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Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
lisbethsalander
Wohnort: 
Zossen

Bewertungen

Insgesamt 19 Bewertungen
12
Bewertung vom 25.03.2025
Halbinsel
Bilkau, Kristine

Halbinsel


sehr gut

Bewegendes Portrait einer Mutter-Tochter-Beziehung

Da ich ein großer Fan der Autorin Kristine Bilkau bin, war ich natürlich sehr gespannt auf ihr neustes Werk. Schon das Cover hat mir sehr gut gefallen, eine attraktive Frauenfigur in der Rückansicht gezeigt, farblich sehr stilvoll und geschmackvoll gestaltet. Ich habe das Buch immer gerne zur Hand genommen. Der Inhalt widmet sich der Mutter-Tochter-Beziehung von Annett, einer Bibliothekarin mittleren Alters, deren Mann vor längerer Zeit verstorben ist und ihrer Tochter, Linn, Mitte zwanzig. Nachdem Linn einen Zusammenbruch erlitten hat, nimmt Annett sie bei sich auf. Durch Rückblenden erfahren wir über das Leben von Mutter und Tochter, und die Geschichte setzt sich mit deren Gefühlswelten auseinander, was die Autorin auf eine sehr einfühlsame Art und Weise schildert. Auch mit aktuellen politischen Themen beschäftigt sich das Buch, Klimaschutz, Corona, Kristine Bilkau lässt nichts aus. All das hat mich sehr bewegt, ich habe es wahnsinnig gerne gelesen, die Autorin hat mich ein weiteres Mal komplett überzeugt.

Bewertung vom 25.03.2025
Stromlinien
Frank, Rebekka

Stromlinien


ausgezeichnet

Mischung aus Familiengeschichte und Krimi - ein Highlight

Bereits die Leseprobe von Rebekka Franks neuem Roman "Stromlinien" hatte mich total in ihren Bann gezogen. Diese hohe Erwartungshaltung hat die Autorin auch mit der Lektüre des gesamten Buches bei mir erfüllen können. Die Geschichte spielt auf mehreren Zeitebenen, was das Ganze sehr sehr spannend gestaltet. Zum einen befinden wir uns in der Gegenwart, die Zwillinge Enna und Jale warten auf die Entlassung ihrer Mutter Alea, die vor vielen Jahren ins Gefängnis kam. Durch Rückblicke erfahren wir, wie alles zusammenhing, warum Alea verurteilt wurde, die Mädchen kennen ihre Mutter nicht wirklich. Und wer ist eigentlich ihr Vater? Welche Rolle spielt Großmutter Ehmi hierbei, sie hat die Mädchen groß gezogen. Die Familiengeschichte, die fast einem Krimi gleichkommt, ist in wundervolle Naturschilderungen eingebettet, die uns als Leser mit an den Handlungsort, das Alte Land, die Elbauen und die herrlichen Landschaften dort nehmen. Der Schreibstil von Rebekka Frank ist teilweise poetisch, gleichzeitig packend, extrem flüssig, ich konnte das Buch tatsächlich nur schwer aus der Hand legen. Bis zur letzten Seite habe ich mit gefiebert, wie alles zusammenhängt. Für mich gehört "Stromlinien" unbedingt zu den bisherigen Highlights in diesem Lesejahr!

Bewertung vom 10.03.2025
Hase und ich
Dalton, Chloe

Hase und ich


ausgezeichnet

Hat mich sehr bewegt

In ihrem Buch "Hase und ich " erzählt Chloe Dalton eine extrem herzerwärmende Geschichte, in der sie einen jungen Feldhasen,zu sich nimmt und mit der Flasche aufzieht. Auf das Buch aufmerksam geworden war ich sowohl durch das originale Cover mit dem wunderschönen Hasen als Portrait als auch durch den originellen Klappentext.

Überaus gelungen fand ich auch den Titel, einfach nur "Hase und ich" , ohne jegliche Form von Artikel o.ä. Und so habe ich auch die Lektüre des gesamten Buches sehr genossen, was mit Sicherheit auch daran liegen mag, dass ich selbst ein großer leidenschaftlicher Tierliebhaber bin. Die Autorin kommt dem Hasen, den sie von klein auf in ihrer Obhut hat, sehr nahe, auch wenn sie ihn trotz allem in die Natur entlässt, dennoch kommt er immer wieder zurück. Das Ganze hat mich sehr bewegt, es ist in einer wunderschönen geradezu poetischen Sprache verfasst, manche Stellen muss man einfach mehrmals lesen, weil sie so schön sind! Ganz nebenbei erfährt man auch viel Wissenswertes über Hasen im Speziellen bzw Allgemeinen, auch das war durchaus interessant! Mich hat das Buch komplett abgeholt, und es gibt von mir an dieser Stelle gerne eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 25.02.2025
Rückkehr nach Budapest
Kiss, Nikoletta

Rückkehr nach Budapest


ausgezeichnet

Tolle Liebesgeschichte mit politischem Hintergrund

In ihrem Roman "Rückkehr nach Budapest" erzählt die Autorin Nikoletta Kiss eine Liebesgeschichte, in der die Cousinen Marta und Theresa im Mittelpunkt stehen. Aufgewachsen in Ungarn, flieht Marta vor der Trunksucht des Vaters und folgt der Cousine nach Ostberlin, wir befinden uns in der Vorwendezeit. Beide bewegen sich gemeinsam in der bohèmehaften Literaturszene und lernen den Künstler Konstantin kennen und lieben. Natürlich ergibt diese Dreierkonstellation reichlich unterschwelliges Konfliktpotential, was Nikoletta Kiss mit den politischen Hintergründen zu einer spannenden Handlung verwebt. Die jungen Frauen sind charakterlich extrem konträr aufgestellt, die eine selbstbewusst, offen, stellenweise egoistisch, die andere zurückhaltend, passiv, beobachtend. Sehr authentisch schildert die Autorin ihre Charaktere. Mir hat dieses Buch großartige Leseunterhaltung geboten, deshalb auf jeden Fall die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung. Auch das Cover fand ich zur Geschichte passend und wunderschön gestaltet.

Bewertung vom 20.02.2025
Unbedingt lesen, wenn ...
Smith, Julie

Unbedingt lesen, wenn ...


ausgezeichnet

Gelungener Ratgeber

In ihrem neuen Ratgeber "Unbedingt lesen, wenn....." bietet die Autorin Dr. Julie Smith, wie ich finde, für diverse Krisensituationen bzw kleine oder größere Herausforderungen, die das Leben uns als Stolpersteine in den Weg legt, Lösungsansätze. Dabei ist das Buch sehr gekonnt gegliedert, in jedem Kapitel widmet sich die Psychologin einem anderen Problem, die Überschrift ist dabei Programm und weist den Leser bereits darauf hin, worum es jeweils geht. Somit muss der Ratgeber nicht unbedingt im Ganzen konsumiert werden, sondern man nimmt ihn immer dann zur Hand, wenn einen eines der angesprochenen Themen interessiert bzw gerade betrifft. Die Autorin gibt in einer Art Briefform wie eine Art gute Freundin Tipps und Hinweise, wie man das Problem angehen könnte bzw stellt einem ein sogenanntes Toolkit zur Verfügung, mit praktikablen Übungen und Herangehensweisen, aber auch entsprechende Links, die einem bestimmt oft weiter helfen. Sie verzichtet dabei auf allzu verwirrende Fachtermini, das hat mir gut gefallen. Ich denke, dieses Buch wird einen festen Platz in meinem Regal bekommen und noch öfter zur Hand genommen werden. Das sehr angenehm und stilvoll gestaltete Cover macht es einem zusätzlich leicht.

Bewertung vom 10.02.2025
Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
Decker, Anika

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben


ausgezeichnet

Volltreffer

Der Name der Autorin dieses Buches, Anika Decker, sagte mir tatsächlich vor der Lektüre ihres neuen Buches rein gar nichts. Eine Lücke, die nun geschlossen ist, und "Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben" wird mit Sicherheit nicht das letzte sein, was ich aus ihrer Feder gelesen habe! Der Titel ist, wie ich finde, ein gelungener Marketing Schachzug des Verlages, man kann als Käufer in einer Buchhandlung tatsächlich nur schwer widerstehen! Protagonistin Nina, kurz vor der 50, ist kürzlich von ihrem langjährigen Ehemann verlassen worden und verliebt sich, nachdem sie eine neue Beziehung für sich quasi bereits fast ausgeschlossen hatte, in David, einen 20 Jahre jüngeren Mann. Mit dieser Altersdiskrepanz kommt sie selbst am allerwenigsten klar und überträgt ihre eigene Skepsis auf alle anderen. Die Autorin hinterfragt damit gesellschaftliche Klischees auf eine wie ich fand, sehr gelungene Art und Weise. Wir erfahren die Info nicht nur aus der Sicht der Hauptperson in der Ich-Form erzählt, sondern auch andere wichtige handelnde Menschen, wie zum Beispiel ihre jüngere Schwester Lena kommt zu Wort, aber auch Männer aus ihrem Leben. Das Ganze unterlegt mit einem subtilen Humor zwischen den Zeilen, ein bisschen Gesellschaftskritik, Lena möchte unbedingt vom Umfeld in Berlin-Zehlendorf, wo viele Reiche und Schöne wohnen, akzeptiert sein und verleugnet sich dafür selbst. Alles in der für mich speziellen Art der Autorin unterhaltsam und trotzdem mit Tiefgang umgesetzt. Deshalb die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 10.02.2025
Not your Darling
Blake, Katherine

Not your Darling


sehr gut

Gelungenes Sittenbild der Glamourwelt Hollywoods in den 50ern

Aus der jungen jungen Margret, die im England der 50er Jahre gen Hollywood aufbricht , wird schnell Loretta Darling,die Protagonistin dieses Romans. Katherine Blake erzählt in ihrem Buch "Not your Darling" die Geschichte dieser Frau, die ziemlich selbstbewusst ihren Traum, Maskenbildnerin zu werden und mit den ganz großen Schauspielern zu arbeiten, in die Tat umsetzt. Dass dies nicht immer einfach ist und ihr Steine in den Weg gelegt werden, versteht sich fast von selbst. Es wird spannende Leseunterhaltung geboten. In sehr ansprechendem lockeren Schreibstil wird man schnell in die Handlung hinein katapultiert, alle Charaktere sind extrem authentisch skizziert. Loretta verschafft sich Respekt in der größtenteils von Männern dominierten Welt. Allenfalls das Ende war mir vielleicht etwas abrupt geraten. Dafür fand ich jedoch das Cover überaus ansprechend gestaltet und zur Geschichte passend!

Bewertung vom 16.01.2025
Warum Hunde uns zu besseren Menschen machen
Kotrschal, Kurt

Warum Hunde uns zu besseren Menschen machen


ausgezeichnet

Sehr gelungenes Sachbuch

"Warum Hunde uns zu besseren Menschen machen" war tatsächlich mein erstes Buch von Prof. Kurt Kotrschal. Sowohl der Titel als solches als das mehr als ansprechend gestaltete Cover haben mich vom ersten Moment an mitgenommen. Die vielen Bilder im Inneren haben dann ihr Übriges getan, um mich vollends um den Finder zu wickeln. Seit über 30 Jahren habe ich selber immer mindestens einen Hund und habe diese Entscheidung zu keiner Stunde bereut. Die Hunde bereichern unser Leben, der Hund ist als Gefährte des Menschen nicht wegzudenken, und das ist schon seit vielen vielen 1000 Jahren so. In der heutigen Zeit fungiert unser treuer Begleiter auch in gesellschaftsrelevanten Bereichen, er wird als Therapiehund eingesetzt, als Begleithund für Menschen mit Handicap und als Spürhund gebraucht, eine Tatsache, die man natürlich weiß, aber es liest sich äußerst interessant und angenehm, die Thematik "Beziehung Hund-Mensch" wird hier auf sehr sehr angenehme Art und Weise beschrieben und mit schönen Buldern unterlegt, es war für uns hier tatsächlich überzeugend und berührend. Der Schreibstil ist locker und angenehm, der Autor kombiniert neuste wissenschaftliche Stufdien mit eigenen Erfahrungen, ich fühlte mich bei der gekonnten Struktur immer komplett mitgenommen. Dafür gibt es von mir eine volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 08.01.2025
Rosa Fröhlich - Der Tod wird kalt serviert
Mohn, Frieda

Rosa Fröhlich - Der Tod wird kalt serviert


ausgezeichnet

Überaus gelungener Lokalkrimi

Ja, ich hatte hohe Erwartungen an diesen neuen Krimi von Frieda Mohn! Und ja, diese Erwartungen wurden mehr als erfüllt! Allein schon das perfekt gestaltete Cover, das eine Berliner Kneipe zeigt, ist großartig gelungen und hat mich dieses Buch immer wieder sehr gerne zur Hand nehmen lassen! Im Mittelpunkt steht Rosa Fröhlich, ein Berliner Urgestein, die gemeinsam mit ihrem Vater ermittelt, der immerhin schon über 80 ist. Alle Charaktere sind mehr als authentisch skizziert, man meint sie tatsächlich alle persönlich zu kennen. Für mich als waschechte Berlinerin war es eine große Freude, auch die Berliner Mundart zu lesen, die ja leider oftmals verpönt ist. Auch das verwendete Lokalkolorit hat mich absolut überzeugt, der Schreibstil der Autorin ist extrem flüssig und angenehm, so dass man nur so durch die Seiten fliegt und die Lektüre nur schwer aus der Hand legen kann. Der Kriminalfall hat mich miträtseln lassen, er wurde absolut schlüssig gelöst, u. doch hatte ich das Ende nicht voraussehen können. Ab sofort warte ich auf mehr aus der Feder von Frieda Mohn, was hoffentlich nicht allzu lange dauert! An dieser Stelle gibt es erstmal eine absolute Leseempfehlung und natürlich fünf Sterne!

Bewertung vom 03.01.2025
Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
Reilly, K. J.

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen


ausgezeichnet

Berührende und humorvolle, jedoch niemals kitschige Geschichte
An "Das Verhalten ziemlich normaler Menschen" von K.J. Reilly hatte ich zugegebenermaßen gar nicht so hohe Erwartungen, da mir der Name der Autorin bisher gar nichts sagte. Um so mehr war ich überrascht, dass ich von der ersten Seite an sofort gepackt war und gleich in der Geschichte dran. Zum einen lag das natürlich am tollen, flüssigen Schreibstil, aber auch die einzelnen Charaktere sind so authentisch skizziert, dass man meint, jeden einzelnen bereits zu kennen. Die Situation des Protagonisten Asher, eines Jungen, der durch einen Unfall seine Mutter verloren hat, ist von der Autorin so empathisch und berührend, jedoch nie kitschig, sondern sogar mit einem stellenweise humorvollen Ton zwischen den Zeilen geschrieben, dass die Lektüre extrem leicht fällt, auch wenn das Thema eigentlich ein trauriges ist. Das Buch lässt sich nur schwer aus der Hand legen und bekommt deshalb von mir die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung! Das liebevoll gestaltete Cover, das mich ebenfalls sehr angesprochen hat, tat sein Übriges. Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten!

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