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Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Linda
Wohnort: 
Radeburg

Bewertungen

Insgesamt 47 Bewertungen
Bewertung vom 13.03.2025
Mismatch / Hopeville Dragons Bd.1
Willud, Laura

Mismatch / Hopeville Dragons Bd.1


sehr gut

Schöne, jedoch seichte Sports-Romance

Austin Fields wechselt das College, um seiner Vergangenheit zu entfliehen. Joyce Reed studiert Sportjournalismus und die beiden prallen zwangsläufig aufeinander. Austin ist nämlich ein höchst talentierter Basketballspieler und da er so ein Geheimnis um seine Vergangenheit in Chicago macht, wird Joyces Ehrgeiz geweckt und sie will es herausfinden. Allerdings ist ausgerechnet Joyce‘ Bruder der Kapitän der Mannschaft und er sieht einen klaren Konkurrenten in Austin, weswegen er ihm liebend Steine in den Weg legt.
Ich mochte die Geschichte wirklich gern. Die langsame Liebesgeschichte, die immer mehr an Fahrt zunahm, war schön, aber doch eher seicht gehalten. Die Story entsprach zu großen Teilen denen anderer Sports-Romances, die derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen.
Der Erzählstil war sehr flüssig und ich konnte mich gut mit den Charakteren identifizieren. Besonders die starke Joyce war mir sympathisch und ich mochte ihre offene, direkte Art sehr. Auch Austin war sehr interessant.
Aus dem Geheimnis wurde, meiner Meinung nach, ein zu großes Ding gemacht. Ohne zuviel verraten zu wollen, hätte ich mir schon etwas mehr Drama erhofft. Auch die Rivalität zwischen den Spielern fand ich an mancher Stelle unangebracht, weil es einfach keinen realistischen Grund dafür gab.
Alles in allem wurde ich sehr gut unterhalten und konnte mich an der Geschichte erfreuen. Jedoch ist es kein Buch, was mir besonders lange im Gedächtnis bleiben wird.

Bewertung vom 12.03.2025
Courting - Be mine through all time
Kingsley, Felicia

Courting - Be mine through all time


ausgezeichnet

Ein Ausflug in eine andere Zeit
Rebecca, eine schüchterne Studentin, findet sich unversehens in London im Jahr 1816 wieder. Da sie ein selbst ein riesiger Fan der Regency-Zeit ist, sollte sie dies eigentlich genießen, jedoch sind die Schattenseiten sehr präsent. Und dann gibt es auch noch eine Leiche. Zum Glück ist Reedlan Knox zur Stelle, um sie bei ihren Ermittlungen und noch so manch anderem zu unterstützen.

Ich hab dieses Buch geliebt. Die Charaktere waren so sympathisch und der Schreibstil hat mich regelrecht durch die Seiten getragen. Es war ein ziemlich dickes Buch, aber es gab genau die richtige Mischung von Historie, Romantik, Humor und Spannung. Ich habe auf jeder Seite mitgefiebert und habe das Setting geliebt. Gut fand ich auch, dass es hier nicht nur romantische Verklährheit gab, sondern dass die Regency-Zeit aus heutigen Gesichtspunkten beleuchtet wurde, mit seinen Vor- und Nachteilen. So hat man hier einen Einblick in das (nicht vorhandene) Gesundheitssystem bekommen und auch Psychiatrien und Gefängnisse wurden realistisch dargestellt. Auch die Installation von Toiletten oder Duschen waren in dieser Zeit nichts selbstverständliches und wurden mit kritischen Blicken seitens der feinen Gesellschaft beäugt. …, die ja aus unserer heutigen Zeit kommt, nimmt diese Missstände nicht an, sondern versucht, die Welt ein klein wenig zu verbessern.

Leider hat mich der Schluss nicht abgeholt. Da ich sonst zu viel verraten würde, möchte ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen. Zusätzlich hat mich die Charakterentwicklung der Protagonistin etwas überrascht. Zur heutigen Zeit eine schüchterne, unberührte Bibliotheksmaus, die ein Studium in Ägyptologie absolviert, in der Regency-Zeit eine selbstbewusste, starke Frau, die immer ihren Willen durchsetzt und alles andere als prüde agiert. Dass sie in solch einer Ausnahmesituation neue Charakterzüge entwickelt, wäre verständlich, aber mir war das zu abrupt und extrem. Sie hat ja eine absolute Kehrtwende hingelegt und ihr gesamtes Wesen um 180° gedreht.
Der letzte Punkt war Rebeccas Nachbarin. Sie ist eine Physikprofessorin, die Rebeccas Vorliebe für die Vergangenheit teilt und mit ihr gemeinsam in die Vergangenheit reist. Dort versucht sie dann durch Berechnungen den richtigen Zeitpunkt für eine Rückreise zu finden. Obwohl Rebecca weiß, dass die Nachbarin da ist, stattet sie ihr in der gesamten Zeit nur einen einzigen Besuch ab und wendet sich nicht einmal an sie, um Rat einzuholen oder über das Erlebte zu berichten, obwohl die beiden in der Neuzeit gut befreundet sind. Sie ist eine Nebenfigur und scheint nur die eine Funktion zu haben, an der Rückkehr zu arbeiten. Ansonsten scheint die Autorin sie vergessen zu haben.

Die Geschichte hat unheimlich viel Potential und wenn sie nicht so abrupt geendet hätte, hätte ich mir eine größere Reihe vorstellen können. Hier hätte man die Physikerin auch mehr einbinden und eventuell ihre eigene Parallelgeschichte erleben lassen können.

Bewertung vom 27.01.2025
Von Schafen und Wölfen
Zons, Achim

Von Schafen und Wölfen


weniger gut

Was wäre wenn?

Was wäre, wenn der Präsidentschaftskandidat der USA einen Gendefekt hat und aus diesem Grund das Amt nicht ausführen könnte? Und was wäre, wenn die größte deutsche Zeitung davon erfahren würde? Und was wäre, wenn die Redaktion aufgrund einer anstehenden Fusion mit einem amerikanischen Investor einen Maulkorb verpasst bekommen würde? Mit diesen und noch weiteren Fragen beschäftigt sich der neueste Roman von Achim Zons.

Leider hat mir oft der Überblick gefehlt und ich konnte der Handlung nicht ganz folgen. Dies hat den Lesefluss leider ziemlich beeinträchtigt. Manche Aktionen und Entscheidungen, vor allem zwischen Max und Emma, waren konstruiert und realitätsfern. Die Parallelen zu tatsächlichen Ereignissen sind mir ein wenig zu stark, als diente das Werk dazu, den frisch vereidigten Präsidenten an den Pranger zu stellen und nicht literarisch zu unterhalten.

Das Buch war wirklich interessant und die Idee dahinter mag nicht schlecht gewesen sein, die Umsetzung war aber nicht nach meinem Geschmack. Liebhabern von Politthrillern kann ich es dennoch empfehlen

Bewertung vom 06.01.2025
Say You Swear
Brandy, Meagan

Say You Swear


sehr gut

Als wäre man mittendrin
Das Buch ist eine richtig schöne Collegeromanze, die den Trope „Love-Triangle“ voll und ganz auslebt. Es geht hier um Ari und ihre Clique, mit der sie bereits seit dem Sandkasten befreundet ist. Dazu gehören unter anderem ihr überfürsorglicher Zwillingsbruder Mason oder Chase, in den sie bereits seit dem ersten Tag unsterblich verliebt ist. Nach einer großen Enttäuschung lernt sie jedoch den Mitstudenten Noah kennen und lieben. Nachdem Chase aber doch klar wird, dass Ari die Richtige ist, tut er alles dafür, sie zurückzugewinnen.

Den Anfang des Buches fand ich unheimlich toll. Ich habe mich in der Story verloren und wollte ständig weiterlesen. Der Schreibstil ist absolut toll und die Seiten fliegen nur so dahin. Die Protagonistin Ari ist mir auch unheimlich sympathisch und ich konnte mich sehr gut in ihr Gefühlsleben hineinversetzen.
Leider war die Handlung direkt zu Beginn etwas unübersichtlich und ich hatte Probleme, die vielen Charaktere auseinanderzuhalten. Ich habe sogar recherchiert, ob es sich hierbei eventuell um eine Fortsetzung handeln könnte und ich deshalb keinen richtigen Anschluss finde. Das hat sich aber sehr schnell geändert und ich konnte der Story ungehindert folgen.
An einer Stelle hatte ich jedoch das Gefühl, es fehlen einige Passagen. So soll Ari Noahs Mutter kennenlernen. Erst wird davon geschrieben, dass sie zu ihr fahren und ganz plötzlich sind sie mitten im Gespräch. Es gibt keine Vorstellung, keine Charakterbeschreibungen und so weiter. Als hätte man ausversehen ein bis zwei Seiten beim Druck übersprungen. Aber vielleicht wirkte das auch nur für mich so.
Die Wendung im letzten Drittel fand ich etwas überspitzt und ich finde, die hätte man auch gut weglassen können.
Dennoch habe ich das Buch geliebt und kann es jedem, der sich für College- oder Footballromanzen interessiert, wärmstens ans Herz legen

Bewertung vom 03.12.2024
Dem Sturm entgegen
Ahern, Cecelia

Dem Sturm entgegen


gut

Ein Sturm, der alles verändert

Die Ärztin Enya kommt zufällig in einer stürmischen Nacht zu einem Unfallort mit Fahrerflucht, an dem ein Junge angefahren wurde. Sie leistet erste Hilfe und der Junge kommt ins Krankenhaus. Obwohl sie als Ärztin solche Situationen kennen müsste, stürzt sie diese Begegnung in eine tiefe Krise und sie beginnt, ihr gesamtes Leben zu hinterfragen. Sie trennt sie von ihrem Mann und beginnt ein neues Leben am anderen Ende des Landes.

Noch nie habe ich mich so schwer damit getan, eine Rezension abzugeben. Einerseits war ich beeindruckt von Enya und ihrem Willen, ein glückliches Leben zu führen. Andererseits waren ihre depressiven Phasen sehr gewöhnungsbedürftig und mehr als einmal hatte ich das Bedürfnis, sie richtig durchzuschütteln, damit sie aufhört zu jammern und endlich Aktionen für sich sprechen lässt. Man hatte das Gefühl, dass sie sich ständig selbst im Weg steht. Von ihrer Hausverwalterin fange ich lieber gar nicht erst an. Auch der Part mit dem Rag Tree nimmt meiner Meinung nach zu viel Raum ein und ist eher störend für den Lesefluss. Ja, es gehört zur irischen Mythologie, aber das wurde wirklich mehr als ausreichend thematisiert. Das Damoklesschwert, das permanent über Enya hängt, war für meinen Geschmack auch zu viel. Ihre Mutter ist nämlich mit 47 gestorben und nun hat die Protagonistin die grundlose Angst, dass sie ebenfalls in diesem Alter stirbt.

Das Ende war meiner Meinung nach zu schnell. Man bekam das Gefühl, es sollte schnell abgehandelt werden, damit man sich mehr auf das Seelenleiden der Protagonistin konzentrieren kann

Insgesamt war mir das Buch einfach zu viel: zu viel Gejammer, zu viel Mythologie, zu viel Hippieflair, zu viele Schuldgefühle

Bewertung vom 15.11.2024
Everything We Never Said - Liebe lässt uns böse Dinge tun
Harlow, Sloan

Everything We Never Said - Liebe lässt uns böse Dinge tun


ausgezeichnet

Liebe und Tod

Ella ist ein Schatten ihrer selbst. Vor wenigen Monaten verstarb ihre beste Freundin Hayley bei einem Unfall und sie überlebte. Dennoch fühlt sie sich nicht mehr zugehörig. Sie verfällt in eine Depression und hat Schwierigkeiten, wieder im normalen Alltag anzukommen. Dabei hilft ihr jedoch Sawyer, Hayleys fester Freund zum Zeitpunkt des Todes. Gemeinsam geben sie sich Kraft und helfen sich. Jedoch kommt Ella nach einiger Zeit ein schlimmer Verdacht.
Ich habe das Buch an einem Stück gelesen. Eine lange Zugfahrt hat dafür gereicht, so mitgerissen hat mich die Geschichte. Ich konnte sehr gut Ellas Leid verstehen und fand die Versuche gut, wieder ins Leben zurückzufinden. Auch die Hilfe, die sie von ihren Mitmenschen erhält, finde ich schön. Die Thrillerelemente sind sehr gut, aber vermutlich eher für eine jüngere Zielgruppe gemacht. Oder ich habe mit meinen 36 Jahren schon zu viel spannende Literatur gelesen. Die Auflösung war mir bereits nach kurzer Zeit klar und die eingestreuten Indizien haben mich in meine Annahme immer weiter bestärkt. Das hatte jedoch keine Auswirkungen auf das Leseerlebnis.
Ein sehr gutes, spannendes Buch, das mir sehr viel Spaß gemacht hat. Da ich das komplette Buch am Stück gelesen habe, kann ich es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Bewertung vom 30.10.2024
Kein Land in Sicht
Pertl, Christina

Kein Land in Sicht


sehr gut

Eine Kreuzfahrt des Schreckens
Sarah wacht verkatert und ohne Erinnerungen an einem unbekannten Ort auf. Schnell wird klar, dass sie sich an Bord eines Kreuzfahrtschiffes befindet. Und das bei ihrer Wasserphobie. Nach und nach erkennt sie, dass sie zum Team der Animateure gehört, aber schnell ist klar, dass hier kriminelle Machenschaften am Werk sind.
Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich habe sehr mitgefiebert. Ich habe mich schnell mit Sarah und, vor allem, ihrer Zimmergenossin identifizieren können und die Seiten flogen regelrecht dahin. Leider fand ich die Story an manchen Stellen ziemlich an den Haaren herbeigezogen und die Geschichte rund um Michael wirkte farblos und ich wurde ziemlich ratlos zurückgelassen. Auch sind viele Figuren nicht die, die sie zu sein scheinen, was alles sehr unglaubwürdig werden lässt. Dennoch hat das Buch mit Spaß gemacht und ich konnte mch gedanklich auf das Schiff versetzen.

Das Cover ist schön anzusehen und das Bullauge im Umschlag macht es individuell

Bewertung vom 17.10.2024
Stalker - Er will dein Leben.
Strobel, Arno

Stalker - Er will dein Leben.


sehr gut

Ein weiterer guter Thriller aus dem Hause Strobel
Eric ist ein aufstrebender Schauspieler und seine Hauptrolle im aktuellen Tatort scheint seine Karriere gehörig anzutreiben. Er wird immer bekannter. Dies hat aber auch seine Schattenseiten, denn jemand wird angelockt, der Eric unbedingt schaden will. Um mit seinem „Stalker“ fertigzuwerden, ist Eric gezwungen, tief in seine Kindheit einzutauchen und den Grund zu erfahren, warum er keine Erinnerungen daran hat.
Das Buch hat mich gut unterhalten und ich konnte allen Handlungen und Entscheidungen gut folgen. Jedoch fand ich einige Gegebenheiten ein wenig unrealistisch. So trifft Eric während seiner „Odyssee“ nur auf wohlwollende Menschen, die ihn sowohl in ihrem Zuhause aufnehmen als auch rund um die Uhr helfen wollen. Außerdem kommen ihm die Erinnerungen an seine Kindheit, die immer genau zum richtigen Zeitpunkt zurückkehren etwas an den Haaren herbeigezogen vor. Ich bin keine Psychologin und weiß nicht, ob dies vielleicht doch sein könnte (möglichweise durch bestimmte Trigger), aber für mich passte alles einfach immer zu gut.

Ich kann das Leid und die Machtlosigkeit von Eric gut nachvollziehen, jedoch konnte ich keine richtige Beziehung zum Protagonisten aufbauen. Ebenso fand ich das Buch mit den 368 zu kurz für die komplexe Handlung. Man bekam, vor allem zum Schluss, das Gefühl, dass der Autor abschließen und das Buch beenden wollte.

Es ist ein guter Thriller und ich wurde gut unterhalten. Die richtige Spannung kam auch auf, wenn man über die Ungereimtheiten hinwegsehen kann. Auch die Plottwists am Schluss waren sehr spannend

Bewertung vom 15.10.2024
Immortal Longings
Gong, Chloe

Immortal Longings


weniger gut

Die Spiele sind eröffnet

In der Stadt San-Er, einer heruntergekommen und überbevölkerten Stadt, herrscht nur Leid, Schmerz und Gewalt. Die Bewohner haben keine Perspektive und leben von einem Tag in den anderen. Die einzige Chance, aus diesen Abgründen zu entkommen, sind die tödlichen Spiele, die jährlich ausgetragen werden. Wer diese gewinnt, erhält unermessliche Reichtümer und kann sich ein neues Leben aufbauen. Dafür muss man aber der einzige Überlebende von 88 Teilnehmern sein.

Die Grundstimmung war sehr bedrückend und man konnte auch an vielen Stellen das Leid der Bewohner nachvollziehen. Leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht abholen. Es waren viel zu viele Beschreibungen und viel zu viele Figuren, die zwar vorgestellt wurden, die man aber nicht wirklich kennengelernt hat. In keine der Personen konnte ich mich hineinversetzen und nachvollziehen, warum manche Entscheidungen getroffen wurden. Auch das Springen in andere Körper und das überaus präsente Qi wurde mir nicht plausibel dargestellt. Ich hatte hier nie das Gefühl, dass ein Film vor meinen Augen abläuft. Ich konnte mich nicht in die Geschichte fallen lassen und sie genießen. Die Liebesgeschichte kam dann sehr unerwartet und aus dem Nichts heraus. Man hatte das Gefühl, die Autorin will unbedingt noch etwas Romance und Spice im Buch und hat es auch diesem Grund einfach einfließen lassen. Glaubwürdig war es jedoch nicht.

Erst zum Ende hin kam eine gewisse Spannung auf, aber das Ende war auch an den Haaren herbeigezogen und ergab für mich keinen Sinn. Es waren einfach zu viele lose Enden, die nicht vernünftig aufgeklärt wurden. Da es der Beginn einer Trilogie ist, wird hier sicherlich an dieser Stelle weitergemacht, aber jetzt stehe ich erst einmal mit tausend Fragezeichen im Kopf da.

Das Buch mag seine Liebhaber finden, leider gehöre ich nicht dazu.

Bewertung vom 14.10.2024
Mirror: Weiß wie Schnee
Herbst, Lucia

Mirror: Weiß wie Schnee


ausgezeichnet

Einfach zauberhaft

Lena, eine Ärztin aus München, ist der Zwilling der bösen Stiefmutter aus dem Märchen Schneewittchen. Durch einen Zauber des berühmten Spiegels ("Spieglein, Spieglein an der Wand...) werden die Seelen der beiden Frauen getauscht und Lena findet sich plötzlich im Märchenwald wieder. Sie ist nicht einverstanden mit den Verläufen der Märchen und hilft den Märchenfiguren, ihren eigenen Weg zu finden und sich um ihr eigenes Schicksal zu bemühen. Zusätzlich sucht sie verzweifelt nach einem Weg, in ihr Leben zurückzukommen, denn sie hat keine Ahnung, was die böse Stiefmutter an ihrer Stelle mit ihren Lieben anstellt.

Ich fand die Geschichte einfach wunderschön. Zwar hatte man bis zur Mitte den Eindruck, eher eine Kindergeschichte zu lesen, aber dennoch hat sie mir sehr gut gefallen. Ich habe alle Figuren in Rekordzeit ins Herz geschlossen und konnte es kaum erwarten, wie die Geschichte weitergehen könnte. Auch die Parallelen, die Lena zum wahren Leben erkennt (Schneewittchen gleicht ihrer Stiefschwester um ein Haar oder der Jäger ist in München als Polizist bekannt), sind sehr humorvoll.

Es ist einfach eine Wohlfühlgeschichte. Man möchte sich ans Fenster setzen, eine Duftkerze anzünden, einen Weihnachtstee trinken und einfach in dieser Geschichte versinken.

Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und werde mir auf jeden Fall die Folgebände zulegen