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atlaentis

Bewertungen

Insgesamt 45 Bewertungen
Bewertung vom 08.03.2025
Entschuldigung!
Ottenschläger, Madlen

Entschuldigung!


sehr gut

Sprunghaft

Auf die Umsetzung eines für viele Kinder schweren Themas hatte ich mich sehr gefreut, wurde dann aber leider doch ein wenig enttäuscht. Denn auch wenn das Cover und die Bilder wirklich sehr ansprechend und liebevoll gestaltet sind und mich die Geschichte auch überzeugen konnte, waren mir viele Szenen einfach viel zu sprunghaft. In manchen Momenten laufen Bilder und Text parallel und im nächsten ist eine Seite voller Bild, aber ohne Text, sodass man völlig verwirrt ist, ob der Text erst auf der nächsten Seite kommt (dort war er übrigens nicht). Hier hätte ich mir mehr Einheitlichkeit gewünscht, weil es das gemeinsame Lesen mit Kindern dann doch stört, wenn man selbst nicht weiß, wo es jetzt genau weitergeht. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, wenn Bilder als Sprechanlass eingesetzt werden, aber dann sollte es deutlicher von Anfang an durchgezogen werden, denn so fand ich persönlich es einfach nur verwirrend. Dennoch finde ich das Thema von der Geschichte an sich gut mit realitätsnahen Situationen aufgegriffen. Auch die farblich extra markierten Textfelder mit Fragen zum Nachdenken sind eine schöne Idee, sowie die Frage am Ende des Textes. Positiv hervorheben möchte ich zudem, dass die Stockwerke des Hauses in unterschiedlichen Farben gestaltet sind, sodass trotz vieler Charaktere auf so wenigen Seiten kein Durcheinander entsteht und man im Notfall nur zur ersten Seite zurückblättern muss. Letztendlich ist das Buch also dennoch eine Empfehlung, um mit Kindern über die Bedeutsamkeit und Vielfalt von Entschuldigungen zu sprechen.

Bewertung vom 22.02.2025
Was ist arm und was ist reich?
Scharmacher-Schreiber, Kristina

Was ist arm und was ist reich?


sehr gut

Informativ

Die Themen Armut und Reichtum für Kinder aufzubereiten, ist sicherlich keine leichte Aufgabe, aber dem Buch ist es größtenteils gut gelungen. Beeindruckend finde ich die ansprechenden Bilder und schön gestalten Seiten, wobei die vielen Bilder hier und da vielleicht zu viel sind, da es doch manchmal etwas wirr wird. Die zerstückelten Textteile machen es dabei auch nicht leichter, die richtige Reihenfolge zu finden, da hier nicht immer von links nach rechts gilt. Auch die Schrift hätte ich mir ein wenig größer gewünscht, da sie teils schon sehr klein ist. Trotzdem gefällt mir die Gestaltung des Buches sehr gut. Auch die Sprechblasen zu den Personen sind eine gute Idee, da sie verschiedene Perspektiven anschaulich wiedergeben und das im Text geschilderte untermauern. Die Texte selbst berücksichtigen überwiegend das angegebene Lesealter, auch wenn ich so manches Thema dann doch zu unpassend finde. Ich kann verstehen, dass das Buch versucht, die gesamte Bandbreite abzudecken, aber hier muss man beim Vorlesen bewusst Themen auswählen, welche relevant und passend zu den Kindern sind. Begriffe, welche den Kindern vielleicht noch fremd sind, werden kurz und verständlich erklärt, sodass es am Verständnis letztendlich aber nicht scheitert. Schön finde ich zudem, dass aktuelle Zahlen eingearbeitet wurden. Auch der Blick auf andere Teile der Welt ist eine gute Idee, um den Kindern zu zeigen, dass wir in Deutschland gar nicht so arm sind, wie wir oftmals denken, aber das kommt nun einmal auch ganz darauf an, was man unter arm sein versteht, wie uns das Buch ja versucht mitzuteilen. Positiv hervorheben möchte ich auf jeden Fall noch das Wimmelbild auf der letzten Seite. Die Kinder lieben es, die verschiedenen Themen darin wiederzuerkennen und sich Geschichten zu den Personen auszudenken, daher eine fabelhafte Idee, dies am Ende einzubauen. Somit ein ganz überzeugendes Buch, um sich der schwierigen Thematik anzunehmen, wobei es kleine Defizite gibt.

Bewertung vom 16.02.2025
The Stars are Dying / Nytefall Bd.1
Peñaranda, Chloe C.

The Stars are Dying / Nytefall Bd.1


weniger gut

Enttäuschend

Ich wollte das Buch wirklich mögen, vor allem da mich die gesamte Gestaltung von Cover und Verzierungen zwischen den Kapiteln, sowie die Karte zu Beginn sehr ansprechen, aber abgesehen davon habe ich nur wenig Gutes an dem Buch gefunden. Kein Wunder also, dass ich mich durch die gesamte Geschichte gequält habe in der Hoffnung, dass noch eine große Wendung kommt. Die ersten Kapitel sind sogar noch ganz vielversprechend, weil man mit viel Action und Spannung konfrontiert wird, doch nachdem Astraea ihrer Gefangenschaft entkommt, verliert sich die Handlung der Geschichte, da kein Ziel deutlich wird. Der rote Faden ist nicht erkennbar und so hüpft man wild von einem Ereignis zum nächsten. Klar, Astraea hat ihre Freiheit gewonnen und weiß damit nicht viel anzufangen, aber sie wirkt mir im Gesamten einfach unentschlossen, zu schwach und leider überhaupt nicht interessant, auch wenn sie sympathisch ist. Nyte und die gemeinsame Vergangenheit kann man schnell durchschauen, wenn man nur ein winziges Bisschen um die Ecke denkt, daher kam die Auflösung gegen Ende hin nicht so überraschend, wie vermutlich intendiert. Auch die gesamte Beziehung, die fortlaufend zwischen Ich liebe und Ich hasse dich herspringt, ist furchtbar anstrengend, weil man sich da locker 200 Seiten Geschichte hätte sparen können. Einige der Nebencharaktere haben es zum Glück geschafft, die Geschichte spannender zu gestalten, insbesondere die kleine Lovestory am Rande fand ich ganz interessant mitzuverfolgen, doch selbst das hat trotz Bonuskapitel nicht ausgereicht, um mich an das Buch zu fesseln. Der Schreibstil ist zwar ganz nett, doch aus der dort erschaffenen Welt hätte man viel mehr herausholen können. Schade um das verschwendete Potential, wenn man bedenkt, dass es Fantasybücher mit ähnlichen Handlungen gibt, die das weitaus mehr überzeugen können.

Bewertung vom 21.12.2024
Streit! Und nun? Das artgerecht-Bilderbuch von Nicola Schmidt
Schmidt, Nicola

Streit! Und nun? Das artgerecht-Bilderbuch von Nicola Schmidt


sehr gut

Streit mit Worten lösen

Das Bilderbuch spricht mich rein optisch schon einmal total an, da die Tiere sehr liebevoll gestaltet wurden, auch wenn das Reh für mich im ersten Moment eher wie ein Wildschwein aussah, da die Proportionen, insbesondere die Länge der Beine, gar nicht passt. Daran gewöhnt man sicher aber schnell, sodass die detailreichen Bilder gerne betrachtet werden. Auch die kleinen Suchrätsel am Ende des Buches waren eine nette Überraschung, die das Thema ein wenig auflockerten. Grundsätzlich fokussiert sich die Geschichte auf das, was im Titel versprochen wird, wobei die Streitsituation nicht künstlich provoziert wirkt, sondern genau so aus dem Alltag gegriffen sein könnte. Ebendas macht es einfach, sich in die Lage der Tiere hineinzuversetzen. Besonders schön finde ich, dass das Buch von Anfang an Wert darauflegt, dass ein Streit mit Worten zu lösen ist, was unter Kindern absolut nicht selbstverständlich ist. Die Fragen der Erwachsenen regen zum Nachdenken an, auch wenn ich hier einen kleinen Kritikpunkt benennen muss, da die Antworten der Tierkinder utopisch sind und in der Realität wohl weniger zu erwarten sind. Vor allem der Perspektivwechsel, also wie sich der Gegenüber wohl fühlen mag, fällt den Kindern in jungen Jahren noch sehr schwer, weshalb diese Frage eher weniger zielführend ist. Die anderen Fragen kann man dennoch gut einsetzen, um Kinder über die Situation und ihr Handeln nachdenken zu lassen, damit eine gewaltfreie Lösung gefunden werden kann, die nicht nur sie selbst zufrieden stellt. Insgesamt ist das Bilderbuch eine tolle Starthilfe, um mit Kindern den Umgang mit Streit zu thematisieren, auch wenn man bei so manch einer vorgestellten Frage nicht unbedingt die Antwort wie im Buch erwarten sollte.

Bewertung vom 16.12.2024
Say You Swear
Brandy, Meagan

Say You Swear


sehr gut

Mal zu schnell, mal zu langsam

Das Cover und die allgemeine Aufmachung des Buches gefallen mir gut. Das Titelbild passt super zur Geschichte und das Buch liegt auch angenehm in der Hand, obwohl es ein wenig dicker ist. Die Geschichte selbst ist eine reine Achterbahnfahrt der Gefühle. Man lacht, fiebert und leidet mit den Protagonisten mit, weil die Autorin es super hingebracht hat, dass man Ari und Noah einfach nur lieben muss. Beide haben authentische Tiefen und Gefühle, die den Leser sofort in den Bann nehmen, und Chase keine Chance lassen, der Liebling zu werden. Die anderen Charaktere sind sehr unterschiedlich, wobei ich mit Cameron einfach nicht warm geworden bin. Auch wenn sie Ari immer eine gute Freundin ist und am Ende einen entscheidenden Teil dazu beiträgt, dass sich alles zum Guten wendet, fand ich die ständige Bezeichnung als Bitch nicht wirklich passend oder respektvoll. Dennoch muss ich anmerken, dass die vielen Gefühle und der Plottwist nicht ganz das Potential entfalten konnten, da mich eine Sache grundlegend gestört hat. Das ständig hin und her springende Tempo der Ereignisse empfand ich als anstrengend, insbesondere den Tod einer gewissen Person. Der kam so plötzlich, wurde schnell abgehandelt und schon ging es weiter, sodass die Wirkung des Verlustes nicht wirklich realistisch rübergebracht wurde. Dafür fand ich den ein oder anderen Moment in der ersten Hälfte des Buches zu schleppend, weil es zwar romantisch und angenehm zu lesen, aber weniger spannend war. Dazu kamen die Rechtschreibfehler, die mir mehrmals aufgefallen sind, sowie ein unangekündigter Perspektivenwechsel, was bei einem erneuten Drüberlesen sicherlich aufgefallen wäre. Trotzdem habe ich das Buch gerne in die Hand genommen, denn die Geschichte als solche ist zwar nichts Neues, aber ganz angenehm zu lesen, mit abwechslungsreichen Charakteren gespickt und somit keine schlechte Lektüre, auch wenn die Länge des Buches dann doch ein wenig zu viel des Guten ist.

Bewertung vom 07.12.2024
Mein Körper / Wieso? Weshalb? Warum? - Erstleser Bd.15
Noa, Sandra

Mein Körper / Wieso? Weshalb? Warum? - Erstleser Bd.15


gut

Schwer zu lesen

Die Erstleserbücher sind einfach toll, nicht nur vom glänzenden und stabilen Cover her. Sie schaffen es immer wieder, tolle Bilder und Fotos miteinander zu vermischen, um die leicht verständlichen Texte zu begleiten und zum Nachdenken und Sprechen anzuregen. Die Rätsel selbst sind natürlich auch ein absoluter Spaß, wenn man sich durch die Kapitel gearbeitet hat und sein Wissen überprüfen möchte. Dass die Sticker den Text zum passenden Sticker überdecken, sobald man sie einklebt, ist bei allen Erstleserbüchern so und stört mich leider jedes Mal aufs Neue, insbesondere, wenn ein informativer Satz dadurch überdeckt wird. Die Schrift ist angenehm für Leseanfänger und die Sätze kurz und informativ. Was mich an diesem Buch leider etwas enttäuscht, ist dass möglichst viele Themen auf den Seiten angesprochen werden und der Körper vielfältig beleuchtet wird, aber die Tiefe ausbleibt oder die Sätze ein wenig unzusammenhängend erscheinen. Es wirkt, als versuche man möglichst viel auf eine Seite zu packen, auch wenn das Verständnis dadurch erschwert wird, weil die Sätze dadurch dicht an Informationen sind oder die Kinder einen kleinen Gedankensprung machen müssen, um den Sinn folgen zu können. Beispielsweise wird in einem Satz vom Sauerstoff gesprochen und im darauffolgenden vom Gas, wobei mehr berücksichtigt werden sollte, dass viele Kinder nicht wissen, dass Sauerstoff ein Gas ist. Hier, und an einigen anderen Stellen auch, hätte ein kurzer Einschub zum Verständnis nicht geschadet. So kenne ich das von anderen Erstleserbüchern nicht und es hat mich dann doch sehr überrascht, da die kindgerechte Aufbereitung und Verstehensleistung immer gut bedacht wurde. Dennoch finde ich es schön, dass die Reihe um ein wichtiges Thema erweitert und zahlreiche Aspekte aufgegriffen wurden, auch wenn ich mir an der ein oder anderen Stelle doch ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte.

Bewertung vom 16.11.2024
Von dir verraten / Dynasty of Hunters Bd.1
Ried, P. J.

Von dir verraten / Dynasty of Hunters Bd.1


sehr gut

Unvorhersehbar

Das Cover finde ich einfach schon super ansprechend mit seinen Farben und der düsteren Stimmung, die passend zur Geschichte gewählt wurde. Auch der Farbschnitt ergänzt das Cover großartig und macht einen fabelhaften ersten Eindruck, der auch über den Großteil der Geschichte hinweg aufrechterhalten wird. Die grundlegende Idee mit der Jagd auf einer einsamen Insel mit äußerst merkwürdigen Tieren erinnert mich durchaus an Tribute von Panem, aber das Ganze mit den Farben zu verbinden, schafft dann doch eher zwei Lager und nicht eine Jeder-gegen-jeden-Stimmung. Den Einstieg finde ich bereits sehr spannend, da man rasant in die Handlung einsteigt und Lias Emotionen gut nachempfinden kann. Hier und da fand ich ihre Gedanken nach der Zeremonie aber dann ein wenig zu ausschweifend und hätte mir mehr Handlungen gewünscht, insbesondere, da mir das erste Ankommen auf der Insel dann doch ein wenig zu langatmig war. Dadurch hat man sich zwar das Leben und die Gefahren dort gut vorstellen können, aber leider ging es mir an dieser Stelle etwas zu schleppend voran. Ansonsten fand ich das Buch nämlich einfach großartig. Eine Vielfalt an Charakteren bringt den Leser zum Lachen, zum Mitfiebern und zum Bangen, wobei die Überraschungen gegen Ende hin immer mehr zunahmen. Da dachte man, man wisse, wie die Geschichte enden könnte und schon kam ein weiteres Detail dazu, das den gesamten Verlauf wieder durcheinanderwirbelte. Ich fand die Liebesgeschichte und die verschiedenen Freundschaften oder Verbündetenbeziehungen sehr authentisch geschrieben, wobei mich die Entwicklung der Charaktere auch sehr gefreut hat. Die düstere Atmosphäre während der Jagd wurde durch die einzelnen Verluste gut untermauert und hat ab der zweiten Hälfte des Buchs immer wieder der Spannung beigetragen. Auch die aufgedeckten Geheimnisse am Ende haben gemischt mit dem tollen Schreibstil das Buch in einen Pageturner verwandelt. Über den fiesen Cliffhanger gibt es ja wohl kaum mehr zu sagen, als dass ich sehnsüchtig auf den zweiten Teil warte, denn das Ende kann ich so einfach nicht akzeptieren. Grundsätzlich also eine tolle Romantasy-Geschichte, die zu Beginn ein wenig schwächelte, aber dann doch noch an Fahrt aufnahm, mit unvorhersehbaren Wendungen zu einem Lesegenuss führte und neugierig auf die Fortsetzung macht.

Bewertung vom 13.10.2024
The Games Gods Play / Schattenverführt Bd.1 (Deluxe-Ausgabe)
Owen, Abigail

The Games Gods Play / Schattenverführt Bd.1 (Deluxe-Ausgabe)


sehr gut

Spannungsgeladen

Wenn man das Buch zum ersten Mal in die Hand nimmt, fällt einem sofort auf, wie dick es ist. Bei solchen Wälzern bin ich dann doch öfters mal etwas enttäuschter, weil der Mittelteil häufiger langatmig wird. Das kann ich hier so nicht unterschreiben, da für ausreichend Spannung gesorgt wurde, jedoch gibt es dennoch kleine Defizite. So etwa das Cover, das für mich zwar zum Inhalt des Buches passt, aber dann doch etwas zu verspielt und mit seinen vielen Farben fast zu kindisch ist, um die ab und zu düsteren Kapitel einzufangen. Klar überzeugt das Buch durch verschiedene Orte, teilweise wunderschön, aber eben auch hin und wieder grausam, dass für mich ein etwas dunkleres Cover besser gepasst hätte, aber das ist auch Geschmackssache. Der Schreibstil ist für Jugendliche / junge Erwachsene durchaus angenehm, da Lyra mit ihren manchmal derben Ausdrücken für das ein oder andere Schmunzeln sorgt und das ihren Charakter durchaus auch ausmacht, aber dennoch kommen mir ein paar der Begriffe dann doch zu oft vor. Lyra selbst ist ein sehr ansprechender Charakter, da sie mit ihrer Vergangenheit vorbelastet ist und sich dennoch nicht so schnell geschlagen gibt. Genau das scheint Hades an ihr reizend zu finden, bei dem ich die ganze Zeit mit der dramatischen Wendung gerechnet habe, immerhin hat man einen schlechten Ruf ja nicht ohne Grund. Cerberus und Charon fand ich einfach toll, sodass ich mich jedes Mal darüber gefreut habe, wenn wieder eine Begegnung anstand. Weniger begeistert war ich von Boone, da er für mich eher die Funktion erfüllte, eine potentielle Dreiecksbeziehung zu kreieren. Dafür hat aber schlicht und ergreifend die Chemie zwischen Lyra und Boone nicht gestimmt. Die vielen anderen Charaktere waren mir einfach zu viele. Klar, da alle Götter einen Kämpfer für sich aussuchen, trifft man als Leser nun einmal auf unendlich viele Namen, aber am Ende konnte ich immer noch einzelne nur schwer voneinander unterscheiden, was auch damit zu tun hatte, da sie zwar entweder auf Lyras Seite standen oder nicht, aber oftmals nicht mehr Informationen gegeben wurden. Einzelne Nebenfiguren hatten durchaus Tiefen, aber andere blieben mir dann doch etwas zu oberflächlich, um dann wild mit ihren Namen um sich zu werfen. Dennoch muss man der Autorin anerkennen, dass sie es geschafft hat, sich tolle Aufgaben der Götter zu überlegen, die mich doch immer wieder den Atem haben anhalten lassen, weil der Ausgang oftmals nicht vorhersehbar war und es durchaus den ein oder anderen Verlust gab. Das Ende kam ebenfalls überraschend, wodurch auch die letzten Seiten geradezu an einem vorbeifliegen. Zusammenfassend ist das Buch also definitiv eine spannende, abwechslungsreiche Lektüre, auch wenn mir die vielen oberflächlichen Charaktere dann doch zu schaffen gemacht haben.

Bewertung vom 01.09.2024
Five Broken Blades / The Broken Blades Bd.1
Corland, Mai

Five Broken Blades / The Broken Blades Bd.1


sehr gut

Überraschungsmomente

Da ich das Buch bereits öfter im englischsprachigen Raum gesehen habe, freute es mich umso mehr, dass es nun ins Deutsche übersetzt wurde. Das Cover liebe ich sehr und hat mich immer wieder gerne zum Buch greifen lassen. Die ersten hundert Seiten waren ein absoluter Lesegenuss. Man erfährt allmählich mehr über die einzelnen Charaktere, über die Beziehung untereinander und ihre Motive, wobei das Worldbuilding nebenher abläuft. Hier hätte man gerne ein wenig mehr Licht ins Dunkle bringen können, da die erschaffene Welt durchaus sehr viel Potential hat und dennoch so einige Fragen unbeantwortet blieben. Als die Reise der Verräter weiter ging, zog sich die Geschichte nun doch immer mehr und das machte den Mittelteil der Geschichte vorhersehbar. Hätte mich auch gewundert, wenn einer der Charaktere stirbt, der für das Vorhaben unersetzlich ist und somit waren die einzelnen Spannungsmomente doch nicht so spannend, wie vermutlich intendiert. Zu den Charakteren gilt zu sagen, dass hier wirklich Vielfalt geboten wird, auch wenn mir Aeri als Einzige auf die Nerven ging, da sie sich für ihre vierundzwanzig Jahre sehr unreif verhält, aber das Ende bringt dann doch noch die nötige Aufklärung hierzu. Die anderen Perspektiven haben mir jedoch alle gefallen, besonders Sora und Mikail mit ihrer individuellen Vergangenheit, sodass die verschiedenen Wechsel abwechslungsreich und interessant waren. Die ganze Zeit über versucht man als Leser dahinter zu kommen, wer von der Gruppe ein falsches Spiel spielen könnte, daher hat die Spannung gegen Ende nun doch noch zugelegt, zumal es ja wirklich drunter und drüber ging. Demnach haben die letzten Seiten definitiv nicht enttäuscht, vor allem da die Überraschungen für mich persönlich unvorhersehbar und somit gelungen waren. Die Auflösung machte größtenteils Sinn, jedoch fügt sich das vorher mühsam erschaffene Bild des grausamen Herrschers da nicht ganz hinein, sodass ich zugleich überrascht, als auch ein wenig enttäuscht war. Enttäuscht haben mich zudem auch die intimen Szenen, da das Buch eher für Erwachsene geschrieben wurde, jedoch alle Szenen unvollständig bleiben. Ich verlange ja nicht zehn vollständige Szenen, aber zumindest einen Moment hätte man genauer beschreiben können, nachdem die Personen doch vorher seitenlang umeinander herumtänzeln. Trotzdem war das Buch mit seiner Reise in eine andere, teils sehr skrupellose Welt ein interessantes Abenteuer mit dem ein oder anderen Überraschungsmoment am Ende, das durchaus Lust auf mehr macht, wobei der Mittelteil ein wenig schwächelte.

Bewertung vom 09.08.2024
Abenteuer im Herbstwald / Spekulatius, der Weihnachtsdrache Bd.4
Goldfarb, Tobias

Abenteuer im Herbstwald / Spekulatius, der Weihnachtsdrache Bd.4


sehr gut

Angenehm

Wenn man das Buch in einem Wort beschreiben will, so passt angenehm für mich einfach am besten. Die Geschichten rund um Spekulatius sind immer mit dem liebenswerten Drachen und den zwei Kindern, einer kreativen Geschichte und spannenden Abenteuern gefüllt, wobei die Lösung des Problems nie zu sehr an den Haaren herbeigezogen wirkt. Dieses Mal treffen wir den Weihnachtsdrachen jedoch nicht wie für gewöhnlich in seiner Lieblingsjahreszeit wieder, aber dennoch hat mich die Thematik rund um den Herbst gut angesprochen, auch wenn mir tatsächlich der besondere Zauber der Geschichte fehlt. So wird der Herbst zwar durchaus schön eingebunden, dennoch verläuft sich die Atmosphäre gegen Ende hin ein wenig. Selbst das Geisterfest kann dies nicht mehr retten und so gefällt mir die Geschichte an sich durchaus wieder sehr, auch wenn es von der Stimmung nicht ganz mit den Weihnachtsgeschichten mithalten kann. Für Spannung wird wieder einmal reichlich gesorgt, sodass die Kinder gebannt zuhören. Die Bilder unterstützen das Vorlesen oder auch selbstständige Lesen sehr, da sie fast jede Seite begleiten und zu Gesprächen anregen oder von den Kindern Vermutungen aufgestellt werden können, was denn nun als nächstes geschehen mag. Dabei sind diese einfach super schön und ansprechende gestaltet und auch die Kapitellänge ist wie gewohnt klasse. Specki unterhält erneut mit seiner lustigen Sprache, die den Geschwistern doch auch wieder sehr zur Hilfe kommt, da ihnen so eine Kommunikation mit den Tieren möglich ist, welche mit dem Freiherr vor einem schwierigen Problem stehen. An sich ist es wieder eine tolle, unterhaltsame und vor allem angenehme Geschichte mit dem Weihnachtsdrachen, obwohl die Stimmung den Vorgängern nicht vollkommen gerecht werden kann.