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Glueckskinderbuch.de

Bewertungen

Insgesamt 144 Bewertungen
Bewertung vom 12.02.2022
Vick, Chris

Allein auf dem Meer


sehr gut

In diesem packenden Roman geht es um Bill, einen 15-jährigen englischen Jungen, der vor der Küste Marokkos aufgrund eines Orkans Schiffbruch erleidet. Zuerst scheppert er drei Tage lang allein auf dem Meer, dann trifft er auf eine weitere Schiffbrüchige, Aya, ein etwa gleichaltriges Berbermädchen. Die beiden treiben nun gemeinsam in einem winzigen Boot auf dem Ozean und müssen ums Überleben kämpfen.

Der Leser ist von Anfang an gebannt in der Geschichte drin. Zwischendurch wirkt die Handlung etwas langatmig. Das Ende wurde vom Autor, meiner Meinung nach, glaubhaft so gewählt und ist interessant. Durch den Erzählstil der Ich-Perspektive (Bill erzählt) kann man sich perfekt in das Geschehen hineinversetzen und fühlt sich oft, als ob man mit den beiden Jugendlichen im Boot sitzt.
Neben dem zentralen Thema des Überlebenskampfes handelt die Geschichte vom Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und Sprachen, von Hoffnung, von Vertrauen und Misstrauen und von Freundschaft und Liebe.

Sehr gefallen haben mir die Abschnitte im Buch, in denen Aya Bill Geschichten wie aus Tausendundeiner Nacht erzählt. Diese Momente stehen im Gegensatz zum erbarmungslosen Kampf um Leben und Tod.

Obacht bei der Verlags-Altersempfehlung ab 11 Jahren! Dieses Buch ist aufgrund etlicher Szenen, in denen ums blanke Überleben gekämpft wird, und in denen daraus resultierende Grausamkeiten schonungslos geschildert werden, nichts für Kinder! Ich empfehle das Buch frühestens ab 13, besser ab 14 Jahren (so wie übrigens auch der britische Originalverlag).

Bewertung vom 04.02.2022
Lambeck, Silke

Mein Freund Otto, das Blaue Wunder und ich


sehr gut

Matti und Otto sind die allerbesten Freunde und machen nichts lieber als den Sommer in ihrem geliebten Freibad "Blaues Wunder" zu verbringen. Doch das Schwimmbad ist eines sommerlichen Tages einfach geschlossen, weil das Geld für die Renovierungsarbeiten fehlt. Was nun? Wird es den fast elfjährigen Freunden gelingen, ihr "Blaues Wunder" zu retten?

Der Schreibstil der Autorin Silke Lambeck ist angenehm leicht und locker. Auch die Kapitel haben eine wirklich angenehme Länge. Doch ich bin ehrlich und habe gleich einen kleinen Kritikpunkt. Ich brauchte etwa die ersten vier Kapitel, um richtig in die Geschichte reinzukommen, denn zu Beginn schwirrten einige Namen herum, die ich nicht zuordnen konnte. Dies liegt daran, dass es bereits zwei Teile vor diesem Buch gab, die ich nicht gelesen hatte. Grundsätzlich ist der Kinderroman in sich abgeschlossen, doch ich fand den Einstieg in die Welt der Charaktere etwas holprig.

Sehr gefallen hat mir die Freundschaft zwischen Matti und Otto, die richtig schön auf einer Welle miteinander schwimmen und immer wissen, was der andere denkt. Auch die im Buch vorkommenden Themen werden viele Leser der Zielgruppe abholen. So geht es um Lügen und Ehrlichkeit, sich entschuldigen, wenn man Mist gebaut hat und darum, nicht aufzugeben und sich für Dinge einzusetzen, die einem wichtig sind, egal wie alt man ist.

Etwas, das mir aufgefallen ist, und das ich als äußerst wohltuend empfinde, ist die Tatsache, dass die Autorin keine Anglizismen in ihrem Buch verwendet. Statt "Flyer" schreibt sie zum Beispiel "Flugblatt". Bravo!
Die schwarz-weiß Illustrationen von Barbara Jung lockern das Gelesene auf.

Eine lebensnahe, sympathische Sommer-Kindergeschichte über Zusammenhalt, und dass es sich lohnt, für eine Sache, die einem wichtig ist zu kämpfen. Meine Meinung. (Wie Matti immer sagt. :) )

Bewertung vom 24.01.2022
Heger, Ann-Katrin

Oh! Ich muss aufs Klo!


ausgezeichnet

Greta entfährt knatternd ein lauter Pups! Oh, oh, Greta muss aufs Klo! Doch zuerst heißt es warten, denn die Schlange der Kinder, die auch mal müssen, ist lang. Als Greta endlich an der Reihe ist, macht sie plätschernd Pipi und auch einen Plumps ins Klo. Abputzen, Spülen und das Händewaschen nicht vergessen! Nun kann der Nächste aufs Klo.

Dieses lustige Klobuch mit vier verschiedenen typischen Toilettengeräuschen, die mittels eines Knopfdrucks ertönen, macht einfach gute Laune! :) Ganz spielerisch bringt das Pappbilderbuch kleinen Kindern ab 2 Jahren bei, wie das Auf-die-Toilette-Gehen funktioniert und was es dabei zu beachten gibt.

Gerade in diesem Alter beginnen Kleinkinder, die große Welt der Körperaktivitäten und der dazugehörigen Hygiene kennenzulernen. Des Öfteren werden das Klospülen und auch das Händewaschen dabei vergessen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass dies selbst viele Grundschüler noch nicht so richtig drauf haben... :). Früh übt sich also! Und dieses erfrischende Buch eignet sich dafür ausnehmend gut.

Durch den Spieleffekt der vier lustigen Töne (Pupsgeräusch, Pullern, Klospülung und Händewaschen) und die einfachen und ulkigen Reime von Ann-Katrin Heger haben Kinder Spaß und prägen sich die einzelnen Schritte des Toilettengangs einfacher ein.
Neben der Freude und dem Sprachverständnis, werden durch das Auf-den-Knopf-Drücken zudem die motorischen Fähigkeiten geschult.
Das Pappbilderbuch ist bereits mit Batterien ausgestattet und es befindet sich ein An-/Aus-Schalter auf der Buchrückseite.

Katja Schmiedeskamps kindgerechte, lustige, nicht zu überladene Illustrationen sind farbenfroh und liebenswert. Niedlich ist auch Gretas kleines Stofftier, das immer mit dabei ist, bei den Toilettenschritten hilft und von den Kindern auf jeder Seite gesucht werden kann.

Meine absolute Empfehlung für Eltern und Pädagogen, die Kinder beim Erlernen der Toiletten-Routine unterstützen möchten!

Bewertung vom 10.12.2021
Taschinski, Stefanie

Wir freuen uns auf Weihnachten / Familie Flickenteppich Bd.4


sehr gut

Weihnachten steht vor der Tür und die Kinder aus Haus Nummer 11 sind schon ganz aufgeregt. Dies ist ihr erstes gemeinsames Weihnachtsfest mit ihrer Familie Flickenteppich, die die gesamte Nachbarschaft aus Haus Nummer 11 mit einschließt. Die Viertklässlerinnen Emma und Aylin, seit neustem Stiefschwestern, haben sich eine besondere Überraschung für ihre Flickenteppich-Familie ausgedacht. Doch zuvor wird gebacken, gewichtelt, gesungen und geschmückt. Nur Ben, Emmas großer Bruder, scheint sich in diesem Jahr aus allem heraushalten zu wollen und wirkt abweisend und geheimniskrämerisch. Werden die Kinder doch noch ein schönes gemeinsames Weihnachtsfest mit der ganzen Familie und vielleicht sogar mit Schnee erleben können?

Dies ist bereits der vierte Band rund um Familie Flickenteppich, doch er kann gut eigenständig gelesen werden und man findet sich sehr schnell in die Hausbewohner und ihre Beziehungen zueinander hinein. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Emma.
Die Autorin Stefanie Taschinski gestaltet die Geschehnisse sehr alltäglich und lebensnah und ohne ein besonderes Abenteuer. Sie legt Wert darauf, eine buntgemischte Hausgemeinschaft zu beschreiben, in der zum Beispiel auch ein lesbisches Paar vorkommt, welches ein Baby erwartet.

Wirklich gefallen hat mir der Zusammenhalt der gesamten Nachbarschaft. Dies wäre sicher für jedes Mehrfamilienhaus wünschenswert und unterstützt den weihnachtlichen Charakter des Buches.
Die Geschichte eignet sich wunderbar zum Vor- und auch zum Selbstlesen und, da sie aus 24 Kapiteln besteht, kann sie auch sehr gut als Adventskalenderbuch im Dezember gelesen werden.

Anne-Kathrin Behl wertet das Buch mit ihren fröhlichen Illustrationen hervorragend auf und trägt dazu bei, dass das Gelesene sich besser einprägt. Schade, dass sie auf dem Titelbild keine Erwähnung findet; sind ihre Bilder doch auf fast jeder Seite zu finden.

Eine weihnachtliche Alltagsgeschichte über Menschen, die Zusammenhalt und Füreinanderdasein groß schreiben.

Bewertung vom 29.11.2021
Kramer, Irmgard

Alarm im Park / Pepino Rettungshörnchen Bd.2


sehr gut

Jupsidupisdu! Hier kommt Pepino – "das beste Rettungs-Eichhörnchen, das jemals in einem Dachboden über einer Feuerwache gelebt hat"! Wann immer die Feuerwehrleute zu einem Einsatz aufbrechen, ist Pepino zur Stelle. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Amini, seiner besten Eichhörnchenfreundin, der mutigen Jala, Hund Tiramisu und der Mönchsgrasmücke Dinki erlebt er einige Abenteuer. So hilft Pepino als kleine Igelbabys von einem Baum verschüttet wurden. Doch dann ist auf einmal sein kleiner Bruder Amini verschwunden? Hat der fiese Marder Don Kling etwas damit zu tun und werden Pepino und seine Freunde Amini retten können?

Die Tierfiguren werden von der Autorin Irmgard Kramer liebevoll und sympathisch beschrieben. Die Geschichte ist temporeich und an einigen Stellen auch lustig, doch irgendwie fehlt insgesamt der richtige Spannungsaufbau. Nichtsdestotrotz kann das Buch gut vorgelesen oder – aufgrund der großen Schrift – auch von Kindern selbst gelesen werden.

Hervorheben möchte ich die niedlichen Illustrationen von Nora Paehl, die auf jeder Seite zu finden sind, und die die Geschichte erst greifbar und anschaulich machen. Leider wird die Illustratorin nirgends auf dem Titelbild erwähnt. Das finde ich gerade bei einem Kinderbuch, bei dem die Bilder doch mindestens halb so wichtig sind wie der Text nicht in Ordnung.

Ein niedliches Kinderbuch über Freundschaft, Mut und Helfen, das sich wunderbar zum Vorlesen und aufgrund der herzerwärmenden Bilder auch zum Ansehen eignet.

Bewertung vom 26.11.2021
Stein, Svenja

Winter auf der Hummelinsel


ausgezeichnet

Selma und ihre Freunde Maja und Marre treffen sich in den Herbstferien erneut auf der schwedischen Hummelinsel. Sogleich erwartet sie eine große Überraschung. Sie finden ein junges Eichhörnchen, das ohne seine Mutter unterwegs ist und bringen es zur Bäuerin Linnéa, die eine Eichhörnchen-Pflegestation hat. Dort helfen sie, den Kleinen wieder aufzupäppeln. Mit den Winterferien kommt auch der Schnee und die Kinder erleben noch so einige kleine Abenteuer auf ihrer geliebten Hummelinsel. Werden sie auch das Weihnachtsfest zusammen feiern? Zu viel möchte ich nicht verraten, das solltet ihr schon selbst lesen. :)
Dies ist der zweite Teil der Hummelinsel-Geschichten. Er kann jedoch völlig eigenständig auch ohne den ersten Band "Sommer auf der Hummelinsel" gelesen werden.

Es ist einfach gut fürs Herz, in diese von Svenja Stein geschaffene heile Welt der Kinder einzutauchen und der Leser bleibt am Ende mit einem ganz warmen und gemütlichen Gefühl zurück. Liebevoll und vollkommen unaufgeregt beschreibt die Autorin die Geschehnisse. Das Buch eignet sich wunderbar zum Vorlesen, wird aber auch Selbstleser froh machen. Der Verlag empfiehlt die Geschichte für Kinder ab 6 Jahren, doch meiner Meinung nach kann das Buch auch jüngeren Zuhörern bereits vorgelesen werden.
Die wirklich schönen und gut nachzumachenden Bastelideen und Rezepte, die am Ende eines jeden der 15 Kapitel zu finden sind, wurden perfekt auf die Geschichte abgestimmt. So gibt es zum Beispiel Anleitungen für ein Eichel-Memory, ein Futter-Büfett für wilde Vögel und Eichhörnchen, märchenhafte Erzählsteine und einen winterlichen Traumfänger. Außerdem wird Oma Erikas Rezept für ihre berühmten Wichtelkekse verraten. :)

Sehr zum winterlich-weihnachtlichen Gefühl tragen die schönen Illustrationen von Naeko Walter bei. Ihr zauberhaftes Titelbild und die großen farbigen Bilder im Buch unterstützen die Gemütlichkeit der Geschichte aufs Wunderbarste!

"Winter auf der Hummelinsel" ist ein wirklich warmherziges Kinderbuch, welches eine gemütliche Winter- und Weihnachtsstimmung verbreitet und sich nicht nur für Schweden Freunde eignet. Ich empfehle es allen, die den Winter und Weihnachten lieben oder lieben lernen möchten. :)

Bewertung vom 25.11.2021
Blesken, Julia

Mission Kolomoro oder: Opa in der Plastiktüte


ausgezeichnet

Jennifer möchte ihr Versprechen an Opa erfüllen und ihn nach seinem Tod zu seiner letzten Ruhestätte in Kolomoro bringen. Also schüttet sie seine Asche in eine Schüssel, steckt diese in eine Plastetüte, schnappt sich ihren Rehpinscher Püppi und macht sich auf den Weg. Da trifft sie auf fünf weitere Kinder – wohl alle Klassen- oder Schulkameraden, die sich jedoch nicht wirklich gut kennen – Zeck, Katja, Fridi, Mustafa und Polina. Sie alle werden nun mehr oder weniger freiwillig Teil der Mission Kolomoro, bei der weder Jennifer selbst noch die anderen genau wissen, wo eigentlich Kolomoro liegt. Werden die Kinder es gemeinsam schaffen, Opa Ottos letzten Wunsch zu erfüllen?

Dieser Kinderroman zeichnet sich durch eine Leichtigkeit bei gleichzeitigem Tiefgang aus. Mit dem flüssig, spannend und humorvoll geschriebenen Buch in der Hand fliegt der Leser nur so von Seite zu Seite.
Die Kinderfiguren könnten nicht unterschiedlicher sein und wurden von der Autorin Julia Blesken so gestaltet, dass sie alle zusammengenommen ein Abbild unserer gesellschaftlichen Mannigfaltigkeit bilden. Hier treffen Charaktere aus allen Schichten, aus verschiedenen Kulturen und aus unterschiedlichen Familienhintergründen zusammen, die aufgrund einer gemeinsamen Mission eine eingeschworene Truppe werden und am Ende der Geschichte ein Gefühl der Verbundenheit und Freundschaft füreinander empfinden. Dies macht meiner Meinung nach den größten Charme des Buches aus. Jeder Leser wird sich mit mindestens einer Figur identifizieren können, obgleich alle der Kinder auf ihre Art äußerst liebenswert und auch lebensnah gezeichnet wurden. Mein Lieblingscharakter ist übrigens Jennifer. Sie habe ich einfach am meisten ins Herz geschlossen. :)

Die Autorin spricht etliche wichtige Themen unserer aktuellen Zeit an, indem sie die Kinder auf ihrer Odyssee durch Berlin auf Armut, Obdachlosigkeit und Lebensmittelverschwendung treffen lässt. Dies alles geschieht durch den kindlichen Blick und ohne erhobenen Zeigefinger oder Schwere.

Darüber hinaus begeistert das Buch mit Situationskomik und einer Sprache und Figuren, die sehr nah an der Berliner Lebenswelt sind. Und nicht zu guter Letzt gibt es auch noch einen Schuss Magie. Was will ein Leser mehr? :)

"Mission Kolomoro" ist ein von der ersten Seite an spannendes, lustiges und einfühlsames Großstadtabenteuer über Freundschaft und Zusammenhalt, das etwas von "Emil und die Detektive" hat und die gesamte Vielfalt des Lebens widerspiegelt. Zu Recht wurde es mit dem Kirsten-Boie-Preis ausgezeichnet!
Ich würde mich über weitere Missionen der Kinderbande und Hund Püppi sehr freuen!

Bewertung vom 13.11.2021
Schenk, Anja

Die total verrückte Reise der Familie Nussbaum


ausgezeichnet

In diesem Kinderroman erleben wir zusammen mit der liebenswert chaotischen Familie Nussbaum eine Sommerreise, auf der zunächst einmal alles schiefläuft. Der langersehnte Flug ans Meer wird von der Fluggesellschaft gestrichen. "Gisela", der von den Eltern kurzerhand besorgte buntbemalte, alte und klapprige Bulli von Onkel Bert, wird auf der Fahrt geklaut und die Familie steht nun ohne alles inmitten des Waldes da. Wie die Kinder Karla, Merle und Moritz, ihre Eltern und Hund Charly es doch noch schaffen, einen unvergesslich schönen Sommerurlaub auf einer Alm zu verbringen, und ob es ihnen gelingt, den VW-Bus wiederzufinden und ans Meer zu fahren, könnt ihr in Anja Schenks abenteuerlichem Sommerroman lesen.

Bereits das bunte und fröhlich illustrierte Titelbild von Marén Gröschel macht Lust darauf, in "Die total verrückte Reise der Familie Nussbaum" einzutauchen. Es finden sich noch weitere schöne schwarz-weiß Illustrationen von ihr im Buch verteilt.
Anja Schenks Schreibstil ist flüssig, spannend und angenehm zu lesen.

Was mir an dieser Geschichte besonders gefällt, sind die lebensnahen und sympathisch gezeichneten Charaktere und deren wirklichkeitsnahes Zusammenspiel. Die Nussbaums sind fern davon entfernt, eine Friede, Freude, Eierkuchen Familie zu sein. Es wird gestritten und auch mal geschrien, doch genau so schnell versöhnen sie sich auch wieder. Die Mutter sehnt sich nach einer anderen beruflichen Erfüllung, der Vater ist überarbeitet und die Kinder haben unterschiedliche Persönlichkeiten, die manches Mal aneinander geraten. Da ist die pubertierende zwölfjährige Karla, der vieles einfach nur noch peinlich ist und die zu Beginn den abgerockten Bulli "Gisela" und überhaupt die ganze Fahrt total uncool findet. Merle, ihre jüngere Schwester, dagegen liebt die Tiere und die Natur, ist sehr optimistisch, verträumt und kreativ und zeichnet sich durch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Phantasie aus. Vorschulkind Moritz, der aufgeweckte Jüngste der Geschwister, dem die Familie den Spitznamen "Professor" gegeben hat, hält hingegen alle mit seinen zum Teil waghalsigen Experimenten in Atem.

Die Familie findet sich in einer verzwickten Lage ohne Hab und Gut jwd wieder und muss improvisieren und sich gegenseitig unterstützen. Am Ende, ohne zu viel zu verraten, ist der Zusammenhalt der Nussbaums stärker denn je, trotz oder besser gesagt wegen genau dieser ungewöhnlichen und ungeplanten Sommerreise.