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Benutzername: 
riegermilena
Wohnort: 
Egenhausen

Bewertungen

Insgesamt 49 Bewertungen
Bewertung vom 28.03.2025
Die Tochter des Leuchtturmwächters
Cox, Amanda

Die Tochter des Leuchtturmwächters


ausgezeichnet

Um sich selbst und ihrem kleinen Unternehmen die dringend nötige Auszeit zu verschaffen, bewirbt sich Josephina, von allen Joey genannt, als Projektleiterin für die Sanierung eines alten Leuchtturms. Weit weg von Zuhause stürzt sie sich in diese neue Arbeit, ohne zu ahnen, welche Überraschungen und Herausforderungen dort auf sie warten.
Um den Leuchtturm „Bleakpoint Light“ ranken sich geheimnisvolle Erzählungen und auch wenn Joey nichts mit verrücken Unwahrheiten zu tun haben will, zeigt sich schnell, dass die Geschichte des Leuchtturms alles andere als langweilig ist.

„Die Tochter des Leuchtturmwärters“ ist ein wunderschöner Roman, der uns in die einzigartige Kulisse der Outer Banks in North Carolina führt.
Wie auch der Leuchtturm mit der Zeit Schaden genommen hat und eine Restaurierung notwendig ist, so haben auch die Personen aus der Geschichte schmerzhaftes erlebt und dadurch ebenso dringend liebevolle Zuwendung und Heilung nötig.
Die Autorin hat die einzelnen Charaktere so toll herausgearbeitet und es hat richtig Spaß gemacht zu lesen, wie sie sich alle weiterentwickelt und aus ihren Erfahrungen und der Vergangenheit gelernt haben.
Im Verlauf der Geschichte erfährt man nach und nach was damals wirklich auf der kleinen Insel geschah und auch wenn ich manches Mal dachte zu wissen, wie es weitergeht, gab es eine überraschende Wendung.
Schön fand ich es auch, dass sich die Liebesgeschichte in diesem Buch eher im Hintergrund entwickelt und die Handlung nicht bestimmt.

Es hat so viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, ich wollte es am liebsten gar nicht mehr zur Seite legen.

Bewertung vom 27.03.2025
I am Loved
Blenk, Annemarie

I am Loved


ausgezeichnet

Madison, oder auch Maddie hat die alte Anglerhütte ihres Vaters geerbt. Wobei die, wenn sie ehrlich ist, vielmehr einer Ferienvilla ähnelt, als einer kleinen Hütte. Aber ganz egal was es genau ist, Maddie will damit nichts zu tun haben. Denn bei dem Ziel die schmerzhaften Erinnerungen an ihren Vater loszuwerden, ist diese Hütte definitiv ein Hindernis. Mit dem Vorhaben das Erbstück meistbietend zu verkaufen, macht sie sich daher an die Renovierungsarbeiten.
Doch dabei hat sie nicht mit Matt gerechnet. Der Fishing Guide am Storm Lake macht es ihr ganz schön schwer sich allein auf ihr eigentliches Vorhaben zu konzentrieren und ohne genauer darüber nachzudenken, verstrickt sich Maddie auch noch in eine Lügengeschichte.

Die Autorin hat hier eine tolle Geschichte rund um Maddie und Matt erschaffen, in der wir einiges über Neuanfänge, Vergebung und Heilung erfahren dürfen, aber auch über den Wert von Ehrlichkeit.
Was mir besonders gut gefallen hat, war die Freunde rund um Maddie, allen voran Kat und Grace. Eine Freundschaft, in welcher zwar jeder so seine Macken hat, wo aber neben dem Humor auch Vertrauen und Verbundenheit nicht zu kurz kommen. Auch wenn eine von ihnen einen Fehler macht unterstützen sie sich und sind füreinander da.

Die Handlung baut sich langsam auf, ohne sich zu überstürzen, was wunderbar zu dem Heilungsweg von Maddie passt. Zwischendurch lässt die Autorin zwischendurch noch etwas Spannung einfließen.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger wie ich ihn absolut nicht vermutet hätte und ich kann den Folgeband jetzt schon kaum erwarten.

Bewertung vom 24.03.2025
Dietrich Bonhoeffer: Keine Angst vor dem Leben
Schulz, Uwe

Dietrich Bonhoeffer: Keine Angst vor dem Leben


ausgezeichnet

In wenigen Tagen jährt sich der Todestag von Dietrich Bonhoeffer zum 80. Mal.
Passend dazu erscheint im Brunnen Verlag diese neue Biografie, geschrieben von Uwe Schulz.

Es ist keine chronologische, fortlaufende biografische Erzählung, sondern eine Sammlung von Momentaufnahmen aus Dietrich Bonhoeffers leben.
Uwe Schulz sammelt einzelne Situationen in Bonhoeffers Leben und schildert sie in themenbezogenen Kapiteln, wie z.B. Liebe, Schuld, Wahrheit.
„Momentaufnahmen“ trifft es dabei sehr gut, ist das Buch doch eher wie Fotoalbum, durch das man hindurchblättert und die einzelnen Bilder anschaut, während der Autor nach und nach erzählt, wie die einzelnen Situationen zustande kamen.

Das Buch ist voller wertvoller Gedanken, die zum Nachdenken anregen und der Leser erfährt mit welchen Fragen, Herausforderungen und Entscheidungen Bonhoeffer konfrontiert war.
Ergänzt wird das Geschriebene immer wieder durch QR-Codes, welche zu ergänzenden Fotos, Dokumenten oder ähnlichem führen.

Ich kann mir vorstellen, dass es für alle, die mit dem groben Lebenslauf von Dietrich Bonhoeffer nicht vertraut sind, an mancher Stelle etwas schwierig sein kann, die einzelnen Geschehnisse gedanklich in eine „richtige“ Reihenfolge zu bringen.
Hilfreich kann da die Chronologie am Ende des Buches sein, welche noch einmal alle wichtigen Stationen von Bonhoeffers Leben in einer Tabelle darstellt.

Ich habe schon einiges von und über Dietrich Bonhoeffer gelesen und bin immer wieder aufs Neue bewegt und erstaunt von dem, was wir aus seinem Leben und auch seinen Büchern lernen können. Auch dieses Buch reiht sich darin wunderbar ein und ich konnte wieder neue, wertvolle Gedanken für mich mitnehmen.
Beim Lesen dachte ich auch, dass dieses Buch nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche und junge Erwachsene einen sehr guten Einblick in das Leben von Dietrich Bonhoeffer bietet.

Bewertung vom 19.03.2025
forever loved
Saint-Elien, Tarah-Lynn

forever loved


ausgezeichnet

Ein tolles Andachtsbuch für Mädchen im Teeniealter und einer wichtigen Botschaft: Gott ist immer an deiner Seite!

Die Andachten sind immer gleich aufgebaut. Sie startet mit einer kurzen Frage oder Erklärung aus der Sicht der Leserin. Zum Beispiel von dem „Mädchen, das sich als Versager fühlt“ oder dem „Mädchen, das gern dazugehören möchte“. Danach antwortet die Autorin in Form eines Briefes darauf, ermutigt, versucht Antworten und Lösungsvorschläge zu geben und versucht der jungen Leserin aufzuzeigen, dass sie mit ihren Fragen und Herausforderungen nicht allein ist und Gott auch in dieser Situation an ihrer Seite ist.
Es folgt ein Bibelvers und ein ermutigendes Statement zum Abschluss.

Die Autorin schreibt sehr ermutigend und wertschätzend. Ihr Anliegen, dass jede junge Leserin erfährt, dass sie geliebt und angenommen ist, kommt in jeder Andacht zum Ausdruck.

Am Ende des Buches findet sich eine Übersicht zu allen Themen. Insgesamt würde ich sagen, dass sich das Buch eher dazu eignet themenbezogen gelesen zu werden als schlicht einmal von Anfang bis Ende.

Vom Verlag wird das Buch ab 13 Jahren empfohlen.
Einige der Andachten beziehen sich auf die Themen Smartphone, soziale Medien und Liebeskummer. Da ist es ja ganz unterschiedlich, wann diese Punkte bei Mädchen aktuell werden, daher würde ich empfehlen individuell zu entscheiden ab wann das Buch passend ist.

Das Buch ist wunderschön gestaltet, sowohl das Cover, wie auch die Innengestaltung ist sehr ansprechend, so dass man es immer wieder gerne in die Hand nimmt.

Bewertung vom 11.03.2025
Wenn Israel fällt, fällt auch der Westen
Gracia, Giuseppe

Wenn Israel fällt, fällt auch der Westen


ausgezeichnet

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Frage, warum es Antisemitismus gibt und er seit vielen Jahrhunderten immer wieder in unterschiedlicher Art und Weise über die Juden hereinbricht und was das alles auch mit uns zu tun hat.
Um zu einer Antwort zu gelangen, betrachtet der Autor sowohl historische, geopolitische, wie auch geistliche Aspekte.

Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil und es lässt sich leicht lesen. Seinen Ausführungen kann man auch ohne großes Vorwissen über Israel und seine Geschichte problemlos folgen.
Dennoch schreibt er kurz und knackig, ohne Ausschweife und kommt in den einzelnen Abschnitten schnell auf den Punkt.
Und in all dem zeigt er auch deutlich, dass Israelhass und Antisemitismus, trotz aller historischer Aspekte, nicht einfach rein rational begründet sind.

Für mich war es das erste Buch von Giuseppe Garcia, ein Journalist und Schriftsteller aus der Schweiz, doch es hat mich von der ersten Seite an voll und ganz überzeugt.

Das Buch an sich ist hochwertig aufgemacht und mit seinen 120 Seiten eher ein „Büchlein“, was ich in diesem Fall sehr positiv empfunden habe. Dadurch eignet sich das Buch auch wunderbar zum Weiterempfehlen oder als Geschenk, gerade auch bei Menschen, die dem Thema „Israel“ eher kritisch begegnen. So jemand würde sich vermutlich nicht durch einen dicken Wälzer arbeiten, da ist dieses Format perfekt.

Ich kann das Buch von ganzem Herzen empfehlen! Gerade in unserer Zeit, wo diese Themen sehr umstritten und zum Teil auch emotionsgeladen sind, bietet es Aufklärung und Antworten.

Bewertung vom 07.03.2025
Wer ist Jesus Christus?
Prean-Bruni, Maria

Wer ist Jesus Christus?


sehr gut

Wer ist Jesus Christus?
In diesem Buch geht Maria Prean-Bruni dieser Frage auf den Grund und geht auch ausführlich darauf ein, warum es so wichtig ist, eine Antwort auf diese Frage zu finden.

“Warum ist es so entscheidend, dass wir Jesus kennen? Weil er die einzige Hoffnung und der einzige Erlöser für diese Welt ist!” (Zitat, S.20)

Die Kapitel bauen dahingehend aufeinander auf, Jesus immer besser kennenzulernen und zu verstehen wer er für uns ist.
In manchen Kapiteln folgt auf das entsprechende Thema ein ausführlicher Teil mit Bibelstellen um das geschriebene anhand Gottes Wort zu unterstreichen.
Besonders spannend fand ich dabei die Gegenüberstellung von biblischen Verheißungen über Jesus und den Bibelstellen von deren Erfüllung.

Das letzte Kapitel besteht aus gesammelten Zeugnissen, was ich als tollen Abschluss empfunden habe.

Maria Prean-Bruni hat zwar einen ganz eigenen Stil und eine besondere Art, aber ich finde man kann sehr viel von ihr lernen und ihre völlige Hingabe an Jesus finde ich immer wieder auf’s Neue erstaunlich und ermutigend.
Manche “Details” würde ich evtl. etwas anders auslegen, aber das tut dem Buch und dem Inhalt im Großen und Ganzen keinen Abbruch.

Was sie in diesem Buch zusammengetragen hat kann sowohl für Neubekehrte bereichernd sein, wie auch für alle die schon länger mit Jesus unterwegs sind.

Bewertung vom 04.03.2025
Ketten zerfallen zu Staub
Ibraheem, Mariam

Ketten zerfallen zu Staub


ausgezeichnet

Mariam Ibraheem wurde im Sudan geboren, mit einer äthiopischen Mutter, die als Flüchtling im Sudan lebte und einem sudanesischen Vater.
In diesem Buch erzählt sie ihre Geschichte von Kindheit an, bis hin ins Erwachsenenalter und wir erfahren, was sie erlebt hat und was ihr im Sudan widerfahren ist.

Schon ihre Erfahrungen als Kind sind unvorstellbar und traumatisch. Als Christin in einem muslimischen Land ist Mariam immer wieder mit Ablehnung, Hass und Unverständnis konfrontiert und schließlich geschieht das unfassbare: weil sie sich weigert dem Islam beizutreten wird sie als „Ungläubige“ zum Tode verurteilt und sieht sich in Haft einmal mehr unglaublicher Grausamkeit gegenüber.
Doch in allem weiß sie um den einen Gott, der ihr Halt ist und ihr Frieden schenkt, inmitten den Stürmen ihres Lebens.

Diese Biografie ist alles andere als leichte Kost. Das Buch beginnt mit einem Hinweis, über den ausführlichen Bericht von Gewalt und Misshandlung in manchen Kapiteln. So kann jeder, der möchte die entsprechenden Kapitel überfliegen oder ganz überspringen.
Gerade für Personen, die möglicherweise selbst körperliche Gewalt erlebt haben oder in dieser Hinsicht sensibel sind, ist es ein wichtiger Hinweis, da die Autorin das Erlebte nicht nur umschreibt oder andeutet.
Die Autorin schreibt auch sehr bildlich, sodass man einen lebhaften Eindruck von dem Leben im Sudan erhält.

Es hat mich sehr bewegt von Mariams Glauben und ihrem Vertrauen zu lesen und wie sie, auch in scheinbar ausweglosen Situation an Gott festhält.
Inmitten von Bedrängnis findet sie nicht nur Trost, sondern auch ihre Berufung und ist bereit alles für Jesus zu geben. Selbst in den widrigsten Umständen lässt sie sich von ihm gebrauchen.
Auch den Mut, den Mariam schon in jungen Jahren immer wieder aufbringt, um für Aufrichtigkeit und für Gerechtigkeit einzustehen ist beeindruckend.
Selbst nach all dem, was ihr angetan wurde, ist sie keine verbitterte, gebrochene Frau, sondern weiß sich in Jesu Händen getragen.

„Ganze Minderheiten im Sudan haben das Evangelium noch nie auch nur ein einziges Mal gehört. Wie kann ich es einer Nation verübeln, dass sie mich nicht liebt, wenn sie doch gar nicht weiß, was Liebe ist – oder wer die Liebe ist?“ (Zitat, S.383)

Was bei mir, auch am Ende des Buches, noch ein paar Fragen aufgeworfen hat, war die Beziehung zu ihrem Ehemann. Es werden im Buch einige Probleme, Uneinigkeit und Herausforderungen in ihrer Ehe angedeutet, wo es mich interessiert hätte wie es den beiden weiter erging.

Doch insgesamt ist es wirklich ein gelungenes Werk und ein eindrucksvoller Bericht über Mariams unerschütterlichen Glauben und ihr Vertrauen in Jesus.

Bewertung vom 03.03.2025
Petrus und seine Geschichte mit Gott
Grieco, Katrin

Petrus und seine Geschichte mit Gott


ausgezeichnet

Das Buch erzählt Petrus Geschichte, von der ersten Begegnung mit Jesus, über die gemeinsame Reise als Jünger an Jesu Seite, bis hin zu ihrer zweiten Begegnung am See, nach Jesu Tod und Auferstehung.
Die Kinder erfahren von den Wundern die Petrus mit Jesus erlebt hat und wie er, nachdem er Jesus verraten hatte wieder Vergebung und Annahme erfährt.

Nachdem die neue Lesereihe für Leseanfänger mit Jona ihren Anfang genommen hat, gibt es jetzt auch Petrus Geschichte für die kleinsten Leser.
Durch die große, gut lesbare Schrift und die Bilder, welche Hauptwörter ersetzen, ist es ein toller Einstieg für Leseanfänger. Aber auch für Vorschüler kann es ein tolles Vorlese-Erlebnis sein, wenn die Eltern vorlesen und die Kinder dazu die Bild-Wörter ergänzen.
Am Ende des Buches gibt es noch eine Übersicht, in welcher alle Hauptwörter noch einmal erklärt werden und noch ein Petrus-Rätsel, das noch einmal die Kernaussagen der Geschichte herausstellt.

Ein tolles Buch, das die ersten Schritte im Lesen mit der Botschaft aus der Bibel verbindet.
Ich finde es großartig, wenn es auch für Erstleser mehr und mehr Bücher aus christlichen Verlagen gibt.

Bewertung vom 26.02.2025
Miluscha
Seltmann, Lothar von

Miluscha


ausgezeichnet

„Gott wird sorgen“ – davon zeugt dieses Buch und schildert auf einfühlsame Weise die Geschichte der jungen Emilie Beer, von allen Miluscha genannt.

Miluscha wird in einem kleinen deutschen Dorf in der Ukraine geboren und erlebt hier die ersten Lebensjahre inmitten von Wiesen und Wäldern. Doch die Familienidylle findet ein jähes Ende, als die kommunistischen Hände eines Tages auch nach ihrer Heimat greifen.
Die Familie sieht sich mit mehreren Schicksalsschlägen konfrontiert, wird deportiert und zur Zwangarbeit verpflichtet. Immer wieder müssen sie ihrer Bleibe verlassen, um an einem neuen Ort Arbeit und ein Zuhause zu finden.
Doch was die Familie zusammenhält ist der Glaube und das Vertrauen, dass Gott für sie sorgen wird.

Der Autor erzählt hier auf sehr einfühlsame und eindrückliche Art und Weise eine Familiengeschichte, die zu Herzen geht. Aus meiner Lebenswelt heraus scheint es mir unglaublich, was diese Frau alles erlebt (und auch überlebt) hat und es dennoch geschafft hat, ihre Lebensfreude und ihren Glauben nicht zu verlieren.
Wir erfahren in dem Buch auch viel von Miluschas Eltern und wie besonders ihr Vater eben diese Grundlagen in ihrem Leben und der Familie gesät hat und schließlich die ganze Familie daran festhält.
Dadurch durften sie in den widrigsten Umständen erleben, wie Gott sie versorgt und bewahrt.

Eine sehr bewegende, aber auch ermutigende Lebensgeschichte, die ich sehr gerne gelesen habe und auch weiterempfehlen werde.

Bewertung vom 21.02.2025
Großmütter erinnern sich
Gruber, Roswitha

Großmütter erinnern sich


sehr gut

Roswitha Gruber hat 11 Geschichten gesammelt, von Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten und dich auch einiges gemeinsam haben: sie alle kamen rund um den ersten Weltkrieg zur Welt und erlebten dann, auf die ein oder andere Weise, auch noch einen zweiten Weltkrieg.
Sie erzählen von ihrer Kindheit und ihrem Erwachsenwerden in einer Zeit der Entbehrung und wie sie dennoch zufrieden sein konnten.

Der Schreibstil der Autorin lässt einen den Eindruck gewinnen, als würde die Erzählende tatsächlich vor einem sitzen und aus ihrem Leben erzählen. Es hat mir gefallen, dass so in jeder Geschichte auch die persönliche Note der jeweiligen Frau zum Ausdruck kam.

Es ist heute fast unglaublich was diesen Frauen alles widerfahren ist und in welchen Umständen sie großgeworden sind. Es hat mich sehr bewegt, von wie viel Verzicht das Leben dieser Frauen geprägt war, wobei sie in ihren Erzählungen nicht einmal den Eindruck machen, als hätten sie es so empfunden. Besonders als Kinder waren sie wohl einfach dankbar und zufrieden waren mit dem, was sie hatten.

Was ich etwas vermisst habe, war der Aspekt des Glaubens, welcher, wenn es nach der Buchbeschreibung geht, ihnen half auch harte Zeiten zu überstehen. Bis auf wenige Ausnahmen wird dieser nicht erwähnt. Das tut den Geschichten in sich keinen Abbruch, ich hatte nur etwas anderes erwartet, aufgrund der Erwähnung im Klappentext.

Alles in allem ein unterhaltsames Buch, das einen besonderen Einblick in vergangene Zeiten gewährt!