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Fibelleser

Bewertungen

Insgesamt 86 Bewertungen
Bewertung vom 09.04.2025
Frühlingssonate
Radau, Stefan

Frühlingssonate


ausgezeichnet

Ich habe erstmals ein Werk von Stefan Radau gelesen und bin vollauf begeistert. Schon das Cover zur Frühlingssonate hat meine Neugier geweckt, was verbindet eine Geige mit den Bergen? Ich wurde von diesem Werk nicht enttäuscht.
Im Zentrum steht Johanna. Sie wächst in einem Alpendorf auf. Ihre Vater, Uhrmacher, erzieht sie allein. Seine Frau und Johannas Mutter ist schon vor sehr langer Zeit gestorben. Schon von klein auf ist Johanna in Musik, ganz speziell in Beethovens Frühlingssonate, verliebt. Sie wünscht sich, dass sie auch einmal so Musik spielen kann. Ihr Vater lächelt und sagt, wir sind doch Uhrmacher. Dennoch verweigert er ihr nicht Geige zu spielen, genau wie ihre Mutter. Der Roman erzählt einfühlsam und sehr emotional Johannas Entwicklung. Plötzlich muss sie sich zwischen Elternhaus und Musik entscheiden. Stefan Radau gelingt es diesen Grat für den Leser abzuwägen. Und plötzlich steht die Frage, muss ich das überhaupt trennen, im Vordergrund.
Aber auch die Entwicklung von Johannas Vater trägt dazu bei. Aus Sorge, dass ihr in der Stadt etwas passieren kann, möchte er Johanna nicht gehen lassen.
Es ist also nicht nur ein Roman für junge Leute, die vor wichtigen Herausforderungen stehen, sondern auch ein Roman für Eltern, die lernen und akzeptieren sollten, dass Kinder eigene Wege samt den Erfahrungen finden müssen.
Sehr gelungen finde ich auch die Kapitelüberschriften. Der Autor wählt dazu passende Begriffe der Musik. Es reicht von Allegro bis Kadenz. So steht beispielsweise der Titel Diminuendo - leiser werden - über dem Kapitel, in dem der Vater stirbt.
Und obwohl der Roman nur von den geschriebenen Worten lebt, hatte ich beim Lesen immer wieder eine Vorstellung, wie sich Johannas Musik anhört und die Hörer im Roman sowie den Leser verzaubert.
Ich kann den Roman sehr empfehlen, nicht nur Musikliebhabern, sondern allen die die Melodie ihres Lebens suchen oder schon gefunden haben.

Bewertung vom 07.04.2025
Magic of Moon and Sea. Die Diebin der vielen Gesichter
Harlow, Clare

Magic of Moon and Sea. Die Diebin der vielen Gesichter


sehr gut

Magic of Moon and Sea von Clare Harlow lockt mit einem farbenfrohen und kindgemäßen Cover. Auf den ersten und letzten Seiten findet man einen Stadtplan von Shelwich, dieser ist sehr hilfreich beim Lesen. So kann man die Handlungsspielräume und den Handlungsverlauf nachvollziehen.
Der Schreibstil und der Beginn der Geschichte waren für mich nicht so fesselnd. Die Spannung entwickelt sich aber im laufe der Handlung. Irritierend waren auch die kursiv gedruckten Sätze und Wortgruppen, so ganz ergab sich für mich der Grund dafür nicht. Manchmal waren damit Personen, Eindrücke oder Orte gemeint. Es gab auch vereinzelt Sätze, die ich nicht verstanden habe. Z.b. sagt Ista mehrmals, ich bin verwegen. Die Bedeutung dazu erschließt sich mir nicht.
In der Geschichte entwickelt sich zwischen Ista,Nat und Ruby eine Freundschaft, da alle drei einem Geheimnis der Stadt auf der Spur sind. Dabei bringen sie sich mehrmals in Gefahr, Erwachsene weihen sie aber nicht in ihre Vermutungen ein. Sie haben Angst, dass die Erwachsenen sie dann von ihren Taten abhalten, um sie vor Gefahren zu schützen.
In Shelwich steigt die Magie mit der Flut. Die Menschen haben auch unterschiedliche Fähigkeiten. Ista kann sich zum Beispiel in andere Personen verwandeln. Diese Fähigkeit kommt ihr bei kleinen Diebstählen zu Hilfe. Nat hat aber keine besondere Gabe, er ist aber sehr aufmerksam und wissbegierig. So kommt er auch hinter Istas Geheimnis.
Ich empfehle das Buch für gute Leser ab 10 Jahren. Es ist viel Text, der nicht durch Illustrationen unterstützt wird. Aber wer gern Fantastisches und Magisches liest, wird die Geschichte um Ista mögen.
Die Spannung zum zweiten Teil bleibt, da Ista ihren vermissten Pa noch nicht gefunden hat.

Bewertung vom 06.04.2025
Commissario Gaetano und der lügende Fisch / Commissario Gaetano Bd.1
Nola, Fabio

Commissario Gaetano und der lügende Fisch / Commissario Gaetano Bd.1


ausgezeichnet

Die Aufmachung des Buches „Commissario Gaetano und der lügende Fisch“ von Fabio Nola gefällt mir sehr gut. Das Cover gibt einen kleinen Eindruck von der Enge der Stadt Neapel. Auf den Umschlaginnenseiten findet man einen Stadtplan, so kann der Leser die Handlungsorte beim Lesen verfolgen.
Für mich war schon der Einstieg in den Krimi gelungen, aber doch ungewöhnlich. Da betritt ein gut angezogener Mann die Dienststelle von Commissario Gaetano und bittet ihn, am Abend bei ihm zu Hause zu sein. Der Mann scheint ziemlich verwirrt und verängstigt zu sein. Er rechnet am Abend mit einem Einbrecher und da wäre es gut, wenn die Polizei gleich vor Ort ist.
Aber die Polizei hat an diesem besonderen Tag schon reichlich zu tun, es wird ein Fest zu Ehren von San Gennaro gefeiert. Gaetano bittet Danilo sich am Abend mal kurz an die Adresse zu begeben. Der kann aber nur noch einen sehr bestialischen Mord entdecken.
Nun beginnt die Suche nach Mörder und Motiv. Dabei setzt der Autor eine Reihe besonders einzigartiger Typen ein. Da sind zum Beispiel die schwangere Emilia, der mufflige Pietro und der betrunkene Spurensicherer Davide. Gaetano wählt die junge Beppa Bellucci dazu. Diese nennt er aber nur Monica. Die Ermittler bekommen außerdem Unterstützung durch den Psychologen Dottore Giraudo, den hat der Polizeichef Gabriele hinzugezogen. Gabriele wartet auf eine Beförderung und möchte den Fall schnell lösen. Dadurch geraten aber immer wieder andere Personen unter Mordverdacht und eigentliche Ermittlungsaufgaben und Ziele werden vernachlässigt.
Neben den Mordermittlungen wird in diesem ersten Band um Gaetano auch seine familiäre Situation geschildert. Auch da hat Gaetano noch einige Baustellen.Die Stadt Neapel wird eindrucksvoll dargestellt. Der Leser hat förmlich Gerüche und Geräusche der Stadt vor „Augen“. Auch die neapolitanische Sprache findet man im Roman wieder, das hat mir teilweise das Lesen etwas erschwert. Im Glossar werden einige Begriffe erklärt, aber längst nicht alle.
Toller Auftakt in eine neue Reihe. Ich kann es allen Krimifans empfehlen.

Bewertung vom 31.03.2025
Sepia und die Verschwörung von Flohall / Sepia Bd.2
Bell, Theresa

Sepia und die Verschwörung von Flohall / Sepia Bd.2


sehr gut

Ich kenne Band 1 der Reihe um Sepia nicht. Deshalb war es auch gar nicht so einfach alles im Buch zu verstehen, da oft auf Ereignisse aus dem vorausgegangenen Band verwiesen wird. Auch die Figuren konnte ich nicht immer gleich richtig einordnen. Deshalb empfehle ich auch den Band „Sepia und das Erwachen der Tintenmagie“ im Vorfeld zu lesen.
Das Cover verdeutlicht die Fähigkeiten von Sepia aber sehr gut. Sepia ist einer von mehreren Lehrlingen in der Druckerei Silbersilbe. In diesem Band stehen die Prüfungen für die Lehrlinge aller Druckereien in Flohall an. Neben Sepia muss in diesem Jahr auch ihr Freund Sanzio die Prüfung ablegen. Zu den beiden gehört als Dritte im Bunde Niki.
Bei einem gemeinsamen Besuch des schwimmenden Marktes passieren seltsame Dinge in Nestors Nussschale. Sepia ist ganz verwirrt und versteht nicht recht, was passiert. Die drei bemerken bald, dass Flohall in Gefahr ist. Es hängt alles mit dem Buch: Das Herz von Flohall zusammen.
Silbersilbe erlaubt Sepia nicht, sich weiter damit zu befassen. Er ahnt die Gefahr für Sepia und die Stadt. Sepia gibt aber nicht auf, das Geheimnis zu lüften. Dabei wird sie von ihren Freunden und vielen magischen Tintenfiguren unterstützt. Dabei zerstreiten sich die Freunde, bringen sich in große Gefahr und begreifen aber, dass sie nur gemeinsam den Kampf gegen das Unbekannte gewinnen können.

Bewertung vom 25.03.2025
Schwebende Lasten
Gröschner, Annett

Schwebende Lasten


sehr gut

Das Cover ist einfach und schlicht gehalten. Annett Gröschner hat schon mehrere Bücher veröffentlicht, ich habe aber mit ihrem Roman“Schwebende Lasten“erstmals ein Buch von ihr gelesen. Sie ist in Magdeburg geboren und wählt Magdeburg als Heimatort ihrer Protagonistin Hanna.
Auf knapp dreihundert Seiten erzählt sie Hannas Lebensgeschichte und gleichzeitig die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts. Damit wird schon klar, dass Gröschner manche Lebensabschnitte nur anreißen kann.
Für mich ist Hanna eine beeindruckende Figur, die stellvertretend für viele Frauen im Osten Deutschlands steht. Hanna muss Familie und Arbeit vereinen. Spätestens als ihr Mann Karl ein Bein verliert, wird ihr Leben noch schwerer. Dennoch gibt sie sich nie auf und versucht so gut wie möglich alle Schicksalsschläge zu ertragen.
Jedes Kapitel beginnt mit einer Blumenbeschreibung. Das sind genau die Blumen, die im Buch zu Bosschaerts Bild benannt werden. Dieses Gemälde bildet auch einen Rahmen in Hannas Leben. Zum Anfang taucht ein Mann mit einer Kopie des Gemäldes in ihrem Laden auf, diese Kopie behält sie das ganze Leben. Erst am Lebensabend sieht sie das Original in der Gemäldegalerie in Den Haag.
Ich kann dieses Buch all denen empfehlen, die sich für starke Frauen interessieren, Interesse an der Geschichte Magdeburgs haben oder bedingt einiges über Blumen erfahren möchten.

Bewertung vom 24.03.2025
Was ich von ihr weiß
Andrea, Jean-Baptiste

Was ich von ihr weiß


ausgezeichnet

Das Cover hatte meine Neugier auf den Roman von Jean-Baptiste Andrea geweckt. Ich kannte bisher noch kein Werk des französischen Schriftstellers. Das Buch hat mich tief berührt. Es ist sehr vielschichtig und sehr poetisch geschrieben. Die Geschichte geht mir auch nicht so schnell aus dem Kopf, sie ist nachhallend. Die Gestaltung des Romananfangs hat mich schon gefesselt. Es wird erzählt, dass in einer Abtei jemand im Sterben liegt, diese Person wird nur mit „Er“ bezeichnet. Später wird für den Leser deutlich, dass es sich dabei um Mimo handelt. Er erzählt auf dem Sterbebett seine Lebensgeschichte. Auch der Abt hat in einzelnen Kapiteln die Möglichkeit, über Mimo und sein Werk zu reflektieren.
Für mich hat der Roman zwei Hauptfiguren. Da ist einmal Mimo, eigentlich heißt er Michelangelo Vitaliani und genauso wichtig finde ich Viola Orsini. Beide sind so unterschiedlich, vielleicht machen gerade diese Unterschiede die langlebige Beziehung zwischen beiden aus. Mimo stammt aus armen Verhältnissen, muss frühzeitig seine Mutter verlassen und wächst weit von ihr entfernt in Italien bei seinem Onkel auf. Mimo hat eine besondere Begabung für die Bildhauerei.
Viola stammt aus einer adeligen Familie, als Mädchen hat sie kaum Möglichkeiten auf Bildung. Sie nutzt aber die Bibliothek ihres Vaters zum Wissenserwerb. Sie will sich nicht mit der Rolle als Tochter begnügen. Sie träumt vom Fliegen und widersetzt sich gern ihren Eltern. Viola und Mimo können ohne den anderen nicht sein, dennoch können sie aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft auch nicht zusammen leben.
Sehr ergreifend, aber dennoch realistisch, fand ich die Entwicklung von Mimo zur Zeit des aufkommenden Faschismus. Auch hier spielt Viola eine wichtige Rolle.
Ich kann den Roman allen Kunst und Geschichte Interessierten empfehlen .

Bewertung vom 11.03.2025
Der ewige Tanz
Schroeder, Steffen

Der ewige Tanz


sehr gut

Das Cover besticht in seinem Rotton und zeigt die Tänzerin Anita Berger. Steffen Schroeder befasst sich in seinem Roman mit dieser außergewöhnlichen Frau und der Zeit, in der Berger lebte.
Anita wächst bei ihrer Großmutter Lu in Dresden auf. Die Mutter arbeitet in Berlin im Kabarett Chat Noir als Tänzerin und Sängerin. Ihren Vater, den Professor und Violinisten Felix Berger, tritt in ihrem Leben kaum in Erscheinung. Die Großmutter nett Anita liebevoll „mein Toni“ und macht sie so auch zum Mann im Haus. Männer sind aus Sicht der Großmutter nicht nötig.
Für mich kam Anitas Entscheidung Tänzerin zu werden etwas unerwartet. Sie lernte in Berlin und war so ihrer Mutter wieder näher. Zwischen Mutter und Tochter kommt aber keine rechte Beziehung zustande.
Schroeder lässt seine Protagonisten, die schwer an Tuberkulose erkrankt ist, im Krankenhaus über ihr Leben in der Rückblende erzählen. Dabei wird deutlich, dass die Tänzerin das Leben ausgekostet hat. So gehörten Alkohol und Drogen zu ihrem Leben dazu. Auch in der Liebe ließ sie sich auf viele Abenteuer ein.
Sie war mehrfach verheiratet, hatte aber auch amouröse Beziehungen zu Frauen.
Ihre Karriere als Tänzerin hatte Höhen und Tiefen. Neben den Einblicken in das Leben dieser Künstlerin werden viele andere Künstler der Goldenen Zwanziger im Roman vorgestellt.
Deshalb kann ich das Buch allen, die mehr über das Künstlerleben und die Zeitepoche wissen wollen, empfehlen.

Bewertung vom 11.03.2025
Metty Jones und das Schicksalstattoo / Inkbound Bd.1
Leathley, Philippa

Metty Jones und das Schicksalstattoo / Inkbound Bd.1


ausgezeichnet

Das Cover hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Nachdem ich das Buch gelesen habe und erneut das Cover betrachtet habe, war ich sehr erstaunt. Das Cover schafft es tatsächlich die Geschichte mit ihren Wichtigsten Details wiederzugeben. Super für die jungen Leser natürlich auch die Tattoosticker, die Auswahl sollte aber erst nach dem Lesen erfolgen oder die Bedeutung ist unwichtig, dann kann es früher gewählt werden.
Die Geschichte um die 10jährige Metty ist spannend geschrieben und entführt in eine magische Welt. Die ist aber manchmal gar nicht so weit von der Realität entfernt. Zum Geburtstag erhält Metty ihr Schicksalstattoo. Trotz eines Buches mit einer Übersicht bekannter Tattoos und deren Bedeutung, kann Metty die Bedeutung ihres Zeichens zunächst nicht richtig erfassen. Die Bedeutung wird fälschlich erfasst, das führt zu vielen Missverständnissen.
Plötzlich verschwindet ihr Vater und Tante Mag holt sie zu sich. Metty versucht alles, um ihren Vater zu finden. Gegen Anweisungen ihrer Tante widersetzt sie sich und bringt sich mehrmals in Gefahr.
Ich kann es allen Lesern, die sich gern magisch verzaubern lassen, empfehlen.

Bewertung vom 02.03.2025
Die Melodie der Lagune
Constable, Harriet

Die Melodie der Lagune


ausgezeichnet

Das Cover und der Romananfang stehen für mich in einem krassen Gegensatz. Das Cover vermittelt Ruhe, Meeresrauschen und Urlaubsfeeling. Der Roman beginnt mit der Ankunft der Protagonistin Anna Maria auf der Erde. Dieses kleine Wesen hat es nicht leicht, nur knapp entkommt sie dem gemeinsamen Tod mit ihrer Mutter vor dem Ertrinken. Da die Mutter sicher ist, ihr Kind nicht versorgen zu können, entscheidet sie sich schweren Herzens die Kleine in ein Mauerloch der Pieta zu legen. Sie gibt dem Kind eine halbe Spielkarte und ein Papier mit der Aufschrift „Du sollst wissen, dass du geliebt wurdest.“ mit.
So wächst Anna Maria hinter Klostermauern im Waisenhaus auf. Dort haben die Kinder die Möglichkeit ein Musikinstrument zu lernen. Anna Maria merkt recht bald, das Musik für sie Farben sind. Sie steigert sich immer weiter hinein immer besser zu werden. Mit ihren Freundinnen Paulina und Agatha spielt sie, wie es sein könnte, wenn sie als beste Musikerin gefeiert wird.
Über ihrem Ehrgeiz, der auch von ihrem Lehrer Antonio Vivaldi gefördert wird, vergisst sie, was Freundschaft eigentlich bedeutet. So muss sie mehrmals Verluste verkraften. Anna Maria ist auch gar nicht bewusst, dass sie in einer Zeit lebt, in der es Mädchen nicht möglich ist in männliche Berufe einzutauchen und genau wie ein Mann geachtet wird. Erst als der Schmerz am größten ist, wird ihr klar, das ihr Lehrer ihre Begabung ausgenutzt hat.
Der Roman lässt Vivaldi in einem anderen Licht erscheinen. Welche Möglichkeiten hätte Anna Maria mit ihrem Talent in der Gegenwart?
Ein toller Roman, der sich jetzt schon an die Spitze meiner Bücherliste 2025 katapultiert.

Bewertung vom 26.02.2025
Die Garnett Girls
Moore, Georgina

Die Garnett Girls


sehr gut

Georgina Moore hat mit „Die Garnett Girls“ ihren ersten Roman veröffentlicht. Das Cover passt gut zum Titel, drei Girls im Wasser in Strandnähe. Der Roman liest sich nicht einfach mal so zwischendurch. Es ist für mich auch nicht ein Buch für laue Sommertage.
Der Roman beginnt mit einem Prolog und führt den Leser zu den ersten Jahren der Familie zurück. Ein Sommer für Margo und Richard mit den drei Kindern auf Sandcove. Bereits da zeigt sich, dass es die junge Familie nicht so leicht hat. Es klingt an, dass Richard öfter trinkt. Trotzdem genießt Margo die Zeit mit ihren Girls am Strand, es entsteht ein Foto der Mädchen vor ihrem Sanddorf. Dieses Foto taucht im Roman ein weiteres Mal auf.
Anschließend befindet sich der Leser in Venedig in der Gegenwart. Imogen, das mittlere Garnett Girl, ist hier mit ihrem Freund William und erwartet einen Verlobungsantrag. Rachel, die Älteste, wohnt mittlerweile mit ihrem Mann und ihren Kindern auf Sandcove. Sasha, die Jüngste, ebenfalls verheiratet, wohnt in London. Ihre Mutter, die sie selber nur Margo nennen, wohnt in der Nähe von Rachel. Den Grund dafür erfährt der Leser im Buch. Der Roman erzählt die Geschichten aller 4 Frauen. Nicht immer waren alle einer Meinung. Und anscheinend hat der Weggang von Richard bei allen einen tiefen Graben hinterlassen. Der Roman hat seine Längen, aber besticht mit einem sehr emotionalen Ende.