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MelB
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Eppelheim

Bewertungen

Insgesamt 134 Bewertungen
Bewertung vom 31.03.2025
Die Schwester des Serienkillers / Die Familie des Serienkillers Bd.3
Hunter, Alice

Die Schwester des Serienkillers / Die Familie des Serienkillers Bd.3


ausgezeichnet

Die Schwester des Serienkillers ist der dritte Band der Serienkiller Reihe, die alle unabhängig voneinander zu lesen sind, also keine Personenüberschneidungen.
Hier geht es nun um Anna, eine junge Lehrerin, die gemeinsam mit ihrem Bruder Henry in einem Kinderheim gelebt hat, nachdem sie aus der Verwahrlosung ihres Elternhauses gerettet wurden. Henry entwickelt sich mehr und mehr zu einem seltsamen Eigenbrötler und hat gewalttätige Anwandlungen.
Viele Jahre später lebt Anna zusammen mit ihrem Ehemann am Meer und wird von ihrer Vergangenheit eingeholt, als die Polizei vor ihrer Tür steht und sie darüber informiert, dass ihr Bruder ein Serienkiller ist und in 4 Tagen erneut morden wird. Sie lässt sich wie in ihrer Kindheit auf eine Art Schnitzeljagd mit ihrem Bruder ein, die nicht nur sie in Gefahr bringen wird.
Der Thriller hat mir sehr, sehr gut gefallen. Das Tempo ist von Beginn an hoch und das Buch ein klassischer Pageturner. Bisher habe ich bereits den ersten Serienkiller Band gelesen und der dritte - dieser - gefiel mir nochmal besser. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir wirklich sehr gut. Die Figuren, das Setting und die Zeitstränge sind perfekt miteinander verknüpft und ich konnte das Buch buchstäblich nicht aus der Hand legen. Eindeutige Leseempfehlung für einen super spannenden Thriller mit tollem Farbschnitt in der ersten Auflage - und den 2. Band werde ich mir auf jeden Fall auch noch besorgen!

Bewertung vom 31.03.2025
Wanda
Scheffel, Annika

Wanda


ausgezeichnet

Wanda handelt von Wanda, einem 13jährigen Waisenkind. Schon das erste Kapitel hat mein Herz zerrissen beim Lesen. Ich selbst bin Mutter von 3 Töchtern, die Jüngste 13 Jahre alt. Die Vorstellung, wie sich Wanda fühlt, als die dritte Familie sie nicht nehmen möchte und sie wieder ins Heim zurück muss, hat mich fertig gemacht.
Aber - Wanda nimmt es nicht hin. Sie packt ihren Rucksack und macht sich auf den Weg in die Stadt. Hier trifft sie auf Menschen, die ihre Freunde werden - und erlebt ein wirklich märchenhaftes Abenteuer.
Und - das ist ein wirklich modernes Märchen. Es gibt eine Heldin, die entweder Bus, Rikscha oder LKW fährt und immer auftaucht, wenn man sie braucht. Eine alte Frau mit einem Gartenhut, einen jungen Mann mit Zylinder, ein Mädchen, das schüchtern und einsam ist und es gibt Sami, der ein Geheimnis hat.
Und es gibt eine alte Bärin, die aus ihrem Gehege ausgebrochen ist und die von der ganzen Stadt gesucht wird, denn der Finder der Bärin soll einen Wunsch erfüllt bekommen, egal, welchen. Und wer von uns hat denn keinen Wunsch...?
Ich bin geradezu in das Buch hineingesogen worden. Der Stil ist wirklich faszinierend und voller erfundener beschreibender Adjektive, die mich begeistert haben. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und machen das Moderne des märchenhaften Jugendromans noch stärker wahrnehmbar. Denn als erwachsene Leserin war mir schnell klar, was es mit Samis Angst vor dem Wasser auf sich hatte und seinen Andeutungen oder der Angst Doras davor, das große Tor zu durchqueren. Und wenn ich das hier aufschreibe, dann wieder unter Tränen, denn der Roman hat mich wirklich zu Tränen gerührt und ich bin absolut begeistert! Uneingeschränkte Leseempfehlung - nicht nur für Jugendliche ab etwa 12 Jahren (vorher ist der Roman vermutlich nur wirklichen Leseratten zu empfehlen, denn er ist recht umfangreich).
Besonders glücklich macht mich, dass der Roman so wunderschön er auch geschrieben ist, vollkommen ohne Kitsch auskommt! Lest ihn und gebt ihn euren Kindern zu lesen!!!

Bewertung vom 27.03.2025
Im Wind der Freiheit
Kinkel, Tanja

Im Wind der Freiheit


sehr gut

Im Wind der Freiheit spielt vor allem in den Jahren 1848/1849 in Deutschland zur Zeit der deutschen Revolution. Susanne Grabasch, eine junge, mittellose Fabrikarbeiterin aus Sachsen lernt durch Zufall die Schriftstellerin Louise Otto kennen. In den Wirren der Unruhen im Land, aber auch durch Susannes persönliches Schicksal kämpfen sich die beiden ungleichen Frauen durch ein Land, das im Aufruhr ist.
Tanja Kinkel schafft es wie gewohnt, Geschichte begreifbar zu machen durch die Personen des Romans und ihre Handlungen. Wir treffen auf viele echte Personen aus der Zeit wie Robert Blum, Heinrich von Gagern, das Ehepaar Amalie und Gustav Struve und Clotilde Koch-Gontard.
Durch Susannes Schicksal, die schon als junges Mädchen der ganzen Härte ausgesetzt war, die Frauen und Mädchen aus mittellosen Verhältnissen betroffen haben, wird eindringlich und anschaulich beschrieben, wie das Leben damals sein konnte, wenn man nicht als Bürgerfrau geboren wurde. Als Gegenpart lesen wir von der in guten Verhältnissen geborenen und begünstigten Louise Otto, die sich dem vorgezeichneten Leben als Ehefrau und Mutter nach dem Tod der Eltern verweigert, sich nicht von ihrem Schwager bevormunden lässt, sondern Schriftstellerin wird. Sie kämpft wie auch ihre Freundin Amalie Struve für die Gleichberechtigung und Bildungsmöglichkeiten von Frauen und ist eine Verfechterin der 1848er Bewegung in Deutschland. Hier waren die Szenen aus der Paulskirche im März 1848 wirklich fesselnd beschrieben - und ja, empörend, dass keine Frau zugelassen wurde!
Susanne dagegen kämpft schon ihr Leben lang dafür, dass sie nicht hungern muss, Bildung oder gar das Wahlrecht sind keine Träume, die sie hat - sie erfährt in ihrem Leben Missbrauch, Ungerechtigkeit und Verrat und muss selbst niedrigste Tätigkeiten annehmen, um überhaupt leben und essen zu können.
Dieser Unterschied zwischen der echten Figur Louise Otto und der erfundenen, aber exemplarisch für viele Frauen der Zeit stehenden Susanne Grabasch hat für mich einen großen Reiz des Buches ausgemacht. Als Frau der heutigen Zeit bewundere ich durchaus die Vorreiterinnen und Kämpferinnen für Gleichberechtigung, sehe aber auch, dass das eine Sache war, die man sich leisten können musste.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wie alle Romane von Tanja Kinkel. Am Ende hatte es leichte Längen für mich, weil die vielen Unruhen und politischen Themen dieser Zeit dann doch nicht sooo fesselnd waren auf die Länge des Buches hin.
Aber - auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für lebendige Geschichte und starke Frauenfiguren, die mich sehr gut unterhalten haben.

Bewertung vom 22.03.2025
Dark Cinderella / Northern Royals Bd.1
Omah, Anya

Dark Cinderella / Northern Royals Bd.1


sehr gut

Gleich zu Beginn - Dark Cinderella ist der erste Teil einer Dilogie - und endet daher mit einem Cliffhanger!!!!
Es geht um Sofia, eine junge Schwedin, deren Freundin Alva vor 6 Monaten verschwunden ist. Das letzte, was von ihr bekannt ist, ist, dass sie Kontakt mit dem skonischen Königshaus hatte und sich vermutlich dort aufgehalten hat. 
Skonien ist ein erfundenes Land, was mich zunächst beim Lesen etwas irritiert hat, da es mich sehr stark an Skogland erinnert hat, eine wirklich tolle Jugendbuch Reihe von Kirsten Boie. 
Sofia also, eine junge Frau aus Schweden, macht sich auf, das Rätsel um das Verschwinden ihrer Freundin zu lösen und trifft bei ihren Nachforschungen auf die skonische Prinzessin, die sie direkt aus einer lebensgefährlichen Lage rettet. So lernt sie auch den Kronprinzen Maximilian kennen und nimmt sein Angebot, im Schloss zu arbeiten, an. 
Dabei will sie weiter nach Alva suchen - und gleichzeitig kommt sie den Königskindern, vor allem Maximilian immer näher und auch Maximilian ist von Sofia immer mehr verzaubert. 
Der Roman ist genretypisch aufgebaut mit wechselnden Perspektiven, die meist plausibel beschrieben sind (bei einer Szene aus Maximilians Sicht war ich etwas irritiert, aber im Großen und Ganzen passt es). Der Farbschnitt ist wirklich wunderschön und zeigt Sofia, ich vermute auf Band 2 werden wir dann Maximilian sehen. Sofia ist eine mutige, intelligente junge Frau, die ich sympathisch fand. Maximilian ist ebenfalls ein sympathischer Typ und die Liebe, die beide zu Büchern haben, tröstet mich dann doch über manche Klischees hinweg (eingesperrt in den Pflichten eines Royals, jammer jammer). 
Alles in allem eine Geschichte, die hält, was sie verspricht und gut geschrieben ist. Das Setting mag ich sehr gerne und ich konnte mich mit dem Märchenhaften und gleichzeitig Modernen in der Geschichte gut anfreunden. 
Leseempfehlung mit Warnung vor dem Cliffhanger am Ende - und ich habe den 2. Teil bereits vorbestellt! :-) 

Bewertung vom 18.03.2025
Vor hundert Sommern
Fuchs, Katharina

Vor hundert Sommern


gut

Vor Hundert Sommern erzählt eine Familiengeschichte mit Geheimnissen. Im Jahr 2024 erleben wir Elisabeth, die über 90jährige Großmutter, ihre Tochter Anja und deren Familie Ehemann Stefan und die beiden Töchter Lena und Anabel. Als Elisabeth ihre Wohnung in Berlin verkaufen lässt und endgültig in ein Seniorenheim zieht, kommen bei ihr viele Erinnerungen hoch und sie erzählt ihrer Tochter Anja und ihrer Enkelin Lena die Geschichte ihrer Familie und vor allem ihrer Tante Clara, beginnend mit dem Jahr 1924 - also vor genau 100 Jahren (Sommern). 

Ich habe etwas gebraucht, um in das recht umfangreiche Buch reinzukommen. Die beiden Töchter Anjas waren mir lange Zeit leider unsympathisch aus verschiedenen Gründen und blieben für mich auch teilweise nicht nachvollziehbar. Anja ist meine Lieblingsfigur gewesen, da ich mich mit ihr und ihrer Rolle als berufstätige Mutter erwachsener Töchter und Tochter einer pflegebedürftigen Mutter sehr gut identifizieren konnte. Der Vergangenheitsstrang um Clara hat mich lange am meisten gefesselt, wurde dann am Schluss etwas abrupt beendet. 

Zudem gibt es einige Logik-Lücken und Figuren, die mir zu eindimensional gezeichnet wurden. Und kleine Warnungen, falls man wie ich kein Hundemensch ist - es gibt echt VIELE Stellen über Hunde und Hundefriseure bzw. Hundegrooming, was mich wirklich leider einfach nicht abgeholt hat. 

Ansonsten ein gut lesbares Buch, mit dem ich zufrieden bin, aber nicht absolut begeistert.

Bewertung vom 17.03.2025
Die Kurve
Schmidt, Dirk

Die Kurve


sehr gut

Die Kurve handelt von Carl, der ein Netzwerk aufgebaut hat aus jungen Menschen, die er in seinem Jugendzentrum kennengelernt hat. Jetzt, viele Jahre später, arbeiten alle für ihn und seine Auftraggeber. Als er für einen amerikanischen Tycoon herausfinden soll, wie seine Tochter gestorben ist und gleichzeitig die Tochter eines Mafia Paten und ihren sterbenskranken Vater in Deutschland betreuen lassen soll, wird es für alle Beteiligten lebensgefährlich.
Der Roman kommt erst langsam in Fahrt und ich brauchte etwas, um mit den vielen Perspektivwechseln und den Personen warm zu werden. Allerdings wurde dann der Bogen zwischen Gegenwart und Vergangenheit geschlagen und ab dann wurde es für mich spannend. Ich tauchte immer tiefer in die kaputten Leben der einzelnen Personen ein und wurde mehr und mehr in die Geschichte eingesogen bis zum heftigen Schluss.
Fazit: Die Geschichte ist nicht im klassischen Sinne spannend oder ein Pageturner Thriller, aber sie ist wirklich gut aufgebaut und alle Fäden finden am Ende zusammen. Und kleine Warnung - einige Stellen sind wirklich brutal!

Bewertung vom 15.03.2025
Schweben
Ben Saoud, Amira

Schweben


sehr gut

Schweben handelt von einer jungen Frau, die in einer dystopischen Welt lebt. Der Klimawandel ist vollzogen und die Menschen leben abgeschottet in Siedlungen ohne Kontakt der Siedlungen untereinander. 
Die Ich-Erzählerin hat einen sehr seltsamen Beruf erfunden. Sie schlüpft in das Leben anderer Frauen und imitiert diese, als Schwester, Tochter, Freundin oder Ehefrau. In dieser "Rolle" spielt sie Beziehungen weiter - schlechte, konfliktbeladene. 
Als sie zu Emma wird verändert sich jedoch alles in ihrem Leben. 
Ich mochte den Roman sehr gerne. Als Dystopie angelegt herrscht beim Lesen die ganze Zeit eine latent beklemmende Atmosphäre. In dem recht kurzen Text, weniger als 200 Seiten, steckt allerdings viel, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Durch den Beruf der Ich-Erzählerin, die ihren eigenen Namen nicht mehr erinnert, stellte sich mir beim Lesen oft die Frage, wie definiert man sich selbst und wer ist man eigentlich? Und wie ist das mit Beziehungen? In einer Welt, die Gewalt verbietet, bricht sich diese dennoch irgendwie Bahn - liegt das an dem Wesen der Menschen? Und warum suchen Menschen Beziehungen, in denen sie nicht glücklich sind oder vermeiden Beziehungen, die sie glücklich machen könnten?
Ein tiefgründiger Roman, der mich sehr beeindruckt hat und der zwar phantastische Elemente beinhaltet, aber ohne Effekthascherei auskommt. 
Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 12.03.2025
MARCO POLO Reiseführer Schweden
Bock-Häggmark, Karin;Bomsdorf, Clemens;Juling, Petra

MARCO POLO Reiseführer Schweden


ausgezeichnet

Wir wollen dieses Jahr zum ersten Mal nach Schweden fahren und kennen uns noch gar nicht aus. Das Lesen und Besitzen des neuen Marco Polo Reiseführers beruhigt mich sehr. Wie immer ist er voller Insider Tipps und sehr gut gegliedert und gestaltet. Ich liebe die Marco Polo Reiseführer sehr, da ihr Format einfach toll ist und es umfangreiche Tipps und Kartenmaterial gibt. Außerdem gibt es viele Reisetipps und meine Lieblingsseite "Bloß nicht!" - die hat mich schon oft gerettet. :-) Die Themenblöcke sind nach Orten sortiert und nach Themen wie Shopping, Sport, Essen. 
Ich bin wie immer absolut begeistert von dem Reiseführer und kann ihn uneingeschränkt empfehlen - und er steigert meine Vorfreude auf unseren Urlaub immens! :-) 

Bewertung vom 12.03.2025
Baedeker SMART Reiseführer Amsterdam
Völler, Susanne;Bokern, Anneke

Baedeker SMART Reiseführer Amsterdam


ausgezeichnet

Der neue Baedeker Smart Amsterdam überzeugt mich schon mal sehr wegen des Formats - Ringbindung, aber klein und handlich und leicht (gut, wenn man ihn beim Städtetrip mitnehmen möchte). Die Themenblöcke überzeugen mich - es beginnt damit, dass der Lesende erstmal ein Gefühl für Amsterdam bekommen soll. Zu den einzelnen Stadtteilen gibt es immer erstmal eine Orientierung, das mag ich sehr, da ich leider ein unfassbar orientierungsloser Mensch bin. Bestimmte Highlights werden genauer beschrieben und die Bebilderung ist durch den ganzen Reiseführer hindurch einfach nur großartig. 
Wir fahren oft nach Amsterdam und haben dennoch viel gefunden, was wir uns nochmal oder zum ersten Mal anschauen wollen. 
Absolute Empfehlung für diesen tollen Reiseführer, der mich vollkommen überzeugt hat! 

Bewertung vom 12.03.2025
Lonely Planet Reiseführer Entdecke Paris
Winston Nicklin, Mary;Carillet, Jean-Bernard;Cho, Eileen

Lonely Planet Reiseführer Entdecke Paris


ausgezeichnet

Der neue Lonely Planet Endecke Paris Reiseführer ist wirklich absolut genial! Schon das Format ist super- handlich und leicht, mit Paris Stadtplan im rechten Umschlagblatt. Die einzelnen Themenblöcke sind farblich markiert und damit leicht wiederzufinden. Die Autor:innen stellen sich direkt am Anfang des Reiseführers vor und sind absolut kompetent und überzeugend. 
Je nach Zeit, die man in Paris verbringen kann und möchte, kann man sich seine Touren mithilfe des Reiseführers gut zusammenstellen. 
Mir haben auch die Fotos und Tipps extrem gut gefallen und ich freue mich riesig, den Reiseführer dann auch live zu benutzen. Aber schon jetzt schwelge ich gern in den Bildern, die meine Vorfreude wirklich nochmal sehr steigern! Absolute Kaufempfehlung!