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Benutzername: 
petra_silie
Wohnort: 
Potsdam

Bewertungen

Insgesamt 307 Bewertungen
Bewertung vom 04.09.2023
Always love you / Ikonen ihrer Zeit Bd.11
Faber, Hanna

Always love you / Ikonen ihrer Zeit Bd.11


sehr gut

Hanna Faber erzählt in ihrer Romanbiographie von Whitney Houston , dem internationalen Weltstars mit der unverwechselbaren Stimme.
Den Song I will allways love you nahm Whitney Houston für den Film Bodyguard auf.
Das Stück war viele Jahre die meistverkaufte Single. Eine gute Wahl diesen Song als Buchtitel zu nutzen.
Wir lernen Whitney als Teenager kennen, die im Kirchenchor ihre ersten Auftritte hatte und ihre Zuschauer verzauberte. Ihr Wunsch war es eine große Sängerin zu werden, darin wurde sie von ihrer Familie unterstützt .Ihre Mutter wurde zu ihrer Gesangslehrerin.
Eine große Rolle in ihrem Leben spielte Robyn Crawford, die sie ein Leben lang begleiten sollte. Sie war ihre Assistentin, Freundin, enge Vertraute und anfangs auch ihre Geliebte. Aus Furcht, dass diese Romanze ihre Karriere ruinieren könnte, wurde sie von beiden Frauen beendet.
Die Beziehung zu Bobby Brown war toxisch. Aber Schuld an ihrer Drogensucht war er nicht. Dieses Problem in Whitneys Leben gab es schon viel länger.
Das Buch endet zu der Zeit, als die Künstlerin auf dem Höhepunkt ihrer Karriere war.
Lesenswert!

Bewertung vom 01.09.2023
Landgang
Zervakis, Linda

Landgang


sehr gut

Etwas verwundert hat mich das Intro des Buches. Nachdem ich voller Mitleid dachte, Frau Zervakis hätte ihre Mutter verloren, wurde später erklärt, dass der Text über den fiktiven Tod ihrer Mutter von ihrer Freundin Vivi stammt. Nach dem Tod von Wellensittich Beatrix und der geplatzten Hochzeit von Freundin Vivi ging es dann aber mit der Auszeit auf dem Land los. Ab hier hat mir dann das Buch richtig gut gefallen. Linda braucht eine Auszeit und Vivi einen Neuanfang. In einem Dorf in Schleswig-Holstein fand man auch die geeignete Immobilie. Alles schien so wunderbar zu sein und dann begann die Realität, die wirklich wunderbar mit etwas Witz und Charme von Frau Zervakis beschrieben wurde. Wir erfahren viel von den Tücken eines renovierungsbedürftigen Hauses, von Nachbarschaftshilfe auf dem Land, dem Zusammenhang von Fleisch essen und Tiere töten .
Eine sehr unterhaltsames Buch, welches ich gern weiter empfehle.

Bewertung vom 27.08.2023
Bei euch ist es immer so unheimlich still
Schröder, Alena

Bei euch ist es immer so unheimlich still


ausgezeichnet

Dieser zweite Roman von Alena Schröder ist, wenn man es ganz genau nimmt, eigentlich der Vorgänger ihres ersten Romans. Denn hier treffen wir die jüngere Hannah und ihre Großmutter Evelyn wieder, die wir schon aus "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" kennen. Beide Bücher bedingen sich aber nicht gegenseitig.
"Bei euch ist es immer so unheimlich still"(die Autorin scheint ein Faible für sperrige Titel zu haben) wird auf zwei Ebenen erzählt. In der Gegenwart fährt die 33jährige Sylvia mit ihrer kleinen Tochter Hannah in einem geklauten Auto von Berlin in den Ort ihrer Kindheit. Sie lässt ihre etwas schräge WG ohne eine Nachricht zurück.
Rückblickend erleben wir wie ihre Mutter Evelyn in den fünfziger Jahren von der reichen Familie ihrer Freundin Betty aufgenommen wird und sich in den Sohn Karl verliebt. Spät bekommt sie ihre Tochter Sylvia, zu der sie nie eine innige Verbindung aufbauen konnte.
Der Leser erlebt die schrittweise Annäherung beider Frauen.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gern weiter.

Bewertung vom 26.08.2023
Wie ein Stern in mondloser Nacht
Sand, Marie

Wie ein Stern in mondloser Nacht


sehr gut

Der neue Roman der Autorin Marie Sand spielt in Berlin in den 50er Jahren. In dieser Geschichte ist Henni Bartholdy die heimliche Heldin. Henni ist Hebamme . Mit Sorge sieht sie , dass die Kluft zwischen Arm und Reich in der Zeit des Wirtschaftswunders in Deutschland immer größer wird. Verzweifelte Mütter setzen ihre Neugeborenen aus oder töten sie sogar. Das alles aus wirtschaftlicher Not oder Scham. Henni, die selbst aus armen Verhältnissen kommt, weiß, dass sie handeln muss. Sie arbeitet als selbstständige Hebamme in einem Geburtsraum. Hier stellt sie im Hinterhof eine Apfelsinenkiste auf, die Müttern, die keinen anderen Ausweg sehen, die Möglichkeit gibt dort ihr Kind anonym abzulegen. Wenige Wochen will sie sich um das Kind kümmern und den Müttern damit die Möglichkeit geben sich umzuentscheiden. Irgendwann liegt tatsächlich ein Baby in der Kiste...
Eine anrührende Geschichte, um die Entstehung von Babyklappen.
Leseempfehlung!

Bewertung vom 22.08.2023
Das Glück der Geschichtensammlerin
Page, Sally

Das Glück der Geschichtensammlerin


ausgezeichnet

"Das Glück der Geschichtensammlerin" war für mich eines der Bücher, das man anfängt und nicht mehr aus der Hand legen kann.
Eine sehr schöne warmherzige Geschichte mit einer guten Prise Humor.
Die Putzfrau Janice lässt sich gern Geschichten von den den Leuten erzählen, bei denen sie putzt. So entsteht in ihrem Kopf eine Sammlung vieler Geschichten.
Als sie einen Job bei der über 90-jährigen Mrs B erhält, erkennt die gewitzte alte Dame schnell, dass Janice viel mehr als nur eine gute Zuhörerin ist. Nicht sofort, aber nach einiger Zeit könnte man sie als Freundinnen bezeichnen. Janice beginnt sich zu öffnen und erzählt schließlich ihre eigene Geschichte und beginnt auch sie mit anderen Augen zu sehen.
Im Buch macht uns die Autorin mit vielen unterschiedlichen Charakteren und deren Geschichten bekannt. Auch ein Hund spielt eine nicht unbeachtliche Rolle.
Leseempfehlung!!

Bewertung vom 16.08.2023
Salz und Schokolade / Halloren-Saga Bd.2
Martin, Amelia

Salz und Schokolade / Halloren-Saga Bd.2


sehr gut

Amelia Martins Roman "Salz und Schokolade" geht zurück in die Zeit von 1905 bis 1923.
Es geht um eine Schokoladenmanufaktur in Halle an der Salle. Ernst David und Leopold Mendel , die Mitinhaber der Schokoladenfabrik David &Söhne wollen die Zukunft ihres Unternehmens sichern. Dazu streben sie eine Verbindung ihrer Kinder Cäcilie und Julius an. Während Julius bereits seine Erfüllung in der Aufgabe als Chocolatier gefunden hat, aber weniger der Bürotätigkeit zugetan ist, lebt Cecilie mehr oder weniger in den Tag hinein. Beide sehen die Notwendigkeit dieser Verbindung ein, obwohl ihre Herzen bereits vergeben sind. Doch manchmal ist es nicht der Verstand, der das Handeln bestimmt.

Ein interessanter historischer Roman , der sich gut lesen lässt. Gefallen haben mir auch die doch recht spannenden Nebenfiguren des Buches
Leseempfehlung!

Bewertung vom 13.08.2023
Die verlorene Tochter / Die verlorenen Töchter Bd.1
Lane, Soraya

Die verlorene Tochter / Die verlorenen Töchter Bd.1


gut

"Die verlorene Tochter" von Soraya Lane ist das erste von acht Büchern, in denen jede der Protagonisten erfährt das ihre Großmutter in einem Heim für ledige Mütter geboren wurde. Jede der Enkelin bekommt ein kleines Kästchen mit dem Hinweis auf die Herkunft ihrer Großmutter.
Im vorliegenden Buch ist es Lily, die dieses kleine Holzkästchen erhält. Es enthält ein italienisches Rezept und ein Stück eines Programms des Mailänder Opernhauses von 1946.
Beruflich führt sie ihr Weg auf ein berühmtes Weingut in Italien. Mit Hilfe des Sohnes der Familie begibt sich Lily auf Spurensuche.
Das Buch hat zwei Zeitebenen. In der Gegenwart erleben wir Lily. Die zweite Ebene, die mir weitaus besser gefallen hat, erzählt von der Liebe ihrer Urgroßeltern Estee und Felix. Sie lebt den Traum ihrer Mutter und ist Primaballerina und er ist der Sohn eines berühmten Bäckerimperiums.
Ich fand das Buch unterhaltsam, aber auch im Gegenwartsteil ziemlich kitschig und voraussehbar.

Bewertung vom 11.08.2023
Prophet
Blaché, Sin;Macdonald, Helen

Prophet


sehr gut

"Prophet" von Sin Blache und Helen Macdonald ist kein Thriller wie ich ihn erwartet habe. Eher ein genreübergreifender Roman, der ein bisschen Thriller, ein bisschen Science Fiction und Fantasy aber auch eine queere Romanze ist.
Auf jeden Fall ist es kein Buch für Leser, die es gern realistisch haben wollen.
Auf einem Feld in England taucht plötzlich ein amerikanischer Diner auf. Allerdings ohne Strom und Wasser. Ganz in der Nähe findet man auch einen toten Militärangehörigen, der in einem Feuer umgekommen ist. Rätselhafte Ereignisse, die ein besonderes Ermittlerteam erfordern. Adam Rubinstein, ein überaus korrekter und introvertierter Offizier, soll mit Sunil Rao, einem ehemaligen M16-Agenten, die mysteriösen Fälle untersuchen. Sunil ist vergnügungssüchtig und dem Alkohol und den Drogen nicht abgeneigt. Aber er hat eine Fähigkeit, die ihn einzigartig macht. Er erkennt Unwahrheiten.
Im Kampf gehen die Bedrohung durch Prophet werden beide zu mehr als nur Partner.

Bewertung vom 05.08.2023
Kontur eines Lebens
Robben, Jaap

Kontur eines Lebens


ausgezeichnet

Schon einige Zeit wird Frieda Tendeloo von ihrem Mann Louis gepflegt. Für alle überraschend stirbt er plötzlich. Für die über achtzigjährige Frieda bleibt nur noch der Weg ins Pflegeheim.
Der Autor beginnt sein Buch mit Friedas erster Nacht im neuen Heim. Es ist ihm eindrucksvoll gelungen die Gefühle der alten Frau zu erzählen.
In diesem neuen und für Frieda einsamen Dasein beginnt sie über ihre Lebensgeschichte nachzudenken.
In den Sechzigerjahren lebt sie bei ihren Eltern und arbeitet als Floristin. Es ist eine streng katholisch Gegend. Als sie sich in den verheirateten Otto verliebt, wird sie schließlich schwanger. Ein Skandal für die Eltern und das Umfeld. So behält sie die Geschichte ihrer ersten Schwangerschaft lange für sich. Aber die Trauer um das verlorene Kind bleibt ein Leben lang.
Jaap Robben beschreibt an Friedas Beispiel, ein Schicksal, dass viele Frauen in den Sechzigerjahren mit ihr teilten.
Meine unbedingte Leseempfehlung!

Bewertung vom 02.08.2023
Wir träumten vom Sommer
Rehn, Heidi

Wir träumten vom Sommer


gut

Amrei, die Hauptperson in dem Roman, bekommt die Zusage als Hostess bei den Olympischen Spielen 1972 in München arbeiten zu dürfen. Sie beendet ihren Auslandsaufenthalt, bei dem sie inzwischen in Florenz gelandet ist, und geht zurück nach München. Unterkunft findet sie, wie bereits vor einigen Jahren , bei ihrer Großtante Annamirl.
Der Roman erzählt Amreis Zeit als Studentin in München während der Studentenbewegung 1968 und in der zweiten Ebene die Zeit der Olympischen Sommerspiele in München, die durch den Anschlag palästinensischer Terroristen auf das israelische Quartier im Olympischen Dorf abrupt unterbrochen wurden. Anders als erwartet, geht die Autorin auf dieses Ereignis nicht besonders tief ein. Die Zeit der Studentenproteste 1968 war dagegen für mich mit den ewigen Diskussionen eher zu langatmig.
Bis auf die die Tante Annamirl fand ich die Protagonisten in dem Buch nicht sehr interessant.