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black_snapper
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Heidelberg
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Ich lese zwischen 150 und 200 Bücher pro Jahr und rezensier alle. Gerne nehme ich auch an Leserunden teil, lese vorab und suche nach Schreibfehlern.

Bewertungen

Insgesamt 170 Bewertungen
Bewertung vom 06.03.2025
Das Leben fing im Sommer an
Kramer, Christoph

Das Leben fing im Sommer an


ausgezeichnet

Erwachsen in nur 3 Tagen

Der Fußball-Weltmeister Christoph Kramer schreibt ein Buch. Nein, kein Expertenbuch über Fußball, sondern einen (in Teilen) autobiographischen Roman.
Nicht nur das Leben, auch dieser Roman fängt im Sommer an, im heissesten Sommer aller Zeiten. So erinnert sich der Autor an drei besondere Tage in seinem bis dahin 15-jährigen Leben. Er erzählt von Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens, der Freundschaft zu seinen beiden besten Freunden Johnny und Salvo und von der ersten großen Liebe.
Er erzählt so plastisch, daß in meinem Kopf ständig ein Film abläuft, der mich direkt in meine Jugend zurückversetzt. Und die war seiner gar nicht so unähnlich: Sommerferien, Freibad, Wolkenbilder, gemischte Tüten am Kiosk, Lieblingsplätze, Pickel, Unsicherheiten, die hinterste Reihe im Bus, die erste Party.
Chris ist ein ganz normaler Teenager mit ganz normalen Alltagssorgen. Aus einem Interview weiß ich, daß er damals schon Tagebuch geführt hat und das bis heute tut. Sicherlich haben ihm diese Tagebuchaufzeichnungen geholfen, Szenen seiner Jugend so detailreich wiederzugeben, auch wenn er am Ende vermerkt, daß der Roman keinen Anspruch darauf erhebt, die geschilderten Vorgänge könnten wahr sein oder sich so zugetragen haben.
Ich finde es mutig von ihm, seine Leser an intimen Momenten teilhaben zu lassen (Seite 116 oben). Niemals kam mir der Inhalt reißerisch oder effekthaschend vor. Im Gegenteil, ich habe nun ein sehr angenehmes und ehrliches Bild von diesem sympathischen und zurückhaltenden Mann.
Der Schreibstil ist eine wahre Freunde. Christoph Kramer benutzt gerne und oft Formulierungen, die Bilder erzeugen. Und er hat ein Gespür für die kleinen aber bedeutsamen Dinge im Leben.
„Wir verschluckten Meter für Meter der asphaltierten Straße. So schnell, daß die weiße, gestrichelte Leitlinie zu einer durchgängigen wurde. (…) Ohnehin hatte ich das Gefühl, daß wir auf einem Faß saßen, das jederzeit hochgehen konnte. (…) Die Benzinfahne, die wir hinter uns herzogen, vermischte sich mit dem Geruch von vertrocknetem Gras. (…) Ich schloß für einen kurzen Moment die Augen und spürte eine Vorfreude. Eine Freude auf alles, was vor mir lag.“
Hier wird der Weg mit einem Freund auf einem Moped ins Freibad beschrieben. Wer hat da nicht den Geruch von Heu, Chlor, Pommesfett und heißem Asphalt in der Nase? Und vor allem: diese Erinnerungen sind zeitlos.
Ich denke, das Buch spricht junge und ältere Leser und Leserinnen gleichermaßen an. Die jungen können Mut und Zuversicht schöpfen, daß auch pickeligen und unsicheren Kindern und Jugendlichen eine angenehme Zukunft nicht verwehrt sein muss und sogar ein Prominentenstatus möglich ist. Die älteren finden sich in vielen Abschnitten wieder und können eigene Erinnerungen aufleben lassen. Und vielleicht hatten einige auch ein Konto auf SchülerVZ oder wissen noch, was T9 war?
Ich glaube, jeder erinnert sich an den ersten Kuss und das Gefühl danach.
„Und immer, wenn man denkt, das Kribbeln im Bauch hört gleich auf, beschleunigt die Bahn erneut.“
Der Sommer 2006 wird für Chris eine Suche nach sich selbst. Aber finden wird er noch viel mehr.
Der Fußball-Profi Christoph Kramer hat mich mit diesem literarischen Debüt voller Sommergefühle überrascht, und es freut mich, daß der Fußball Nebensache ist. Dieser Coming-of-age-roman ist für alle Altersklassen empfehlenswert. Ich habe ihn in kürzester Zeit gelesen.

Bewertung vom 24.02.2025
Acht (un)geplante Tage mit dir
Jack, Vera Conny

Acht (un)geplante Tage mit dir


ausgezeichnet

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine glaubhafte und realitätsnahe Story.

Schöner slow burn mit passenden Metaphern und Vergleichen und wunderschönen Bildern und Gesten, magischen Momenten, homorvoll und doch voller tiefer Gefühle. Ich liebe die herrlich passenden Wortneuschöpfungen. Klischees werden auf die Schippe genommen. Natürliche Dialoge, ein humoriger flotter und zügiger Schreibstil sind die Stärken der Autorin. Zahlreiche unterschiedliche Szenen reihen sich aneinander und bieten viel Abwechslung, mal Sightseeing, ein romantisches Picknick, mal ein Restauranttip, gute Gespräche, tolle Begegnungen, und das alles vor der Kulisse NYC mit grandiosen Aussichten, außergewöhnlichen Erlebnissen, nicht alltäglichen Begegnungen/Aktivitäten, es sprüht förmlich vor Ideen. Selten so viel Reisetips bekommen, ohne daß es wie ein reiner Reiseführer wirkt. Alles ist gut eingeflochten.

Beide Protagonisten kommen abwechselnd zu Wort, so daß man sich sehr gut in die Gefühls-und Gedankenwelt versetzen kann.

„Selbst durch die halb geschlossenen Augenlider kann ich die Sonnen- und Schattensprenkel des Blätterdachs über uns wahrnehmen, und ich frage mich, warum ich vorher so blind war.“ (Lukas)

„Mein Herz kann sich gar nicht vorstellen, künftig wieder ganz allein und nur für sich selbst zu schlagen.“ (Hazel)

Eine gelungene Kombination aus Liebesroman und Reiseführer und für mich die perfekte Kombination. Kurzweilig, romantisch, lehrreich, abwechslungsreich.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.12.2024
Yallah, Mord!
Ceylan, Bülent

Yallah, Mord!


sehr gut

Ja, wo isser donn, der Hasan?


Plötzlich ist der Hasan weg- sowohl auf Bülents Bühne als auch im wirklichen Leben. Aber warum und wo? Was hat er mit dem Tod des Kühlhausbesitzers zu tun? Die Polizei ermittelt mehr schlecht als recht. Kein Wunder, wo doch ausgerechnet ein Schwabe ins Polizeirevier nach Mannem versetzt wurde. Es führt kein Weg dran vorbei, daß Bülent auf eigene Faust ermitteln muss, sonst wird das nichts mit der bevorstehenden Tournee.
Zusammen mit Bülent bin ich von einem zum anderen Zeugen/Verdächtigen gehetzt, habe dabei einige Bekannte seiner Bühnenshows in ihrer natürlichen Umgebung getroffen, habe bei Arslan Falafel gegessen, bin im grünen Mustang vom Waldhof zum Flughafen gepest, an den Quadraten vorbei. Dabei habe ich jede Menge autobiographischer Informationen bekommen und konnte schließlich den Fall lösen. Ok, die Polizei hat mitgeholfen, aber nicht sehr viel zur Auflösung beigetragen.
Insgesamt habe ich zwar über die ein oder andere Szene gelacht, hätte mir aber noch viel mehr lustige Abschnitte gewünscht. Auch hätte es gerne mehr Dialekt geben dürfen. Davon leben ja Bülents Bühnenshows. Dafür ziehe ich einen Punkt in der Bewertung ab.
Ich habe das Buch in einem Tag durchlesen, weil es unterhaltsam ist und ich unbedingt wissen wollte, wer der Mörder ist. Das wurde mir nämlich erst ganz spät klar. Ich hatte jemand ganz anderen im Verdacht. Die Auflösung ist umfassend und schlüssig und macht den Krimi rund.

Bewertung vom 12.12.2024
Das erste und letzte Abenteuer von Kit Sawyer
Harmon, S. E.

Das erste und letzte Abenteuer von Kit Sawyer


ausgezeichnet

Wer Lust auf eine paranormale Gay Romance hat, dem kann ich diese wunderbare Geschichte wärmstens ans Herz legen.
Dieser Abenteuerroman ist nicht nur unsagbar romantisch, sondern auch sehr witzig. Kit und Ethan sind nämlich zwei Stiefbrüder, die sich noch nie leiden konnten, aber auf dringenden Wunsch ihres Großvaters gezwungenermaßen zusammen arbeiten müssen. Diese Arbeit besteht aus einer Art Relikt-Suche im mexikanischen Dschungel a la Indiana Jones.
Kit ist der Erzähler. Er ist der belesene, einzelgängerische, leicht weltfremde Spross einer Archäologen-Dynastie, der bisher keinerlei Expeditionserfahrung gesammelt hat. Sein humoriger, bissiger und intelligenter Erzählstil hat mich köstlich amüsiert und mir regelmäßig Lachtränen in die Augen getrieben.
Ethan ist auch studierter Archäologe, aber der Macher der beiden: tough, einfallsreich, und hilfsbereit, ein Teamplayer. Abenteuerliche Expeditionen sind seine Leidenschaft.
Es ist so lesenswert, wie die beiden sich von Anfang an Wortgefechte liefern. Ein Schlagabtausch folgt dem nächsten. Auch später, wenn sie sich näherkommen, lässt das nicht nach. Man merkt aber von Anfang an, daß da mehr dahinter steckt. Nach und nach entwickelt sich eine innige Beziehung auf der Basis von Vertrauen und Leidenschaft. Ich liebe die offenen Gespräche und wie sie ihre unterdrückten Gefühle analysieren und zulassen.
„Ein Mann mit einer Ausstrahlung wie Sandpapier sollte nicht so weiche Lippen haben.“
Die Liebesgeschichte ist in ein spannendes Abenteuer gebettet. Es gibt Passagen mit faszinierender Landschaftsbeschreibung, herzerweichendem Teamgeist, atemberaubenden Unfällen, korrupten Schurken und nicht zuletzt einer schönen Schippe Mysthik. Dabei ist alles bestens ausbalanciert.
„Wir schliefen, doch der Dschungel schlief nicht.“ Es gibt einige Szenen, die mir eine wohlige Gänsehaut verliehen haben. Durch wohldosierte Wendungen kommt beim Lesen nie Langeweile auf, so daß ich das Buch innerhalb kurzer Zeit verschlungen habe.
Für mich ist es ein Lese-Highlight und absolut empfehlenswert.

Bewertung vom 26.10.2024
Taylor Swift
Zaleski, Annie

Taylor Swift


ausgezeichnet

Zunächst erstaunte mich das große Format und das Gewicht des Buchs. Kein Wunder, es beinhaltet Infos über Taylor Swift Songs auf über 250 Seiten! Das finde ich ziemlich ungewöhnlich. So eine Biographie habe ich noch nie gelesen.
Hier findet man nicht den klassischen Aufbau vom Elternhaus bis zum Star, sondern die Sängerin wird anhand ihrer Songtexte portraitiert. Bei welcher Sängerin geht das besser als bei Taylor Swift, die ihr gesamtes Leben in ihren Texten verarbeitet?
Es findet sich jedes Album und jeder Song von 2006 bis 2024 in diesem Buch, darüber hinaus Informationen zu Erscheinungsdatum, den Songwritern, Produzenten und alternativen Versionen. Ferner wird jeder Song auf einer halben bis ganzen Seite erklärt. In welcher Verfassung hat Taylor ihn geschrieben? Wo war sie da gerade? Wer wird besungen? Was wird besungen? Dazu gibt es eine Vielzahl von grandiosen Bildern auf fast jeder Seite.
Das einzige, das ich bemängeln kann, ist, daß es kein Register zu den Songs gibt. Um ein bestimmtes Lied zu finden, muss man wissen, aus welcher Ära es stammt und in dem Kapitel suchen.
Es macht richtig viel Spaß, das Buch durchzublättern. Man kann alles von vorne bis hinten lesen oder nur einzelne Abschnitte. An den tollen Bildern bleibt der Blick immer wieder hängen.

Bewertung vom 24.10.2024
Vier Pfoten und zwei Weihnachtswunder / Der Weihnachtshund Bd.9
Schier, Petra

Vier Pfoten und zwei Weihnachtswunder / Der Weihnachtshund Bd.9


ausgezeichnet

Ich habe schon mehrere Romane der Autorin gelesen, und bisher haben mir alle sehr gut gefallen. Der vorliegende gehört in die Reihe Weihnachtsroman mit Hund. Die Hunde kommen durch ihre Gedanken auch immer zu Wort. Das ist sehr witzig und überhaupt nicht albern. Die Autorin fängt die Charaktere der Vierbeiner immer sehr gut ein. Man erkennt, daß sie Erfahrung hat und aus dem Leben schreibt.
Diesmal hat ein kleiner beiger Havaneser genau wie auf dem Cover die Hauptrolle. Buddy purzelt auf ganz tragische Weise in das Leben der beiden (Neu)-Arbeitskollegen Lena und Martin. Hier findet sich eine Parallele zu einem anderen Weihnachtsroman, denn Lena ist die Schwester von Lennard aus „Weihnachtszauber und Hundepfoten“. Das macht Petra Schier ganz gerne, und ich liebe es.
Mir hat die Geschichte zwischen Lena und Martin sehr gut gefallen, weil sie so liebevoll beschrieben ist: nicht zu schnell, nicht zu langsam und ganz ohne die gängigen Klischees. Schönstes slow burning. Aber diesmal gibt es noch ein weiteres Pärchen. Lasst Euch überraschen.
Ganz sicher haben die Elfen und Santa und seine Frau wieder alle Hände voll zu tun, alle Weihnachtswünsche so knapp vor Weihnachten zu erfüllen. Da müssen sie schon ganz schön tief in die Trickkiste greifen.
Die Autorin versteht es, die Stimmung immer wieder zu versüßen, sei es durch goldige Szenen, in denen Buddy zu Wort kommt, oder auch der Weihnachtsmann und seine Elfen.
Ganz besonders gelungen finde die authentischen und ungekünstelten Dialoge.
Das ist ein Weihnachtsroman, wie ich ihn mag. Er steht den anderen der Reihe in nichts nach, weswegen ich ihn uneingeschränkt empfehlen kann.

Bewertung vom 15.10.2024
Coco und die Revolution der Mode
Johannson, Lena

Coco und die Revolution der Mode


ausgezeichnet

„Nein, das ist mein Stil. Mode wird es erst später.“


Dies ist bereits Band 27 der Buchreihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“. Ich habe bisher 3 Bände gelesen und fand alle interessant, spannend und lehrreich.
Band 27 endet vor 1919. Er beleuchtet die ersten 30 Jahre von Gabrielle Chanel, die zu Coco Chanel wird, von der ärmlichen Kindheit, über ihre Zeit im Waisenhaus und Kloster bis hin zur Eröffnung ihrer ersten Geschäfte in Paris, Deauville und Biarritz.
Der Schwerpunkt liegt auf ihrer Herkunft, der Familie inklusive ihren Geschwistern, zu denen sie eine innige Beziehung pflegt, und der Verbindung zu den beiden wichtigsten Männern in ihrem Leben. Zwar spielen Chanels Entwürfe auch eine bedeutende Rolle im Buch, der Anteil hätte für mich aber gerne noch größer sein können. Eigentlich beginnt die Geschichte des Unternehmens gerade dort, wo dieser Band endet.
Direkt im Anschluß könnte man den 2018 erschienenen Band 5 lesen. „Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“ knüpft zeitlich direkt an den vorliegenden Band 27 an.
Die Romanbiographie hat mir das frühe Leben von Chanel auf kurzweilige Weise näher gebracht. Ich hätte am Ende direkt weiterlesen können. Da Coco Chanel bis 1971 gelebt hat, gibt es noch jede Menge mehr zu erfahren. Aber das bietet sicher noch Stoff für mehrere Bände.

Bewertung vom 03.10.2024
Christmas Cake und Glitzerschnee
Breidenbach, Ursi

Christmas Cake und Glitzerschnee


ausgezeichnet

Die Münchner Pharmakologin Jenny fährt für ein Forschungsprojekt nach Edinburgh. Im Gepäck hat sie die Adresse ihrer Großmutter, die sie noch nie gesehen hat. Zum Glück bringt Jenny den Mut auf, einfach an Ingrids Tür zu gehen. Wider Erwarten öffnet sie sich und das übergroße Herz ihrer Großmutter. Nicht nur sie, auch der gesamte schottische Clan heißt sie willkommen und nimmt sie wohlwollend in ihrer Mitte auf. Besonders gut versteht sie sich mit ihrem Stief-Cousin Callum.
Warum Jenny ihre Großmutter bisher nicht kannte, wird nach und nach klar. Ich hing regelrecht an den Seiten und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Alles ist so schlüssig, kurzweilig und gut nachvollziehbar beschrieben.
Jenny und Callum haben mir als Charaktere, aber auch gemeinsam besonders gut gefallen. Mir ist regelrecht das Herz aufgegangen, daß diese beiden wunderbaren Menschen sich gefunden und das auch bald erkannt haben. Es bedurfte keines Mißverständnisses oder konstruierten Dramas, um mich bei Laune zu halten. Das hat allein der wunderbare Erzählstil der Autorin vollbracht.
Das Buch bietet alles, was das Romantikerherz braucht: eine wunderschöne Annäherung der Protagonisten, tiefe und ehrliche Gefühle, schlüssige Entscheidungen, eine bezaubernde schottische Familie, Weihnachtstraditionen, die mein Herz berühren und einen mustergültigen offenen und ehrlichen Umgang miteinander.
Seit langem habe ich mal wieder ein Buch gelesen, bei dem ich auf der letzten Seite beinahe geweint hätte, weil es zu Ende ist. Wenn ich könnte, würde ich mehr als 5 Sterne vergeben.

Bewertung vom 24.08.2024
Dunkle Künste und ein Daiquiri
Marie, Annette

Dunkle Künste und ein Daiquiri


ausgezeichnet

Durch diese Reihe habe ich Gefallen an Fantasy gefunden, kein Wunder bei dem Cover und Titel.

Ich bin leicht in die Geschichte eingestiegen, weil die magische Welt sehr gut erklärt wird. Sie wird aus Toris Sicht erzählt, und die hatte bisher noch weniger Berührungspunkte mit der mystischen Parallelwelt als ich. Im ersten Teil hat sie eine Stelle als Barkeeperin in einer Gilde gefunden und allerhand kuriose Begegnungen mit mythischen Wesen gehabt. Da begann ihre bizarre Karriere. Kein Wunder, daß sie auch im zweiten Teil wieder einige schräge Begegnungen hat. Ich mag Tori sehr gerne, weil sie furchtlos, mutig und liebenswert ist. Vor allem ihre (vor)witzige Art macht sie mir besonders sympathisch.

Die Kombination aus Mensch (Tori) und Magiern (Aaron, Kai und Ezra), sowie zahlreichen anderen Mythikern (Zauberern, Alchemisten, Telekinetikern,Telepathen, Feen, Hellsichtigen, usw.) ist ziemlich reizvoll. Es wird nie langweilig beim Lesen, weil ständig was neues passiert.

Ich liebe auch die Freundschaft, die sich zwischen den drei verdammt attraktiven Magiern und Tori entwickelt. Die drei begegnen ihr von Anfang an mit Sympathie, was mich sofort unumkehrbar für sie eingenommen hat, auch wenn sie freche Chaoten sind.

Am Ende angekommen wollte ich die Gilde mit ihren besonderen Mitgliedern gar nicht mehr verlassen, so wohl habe ich mich mitten unter ihnen gefühlt. Ich lechze nach dem nächsten Band.

Bewertung vom 23.04.2024
Inselglück auf Sylt
Rodeit, Julia K.

Inselglück auf Sylt


ausgezeichnet

Dies ist der dritte Band der Sylt-Serie. Ich habe die ersten beiden Teile nicht gelesen, habe mich aber sofort in der Geschichte zurecht gefunden. Mir war schnell klar, wer die Protagonisten aus den anderen Teilen sind.
Heike ist Einheimische und betreibt den Souvenirshop Möwennest, den sie von ihren Eltern übernommen hat. Es läuft nicht besonders gut, die Konkurrenz ist mit deutlich billigeren Produkten zu stark.
Joe ist ein Koch aus Berlin, der nach einer neuen Herausforderung sucht und eine Stelle im Hotel Strandmuschel bei Heikes Freundin Lene annimmt. Ihn umgibt eine geheimnisvolle Aura.
Es sind die bezaubernd liebevollen Charaktere, gefühlvollen Gesten und der Hauch von Wehmut, von dem das Buch lebt. Die Autorin hat es verstanden, eine wundervolle Geschichte über Freundschaft und Vertrauen zu erschaffen und damit das Herz des Lesers zu berühren. Bei ihr dürfen Männer auch mal scheitern, ohne Looser zu sein und Frauen aufbegehren, ohne zickig zu wirken. Ich mag die Ausgewogenheit und Authentizität ihrer Figuren.
Danke, daß wir Leser daran teilnehmen dürfen, wie eine Mahlzeit zu einem kreativen Essen, das nach Sommer und Lebensfreude schmeckt, werden kann.
Hach, ich fand‘s schön auf Sylt. Ich mag die Charaktere, die Konflikte, die leckeren Gerichte, den Zusammenhalt der Freunde und daß sich am Ende alles fügt. Ein richtiger Wohlfühlroman ohne unnötiges Drama, Mißverständnisse, Wegrennen und Ex-Freundin, die aus dem Nichts auftaucht und Ärger macht. So darf es sein, so ist es perfekt für mich.