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Sternzauber
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Düren

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Insgesamt 211 Bewertungen
Bewertung vom 13.01.2026
Schröder, Alena

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel


sehr gut

Persönliche Entwicklungen und faszinierende (Familien-)Leben

Der ungewöhnliche Titel des Buches hat mich von Anfang an magisch angezogen und ich finde er passt hervorragend zur Geschichte. Gleiches gilt auch für die Coverbildgestaltung, die die Kunst visuell spürbar macht und die meinen Geschmack auf jeden Fall trifft. Titel, Bild und Buchinhalt bilden für mich eine so wunderbare Einheit, wie es nur selten zu finden ist.

Auf zwei Zeitebenen erzählt die Autorin eine außergewöhnliche Geschichte:
1945 lernen wir die 14-jährige Marlen in Güstrow kennen, die sich vor den russischen Soldaten in einer Schublade versteckt und dort eine Leinwand entdeckt, die sie an sich nimmt. Wilma, die Marlene geholfen hatte, ist Künstlerin und nimmt das Mädchen bei sich auf, was zu einer ungewöhnlichen Lebensgemeinschaft führt…
Die 34-jährige Hannah lebt 2023 in Berlin und hat sich ihr Leben dort gut eingerichtet, bis ihr Vater plötzlich auftaucht und alles – vor allem ihre Gefühle – durcheinander bringt. Was soll sie davon halten, dass er plötzlich Kontakt zu ihr sucht, obwohl er sich bisher überhaupt nicht für sie interessiert hat?

Alena Schröder erzählt ihre Geschichte in klarer, unaufgeregter und sehr angenehm zu lesender Sprache. Sie nimmt uns mit in zwei ganz unterschiedliche Welten und neben der Erzählung von außen, können wir auch immer wieder in das Innere der Charaktere schauen, was mir sehr gefallen hat. Mich hat die Geschichte wirklich gefesselt und fasziniert, allerdings muss ich gestehen, dass ich ein wenig Zeit brauchte, um mich darin einzufinden. Für mich war es kein unmittelbares Eintauchen und die Geschichte hat mich emotional auch lange auf Distanz gehalten. Erst gegen Ende habe ich mehr mit den ProtagonistInnen fühlen können und das fand ich eigentlich schade, wenn ich auch gestehen muss, dass eine gewisse Distanz sehr gut zum Inhalt des Textes passt. Vielleicht hat die Autorin dies also sogar so beabsichtigt?

Es gab einige Facetten der Geschichte, die ich ganz besonders faszinierend fand und ich habe festgestellt, dass ich nach der Lektüre auch immer wieder über einzelne Elemente nachgedacht habe. Der Autorin ist es meiner Meinung nach zudem gelungen, eine Geschichte zu schreiben, die unerwartete Wendungen beinhaltet und nicht abgedroschene Klischees bedient, sondern realistisch-authentische Erklärungen anbietet. Ich fühlte mich nah am „echten“ Leben, in dem eben nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen ist und in dem sich Probleme oder Krisen eben nicht in rosa-rot auflösen. Trotzdem, oder gerade deshalb, durfte ich aber auch tollen persönlichen Entwicklungen beiwohnen. Besonders beeindruckt haben mich außerdem die Passagen, die künstlerische Vorgänge beschreiben. Ich hatte das Gefühl die Leinwände, das Holz und die Ölfarben riechen zu können und die beschriebenen Bilder vor mir zu sehen – richtig toll! Nicht zuletzt vereint die Geschichte eine Fülle an sehr interessanten und relevanten Themen, die die Autorin gekonnt zu einer stimmigen Geschichte vereint hat.

Für mich ist „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ ein sehr bereicherndes und lebensnahes Buch. Es war meine erste Geschichte der Autorin, sicherlich jedoch nicht meine letzte, zumal ich inzwischen entdeckt habe, dass ihre vorherigen Bücher wohl mit diesem verbunden sind und ich diese somit sehr gerne kennen lernen würde! Von mir gibt es auf jeden Fall eine herzliche Leseempfehlung, 4,5 Sterne und ich wünsche viel Freude mit diesem Buch!

Bewertung vom 05.01.2026
Fahringer, Viktoria

Meine Tiroler Welt


ausgezeichnet

Eine genussvolle Reise in die kulinarische Heimatwelt der Autorin

Das Cover von „Meine Tiroler Welt“ von Viktoria Fahringer ist wunderschön! Ich liebe das zauberhafte Bild der Bergwelt mit den eingeprägten, haptisch erlebbaren Lettern des Titels und auch die leinenartige Struktur des Buchumschlages überhaupt ist einfach toll. Das I-Tüpfelchen ist dann die Banderole, die uns LeserInnen mit ersten Einblicken in die kulinarische Welt Viktoria Fahringers vertraut macht und uns auch die Autorin vorstellt. Das Buch macht insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck, ist fest gebunden, liegt wunderbar schwer in der Hand und ist mit einem Lesebändchen ausgestattet, das dazu einlädt die Lieblingsrezepte zu markieren. Optisch und haptisch ist dieses Buch somit bereits wirklich wundervoll und macht umgehend Lust auf mehr!

Und ich bin da definitiv auch inhaltlich nicht enttäuscht worden! In 4 großen Kapiteln, die den Jahreszeiten zugeordnet sind, nimmt Viktoria Fahringer uns mit auf eine Reise durch Tirol. Ich muss zugeben, dass ich beim ersten Blättern etwas verwirrt war, da ich Gerichte wie Rahmwirsing oder Apfelrotkraut nicht unbedingt unter „Frühling“ erwartet hatte und stattdessen das Holunderblüten-Sauerrahm-Eis eher nicht im „Winter“ verorten würde. Doch bei näherer Betrachtung habe ich dann entdeckt, dass die Gerichte nicht unbedingt saisonal geordnet sind, sondern die Kapitel die Reisen der Autorin gliedern. Sie nimmt uns in den verschiedenen Jahreszeiten mit zu unterschiedlichen Produzenten und schließt diesen Erfahrungen ihre Rezepte an. Meiner Meinung nach ist das eine ungewöhnliche, aber sehr schöne Gliederung, die das Erleben der Tirolreise noch einmal unterstreicht.

Denn neben den Rezepten, die natürlich die größte Schatzkammer des Buches sind, haben mich auch die Reportagen beeindruckt. Ich mag es sehr, wie ich über diese Texte das Land mit seinen kulinarischen Landschaften ein bisschen kennen lernen und durch Viktoria Fahringers Augen entdecken darf. Toll finde ich dazu auch die Karte ganz vorne im Buch, die mir einen Überblick über die besuchten Orte und eine Orientierung im Land ermöglicht. Auch das Vorwort der Autorin hat mir sehr gefallen und mich herzlich zum Entdecken ihrer Welt eingeladen.

Nun aber zu den Hauptakteuren eines Kochbuches: den Rezepten. Ich habe bereits beim ersten Stöbern im Buch eine ganze Reihe von Gerichten entdeckt, die ich unbedingt nachkochen und ausprobieren möchte. Manche Gerichte sind absolute Klassiker und ich hatte schon beim Lesen große Vorfreude auf der Zunge, andere Gerichte sind für mich ganz neu und ich freute mich aufs Kennenlernen – eine wunderbare Mischung aus altbekannt und liebgewonnen sowie neu und aufregend! In weiten Teilen sind die Gerichte nach Grundprodukten zusammengefasst, z. B. unter Gemüse, Lamm, Rind oder Schokolade – je nach den Reisezielen der Autorin. Ich fand es unglaublich interessant zu stöbern und konnte mich kaum entscheiden, was ich zuerst zubereiten wollte, doch mit Hilfe meiner Familie fiel die Wahl bisher auf Rahmwirsing, das Holunderblüten-Sauerrahm-Eis und die Topfenknödel mit Nussbröseln. Alle Rezepte ließen sich wunderbar einfach an Hand der Beschreibungen umsetzen und auch, wenn wir bei den Knödeln einfach zu viele Brösel hatten, waren alle drei Gerichte unglaublich lecker! Sicherlich werden wir in Zukunft noch viele weitere Leckereien ausprobieren und uns schmecken lassen… Bleibt noch zu erwähnen, dass ich auch mit dem Register sehr gut arbeiten kann und alle gesuchten Rezepte schnell finde.

Und auch fürs Auge hat dieses Buch eine Menge zu bieten, denn Oliver Hörzinger hat wunderschöne Bilder zu den Rezepten beigesteuert. Diese regen den Appetit ungemein an und machen große Lust darauf solche kulinarischen Köstlichkeiten auch selber auf den Tisch zu zaubern. Und glücklicherweise sind auch die Reportagen mit Bildmaterial ergänzt, was das Lesen für mich noch schöner gemacht hat.

Dieses Kochbuch ist für mich viel mehr als das – es ist eine kulinarische Reise durch das schöne Tirol, eine persönliche Einladung der Autorin ihren Geschmack kennen zu lernen und einfach auch ein wunderschönes Buch für alle Bibliophilen! Mich macht es begeistert dieses Buch kennen zu lernen und es wird mich sicherlich auch weiterhin begleiten – viel Freude beim Entdecken der Rezepte und der „Tiroler Welt“ von Viktoria Fahringer!

Bewertung vom 30.12.2025
Woywod, Torsten

Mathilde und Marie


ausgezeichnet

Zart, feinfühlig und berührend – ein Neuanfang in Redu

Während der Titel des Buches meinem Empfinden nach nicht ganz stimmig ist und trotzdem gut passt, finde ich die Covergestaltung sehr gelungen. Das Bild strahlt genau die Ursprünglichkeit und Ruhe aus, die das Dorf der Geschichte so sehr prägt und auch die Gesamtkomposition mit der Schrift des Titels und Autorennamens gefällt mir sehr.

Die Geschichte erzählt von einem ganz besonderen Ort, von noch besondereren Menschen und von der Kunst des Zuhörens sowie dem Zauber des Lesens und der Natur. Mehr möchte ich zum Inhalt eigentlich gar nicht verraten, denn jede weitere Beschreibung zusätzlich zum Klappentext, nimmt einfach zu viel vorweg. Viel schöner ist es, wenn man diese sehr zarte und feine Geschichte ganz unvoreingenommen und frisch entdecken darf.

Denn dem Autor ist es unglaublich gut gelungen eine Geschichte mit einer ganz einzigartigen Atmosphäre zu schaffen, die mich völlig gefangen genommen und begeistert hat. Zugegeben: für Leserinnen, die nach Action und Drama suchen, ist dieses Buch definitiv nicht geeignet, doch für alle Bücherfreunde, die auch die leisen Töne lieben, die Achtsamkeit und Feinfühligkeit schätzen, ist es dagegen ein Hauptgewinn! Ich habe mich in dem kleinen Bücherdorf Redu unheimlich wohl gefühlt und fand es wirklich zauberhaft zu erleben, wie die Dorfbewohner, aber auch Marie sich im Laufe der Handlung entwickeln und konnte mich ganz verlieren in dieser ganz eigenen Welt.

Mir gefällt es sehr, wie wertschätzend und als wertvoll Fähigkeiten, wie das Zuhören, aufmerksames Hinschauen, Hinspüren und die Wahrnehmung der Natur beschrieben werden und wir sehr diese Tugenden die Geschichte durchdringen. Als Bibliophile liebe ich es zudem, dass auch Bücher eine große Rolle in der Geschichte spielen und auch, wenn die Handlung recht unaufgeregt angelegt ist, geschieht doch eine ganze Menge – in der Gemeinschaft, im Dorf und im Inneren der ProtagonistInnen.

Torsten Woywod erzählt in angenehm und flüssig lesbarer Sprache und seine Wortwahl unterstreicht für mich die Stimmung der Geschichte wunderbar. Marie ist eine, wenn nicht sogar die Hauptperson der Geschichte und ich mochte sie von Anfang an sehr gerne. Doch überhaupt ist es dem Autor gelungen Charaktere zu schaffen, die mir sympathisch sind, oder es wurden, und die mich auf eine Reise der eigenen Entwicklung mitnehmen konnten – wirklich toll! Dabei sind die ProtagonistInnen liebenswert eigenwillig und erkennbar gezeichnet von ihren Erlebnissen, was ich als sehr charmant und authentisch empfinde.

Alles in allem ist „Mathilde und Marie“ für mich ein absolut lesenswertes Buch für alle FreundInnen zarter Geschichten und ich liebe es sehr! Daher empfehle ich die Geschichte von Herzen und wünsche ganz viel Freude beim Lesen!

Bewertung vom 28.12.2025
Levensohn, Melanie

Der Morgen nach dem Regen


ausgezeichnet

Außergewöhnlich intensiv und bewegend

„Der Morgen nach dem Regen“ wird von einem Cover geschmückt, das mich gleich auf den ersten Blick fasziniert hat. Ich glaube, dass das vor allem an der Lichtstimmung liegt, doch auch das Bild an sich, mit der Frau, die am Fenster steht und ins üppige Grün hinaus schaut sowie von reifen Äpfeln umgeben ist, gefällt mir einfach sehr. Die Farben wirken lebendig und fröhlich, trotzdem nicht aufdringlich und es zieht mich wirklich in die Betrachtung des Bildes hinein.

Die Geschichte hat mich jedoch noch mehr begeistert und sehr tief berührt. Ich habe das Buch bereits vor einigen Wochen gelesen und denke nach wie vor immer wieder an die Geschehnisse, die intensiv in mir nachwirken.

Johanna und ihre Tochter Elsa stehen sich überhaupt nicht nah und haben so gut wie gar keinen Kontakt, denn Elsa hadert sehr mit der Tatsache, dass ihre Mutter früher beruflich ständig unterwegs war und kaum Zeit für sie und die Familie hatte. Als Johanna viele Jahre später das Haus ihrer verstorbenen Tante am Rhein erbt, das immer ihr Sehnsuchtsort war, besucht Elsa sie unverhofft. Der Kontakt der beiden Frauen ist schwierig und problembehaftet, doch nach und nach stellen sie sich ihrer Vergangenheit…

Für mich war dies das erste Buch der Autorin, doch es wird bestimmt nicht das letzte sein, denn ich mag ihren Schreibstil sehr. Sie schafft meiner Meinung nach eine sehr dichte Atmosphäre und erzeugt einen Sog, der mich einfach mitgenommen hat. Ich hatte oft Schwierigkeiten das Lesen zu unterbrechen, da mich die Handlung so gefesselt hat, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte.

Melanie Levensohn erzählt so intensiv, so nahbar und so authentisch, dass ich mich wunderbar einfinden und mit den ProtagonistInnen fühlen konnte. Sowohl Johanna als auch Elsa sind mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen und obwohl, oder gerade weil, sie zwei sehr verschiedene Persönlichkeiten sind und mit unterschiedlichen Problemen kämpfen, waren beide Charaktere für mich sehr stimmig und toll ausgearbeitet. Mit einem feinen Gespür für die kleinen Zwischentöne und Details hat die Autorin wirklich lebendige und authentische Persönlichkeiten geschaffen, die mich in ihre Gefühlswelt, ihre Abgründe, Sehnsüchte und Wünsche haben eintauchen lassen – es passiert nicht so oft, dass ich mich bei der Lektüre so intensiv mit den Figuren verbunden fühle.

Die Geschichte ist definitiv kein Wohlfühlbuch, sondern ein sehr gelungenes und tiefgreifendes Portrait einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. Es kommen äußerst sensible Themen zur Sprache (persönliche und allgemeine), es wird gerungen und zerstört, aber gerade daher ist es auch so wunderschön, wenn wir als LeserInnen dann die Entwicklung von Johanna und Elsa erleben dürfen.

Ich kann mich nur wiederholen und versichern, dass dieses Buch einen festen Platz in meinem Herzen gefunden und mich sehr begeistert hat. Ich wünsche ihm viele weitere glückliche LeserInnen und euch viel Freude beim Kennenlernen dieser außergewöhnlichen Geschichte!

Bewertung vom 27.12.2025
Diem, Stefanie

24 Dates To Fall In Love


sehr gut

Ein ganz besonderer Adventskalender und seine Folgen

Das Cover von „24 Dates to fall in love“ spricht mich sehr an, denn es ist wunderbar weihnachtlich und in harmonischen Farben gestaltet. Nach der Lektüre der Geschichte fände ich zwar ein Coverbild mit dem Dating-Kalender noch viel passender, aber mir gefällt es trotzdem wirklich gut.

Die Geschichte erzählt von Romy, die im Skiort St. Finan lebt und zu Beginn der Adventszeit verlassen wird. Zu allem Überfluss landet der Adventskalender, den sie für ihren Ex-Freund gestaltet hatte und der 24 Dates beinhaltet, ausgerechnet bei ihrem arroganten neuen Kollegen Oliver. Wiederwillig lässt sie sich auf der Weihnachtsfeier auf eine Wette ein: sie verbringt die 24 Dates aus dem Kalender mit Oliver, darf sich jedoch nicht verlieben. Letzteres scheint ihr zu Beginn überhaupt keine Herausforderung zu sein, doch mit der Zeit entsteht eine Anziehung zwischen den Beiden, der sie sich immer schwerer entziehen kann…

Stefanie Diem hat mit diesem Buch eine Geschichte erschaffen, in die ich unglaublich gerne eingetaucht bin und in der ich mich ganz einfinden konnte. Romy war mir von Anfang an sehr sympathisch und ich habe mit ihr gefühlt, gelitten, gejubelt und gebangt. In sie konnte ich mich wirklich sehr gut hineinversetzen, während mir Oliver über lange Zeit eher fremd geblieben ist. Er zeigte über weite Strecken ein sehr wechselhaftes Verhalten, was es mir schwer machte ihn einzuschätzen und ihm näher zu kommen. Ohne zu viel verraten zu wollen, kann ich aber versichern, dass dieses Verhalten im Laufe des Buches zum großen Teil geklärt wird.

Der Text lässt sich angenehm leicht und flüssig lesen und besonders erfreut hat mich die Kreativität der Autorin. Denn der Adventskalender mit den 24 Dates ist eine zauberhafte Idee, die Aktivitäten sind wirklich wunderschöne Ideen für ein Paar und zudem sind sie mit tollen Verknüpfungen aus der Vergangenheit von Romy und ihrem Ex-Freund versehen – mir hat das extrem gut gefallen.

Neben der Lovestory rund um Romy und Oliver bzw. ihrem Ex, spielen auch andere Themen eine wesentliche Rolle und das mochte ich ebenfalls sehr. Es geht z. B. um Romys Liebe zu ihrem Pferd, die Arbeit im Hotel, Geldsorgen, Freundschaften und das Leben in einem Skiort. Diese Dinge haben die Geschichte für mich „rund“ gemacht und dafür gesorgt, dass Romys Herzgeschehen nicht isoliert vom Leben stattfindet.

Gestehen muss ich allerdings, dass die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu viel „Hin und Her“, Gefühlschaos und Drama beinhaltete. Diese Faktoren sind wichtige Elemente der Geschichte und auch durchaus berechtigt, etwas weniger wäre für mich aber einfach passender und realistischer gewesen. Nichts desto trotz hatte ich eine sehr angenehme und schöne Lesezeit mit Romys Geschichte und möchte sie allen LeserInnen empfehlen, die Lust haben auf eine tolle adventliche Liebesgeschichte mit Irrungen und Wirrungen – viel Freude beim Lesen!

Bewertung vom 12.12.2025
Kessel, Carola von

Wieso? Weshalb? Warum? Leuchte und entdecke - Weltraum


ausgezeichnet

Faszinierend, spannend und interaktiv – es gibt so viel zu entdecken!

Wir waren vom ersten Blick an begeistert von diesem Buch und das fing schon bei dem tollen Cover an. „Leuchte & Entdecke – Weltraum“ aus der Wieso?Weshalb?Warum?-Reihe ziert nämlich ein sehr spannendes Titelbild, das gleich Lust macht aufs Entdecken! Es wirkt geheimnisvoll und abenteuerlich, fängt die Dunkelheit der Nacht ein, weckt aber auch großes Interesse durch die Taschenlampe und die ansprechende Gestaltung. Uns hat es direkt in seinen Bann gezogen und mein Neffe wollte es nicht mehr aus der Hand geben.

Wie auch bei den anderen Titeln der Reihe ist das Buch aus sehr festem Material hergestellt, das viele neugierige Kinderhände gut aushält. Eine Besonderheit, die wir bisher noch nicht kannten, sind jedoch die dunklen Folienseiten auf fast jeder Doppelseite, die durch die Nutzung der „Taschenlampe“ (im Buch enthalten) erhellen lassen. Auch, wenn es natürlich keine echte Taschenlampe ist und die Bildbereiche „nur“ durch das weiße Papier der Papp-Taschenlampe sichtbar werden, ist dieser Effekt wirklich beeindruckend und faszinierend. Er fokussiert die Aufmerksamkeit der Kinder in ganz besonderer Weise und ermöglicht ein sehr reizvolles Entdecken. Er macht zusätzlich neugierig und ist ein echtes Highlight!

Zum Glück fehlen aber auch die altbekannten Klappen auf den Seiten nicht! Sie sind meiner Meinung nach eines der Markenzeichen der „Wieso?Weshalb?Warum?-Bücher und machen uns immer wieder aufs Neue Freude. Ich finde es toll, dass das neue Highlight mit der Taschenlampe in so guten Einklang mit den bekannten Entdecker-Methoden gebracht wurde und das Buch bietet somit wirklich eine Menge Erkundungsspaß!

Die Bilder von Silke Voigt sind wirklich toll! Ich finde sie aber nicht nur ansprechend, sondern sie illustrieren die Informationen, die vermittelt werden sollen, auf wirklich sehr gelungene Art und Weise. Sie sind detailliert, ohne überladen zu wirken und ergänzen die Texte wunderbar. Auch die Farbgebung überzeugt mich und sie fangen den Zauber des Weltalls bei aller Sachlichkeit oft wunderbar ein.

Carola von Kessel hat die Texte dieses Wissensbuches verfasst und meiner Meinung nach ist es ihr sehr gut gelungen, die Informationen interessant aufzuarbeiten. Die Texte sind kurz und auf den Punkt gebracht, wirken aber trotzdem lebendig und holen die Kinder immer wieder in ihrer Lebens- und Interessewelt ab. Eine Besonderheit ist für meinen Neffen das Glühwürmchen, dass immer wieder auf den Seiten zu entdecken ist und das die Kinder direkt anspricht, zusätzliche Informationen beisteuert oder einfach humorige Kommentare abgibt.

Nicht ganz erschließt es sich mir, warum sich die Taschenlampe am Ende des Buches befindet und auch dort die Erklärungen zur Nutzung dieser zu entdecken sind – diese hätten für mich an den Anfang des Buches gehört. Doch dies tut unserer Begeisterung für dieses Buch keinen Abbruch und wir haben schon jetzt wirklich viel Zeit mit ihm verbracht. Immer wieder möchte mein Neffe das Buch noch mal anschauen, geht auf die Suche nach weiteren Details oder sucht erneut nach gezielten Stellen. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Titel einen festen Platz im Regal bekommen wird und freue mich auf viele weitere interessant-spannende Momente mit dem Buch und meinem Neffen, denn es regt neben aller Entdeckerfreude auch zu Gesprächen an – einfach wunderbar!

Von uns erhält es eine ganz klare und überzeugte Leseempfehlung für alle kleinen und großen Weltallforscher und wir freuen uns auf weitere Bücher mit Entdecker-Taschenlampe!

Bewertung vom 27.11.2025
Funke, Cornelia

Gespensterjäger auf eisiger Spur (Band 1) - Mit 8 neu illustrierten Farbseiten


ausgezeichnet

Wunderbar zeitloser Gruselspaß mit neuen Bildern

Das Cover von „Gespensterjäger auf eisiger Spur“ von Cornelia Funke gefällt uns sehr gut! Denn wir mögen sowohl die bildliche Darstellung der drei Hauptcharaktere, die wir so auch gleich auf den ersten Blick kennen lernen durften, als auch die Farbgestaltung. Besonders lustig und originell findet meine Nichte die Tatsache, dass die Gemälde an der Wand verkehrt herum angebracht sind und mir gefällt die sehr gelungene Kombination aus Text und Bild, die eine tolle Einheit ergibt. Das Cover macht auf jeden Fall Lust auf die Geschichte.

In diesem ersten Band der Reihe entdeckt Tom in seinem Keller ein echtes Gespenst und erschreckt sich fürchterlich. Irgendwie muss er es vertreiben, um wieder Ruhe finden zu können und er erhält zum Glück Unterstützung von der erfahrenen Gespensterjägerin Hedwig Kümmelsaft. Doch dann kommt alles anders als gedacht, denn das Gespenst im Keller braucht selber Hilfe….

Ich liebe Cornelia Funkes Art zu erzählen und wurde auch in diesem Buch wieder von ihren Geschichten überzeugt. Meine Nichte und ich haben diese in kürzester Zeit verschlungen, weil es so herrlich gruselig-spannend war und wir so gerne erfahren wollten, wie es Tom mit seinem Kellergespenst ergeht. Dabei lässt sich der Text wunderbar leicht und flüssig lesen und ein Highlight besteht in sehr originellen Abkürzungen für die Gespensterbezeichnungen. Es macht einfach Spaß diese Geschichte zu lesen und bei allen grusligen Elementen wird es trotzdem nicht zu düster.

Die Bilder der Autorin mag ich schon lange sehr gerne und auch in diesem Buch geben sie der Geschichte eine wunderbare zweite Ebene. Eine besondere Neuheit sind die farbigen Bilder, die sich im Anhang des Buches befinden. Diese sind von Franziska Blinde gemalt und fangen die Atmosphäre sowie den Charakter der Geschichte wunderbar ein. Sie gefallen uns wirklich sehr und auch, wenn ich gestehen muss, dass ich zu Beginn eher der Meinung war, dass es diese wirklich nicht braucht, habe ich mich eines Besseren belehren lassen und entdeckt, dass diese eine tolle Möglichkeit bieten die Geschichte im Nachhinein noch einmal „durchzuspielen“ und Revue passieren zu lassen. Wichtig ist nur diese nicht bereits vor der Lektüre zu betrachten, denn sie zeigen eben viele Details der Handlung und würden andernfalls viel von der Spannung wegnehmen. Wir schätzen sie als Ergänzung wirklich sehr und haben sie bereits mehrmals betrachtet.

Für uns ist diese Neuauflage der zeitlosen Gespenstergeschichte somit vollkommen gelungen und wir hatten eine herrlich gruselig-spaßige Lesezeit. Daher empfehlen wir das Buch herzlich gerne allen großen und kleinen Gespensterfreunden ab 8 Jahren und wünschen euch ganz viel Spaß beim gruseln!

Bewertung vom 26.11.2025
Funke, Cornelia

Gespensterjäger und der Weihnachtsspuk (Band 5) - Mit 8 illustrierten Farbseiten


ausgezeichnet

Weihnachtlicher Gruselspaß mit den Gespensterjägern

Das Cover von diesem 5. Band der Gespensterjäger-Reihe von Cornelia Funke gefällt mir ausgesprochen gut. Die Farbkombination aus Rot und Grün verbreitet auf den ersten Blick Weihnachtsstimmung, der gruselige Weihnachtsbaumspuk und die drei Hauptfiguren geben aber auch bereits einen Einblick in die Geschichte und machen sehr neugierig. Zudem ist der Titel wunderbar in die Gestaltung integriert und wir haben uns schon hier über das Wiedersehen mit den Gespensterjägern gefreut!

„Gespensterjäger und der Weihnachtsspuk“ erzählt die Geschichte eines ganz ungewöhnlichen und gefährlichen Weihnachtsfestes. Denn Tom hat zwar generell überhaupt keine Lust auf Weihnachten und all die Dinge, die für seine Familie dazu gehören, doch dann kommt mit dem Baum auch noch ein sehr gefährlicher Spuk ins Haus und Tom erlebt einen regelrechten Weihnachts-Albtraum… ob er seine Familie und das Fest retten kann?

Meine Nichte (8Jahre alt) und ich lieben die Geschichten von Cornelia Funke überhaupt sehr und kannten im Vorfeld bereits den ersten Band der Reihe. Deshalb waren uns die Hauptcharaktere schon bekannt und wir haben uns sehr über das Wiedersehen gefreut! Die drei Gespensterjäger Tom, Hedwig und Hugo sind auch in diesem Band sehr interessante Charaktere und wir konnten absolut mit ihnen fiebern. Wir wollen nicht zu viel verrate, aber gerade Tom muss emotional wirklich einiges aushalten und Cornelia Funke gelingt es meisterhaft seine Gefühle für uns LeserInnen spürbar zu machen.

Auch die gruseligen und fesselnden Elemente sind besonders gut gelungen, was die Geschichte unglaublich spannend macht. Immer wieder gibt es neue Herausforderungen für die Retter und nur durch gute Teamarbeit und kreative Ideen gelingt es ihnen dem bösen Spuk ein ums andere Mal ein Schnippchen zu schlagen. Ein weiteres, ganz besonderes Erkennungsmerkmal der Gespensterjäger-Geschichten sind die vielen Abkürzungen von Spukgestalten und ähnlichem sowie sehr spezielles Spukabwehrmaterial. Wir hatten viel Freude mit diesen und haben immer wieder auch unsere eigene Fantasie spielen lassen können, wenn wir vor der Auflösung gerätselt haben, um was es sich wohl handeln könnte. Und auch allgemein finde ich, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist, eine angenehme Sprache für die Geschichte zu finden.

Ich persönlich vermisse ein wenig die Bilder der Autorin, die die anderen Geschichten der Reihe begleiten und die ich sehr liebe, doch auch die Illustrationen von Franziska Blinde sind wunderbar gelungen. Sie veranschaulichen bestimmte Inhalte der Geschichte noch einmal ganz besonders und sie erzeugen unserer Meinung nach genau die richtige Atmosphäre. In Schwarz-Weißer-Ausführung begleiten ihre Zeichnungen den Text und im Anhang gibt es sogar noch bunte Bilder. Zunächst dachte ich, dass ich diese eigentlich nicht bräuchte, dann haben wir aber festgestellt, dass sich diese wunderbar eignen, um die Geschichte noch einmal Revue passieren zu lassen und haben das genossen. Nur vor dem Lesen sollten diese besser nicht betrachtet werden, da sie ansonsten schon zu viel Inhalt verraten und die Spannung mildern könnten.

Für uns ist „Gespensterjäger und der Weihnachtspuk“ ein toller Teil der Reihe, aber auch ein wunderbar ungewöhnliches Weihnachtsbuch, das trotz Grusel und Spannung viel Gefühl enthält und große Lust auf ein zauberhaftes Weihnachtsfest macht! Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Lesen!

Bewertung vom 22.11.2025
Teichert, Fritzi

Der Duft von Raureif


sehr gut

Eine skurrile WG, liebenswert schrullige Charaktere und ein Schloss

Das Cover von „Der Duft von Raureif“ gefällt mir ausgesprochen gut und sorgt bei mir gleich für winterliche Wohlfühlstimmung. Ich mag das Bild an sich sehr, genau wie die Kombination mit dem Titel und das dezente Glitzern einiger Partien verleiht ihm das gewisse Etwas, das es zu einem absoluten Hingucker macht. Wirklich wunderschön!

Die beiden Halbschwestern Isa und Bella lernen sich ganz unverhofft kennen, als sie aus heiterem Himmel ein kleines Schloss von ihrem Vater erben. Doch abgesehen von der Immobilie und dem gleichen Vornamen, haben die beiden Frauen so gar nichts gemeinsam. Trotzdem finden sie sich bald in einer skurrilen WG mit Isas Teenager-Tochter, einer alten Tante mit aristokratischen Vorstellungen und dem Gärtner wieder. Immer mehr nähern sich die beiden Schwestern einander an, doch was wird aus dieser ungewöhnlichen Wohngemeinschaft….?

Diese Geschichte wartet mit ungewöhnlichen, teils etwas schrulligen Charakteren auf, die der Geschichte eine gewisse frische verleihen. Ich habe während des Lesens nach und nach tatsächlich alle Hauptpersonen sehr ins Herz geschlossen und mochte die Annäherung aneinander sehr gerne lesen, wenn sie für meinen Geschmack auch teilweise gerne etwas unspektakulärer hätte verlaufen dürfen. Im Allgemeinen hätte es für mich ruhig deutlich weniger Drama geben dürfen, aber die Geschichte hat mich trotzdem gefesselt und mitgenommen. Immer wieder gab es Passagen, die für Lacher sorgten, andere Szenen haben mich herzerwärmend berührt und wieder andere für Wut im Bauch gesorgt – ich mag es sehr, wenn ich in einer Geschichte mitfühlen kann!

Gut gelungen ist dem Autorinnenduo meiner Meinung nach zudem eine Mischung aus, zwar überspitzen, aber alltäglichen Katastrophen und herben Rückschlägen sowie Hoffnungsschimmern und Problemlösungen. Natürlich ist es ein Unterhaltungsroman für Wohlfühlatmosphäre und damit prädestiniert für rosa-rote Elemente, aber der große Kitsch wird aus der Geschichte herausgehalten und sehr berührende Szenen werden oft durch einen kessen Spruch oder ähnliches wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

Sprachlich lässt sich der Text ebenfalls sehr angenehm lesen. Ein kleines Manko war für mich inhaltlich jedoch, dass ich es einfach nicht mag, wenn bei Schwierigkeiten ständig zu Alkohol gegriffen wird und dieser ohnehin eine wichtige Rolle spielt, aber das ist definitiv Geschmackssache. Sehr gerne mochte ich dagegen die Naturbeschreibungen des Wald der zum Schloss gehört und die Wirkung, die dieser auf die ProtagonistInnen hat.

Ich kann dieses Buch allen LeserInnen empfehlen, die Lust auf ungewöhnliche und chaotisch-skurrile Charaktere, eine lebendige WG und tolle Naturstimmungen im Wald haben – viel Freude beim Lesen!

Bewertung vom 22.11.2025
Borrmann, Mechtild

Lebensbande


ausgezeichnet

3 Frauen, tiefe Freundschaft und beeindruckende Schicksale

Das Cover von „Lebensbande“ zeigt ein sehr ausdrucksstarkes Bild. Die beiden Frauen machen mich neugierig darauf zu erfahren, welche Geschichte sie zu erzählen haben und die Farben unterstreichen dies sehr gut. Ich mag die Gestaltung somit sehr und auch im Inneren wartet das Buch mit einer ansprechenden Konzeption auf, wobei ich es besonders mag, dass ich an Hand des Schriftbildes erkennen kann, welchen Teil ich gerade lese.

Die Geschichte erzählt von drei Frauen, die durch ihre Schicksale und Entscheidungen unwiderruflich miteinander verbunden sind. Da gibt es Lene, die auf einem Bauernhof nahe der niederländischen Grenze aufgewachsen ist und ihre Jugendliebe nicht leben darf. Sie wird fortgeschickt, heiratet und bekommt später Unterstützung von Nora, um ihren Sohn Leo zu retten. Dieser wird nämlich auf Grund eines leichten Handycaps als „schwachsinnig“ abgestempelt und weggesperrt. Nora lernt wiederum einige Zeit später in Danzig Liselotte kennen und wird mit ihr in den Gulag der Sowjetunion verschleppt, wo sie viele Jahre verbringen muss und nur dank Lieselotte entkommt. Nora versucht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, doch nach dem Fall der Berliner Mauer erreicht sie ein Brief, der sie ungewollt zurück in ihre Vergangenheit führt…

Mich hat die Intensität von Mechtild Borrmanns Roman wirklich umgehauen. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass der Text von realen Begebenheiten inspiriert wurde, aber meiner Meinung nach ist es der Autorin unglaublich gut gelungen einen wahnsinnig dichten und emotional berührenden Roman zu schreiben, der mich in eine ganz andere Zeit mitgenommen hat. Vieles war nicht einfach zu verarbeiten und zu lesen, doch die Zuneigung zu den ProtagonistInnen und ihren Schicksalen hat mich regelrecht durch das Buch getrieben, da ich immer wissen wollte, was weiterhin geschieht. Mir sind die drei Frauen wirklich sehr lieb geworden und ich habe stark mit ihnen fühlen dürfen.

Dieses Buch verbindet drei Frauenschicksale mit dem Zeitgeschehen zwischen dem zweiten Weltkrieg und dem Fall der Berliner Mauer und wirkte auf mich immer authentisch. Ich war als Leserin unglaublich nah an den Charakteren und ihren Leben dran, was vermutlich auch daran liegt, dass die Autorin auf verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet. Ich finde, dass ihr das hervorragend gelungen ist! Und auch ihren sprachlichen Ausdruck mag ich sehr gerne. Er intensiviert das Geschehen noch einmal und wirkt sehr bewusst gewählt, trotzdem natürlich und lässt sich leicht und flüssig lesen.

Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch und hatte, trotz der schwierigen und belastenden Themen, eine wunderbare Lesezeit. Ich konnte ganz in die Geschichte dieser besonderen und starken Frauen eintauchen und habe das Weltgeschehen zu dieser Zeit aus sehr persönlicher Sicht erleben dürfen. Für diese Geschichte gibt es von mir eine sehr herzliche Empfehlung und ich wünsche eine gute Lesezeit!