Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Mops
Wohnort: 
Chemnitz

Bewertungen

Insgesamt 3 Bewertungen
Bewertung vom 26.03.2025
Broken Royals / Palace of Monaco Bd.1
Hawser, Louisa

Broken Royals / Palace of Monaco Bd.1


ausgezeichnet

Hat mich emotional sehr gepackt

Hach, war das eine schöne Liebesgeschichte. Ruhig, emotional, berührend und dennoch packend. Eigentlich bin ich nicht so der Fan von royalen Geschichten, aber hier war das nicht so herausstechend, daher war es für mich ok.

Mit Billie und Charles hat man zwei Protas, die mächtige Päckchen zu tragen haben, denen aber man ganz wunderbar bei ihrer Entwicklung zuschauen kann. Hinzu kommt ein sehr bildhafter Schreibstil, was ein 1a-Kopfkino erzeugt. Aber auch die Sidekicks waren wunderbar, allen voran Nisha und Yves, wo ich ja hoffe, dass die beiden noch ihre eigene Geschichte bekommen. Dass das schwierige Thema Alzheimer hier auch einen Platz in der Geschichte gefunden hat war gut. Wie in der Geschichte schon selbst geschrieben, muss diese Krankheit aus der Tabu-Zone raus. Solche Geschichte regen dazu an, sich mehr damit zu befassen und Vorurteile abzubauen.

Bei dem Plot mit Blaise - dem Exfreund - hatte ich irgendwie mehr erwartet. Ein großer Knall zum Schluß, aber das ist am Ende ja eher verpufft. Aber das war auch dann ok für mich.

Mein Fazit: Wunderschöne Slow-Burn-Geschichte, die mich sehr berührt hat.

Bewertung vom 16.03.2025
Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen
van de Wijdeven, Herman

Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen


ausgezeichnet

Konnte mich nicht packen

Vom Klappentext her klang das Buch sehr ansprechend. Eine Geschichte über Freundschaft, Neid und Eifersucht. Das hat man von der Story auch bekommen; das kann ich nicht absprechen. Und die Kapitellänge war auch ansprechend, da sehr kurz. Allerdings war es absolut kein Buch was mich packen konnte.

Das lag zum einen an den ständigen Zeitsprüngen; ein Kapitel im heute, das nächste von vor 2 Wochen, dann wieder heute, dann vor ein paar Monaten, dann vor 2 Tagen, etc. Per se hab ich nix gegen Zeitsprünge. Aber hier war mir das zu viel. Zumal es auch total durcheinander war.
Dann blieben die Figuren für mich total blass, vor allem Finn, der ja eigentlich der Hauptauslöser der Freundeskrise war. Aber auch über Bent - den Hauptcharakter - erfährt man nur wenig. Zum Beispiel warum sein Vater weg ist. Das wird nur angerissen.
Dafür bekommt man lange Erzählungen über den Laufweg des Jungen, die einen zwar ein Bild vom Dorf vermitteln. Aber das braucht man ja nicht für die Geschichte. Also eher nur Füllmaterial, für ein ehso schon kurzes Buch.

Der Storyplot - neuer Junge der sich in eine Freundschaft drängt - hätte soviel hergeben können. Aber es blieb alles eher unausgesprochen und dünn. Schade.

Mein Fazit: Ich würde eher vom Buch abraten. Da gibt es bessere zum Thema.

Bewertung vom 15.03.2025
Abroad in Japan
Broad, Chris

Abroad in Japan


sehr gut

Guter Einblick in die japanische Kultur

In diesem Buch begleitet man Chris Broad durch seine Jahre in Japan, erst als Englischlehrer und dann als Blogger. Er schafft es wirklich einen in die japanische Kultur, Gesellschaft und Geschichte einzuführen. Und dabei stets mit witzigen Anektoden, wo er auch nicht zurückschreckt sich selbst zu entblößen.

Ich hatte schon ein wenig Ahnung über Japan, hatte aber trotzdem viele Aha-Effekte. Zum Beispiel, dass man in Onsen-Bädern nackt sich aufhält. Und Broad weiß es mit seinem Buch mächtig Appetit zu machen. So oft wie er über die kulinarischen Besonderheiten des Landes schreibt, muss man einfach Hunger auf all die Köstlichkeiten bekommen.

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich: In einem Abschnitt führt er in die japanische Schreibweise ein, wo er auch die Schriftzeichen mit aufführt. Die sind aber zumindest in meiner E-Book-Version nicht mit aufgeführt. Da ist einfach ein freies Feld. Damit kann man die von ihm gemachten Erläuterungen nicht nachvollziehen.
Und Broad schafft es zwar mit seiner Schreibweise mir die Landschaft Japans vor Augen zu führen. Aber ich hatte von den handelnden Personen einfach kein Bild vor Augen. Keine Ahnung warum, aber diese blieben einfach für mich blass.

Mein Fazit: Das Buch ist ein toller Einblick in das Japan von heute und sehr unterhaltsam. Es macht auf alle Fälle Lust dort hinzureisen.