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Benutzername: 
olgica
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Bücher rocken!

Bewertungen

Insgesamt 108 Bewertungen
Bewertung vom 23.06.2009
Die Wanderhure Bd.1
Lorentz, Iny

Die Wanderhure Bd.1


sehr gut

Marie, die 17jährige Bürgertochter, wird nach einer Intrige ausgepeitscht und aus der Stadt vertrieben. Zufällig wird sie von einer umherwandernden Hure gefunden und wieder gesund gepflegt. Fortan reisen die beiden gemeinsam durchs Land. Auch Marie muss ihren Lebensunterhalt nun mit Prostitution bestreiten. Während dieser Zeit wächst in ihr der Hass und damit auch der Wunsch Rache an ihren Verrätern zu üben.
Ein sehr tolles Buch. Spannend und absolut kurzweilig zu lesen. Sehr interessant, was man über das Leben und die Weltanschauung im Mittelalter erfährt.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.06.2009
Schmetterling und Taucherglocke
Bauby, Jean-Dominique

Schmetterling und Taucherglocke


sehr gut

Sehr bewegend und auch krass. Mit 44 ist der Autor nach einem Hirnschlag vollständig gelähmt. Lediglich sein linkes Augenlid konnte er noch bewegen. So hat er dann auch dieses Buch geschrieben, bzw. diktiert.
Trotzdem hat er seinen Humor nicht verloren. Er schreibt recht spaßig und sarkastisch über seine zeit im krankenhaus was er dort erlebt und vor allem denkt. Sehr bewundernswert.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.06.2009
Farm der Tiere
Orwell, George

Farm der Tiere


sehr gut

Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher.
Am Beginn des modernen Märchens vertreiben die Tiere der Herren-Farm gemeinsam den Farmer Jones um künftig in Freiheit und Brüderlichkeit auf der Farm zu leben. Sie bewirtschaften fortan die Felder selbst und jeder arbeitet nach seinem Können mit. Außerdem wird die Farm in Farm der Tiere umbenannt. Ihr Zusammenleben wird in 7 Geboten an die Scheunenwand geschrieben, auch wenn nur manche Tiere des Lesens mächtig sind. Die Tiere fühlen sich frei und glücklich.
Doch nach einiger Zeit wendet sich das Blatt, als das Schwein Napoleon immer wieder neue Ideen und Verbesserungen hat...
George Orwells Fabel aus dem Jahr 1945 hat auch nach über 60 Jahren nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Sie zeigt wie Macht und Geld Charaktere verändern können und wie mit Hilfe (falscher) Versprechungen allerhand Missstände hingenommen werden. Ein Klassiker der Gesellschaftskritiken.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.06.2009
Wie dick muss ich werden, um kugelsicher zu sein?

Wie dick muss ich werden, um kugelsicher zu sein?


gut

Fakten Fakten Fakten - aber nicht staubtrocken sondern humorvoll geschildert. Viele interessante Fragen aus dem Alltag erfahren hier ihre Antworten. So erfährt man beispielsweise, wie lange man sich ausschließlich von Bier ernähren kann, bis der Körper rebelliert und eben auch, bei welcher Fettness man vor Pistolenkugeln sicher ist.
Die Fragen und Antworten dieses Büchleins, entstammen einem englischen Wissenschaftsmagazin, wo seit 1994 eine Rubrik dafür existiert. Da dort auch normale Leser Fragen beantworten dürfen, sind die Antworten meist einfach erklärt und ohne Fachkenntnis verständlich.
Eine nette Lektüre für zwischendurch mit dem ein oder anderen Aha-Erlebnis.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.06.2009
Kalt ist der Abendhauch
Noll, Ingrid

Kalt ist der Abendhauch


ausgezeichnet

Die 83jährige Charlotte erfährt vom baldigen Besuch Hugos und bereitet sich fortan intensiv darauf vor. Hugo ist nämlich nicht nur ihr Schwager, sondern auch ihre erste Liebe, deren Funken in den letzten 6 Jahrzehnten immer wieder aufflammte. Während sie von ihrem Enkel und seinen Kommilitonen ihre Wohnung renovieren lässt, schwelgt sie immer wieder in Erinnerungen an ihr Leben und natürlich an Hugo.
Natürlich darf auch eine Leiche nicht fehlen - schließlich ist Charlotte die Großmutter von Cora aus "Die Häupter meiner Lieben"
Wie immer bei Frau Noll ist auch diese schwarze Komödie herrlich kurzweilig und mit viel Charme geschrieben.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.06.2009
Eine Zeit ohne Tod
Saramago, José

Eine Zeit ohne Tod


weniger gut

Am Neujahrstag stirbt niemand. Am nächsten Tag auch nicht. Am darauffolgenden ebenfalls nicht. Die Menschen des Landes wundern sich erst, fühlen sich dann aber durch ihre neue Unsterblichkeit beflügelt und reizen ihr Leben aus. Allerdings entstehen auch viele Probleme, da Krankenhäuser und Pflegeheime bald mit im Sterben liegenen Menschen überfüllt sind. Durch einen Brief, der mit tod unterzeichnet ist, erfahren die Menschen schließlich warum niemand mehr stirbt.
Der Autor José Saramago befasst sich mit dem alten Menschheitswunsch der Unsterblichkeit auf kritische Art. Er zeigt die Probleme einer Welt ohne Tod auf. Nebenbei kritisiert er sehr offen Politik und Gesellschaft.
Leider ist die Idee besser als die Umsetzung. Es fehlt an Spannung und der Erzählstil ist oftmals seltsam.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.06.2009
Der, die, was?
Bergmann, David

Der, die, was?


ausgezeichnet

Der Nachtisch, die Nachspeise, das Dessert.
Nicht nur die deutschen Artikel haben es in sich. Die ganzen Fallstricke, die wir Muttersprachler gar nicht bemerken sind für deutschlernende extrem knifflig. David Bergmann - Amerikaner mit deutschen Vorfahren - nahm diese Herausforderung auf sich, da er sich in die deutsche Sprache regelrecht verliebt hat.
Von ersten Wörtern bis zum erstern Jahr in Deutschland schildert der Autor seine anfangs noch recht holprigen Versuche, stets auf amüsante Art und Weise. Sogar kluge Wortwitze sind enthalten.
Die kurzweilige Lektüre hat mich oft zum Schmunzeln und zum Nachdenken über meine Alltagssprache gebracht.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.