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Sonne89

Bewertungen

Insgesamt 159 Bewertungen
Bewertung vom 25.03.2025
Fatal Secrets
Saxx, Sarah

Fatal Secrets


ausgezeichnet

Jaxon und Solène, zwei junge attraktive Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich wahrscheinlich nie begegnet wären, würden sich nicht beide in einer akuten Notlage befinden.
Jaxon ist auf der Suche nach seiner entführten Schwester Caroline und stößt dabei auf Solène, eine Französin, die auf der Flucht vor ihrem Exfreund vom Regen in die Traufe gerät. Da sich Jaxon Infos zu seiner Schwester von ihr erhofft und Solène ihn als Notanker sieht, kreuzen sich ihre Wege mehrmals. Beide beginnen einander zu vertrauen und fühlen sich sehr zueinander hingezogen.

Zuerst fällt der wunderschöne Farbschnitt des Buches und die düster (dunkle Äste/Wald) gestalteten Kapitel ins Auge. In den Kapiteln wechseln sich die Erzählungen von Solène und Jaxon ab, wodurch der Leser in die jeweils andere Perspektive springt. Da bereits zu Anfang sehr viel passiert und sich die Handlung auf beiden Seiten sehr rasant entwickelt, ist das Buch ein echter Pageturner und man kann es gar nicht mehr weglegen.
Allerdings ist es nichts für zart Besaitete. Das Buch ist düster, die Sprache teils vulgär. Es beinhaltet u.a. Entführung, Menschenhandel, Vergewaltigung, Misshandlung und Mord.
Beide durchleben miteinander Schreckliches, was sie im Laufe des Buches aber immer mehr zueinander zieht und aneinanderbindet. Das hat mir persönlich an der Geschichte sehr gut gefallen und die Spannung, weil es so viele gefährliche Situationen gab und man mit beiden mitfiebert.

Bewertung vom 22.03.2025
Känguru Knickohr - Huhu, Känguru! Was hörst denn du?
Sabbag, Britta

Känguru Knickohr - Huhu, Känguru! Was hörst denn du?


sehr gut

Das kleine Känguru Knickohr hört nur das, was es hören will. Da wird aus „die Zeit drängt“ – „toll, es wird was geschenkt“ und aus „hüpfen ist jetzt dran“, „ich mach was ich kann“. Nach jedem Satz, den Mama Känguru sagt, werden die Kinder dazu aufgefordert zu überlegen, was das kleine Känguru wohl gehört haben könnte (die Wörter reimen sich immer).
Da es immer etwas anderes als die ursprüngliche Aussage ist, ist es für Kinder recht amüsant.

Das Buch hat eine gute Größe und die Bilder sind sehr bunt und schön anzusehen.
Einen wirklich pädagogischen Wert hat das Buch jetzt nicht, außer, dass es dazu anregt etwas mit der deutschen Sprache zu spielen - muss es aber auch nicht haben.
Im Großen und Ganzen ist es einfach nur ein Buch zum schmökern und lachen und das ein oder andere Kind wird sich bestimmt die Taktik des kleinen Kängurus für kurze Zeit abschauen.

Bewertung vom 14.03.2025
Das artgerecht Gespräche-Buch: Zehn wirklich wichtige Gespräche, die Kinder und Eltern wachsen lassen
Schmidt, Nicola

Das artgerecht Gespräche-Buch: Zehn wirklich wichtige Gespräche, die Kinder und Eltern wachsen lassen


ausgezeichnet

Es geht nicht nur darum bestimmte, schwierige Themen kindgerecht erklären zu können, sondern eine allgemeine lockere Gesprächsatmosphäre mit dem Kind zu schaffen und dadurch auch eine vertrautere Beziehung untereinander aufbauen zu können, was das gesamte Familienleben positiv beeinflusst.

Mir gefällt die ruhige, freundliche Art mit der Nicola Schmidt dem Leser wichtige Hilfestellungen mitgibt. Auch werden immer wieder Fallbeispiele genannt und Beispiele gezeigt, wie man in bestimmten Situationen reagieren könnte, um ein positives Familienklima zu schaffen.
Nach jedem Leseabschnitt habe ich mich selbst gleich bestärkter und ruhiger gefühlt. Es macht Freude in dem Buch zu schmökern und man kann einiges mitnehmen.
Manches ist umfangreicher und langwieriger zu integrieren, manches kann man sehr gut und schnell anwenden, wie z.B: Spiegeln – Empathie zeigen – Entscheidungen treffen.
Besonders gefallen hat mir auch, dass jede Situation Altersklassentechnisch beleuchtet wurde.
Sicht aus Kleinkindern, Schulkindern und Teenagern. Wer ist mein Kind gerade und wo, bzw. wie kann ich es abholen?
Das Buch ist bodenständig und bringt das Kind auf Augenhöhe des Erwachsenen. Man lernt hinter die Worte zu hören. Ich werde es bestimmt nochmals lesen.

Bewertung vom 02.03.2025
Die Kammer
Dean, Will

Die Kammer


ausgezeichnet

Sechs Sättigungstaucher haben einen einmonatigen Arbeitseinsatz (Öl) in der tiefen Nordsee vor sich. Im Bauch des Schiffes befindet sich eine Druckkammer, die Taucher können diese nicht selbstständig verlassen, da sie ohne mehrtägige Dekomprimierung sterben würden. Sie sind daher völlig abhängig von ihrer Crew auf dem Schiff und voneinander. Die Bedingungen sind schwierig und dann stirbt einer von ihnen, doch dabei bleibt es nicht…
Das Buch startet gleich mit der relevanten Handlung und die relevanten Personen, die sechs Sättigungstaucher in der Kammer werden nach und nach vorgestellt. Den Einstieg fand ich sehr gut – auch wurden die wichtigsten Begriffe bezüglich des Tiefseetauchens im Text flüssig erklärt, es befindet sich zum nachschlagen aber auch noch ein Glossar am Ende des Buches.
Unsere Hauptfigur Ellen, ist die einzige Frau in der Kammer, sie macht nebenher Videoaufnahmen für einen Film und kann daher ihre Sicht für den Leser sehr gut schildern.
Schon beim Lesen hat man durch die geschilderte Enge ein ungutes Gefühl.
Die Kapitel lesen sich gut und haben teilweise richtige Cliffhanger am Ende, so dass man doch noch eines liest und noch eines.
Ich habe einen interessanten Einblick in eine für mich total fremde Welt bekommen. Die Schwierigkeiten in der Kammer unter „normalen“ Umständen wurden deutlich, die Lage hat sich dann zugespitzt, nachdem der erste Taucher stirbt. Das Buch ist durch und durch spannend, da alleine schon der „Alltag“ in der Kammer für mich spannend zu lesen war, zudem fragt man sich nicht nur wer wie den Tauchern an den Kragen will, sondern auch wie sie mit der immer wieder ändernden Lage in dieser Extremsituation umgehen. Durchgehend gut geschrieben.

Bewertung vom 25.02.2025
True Crime in Nature
Graßmann, Farina

True Crime in Nature


sehr gut

True Crime in Nature befasst sich mit den ganz natürlichen Verbrechen, die sich in der Natur Tag für Tag abspielen und ganz normal sind, da einige Tiere und Pflanzen damit ihr überleben sichern.
Das Buch liefert dabei sehr interessante Fakten über unsere Tier- und Pflanzenwelt und schockiert auch an der ein oder anderen Stelle.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und fließend. Obwohl es viel um Faktendarstellung geht, sind die Informationen so in den Text mit eingebunden, dass man das Gefühl hat einen sehr spannenden Krimi zu lesen und kein Sachbuch.

Gut gefällt mir auch, dass die Pflanzen und Tiere mitunter auch durch Echtfotographien gezeigt werden. Zusätzlich lockern noch witzige (zum Teil auch makabere) Karikaturen das Buch auf.

Wer mal was ganz anderes lesen möchte, sich für Krimis und Natur interessiert, ist mit diesem Buch gut aufgehoben.

Bewertung vom 15.02.2025
Bloß nicht bewegen - oder doch?
Neßhöver, Nanna

Bloß nicht bewegen - oder doch?


sehr gut

Das kleine Wesen „Bewegtsichnicht“ wird von seinen Tierfreunden ermuntert zu hüpfen, zu strampeln, zu turnen, zu balancieren. Aber das Bewegtsichnicht möchte einfach nicht mit machen und beobachtet nur die unterschiedlichen Turnübungen, die die Freunde vorführen.
Am Ende des Buches ist das Bewegtsichnicht plötzlich weg und turnt fröhlich alle Übungen munter nach.
Die Seiten sind schön groß und die Bilder bunt und fröhlich.
Auf jeder Seite ist eine Blase, die die Kinder aufmuntert und anleitet die Übungen mit zu machen.
Am Ende des Buches wartet noch ein großes Poster mit Turnübungen.
Die Übungen richtig nach zu machen nur anhand der Zeichnungen ist schwierig für Kinder, da benötigt es schon einen Erwachsenen, der die Übungen vorzeigt oder notfalls korrigiert, aber gut, dafür ist es ja auch ein Kinderbuch ab 3 Jahren zum Vorlesen. Was mir gut gefällt ist, dass die Übungen zum Teil mit Spiel verbunden werden (z.B. Kissen auffangen, Gegenstände auf der Hand stapeln usw. – da können immer wieder neue Herausforderungen generiert werden)
Bewegung ist zudem auch ein wirklich wichtiges Thema, welches gefördert werden sollte.
Das Buch ist ganz nett gemacht. Ich bin mir aber unsicher, ob es nicht schnell langweilig wird, wenn man es einmal durchgespielt hat. Das kommt dann wohl auf das Kind drauf an.

Bewertung vom 13.02.2025
Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein
Marin, Rosa

Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein


ausgezeichnet

Shaggy, das Rind, kommt auf dem Rosmarinhof an und lernt die anderen Tiere kennen. Mit seinen Hörnern schindet er Eindruck und findet schnell Freunde. Zusammen machen sie Jagd auf Kräuterdiebe mit überraschender Wendung.

Schöne große (und zuweilen sehr witzige) Bilder lockern den Lesestoff auf. Die Kapitel sind insgesamt auch nicht zu lang.
Das Buch ist mit viel Wortwitz geschrieben und mein Sohn konnte sich gut darüber amüsieren. Gerade zum gemeinsamen Vorlesen gefällt es mir richtig gut. Zum Selbstlesen muss man schon geübt sein.
Inhaltlich lernt man auch etwas über die Natur, bzw. das Leben auf dem Bauernhof.

Sehr süß, dass auch die ganzen Tiere auf der ersten Seite bildlich und namentlich und der Hof auf der letzten Seite (im Einband) vorgestellt wird, so hat man einen schönen Überblick.

Das Buch stammt aus dem Magellan-Verlag und ist nachhaltig hergestellt worden.

Bewertung vom 08.02.2025
Cycle Breaker: Für mein Kind mache ich es anders
Vogt, Leandra

Cycle Breaker: Für mein Kind mache ich es anders


gut

Die Gesellschaft wandelt sich und mit ihr auch die Erziehungsmethoden, allerdings übernimmt man bewusst, bzw. oft unbewusst auch Muster aus der eigenen Kindheit, obwohl man diese vermeiden möchte. Cycle Breaker setzt hier an und zeigt auf, wie man diese Muster durchbrechen kann.

Das Buch ist in drei große Kapitel gegliedert: Einen Einführungsteil mit Begriffserklärungen, gefolgt von 20 Mustern und wie man diese aufbrechen kann und schließt mit einem Kraftzyklus ab, der neue Strukturen stärken soll.
Der Aufbau des Buches gefällt mir nicht so gut. Für meinen Geschmack gibt es hinsichtlich eines Sachbuches zu wenig Absätze und Unterteilungen. Das Buch ist eher gegliedert wie ein Roman. Das erschwert das Lesen. Der Einführungsteil kam mir deshalb auch unendlich lange vor, zumal er auch Begriffserklärungen enthält, die man unter Umständen schon kennt.
Positiv fand ich, dass die Autorin auch klar erwähnt, dass man das Buch weglegen soll, wenn man sich beim lesen schlecht fühlt, oder wenn Traumata berührt werden. An mehreren Stellen wird darauf hin gewiesen, dass man sich bei tieferlegenden Problemen professionelle Hilfe suchen sollte.
Auch wird der Leser direkt in dem Buch angesprochen und man bekommt das Gefühl von Nähe und Verständnis.
Der Mittelteil hat mir am Besten gefallen, hier werden typische Sätze aufgegriffen „z.B. Heul nicht rum“, es wird gezeigt, was das mit dem Kind macht und wie man die Situation besser lösen kann. Im Grunde liegt die Hauptarbeit bei einem selbst. Man muss sich mit den eigenen Gefühlen auseinander setzen, um mit den Gefühlen der Kinder umgehen zu können.
Zum Schluss werden noch Themen aufgegriffen, wie: „Was denken andere über mich“, „Was ist mir wichtig?“ mit Übungen zur Reflexion.

Ich fand das Buch interessant, aber auch etwas holprig zu lesen und an vielen Stellen zu viel und zu ausführlich.

Bewertung vom 01.02.2025
»Wenn Ende gut, dann alles« / Svetlana und Tommi ermitteln Bd.1
Klüpfel, Volker

»Wenn Ende gut, dann alles« / Svetlana und Tommi ermitteln Bd.1


ausgezeichnet

„Wenn Ende gut, dann alles“ ist eine von Svetlanas ukrainischen Weisheiten, die sie gerne mit Tommi teilt. Tommi (Tommes) ist ein obdachloser Autor, der im Wohnmobil seines Vaters wohnt und nach der Trennung von seiner Freundin, versucht ein Buch zu schreiben. Svetlana ist seine Putzfrau, die schon für seinen Vater gearbeitet hat und nun bei Tommi Ordnung hält. Beide finden zufällig ein kleines Mädchen, welches bei Regen einsam am Waldrand spaziert. Nachdem die Polizei eingeschaltet wurde, die Mutter unauffindbar bleibt und die beiden bei dem Mädchen einen Hilferuf fanden, versuchen sie, aus Interesse daran dem Mädchen zu helfen, selbst zu ermitteln.
Svetlana ist eine echte Type und trägt das Buch. Sie ist hilfsbereit, entschlossen, unnachgiebig und zieht Tommi mit, der sein Leben momentan nicht so ganz im Griff hat, es selbst aber nicht sieht. Die Dialoge der beiden sind oftmals sehr witzig, aufgrund Svetlanas nicht immer ganz einwandfreien Deutschkenntnissen und der Begriffsstutzigkeit von Tommi.
Erzählt wird aus der Sicht von Tommi. Manchmal stochern die beiden im Ungewissen, sie sind eben Amateure, doch dann nimmt ihre Ermittlungsarbeit auch Fahrt auf.

Das Buch ist Volker Klüpfels Debüt als Soloautor, nachdem er bereits seit Jahren u.a. zusammen mit Michael Kobr an der erfolgreichen Kommissar Kluftinger-Reihe schreibt. Kommissar Kluftinger ist natürlich schon ein Original und Svetlana kommt ihm schon nahe, kann ihm aber noch nicht ganz das Wasser reichen.
Dennoch ist das Buch durchaus unterhaltsam.
Was mir auch gut gefallen hat ist, dass Personen, die leider eher dem Rand der Gesellschaft zugeordnet werden, eine Stimme, bzw. eine Rolle in dem Buch erhalten, wie z.B. die ukrainischen Flüchtlinge und das Mädchen mit Down-Syndrom.
Ich bin selbst Mutter eines behinderten Mädchens und fand es richtig schön, wie selbstverständlich sich Svetlana und Tommi dem Mädchen annahmen. Ich würde mir wünschen, dass auch behinderte Menschen, wie selbstverständlich, Rollen in Büchern, Filmen etc. übernehmen dürfen. Gerne als Hauptrolle, für mehr Aufklärung, mehr Inklusion, mehr gesellschaftliches Miteinander.

Bewertung vom 05.01.2025
Racheritual
Cross, Ethan

Racheritual


ausgezeichnet

Wieder ein richtig gut gelungener Thriller von Ethan Cross. Bei „Racheritual“ handelt es sich um den ersten Band der Baxter-Kincaid-Reihe.
Baxter Kincaid ist Ermittler und kämpft mit seinen eigenen Dämonen, so ist er z.B. dem weißen Pulver nicht ganz abgeneigt, hat dennoch ein gutes Gespür bei der taktischen Arbeit. Die Dialoge sind häufig mit viel Witz und Humor geschrieben, zeigen aber auch dunkle Seiten. Durch die vielschichtigen Charaktere, wird man als Leser durch den Schreibstil gepackt und kann nicht mehr aufhören zu lesen.
In dem Thriller wird versucht mehrere Serienmorde aufzuklären, die dem Ravenkiller zugeschrieben werden. Die Morde stehen alle im Zeichen der Nordischen Mythologie. Als Leser erfährt man auch so einiges darüber. Obwohl ich die Grundzüge kenne, haben mich einige Details überrascht und ich fand das ganze Buch durchgängig spannend.
Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Baxter Kincaid als Polizist fasst den Ravenkiller – anschließend neun Jahre später – Kincaid hat mittlerweile den Dienst quittiert, muss er den Ravenkiller erneut jagen.
Der Farbschnitt, der mich an eine Steintafel erinnert ist ebenso gut gelungen.
Eine klare Empfehlung für jeden, der gerne Thriller liest.