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YukBook
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München

Bewertungen

Insgesamt 290 Bewertungen
Bewertung vom 20.05.2021
Wie Salz auf der Zunge
Runcie, Charlotte

Wie Salz auf der Zunge


sehr gut

Dieses Buch möchte man am liebsten am Strand lesen mit Blick auf das weite Meer. Aber auch wenn das nicht möglich ist, meint man bei der Lektüre die Seeluft zu riechen und das Rauschen der Wellen zu hören. In poetischer Sprache und intensiven Bildern entführt uns Charlotte Runcie in das Reich der Meere und zwar aus weiblicher Sicht.

Die Autorin ist in ihre Heimat Edinburgh zurückgekehrt und liest, schreibt und singt sogar in einem Volksliederchor über das Meer. Der Ozean symbolisiert für sie zugleich Abenteuer und Zuhause, Lebensader und Lebensgefahr.

Ihre Kenntnisse über Seefahrer und Seemannslieder, Meerjungfrauen und Muschelsammlerinnen sowie Meeresbewohner und Gezeiten sind wahrlich beeindruckend. Auch eine persönliche Komponente kommt ins Spiel, denn die Autorin erwartet ein Kind und empfindet ihre Schwangerschaft als ebenso bedrohlich, mysteriös und wundersam wie den Ozean und die Kräfte der Natur.

Was ich vermisst habe, ist ein roter Faden, der die losen Geschichten, Fakten und gedanklichen Exkurse miteinander verbindet und in eine Rahmenhandlung einbettet. Der Tod ihrer Großmutter und ihre Schwangerschaft bilden zwar eine Klammer, aber ich hätte mir noch mehr Bezüge zu ihrem Leben gewünscht. Nichtsdestotrotz habe ich sehr viel Wissenswertes gelernt und sehne mich schon jetzt nach einem Sommerurlaub am Meer.

Bewertung vom 16.05.2021
Klara und die Sonne
Ishiguro, Kazuo

Klara und die Sonne


gut

So wie Spaziergänger gern die Auslagen von Schaufenstern studieren, so studiert Klara vom Schaufenster aus tagein tagaus das Verhalten der Kunden und Passanten. Die Heldin in Kazuo Ishiguros Roman ist jedoch nicht etwa eine Puppe, in die der Autor Leben eingehaucht hat, sondern eine solarbetriebene KF, eine Künstliche Freundin, die darauf wartet, ein neues Zuhause zu finden und einen jungen Menschen ins Erwachsenenalter zu begleiten.

Bis dahin nutzt Klara die Zeit, um so viel wie möglich über die Menschen und ihren Umgang mit ihren künstlichen Gefährten zu lernen. Ihre ausgeprägte Neugier und gute Auffassungsgabe nutzt auch die Managerin des Ladens als Verkaufsargument und überzeugt eines Tages mit Erfolg Josies Mutter. Josie ist schwerkrank und hat schon sehr lange ein Auge auf Klara geworfen.

In ruhigem Tempo erzählt Kazuo Ishiguro, wie Klara versucht, sich in ihre neue Umgebung einzuleben und allen Erwartungen gerecht zu werden, was ihr sichtlich schwer fällt. Die klare, wache Stimme und unsentimentale Lesart von Johanna Wokalek passt in der Hörbuchversion ideal zu Klaras Rolle.

Der Autor greift ein brisantes Thema auf, zumal die Künstliche Intelligenz gerade auf diesem Feld großes Potenzial birgt, und beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie viel Empathie ein künstliches Wesen entwickeln und gar einen Menschen ersetzen kann. Obwohl er interessante Denkanstöße gibt, hatte ich mir etwas mehr überraschende Momente in der Handlung und Interaktion zwischen Mensch und KF erhofft. Leider konnte ich bis zum Schluss eine gewisse Distanz zu den Figuren und zum Geschehen nicht überwinden.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.05.2021
Kleine Wunder um Mitternacht
Higashino, Keigo

Kleine Wunder um Mitternacht


ausgezeichnet

Die Kleinkriminellen Atsuya, Kohei und Shota haben sich ihre Nacht in dem Gemischtwarenladen Namiya, wo sie kurzzeitig untertauchen müssen, sicherlich anders vorgestellt. Ein Brief, der durch den Briefschlitz fällt, schmeißt ihre Pläne völlig über den Haufen.

Nicht nur dieser, sondern viele weitere Briefe, die über diesen verlassenen Laden ausgetauscht werden, ohne dass sich Sender und Empfänger zu Gesicht bekommen, verändern so manches Leben, und immer liegt ein Hauch von Magie in der Luft.

Es ist nicht leicht, dieses Buch zu besprechen ohne zu viel zu verraten. Nur so viel sei gesagt: Keigo Higashino gibt uns Einblick in bewegende Schicksale, sei es das einer hadernden Sportlerin, eines verhinderten Musikers oder eines verzweifelten Beatles-Fans. Sie alle stehen vor einer schwierigen Entscheidung oder an einem Wendepunkt, suchen Rat und wachsen über sich hinaus.

Die Art und Weise, wie die verschiedenen Geschichten miteinander verbunden sind und die Figuren, die einem ans Herz wachsen, erneut auftauchen, ist einfach zauberhaft. Ein berührendes Plädoyer für Anteilnahme, Hilfsbereitschaft und eine Balance zwischen familiärem Zusammenhalt und Selbstverwirklichung.

Bewertung vom 01.05.2021
Dinge, die das Herz höher schlagen lassen
Kankimäki, Mia

Dinge, die das Herz höher schlagen lassen


ausgezeichnet

Ich habe schon oft erlebt, dass ich mich mit einer Schriftstellerin stark verbunden fühle. Ähnlich ergeht es Mia Kankimäki, wie wir in diesem Buch erfahren. Ihre Faszination gilt allerdings einer Hofdame, die vor mehr als 1000 Jahren am japanischen Kaiserhof diente und und sich mit ihrem "Kopfkissenbuch“ einen Platz in der Weltliteratur verschaffte: Sei Shônagon.

Ihres Lebens überdrüssig, entscheidet sich die Texterin für eine einjährige Auszeit und begibt sich nach Kyôto, um über ihre Seelenschwester zu forschen und zu schreiben. Sie schätzt nicht nur ihren Feinsinn, Humor und ihre Selbstsicherheit, sondern auch die damals bedeutende Rolle der Frauen in der Literatur und den großen Stellenwert der Schönheit, Kunst und Dichtung. Ihr Vorhaben entpuppt sich jedoch als äußerst schwierig, da so wenig über sie überliefert ist.

Eine Sache macht Sei Shônagon auch für mich sehr sympathisch, denn mit ihren tagebuchartigen Notizen wirkt sie wie eine Bloggerin, und sie liebte es, Listen zu schreiben. Auch die Autorin greift diese Form auf, stellt ihre eigenen Eindrücke, Vorlieben und Beobachtungen Zitaten aus Sei’s Werk gegenüber und findet erstaunlich viele Gemeinsamkeiten.

Mit viel Witz und Ironie erzählt Mia Kankimäki von ihrer beengten Unterkunft und ihren Multikulti-Mitbewohnern, von Ausflügen quer durch Japan und von mühsamen Recherchen, die bis nach London führen. Es macht großen Spaß, sie dabei zu begleiten und nebenbei viele Einzelheiten über das höfische Leben und die Sitten in der Heian-Zeit zu erfahren. Man sollte Lust haben, sich ähnlich wie sie treiben zu lassen und sich auf ein Abenteuer mit vielen unvorhergesehenen Ereignissen und zu guter Letzt eine Reise zu sich selbst einzulassen.

Bewertung vom 24.04.2021
So wie du mich kennst
Landsteiner, Anika

So wie du mich kennst


ausgezeichnet

Die Schwestern Karla und Marie haben trotz ihrer völlig unterschiedlichen Lebenswege eine so innige Beziehung, dass man glatt neidisch werden kann. Umso härter trifft Karla die Nachricht, dass ihre jüngere Schwester bei einem Unfall ums Leben kam. Ein trauriger Anlass für die Lokaljournalistin in Franken, nach New York zu fliegen und Maries Wohnung aufzulösen. Noch größer ist der Schock, als sie herausfindet, was Marie ihr verschwiegen hatte.

Für viel Spannung sorgen nicht nur die Fotos, die Karla auf Maries Laptop entdeckt, sondern ihre eigenen Beobachtungen eines Paares im Haus gegenüber. Man begreift schnell, dass es in dieser Geschichte nicht nur um Trauerbewältigung geht, was mich immer tiefer in die Handlung hineinzog, die abwechselnd aus Karlas und rückblickend aus Maries Perspektive erzählt wird.

Annika Landgärtner beschreibt sowohl die wechselnden Gefühlslagen beider Protagonistinnen als auch die Atmosphäre in den New Yorker Straßen und Künstlervierteln sehr intensiv und sprachgewandt. In vielen Facetten spiegelt sich ein zentrales Thema wider, das erst im Laufe der Handlung ans Licht kommt, und die Botschaft, selbst sein Leben in die Hand zu nehmen, um seine Träume zu verwirklichen und glücklich zu sein, auch wenn man sich dabei seinen größten Ängsten stellen muss. Das alles hat mich tief angesprochen – bis auf eine Offenbarung zum Schluss, die nicht hätte sein müssen und meine Begeisterung ein wenig dämpfte.

Bewertung vom 15.04.2021
Die Offenbarung der Johanna
Aicher, Mathias

Die Offenbarung der Johanna


sehr gut

Es ist nicht üblich, in einer Lesung einen Mordfall aufzuklären. Genau das tut jedoch Johanna Krämer in dieser Geschichte. Im Kaisersaal von Woltersweiler, ihrem Heimatort, verkündet die Bestsellerautorin, den wahren Mörder ihrer besten Freundin Nikki zu entlarven, die 1988 vergewaltigt wurde. Beschuldigt wurde damals Johannas Bruder Jacob, der sich in Untersuchungshaft das Leben nahm.

So gebannt wie die 300 Besucher dieser Lesung lauschen wir im Hörbuch der Stimme von Yesim Meisheit, die den Part des vorgetragenen Romans übernimmt. Darin begibt sich die vom Dienst suspendierte Kommissarin Jules Wunderlich nach dem Tod ihres Vaters in ihren Heimatort und rollt den Mordfall wieder auf. Die Spannung wird dadurch gesteigert, dass nicht nur nach und nach die Dorfbewohner mit ihren Geheimnissen eingeführt, sondern auch ihre heftigen Reaktionen während der Lesung beschrieben werden.

Für meinen Geschmack hätte die Geschichte etwas mehr Tempo und etwas weniger Kraftausdrücke vertragen. Manche Schilderungen schienen mir nicht relevant für die Auflösung des Falls zu sein, machten andererseits die ambivalenten Gefühle der Hauptfigur sowohl während ihrer Recherchen als auch während der Lesung deutlich. Das Konzept, eine Lesung in einen nervenaufreibenden Psychotrip zu verwandeln, der an ein Krimidinner erinnert, ist auf jeden Fall aufgegangen.

Bewertung vom 13.04.2021
Der Klang der Wälder
Miyashita, Natsu

Der Klang der Wälder


ausgezeichnet

Klavierstimmer zählt vermutlich nicht zu den typischen Berufen, von denen junge Menschen träumen. Vielleicht liegt es aber nur daran, dass sie nicht so ein einschneidendes Erlebnis hatten wie die Hauptfigur Tomura.

Als der Siebzehnjährige in seiner Schule gebeten wird, für den Klavierstimmer Itadori die Tür der Turnhalle zu öffnen, und hört, welche Klänge dieser dem Schulflügel entlockt, die ihn an rauschende Wälder seines Heimatdorfs erinnern, steht für ihn seine Zukunft fest: Er will Klavierstimmer werden.

Das Handwerk lernt er an einer Fachschule und anschließend in einem Instrumentenhandel, in dem auch sein großes Vorbild Itadori arbeitet. Wenn er seine Kollegen beim Kundenbesuch begleitet, muss er feststellen, wie unerfahren er noch ist und welch weiter Weg vor ihm liegt. Diese Bescheidenheit, Demut und Selbstzweifel empfand ich als typisch japanisch - ebenso seinen Drang, das Handwerk mit viel Fleiß, Disziplin und großer Hingabe zu perfektionieren und systematisch an seinen Fehlern zu arbeiten.

Obwohl der Beruf alles andere als spektakulär ist, fand ich es spannend, Tomura durch seinen Alltag zu begleiten und nachzuempfinden, warum ihm die Tätigkeit so viel bedeutet, was ihn verunsichert und welches Ziel er anstrebt. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie erfüllend es für einen Klavierstimmer sein muss, nach erfolgreicher Arbeit nicht nur einen überglücklichen Kunden vor sich zu haben, sondern auch in den Genuss einer musikalischen Kostprobe zu kommen.

Noch ein weiteres Element macht den Roman zu einem typisch japanischen Roman, denn Natsu Miyashita schlägt einen Bogen von der Suche nach dem idealen Klang zu der Schönheit der Natur. Mit ihrer Geschichte voller Poesie und Liebe zur Musik hat sie meine Lust geweckt, mich nach langer Zeit mal wieder ans Klavier zu setzen und den Minutenwalzer von Chopin zu spielen.

Bewertung vom 08.04.2021
Der Verdacht
Audrain, Ashley

Der Verdacht


ausgezeichnet

Ashley Audrain beschreibt in ihrem Roman den Horror jeder Mutter: Sie erschafft eine Erzählerin, die nicht in der Lage ist, ihr eigenes Kind zu lieben. Dabei hatte sich Blythe auf die Geburt ihrer Tochter gefreut und alles Erdenkliche getan, um sich auf die Mutterrolle vorzubereiten. Das Verhältnis zu Violet ist jedoch von Geburt an gestört und hat Folgen, die bei mir blankes Entsetzen auslösten. Nicht minder schockierend sind die Porträts von Blythes Mutter und Großmutter, die mit der Handlung verzahnt werden.

Während ihr Ehemann sich als Architekt beruflich verwirklicht, fühlt sich Blythe wie jemand, der nur noch körperlich zu funktionieren und die Familie am Leben zu erhalten hat. Dennoch gibt sie sich aus Liebe zu ihrem Mann Mühe, die perfekte Mutter zu sein. Ihre Qualen, Selbstzweifel, Einsamkeit und mörderischen Gedanken, die jede noch so verzweifelte Mutter sofort verdrängen würde, beschreibt die kanadische Autorin eindringlich und schonungslos. Ich spürte, wie diese Versuchung, seine eigene Macht auszunutzen und jemanden mit grausamen Worten oder Taten zu verletzen, in jedem von uns schlummert.

Sie beleuchtet das Thema Mutterschaft in seiner ganzen Bandbreite, vom Gefühl höchster Glückseligkeit bis hin zu den Abgründen, die sich auftun, wenn man sich vor seinem eigenen Kind fürchten muss. Hinter jeder Seite witterte ich neues Unheil und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Für alle Frauen, ob mit oder ohne Kind, absolut lesenswert!

Bewertung vom 05.04.2021
Was von Dora blieb
Hirsch, Anja

Was von Dora blieb


gut

Die Aufarbeitung der Familiengeschichte ist ein beliebtes Thema in der Literatur. Auch Isa, Ich-Erzählerin in diesem Roman, begibt sich auf Spurensuche. Auslöser ist eine Ehekrise, die sie zwingt, ihren Lebensweg in Frage zu stellen. Antworten hofft sie, in den Briefen, Tage- und Skizzenbüchern ihrer verstorbenen Großmutter Dora zu finden, die den Ruf hatte, streng, launisch und despotisch zu sein.

Als Fan von Künstlerromanen verfolgte ich mit großer Neugier Doras Studium im Jahr 1924 an der heutigen Folkwang Universität der Künste in Essen. Die komplizierte Dreiecksbeziehung, die sich zwischen Dora, ihrer großen Liebe Frantek und besten Freundin Maritz entspinnt, liest sich ebenso spannend wie die damalige Künstlerszene, die Anfänge des Folkwangmuseums, das ich schon oft besucht habe, und den Einfluss des Gründers Karl Ernst Osthaus auf Walter Gropius und das Bauhaus.

Im zweiten Teil des Romans lenkt die Erzählerin den Fokus auf ihren Großvater Max und ihren Vater Gottfried, deren Vergangenheit ihr mehr Schwierigkeiten bereitet. Gottfried wurde auf eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt geschickt. Ich konnte gut nachvollziehen, wie Isa nach Fakten sucht, die ihre Vorfahren entlasten, und ihr lückenhaftes Bild nach und nach vervollständigt.

Stellenweise fand ich die Schilderungen zu sachlich, fast dokumentarisch, so dass mich dieser Part nicht so packen konnte wie Doras Schicksal. Auch die parallele Handlung, in der sich Isa und ihr Nachbar Gustav näher kommen, hätte etwas gestrafft werden können.

Bewertung vom 02.04.2021
Das Geschenk eines Regentages
Shinkai, Makoto;Nagakawa, Naruki

Das Geschenk eines Regentages


gut

In diesem Roman lernen wir vier Japanerinnen unterschiedlichen Alters und Charakters kennen: die zurückhaltende Miyu, die unter Liebeskummer leidet; die selbstbewusste und begabte Kunststudentin Reina, die ein Praktikum beginnt; Aoi, die mit ihrer besten Freundin die Leidenschaft für Mangas teilt und Shino, die sich aufopferungsvoll um die Pflege ihrer Schwiegereltern gekümmert hat. Sie alle haben gemein, dass eine Katze in ihr Leben tritt und es auf die eine oder andere Weise verändert.

Auch die Katzen haben ganz unterschiedliche Temperamente und Vorlieben und lernen sich auf ihren Streifzügen kennen. Der besondere Charme liegt darin, dass jede der vier Geschichten, in denen sich die Wege einiger Frauen kreuzen, abwechselnd aus der Sicht der Katze und der Besitzerin erzählt wird. Meist geraten die Protagonistinnen in eine verzwickte oder verzweifelte Lage und finden Trost bei ihren Katzen.

Ich erkannte immer wieder Anspielungen auf den realen Arbeitsalltag, unter dem die Japaner leiden: Die Schwierigkeiten der Verständigung, weil man seinem Gegenüber nicht zu nahe treten will, die Revierkämpfe, der Leistungsdruck und die Last zahlreicher familiärer Verpflichtungen. Typisch japanisch fand ich auch die poetische und melancholische Erzählweise, die die Natur mit einbezieht und alle Sinne anspricht.

Die Katzen werden als sehr mitfühlende Wesen dargestellt, die in erster Linie ihre leidenden Besitzerinnen aufmuntern und trösten möchten. Das Verhalten der Menschen aus ihrer Sicht zu betrachten, fand ich interessant während ich mit den Dialogen zwischen den Katzen nicht so viel anfangen konnte. Ich hätte mir noch etwas mehr Facetten und Einblick in das Verhältnis zwischen Mensch und Tier gewünscht und wäre gern noch tiefer in die einzelnen Frauenschicksale eingetaucht.