr heiter, was nicht zuletzt an der Farbwahl und dem Windrad, das ein Junge in der Hand hält, liegt. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass der abgebildete Junge jedoch keineswegs glücklich scheint.
Der Schreibstil ist sehr leicht zugängig und flüssig. Dabei liegen in den beschriebenen Momenten der Kindheit Schmunzeln sowie Traurigkeit nah beieinander. Schaefer beschreibt zahlreiche lustige, skurrile als auch bizarre Anekdoten, jedoch werden auch traurige sowie ernste und melancholische Erinnerungen benannt.
Thematisiert werden die Gefühle beim Aufwachsen mit seiner körperlich behinderten Schwester, das unglückliche Verliebtsein, Mobbing seitens anderer Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte sowie das Aufwachsen als Außenseiter.
Neben den schulischen Erlebnissen wird die Ehe der sich hassliebenden Großeltern einbezogen, ebenso wie die eigene Mutter, die sich während Fritz Pubertät dazu entschließt Sexualtherapeutin zu werden.
Erst eine Mandeloperation ändert Fritz Leben und verdeutlicht ihm sein eigenes Dasein.
Die sehr unterschiedlich ausgeprägten Momente vereinen eines: die schonungslose Ehrlichkeit und dennoch besondere Leichtigkeit im Schreibstil von Fritz Schaefer beim Beschreiben der Höhen und Tiefen seines bisherigen Lebens. Entsprechend fällt es einem als Leser oder Leserin leicht mit dem Erzähler zu sympathisieren.
Entsprechend lässt sich festhalten, dass das Erstlingswerk von Fritz Schaefer ein einerseits wunderbar unterhaltsames, andererseits aber auch nachdenklich stimmendes Buch ist.
Ich persönlich empfand es als mit viel Liebe geschrieben, konnte darin versinken, musste mich beim Lesen nicht anstrengen und wurde emotional mitgerissen.
Der Roman "Der letzte Sommer in der Stadt", verfasst von Gianfranco Calligarich, handelt vom jungen Protagonisten Leo Gazzarra, der von Mailand nach Rom zieht und dabei eine schicksalhafte Begegnung mit Arianna hat.
Dabei ist insbesondere der Beginn des Buches sehr authentisch geschildert, da der junge Leo aus der Ich-Perspektive berichtet.
Die Entwicklung des Buches ermöglichte für mich jedoch keine Identifikation mit dem Protagonisten aufgrund seiner persönlichen Entwicklung, so dass ich eher enttäuscht wurde, insbesondere nach der Ankündigung auf der Rückseite des Werkes, die diesen Roman als "Meisterwerk" betitelt.
Dennoch sind die geschilderten Geschehnisse keinesfalls unrealistisch, so dass sicherlich viele Leserinnen und Leser eine Identifikation in den Protagonisten finden können.
Allerdings ist der Schreibstil sehr ansprechend. Calligarich arbeitet mit zahlreichen sprachlichen Bildern und untermalt hier durch die Melancholie des Werkes. Entsprechend wurde das Buch gestalterisch aufgearbeitet, so dass das Cover mitsamt seiner farblichen Gestaltung Melancholie vermittelt.
Interessant ist zudem die Varietät der auftretenden Figuren, welche authentisch geschildert werden.
In jedem Fall schafft dieses Werk eine Basis, um über das eigene Sein, die eigenen Herausforderungen sowie die Vergänglichkeit nachzudenken.
Das Buch lässt mich als Leserin in das frühere Rom eintauchen, allerdings war für mich eine Identifikation mit dem Protagonisten kaum möglich, so dass ich dem Werk nur 3 Sterne geben kann.
Das Buch "MÄTSCH! Wie man steinreich und superbeliebt wird", welches von Max Parkos verfasst und illustriert wurde, thematisiert aus der Sicht des jungen Erzählers und Protagonisten Phil das an seiner Schule verbreitete Kartenspiel MÄTSCH sowie die damit zusammenhängenden Ereignisse. Phils Ziel ist es, am nächsten MÄTSCH-Großturnier teilzunehmen und dieses zu gewinnen. Dabei geht der Protagonist und Erzähler sowohl umfassend auf das Kartenspiel und die Regeln ein als auch auf Mitschüler und -schülerinnen sowie Lehrkräfte. Thematisiert werden in diesem Kontext Aspekte wie Unterricht und Lernen und Freund- sowie Feindschaften.
Phil berichtet aus der Ich-Perspektive, wodurch man sich als Lehrer gut mit ihm identifizieren kann. Seine Art von dem Spiel und dem Unterricht zu erzählen, ist sehr amüsant und aktionsreich. Entsprechend ist Phil als Protagonist sehr authentisch gewählt. Dies gelingt durch den kindgerechten Schreibstil des Autors, angereichert durch die dynamischen Illustrationen. Ebenso hebt der Autor einzelne Wörter hervor, indem er sie unterstreicht. Dies vertieft das Textverständnis.
Der Spannungsbogen wird aufrecht erhalten, indem ein Antagonist auftritt, der Klassenfiesling Sait.
Max Parkos verfolgt mit diesem Werk das Ziel junge Leser und Leserinnen für das Lesen sowie Zeichnen zu begeistern. Dies gelingt ihm anhand folgender Aspekte.
Das Hardcover ist farbenfroh gestaltet und, ebenso wie alle anderen Illustrationen, im Comicstil gezeichnet. Dadurch wirkt es bereits sehr ansprechend und hebt sich von anderen Werken ab. Die Illustrationen der Innenseiten sind hingegen in schwarz-weiß, was absolut stimmig ist.
Dabei sind Text- und Bildanteil im Gleichgewicht. Die Illustrationen untermalen das Niedergeschriebene und lassen Phils Erzählungen und Erklärungen deutlicher hervortreten. Aufgrund dessen ist das Werk, bestehend aus 240 Seiten, auch für junge Leser zu bewältigen.
Eine weitere Motivation ist die Tatsache, dass der Autor Kartendecks unter maetsch.at veröffentlicht hat und die Leser und Leserinnen ihr angeeignetes Wissen entsprechend anwenden können.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Max Parkos ein ansprechendes, humorvolles Kinderbuch bietet, welches zum Schmunzeln anregt und leicht verständlich ist. Auf Basis dessen kann ich das Buch wärmstens weiterempfehlen!
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