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Gilasbuecherstube
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Insgesamt 259 Bewertungen
Bewertung vom 12.02.2022
Reed, Ava

Mondprinzessin


sehr gut

Ihren Geburtstag möchte Lynn am liebsten aus dem Kalender streichen, denn es ist ein Tag, der sie jedes Jahr aufs neue in die Knie zwingt und an dem sie sich fragt, wer sie eigentlich ist und warum niemand da ist, der sich wirklich für sie interessiert und dem sie wichtig ist. In dem Heim, in dem sie lebt, zieht sie jeden Tag aufs neue ein Schutzschild hoch, um nicht verletzt zu werden.
Doch jetzt sind es nur noch dreihundertfünfundsechzig Tage, bis sie achtzehn ist und somit endlich frei. Doch in der Nacht zu ihrem Geburtstag passierten merkwürdige Dinge. Ihr Arm beginnt plötzlich zu leuchten und es zeichnet sich ein Sternenbild auf dem Unterarm ab.
Lynn versucht alles, um es zu verstecken. Als sie jedoch von zwei Männern angegriffen wird und sich in einer kleinen Sackgasse verstecken muss, beginnt plötzlich ihr ganzer Körper zu leuchten und ihr Leben wird von einem Moment auf den anderen auf den Kopf gestellt.
Im letzten Moment kommt ihr Juri zur Hilfe. Er erzählt Ihr, dass sie eine Mondprinzessin ist und als Kind entführt wurde. Obwohl Lynn zweifelt, folgt sie dem Krieger in eine andere Welt.

Ich liebe Romantasy-Geschichten sehr und das schöne Cover und der Klappentext haben mich neugierig auf das Buch gemacht.
Es dauerte auch nicht lange, bis ich in die Handlung eingetaucht war, denn der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und flüssig. Die Seiten flogen nur so dahin und ehe ich mich versah, war ich schon am Ende des Buches angekommen.
Besonders die Überschriften der einzelnen Kapitel fand ich wunderschön und sehr passend.

Zitat:
„Wenn wir glauben, unwichtig oder gewöhnlich zu sein,
dann sind wir es – egal, ob es stimmt oder nicht.
Letztendlich liegt es an uns und nicht an der Welt.

Wie Fans von Romantasy wissen, kann das Rad nicht neu erfunden werden. Geschichten von Jugendlichen, die in einem Heim aufwachsen und bei denen mit siebzehn oder achtzehn Jahren die Kräfte erwachen gibt es viele. Es kommt also immer darauf an, wie gut die Geschichte erzählt wird und womit sie sich von der Masse abheben.

Wir verfolgen die Handlung überwiegend aus der Sicht von Lynn und Juri und so fiel es mir nicht schwer, ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen.
Lynn ist eine starke und mutige Protagonistin, die nicht auf den Mund gefallen ist. Das Leben im Heim war nicht einfach und ihr einziger Freund ist ihr Trainer Jim, aus dem kleinen Sportstudio. Bei ihm hat sie Unterricht im Kampfsport Bo Jutsu. (Dabei habe ich mich schon gefragt, wer den Einzelunterricht bezahlt).
Lynn war mir sehr sympathisch, allerdings empfand ich sie teilweise als etwas zu perfekt. So schafft sie es zum Beispiel, gleich gegen zwei ausgebildete Krieger im Kampf zu bestehen.
Der Mondkrieger Juri hat die Mondprinzessin nach Hause gebracht und ist ihr persönlicher Leibwächter. Schnell spürt man, dass sich zwischen den beiden Gefühle entwickeln, doch Lynn soll einen der drei Prinzen, die im heiratsfähigen Alter sind, heiraten.
Mein absoluter Lieblingsprotagonist war jedoch Tea. Tea ist ein Schutzgeist und der tierische Begleiter von Lynn. Ich habe den kleinen Waschbären einfach geliebt und ihre frechen Sprüche lockerten die Handlung sehr schön auf.
Aber auch alle anderen Nebencharaktere wurden sehr lebendig und authentisch gestaltet und fügten sich gut in die Geschichte ein.
Zwischendurch gab es ein paar Längen und etwas mehr Action wäre schön gewesen.
Mit 252 Seiten ist die Story auch nicht besonders lang.
Ein paar Seiten mehr, hätten der Handlung sicher gutgetan.
Am Ende blieb ich mit offenem Mund zurück, denn so ein Ende habe ich nicht erwartet. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Auch, wenn es ist noch Luft nach oben gibt, finde ich, das „Mondprinzessin“ eine gelungene Geschichte, voller Magie, Liebe und mit ein paar witzigen Dialogen ist.
Von mir gibt es dafür 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Romantasy-Fans.

Bewertung vom 10.02.2022
Landin, Mike

Flucht


ausgezeichnet

Als Jugendliche haben Martin, Thomas, Susanne und Frank oft mit dem Gedanken gespielt, aus der DDR abzuhauen. Raus aus der Enge des Ostens und hinein in die bunte Freiheit des Westens. Doch wie das mit jungendlichen Flausen oft ist, wurde nichts aus ihren Plänen. Martin und Thomas haben Journalismus studiert und Frank und Susanne haben geheiratet und eine Tochter bekommen.
Auch wenn Thomas oft seinen Mund nicht halten kann und es riskiert dafür bestraft zu werden, haben sie sich mehr oder weniger damit abgefunden, sich an die eisernen Regeln der Deutschen Demokratischen Republik zu halten und Journalismus nur unter engsten Vorgaben zu betreiben.
Als Martin und Thomas zur Haftanstalt nach Bautzen fahren, um eine Gegendarstellung zu einem westdeutschen Fernsehbericht zu schreiben, in dem über politischen Häftlinge, Folter und Vertuschungen berichtet wurde, steht Martin plötzliche seinen ehemaligen Jugendfreund gegenüber. Frank ist dort inhaftiert. Sie haben nur Sekunden, in denen sie sich in die Augen schauen, doch diese reichen Frank aus, um Martin ein Versprechen abzuringen. „Delphine. Hab ein Auge auf sie und hilf ihr irgendwann hier raus.“

Nachdem mich das Debüt „Rote Tränen“ bereits begeistert hat, war ich sehr gespannt auf das neue Buch von Mike Landin.
Was soll ich sagen?! Ich wurde nicht enttäuscht! Auch mit seinem Roman „Flucht“ konnte der Autor mich wieder restlos überzeugen!
Die Geschichte beginnt im November 2021 auf einem Waldfriedhof und sie endet auch dort. Aber erstmal reisen wir zurück und befinden uns Ende der 70er Jahre in der Deutschen Demokratischen Republik, kurz gesagt, in der DDR.
Zu dieser Zeit beendete ich im „Westen“ gerade meine Schulzeit. Ich kannte den Osten nur aus Berichten, die bei uns in der Zeitung standen und aus den Nachrichten im Fernsehen. Wie das Leben dort war und was für ein Gefühl es ist, nicht reisen zu können, wohin man möchte, konnte ich mir nicht wirklich vorstellen.
Mike Landin ist es mit seinem Roman gelungen, dieses Gefühl wenigstens ein bisschen zu vermitteln.

Erzählt wird die Geschichte zum großen Teil aus der Sicht von Martin. Als dieser seinem Jugendfreund Frank das Versprechen gibt, sich um seine Tochter zu kümmern, kommen plötzlich die Erinnerungen an ihre Jugendpläne wieder bei ihm hoch. Ist das für ihn die letzte Chance der Lethargie zu entfliehen und dem Regime den Rücken zu kehren? Kurz entschlossen sucht er die alte Adresse von Frank heraus. Doch Dephine ist noch ein Kind und er kann sie nicht von ihrer Mutter trennen. Also beschließt er, ein Auge auf die Tochter seines Freundes zu haben, bis sich eine Gelegenheit findet, um sein Versprechen einzulösen. Bis es so weit ist, unterstützt er, gemeinsam mit seiner neuen Freundin Paula, seinen Cousin Claus als Fluchthelfer.

Auch mit seinem zweiten Buch hat der Autor wieder bewiesen, dass er sein Handwerk versteht. Die mitreißende Geschichte hat mich wieder sehr schnell in den Bann gezogen und durch seinen leichten, flüssigen und sehr lebendigen Schreibstil, fiel es mir leicht, der Handlung zu folgen.
Das Setting ist sehr detailliert beschrieben und ich hatte die Grenze, die Wachtürme und den Todesstreifen bildhaft vor Augen.
Spannungsgeladen führt Mike Landin seine Leser durch die Geschichte und ich habe mit den Protagonisten gelitten. Irgendwann konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen.

Fazit:
Es ist ein Thema, das meiner Meinung nach immer wieder aufgegriffen werden muss, damit nicht vergessen wird, wie viele Menschen das Wagnis auf sich nahmen und ihr Leben für die Freiheit aufs Spiel setzten und wie viele Menschen ihr Leben auf der Flucht verloren haben.

Mike Landin hat mit seinem Roman „Flucht“ eine packende und fesselnde Geschichte über ein DDR-Schicksal erzählt und mich mitgenommen auf eine Reise in die Vergangenheit. Dafür gibt es volle 5 Sterne von mir und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Bewertung vom 05.02.2022
Klose, Anett

Eine Handvoll Würfelzucker


ausgezeichnet

Als Hilde an Demenz erkrankt und in ein Heim umzieht, muss Heiner mit der Unterstützung seiner Kinder und Enkelkinder, die Sachen seiner Schwester sortieren und alles regeln. Bis zuletzt hat Hilde alleine in dem Haus, das über ein Jahrhundert im Besitz der Familie war, gelebt.
Beim Aussortieren ihrer persönlichen Gegenstände, findet Heiner in einer alten Truhe auf dem Dachboden alte Aufzeichnungen seiner Mutter und von anderer Seite tauchen ihr Tagebuch und die Feldpostbriefe seines Vaters Paul auf. All diese Unterlagen hat seine Schwester die ganzen Jahre vor ihm verborgen.
Und so begibt sich Heiner zusammen mit seiner Familie auf eine Reise in die Vergangenheit und versucht, mit Hilfe der Aufzeichnungen und seinen Erinnerungen seine Kindheit aufzuarbeiten.

Anett Klose hat mit „Eine Handvoll Würfelzucker“ einen Roman geschrieben, der zum Teil auf wahren Begebenheiten ihrer eigenen Familiengeschichte basiert.
Auf den ersten Seiten des Buches gibt es ein Personenregister, indem alle Protagonisten vorgestellt werden. Trotzdem hatte ich, aufgrund der vielen Familienmitglieder, dem Wechsel der Sichtweisen und den zeitlichen Sprüngen, am Anfang Probleme, mich in der Handlung zurechtzufinden. Ich musste das Buch deshalb ein paar Mal zur Seite legen, bis ich mich richtig darauf einlassen konnte.
Doch mit der Zeit fiel es mir etwas leichter, den Überblick zu behalten, auch wenn ich so manches Mal überlegen musste, in welchem Verwandtschaftsverhältnis die Protagonisten der Gegenwart zueinander stehen.

Der wichtigste Handlungsstrang liegt in der Vergangenheit und erzählt die Geschichte von Heiners Eltern Elsa und Paul. Wir verfolgen, wie Elsa ihre beiden Kinder Heiner und Hilde in den Wirren des Krieges alleine großziehen muss, denn Paul wird einberufen und verbringt nach dem Krieg noch viele Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft.
Elsa muss den Alltag mit den Kindern ohne ihren Mann bewältigen und Heiner und Hilde müssen ohne ihren Vater aufwachsen. Es herrscht Hunger, denn Lebensmittel sind knapp und eine handvoll Würfelzucker, wird zu etwas ganz besonderem.
Trotz der Umstände versucht Elsa nicht den Mut zu verlieren und daran können auch die Zweifel, die durch einen Brief aufkommen, nichts ändern.

Wir springen immer wieder von der Vergangenheit in die Gegenwart und spüren, wie schwer es Heiner fällt, aus seiner Kindheit zu berichten.
Dabei musste ich öfters an meine eigenen Großväter denken. Einer ist 1941 in Russland gefallen. Meine Großmutter musste ihre beiden Jungs auch alleine groß ziehen und ich weiß, dass das nicht leicht für sie war. Mein anderer Großvater war im Krieg in Frankreich stationiert und ist, Gott sein dank zurückgekommen. Doch ich erinnere mich, dass er nie darüber sprechen wollte und nur lustige Begebenheiten aus der Zeit in Frankreich erzählt hat.
Doch zurück zum Buch.
Man merkt, dass es für Heiner wichtig ist, über die Vergangenheit zu sprechen, auch wenn es ihm schwerfällt. Seine Kinder und Enkelkinder ermutigen ihn jedoch immer wieder, weiterzuerzählen.

Ich bin immer tiefer in die Geschichte der Familie eingetaucht und irgendwann konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Besonders berührt haben mich dabei die Feldpostbriefe, die Paul seiner Elsa über all die Jahre regelmäßig geschickt hat und in denen er immer wieder von ihrer Liebe zueinander und von der Hoffnung auf ein Wiedersehen schreibt.
Man spürt förmlich die Sehnsucht, die Paul nach seiner Frau und seinen Kindern hat.
So manches Mal hatte ich Tränen in den Augen, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass diese Briefe Originale aus der Familie der Autorin sind.

Anett Klose gelingt es, ihre Leser mit dieser Geschichte zu fesseln und nachdenklich zu machen.

Sie beschreibt das Schicksal von Elsa und Paul, das mich sehr berührt hat, auf eine sehr ergreifende und authentische Art.
Dafür gibt es von mir 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 03.02.2022
Zimmer, Sonja

Neuanfang für die Liebe - Vier Wege Band 1


ausgezeichnet

Ich muss gestehen, dass ich bei Liebesromanen oft sehr skeptisch bin. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass es sehr vielen Geschichten leider an Tiefe fehlt. Deshalb bin ich auch ohne große Erwartungen mit diesem Buch gestartet. Ich dachte, es ist eine Story, wie es sie viele gibt, doch was ich dann zu lesen bekam, sorgte dafür, dass mir nicht nur einmal die Tränen liefen.
Sonja Zimmer ist es gelungen, eine Geschichte zu erzählen, die alles andere als kitschig ist.

Doch worum geht es in „Neuanfang für die Liebe – Vier Wege“ eigentlich?! Es ist der erste Teil einer Familien-Saga. Auch wenn es sich um einen Mehrteiler handelt, kommt Band 1 ohne einen fiesen Cliffhanger am Ende der Geschichte aus.

Zu Beginn lernen wir die 35-jährige Anna kennen. Anna hat immer davon geträumt, irgendwann zu heiraten und Kinder zu bekommen. Doch ihr Freund Frank hat ihr mehr als deutlich zu verstehen gegeben, dass dies keine Option für ihn ist. Als Anna eines Tages erfährt, dass sie bereits im fünften Monat schwanger ist, hat sie das Gefühl, ihr Leben ist von einem Moment auf den anderen zerstört. Frank setzt sie vor die Tür, als er erfährt, dass es für eine Abtreibung zu spät ist und ihr Chef wartet nur auf eine Gelegenheit, um sie loszuwerden. Wie soll sie, ohne Familie und Freunde, schwanger und demnächst alleinerziehend, einen neuen Job finden und wo soll sie wohnen? In ihrer Verzweiflung beschließt sie, ihr Leben zu beenden.
Im zweiten Handlungsstrang treffen wir auf die 17-jährige Susanne. Sie ist auf dem Weg in die Klinik, in der ihre Mutter nach einem Unfall auf der Intensivstation liegt, als ihr Roller unterwegs stehen bleibt.
Die beiden Frauen treffen mitten auf der Landstraße aufeinander und haben schnell das Gefühl, sich schon ewig zu kennen. Anna, die bei Susanne Unterschlupf findet, ist für das Mädchen da und gibt ihr den nötigen Halt, als diese eine schwere Entscheidung treffen muss.

Der Autorin ist es auf eine wunderbare Art gelungen, die Schicksale zweier Frauen miteinander zu verknüpfen. Während die 35-jährige Anna keinen Sinn mehr in ihrem Leben sieht, nachdem sie schwanger von ihrem Freund vor die Tür gesetzt wurde, muss die 17-jährige Susanne um das Leben ihrer Mutter bangen und eine schwere Entscheidung treffen. Hilfe und Unterstützung bekommen die Beiden von Simon und Lukas, die auch dafür sorgen, dass es mit der Zeit auch wieder Raum für andere Gefühle gibt.
Sonja Zimmer hat jedem Handlungsstrang für sich ausreichend Raum gegeben und sie doch zu einer beeindruckenden, sehr berührenden Geschichte zusammenzufügen. Ich habe immer wieder überlegt, warum die beiden Frauen, denen das Schicksal so übel mitspielt, von Anfang an das Gefühl haben, sich schon ewig zu kennen. Ob es letztendlich wirklich einen Grund dafür gibt, oder ob es einfach Zufall war, dass sie sich begegnet sich, werde ich aber nicht verraten. Lest das Buch am besten selbst.

Der Schreibstil der Autorin hat es mir leicht gemacht, in die Geschichte einzutauchen, denn er ist angenehm leicht und sehr flüssig.
Unvorhersehbare Ereignisse sorgten immer wieder dafür, dass es mir schwerfiel, dass Buch zwischendurch zur Seite zu legen und so habe ich es innerhalb von zwei Tagen gelesen.

Ich konnte mich auch gut in die Protagonisten und die Szenerie hineinversetzen und es fiel mir nicht schwer, ihre Gefühle, Emotionen und Gedanken nachzuvollziehen.
Die Autorin schafft es, mit einer Kombination aus Freundschaft, Liebe, Angst, Hoffnung und Trauer, die Handlung voranzubringen, ohne sich im Gefühlschaos zu verlieren.

Mit viel Einfühlungsvermögen lässt sie auch ein wichtiges Thema, das meiner Meinung nach, viel mehr Aufmerksamkeit verdient, in die Geschichte einfließen.
Ich habe immer noch einen Kloß im Hals, weil dieses Buch mich emotional tief berührt hat.

„Neuanfang für die Liebe“ ist eine tiefgründige Geschichte, die weit über einen klassischen Liebesroman hinausgeht und mit vielen emotionalen Momenten zum Nachdenken anregt.
Von mir gibt es daf

Bewertung vom 29.01.2022
Halaski, Almut

Das Licht der Cambra


sehr gut

Es handelt sich um den ersten Teil einer Fantasy-Reihe

Der Prolog führt uns in das Jahr 1942 und erzählt von einer Organisation, die seit mehr als 3000 Jahren existiert. 73 Jahre später, im Jahr 2015 erfährt die 14-jährige Schülerin Chloe Winter, dass sie übermenschliche Fähigkeiten haben soll. Innerhalb kürzester Zeit muss sie sich entscheiden, ob sie ab sofort ein Doppelleben führen will, um nachmittags in einer anderen Welt zu lernen, ihre Fähigkeiten zu nutzen. Chloe entschließt sich, die Ausbildung zu durchlaufen. Eine unglaublich malerische Welt, eigenwillige Lehrer und Ausbilder, sowie neue Freunde fordern ab sofort einen Großteil ihrer Zeit. Wird sie diesen Stress auf Dauer durchhalten? Und ist diese neue, wundersame Welt wirklich so friedlich und elysisch wie es scheint?

Das Cover zeigt Chloe, inmitten vieler Pflanzen und Blumen, auf dem Weg durch das Wolkentor. Das Titelbild ist in unterschiedlichen Brauntönen gehalten.
Ich glaube, etwas farbenfroher hätte es mir noch besser gefallen und der Titel kommt meiner Meinung nach, irgendwie nicht so richtig zur Geltung.
Der Klappentext hat mich jedoch schnell überzeugt und neugierig auf die Geschichte gemacht.

Almut Halaski hat einen fantastischen Schreibstil, der wunderbar leicht und flüssig ist und das Lesen zum Vergnügen macht.
Ist dieses Buch wirklich ihr Debüt? Es ist kaum zu glauben!

Die Kapitel haben eine gute Länge und die Überschriften geben einen kleinen Hinweis auf das was kommt. Perfekt, um am Abend ein paar Kapitel zu lesen, doch ich habe die 508 Seiten des Buches innerhalb weniger Tage beendet.

Der Prolog berichtet von dem Ende eines Kampfes mit einem Dämonenkönig und der Hoffnung, für eine lange Zeit endlich Frieden zu haben. Im ersten Kapitel springen wir dann 73 Jahre in die Zukunft und lernen Chloe Winter kennen, die völlig unerwartet aus ihrem alten Leben gerissen wird und während einer Ausbildung lernen soll, ihre übermenschlichen Fähigkeiten zu beherrschen.
Ich musste mir zwischendurch immer mal wieder bewusst machen, dass Chloe erst 14 Jahre alt ist. Wenn es um so junge Protagonisten geht, merkt man das als „älterer“ Leser oft an der Ausdrucksweise oder an dem Verhalten der Figuren. Das war hier jedoch nicht der Fall.
Chloe ist ein liebenswertes junges Mädchen, das aber auch Ecken und Kanten hat.
Der ständige Wechsel zwischen ihrem Alltag zuhause und dem Unterricht in der Wolkenwelt ist für sie nicht immer einfach wegzustecken, aber Chloe klagt nicht. Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte nach und nach weiter, ohne dass ich das Gefühl hatte, dass es unglaubwürdig ist.
Doch auch die anderen Protagonisten sind von Almut Halaski sehr facettenreich und vielschichtig gestaltet und beschrieben worden.
Besonders witzig fand ich die teilweise recht humorvollen und lustigen Dialoge mit Peter aus der Pyramide.
Beim Worldbilding beweist die Autorin viel Fantasy. Ausdrucksstark und sehr bildhaft beschreibt sie die Wolkenwelt und ich hatte die Landschaft regelrecht vor Augen.

Allerdings gibt es auch einen kleinen Kritikpunkt. Die Beschreibungen des Settings waren mir teilweise etwas zu detailliert und zu ausführlich.
Vor allem, als Chloe und ihre neuen Freunde sich zum ersten Mal auf den Weg durch diese, für sie völlig neue Welt machten, dauerte mir das einfach zu lange. Es zog sich etwas zu sehr in die Länge und ich habe ihr Ziel regelrecht aus den Augen verloren. Irgendwann hatte ich das Gefühl, sie erreichen ihre Klassenzimmer gar nicht mehr.
Auch die Spannung baut sich im ersten Teil nur langsam auf. Ich denke jedoch, dass sie in der Fortsetzung sicher merklich Fahrt aufnehmen wird. Auch wenn man schon ahnt, wohin der Weg führen wird, bin ich gespannt darauf, zu erfahren, wie sich die Geschichte weiter entwickelt.

Für mich ist der Auftakt der Fantasy-Reihe „Das Licht der Cambra“, trotz der jungen Protagonisten, weit mehr als ein Jugendbuch.
Er birgt auf jeden Fall viel Potenzial und ist auch lesenswert für Leser

Bewertung vom 25.01.2022
Fellner, Eva

Der Weg der Highlanderin / Enja, Tochter der Highlands Bd.2


sehr gut

Wir befinden uns im Jahr 1314 in Schottland. In den Highlands tobt zwischen dem englischen König Edward und den schottischen Clans ein Krieg um die schottische Unabhängigkeit.
Enja gerät zwischen die Fronten und entscheidet sich, gemeinsam mit James Douglas, an der Seite der Schotten zu kämpfen. Doch nachdem sie Robert Bruce geschworen hat, ihm zu folgen, trifft dieser eine Entscheidung, die für Enja schwerwiegende Folgen hat.

Das Cover passt gut zum ersten Teil der Reihe. Eine Frau steht mit wehenden Haaren und in einem Kleid, auf einem Felsen und schaut in die Landschaft. Es ist ein typisches Cover für einen historischen Roman und zeigt dem Leser direkt, in welcher Genre er sich befindet. Allerdings stört mich, genau wie bei Teil 1, dass die Frau nichts mit Enja gemeinsam hat, denn unsere Hauptprotagonistin hat weißes Haar und trägt ausschließlich Hosen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Trotzdem hat es gedauert, bis ich wieder in der Geschichte angekommen war.
Der Plot knüpft nahtlos an den ersten Teil an und wir verfolgen die Handlung wieder aus zwei verschiedenen Zeitebenen. Der ständige Wechsel der Erzählperspektiven und der Zeitebenen machten es mir zu Beginn oft schwer, der Handlung zu folgen. Doch mit der Zeit kam ich immer besser in die Geschichte hinein.
Eva Fellner hat sehr gekonnt, geschichtliche Informationen in die Handlung einfließen lassen und mich so immer wieder mit interessantem Wissen versorgt.
Auch die atmosphärische Stimmung, wurde wunderbar von ihr eingefangen und durch die sehr lebendige Beschreibung, hatte ich die Highlands jederzeit bildhaft vor Augen.

Enja kämpft immer noch um die Anerkennung, als Herrin des Landsitzes Caerlaverock und darum, als Frau akzeptiert und ernst genommen zu werden.
Auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und James Douglas entwickelt sich weiter und rückt mehr in den Fokus. Enja ist mit ihrem Leben zufrieden und hat sich einen eigenen Clan aufgebaut und arbeitet auf Burg Caerlaverock als Heilerin. Doch dann gerät sie wieder zwischen die Fronten und muss sich entscheiden. Auf welcher Seite will sie kämpfen? Und was ist ihr wichtiger? Die Liebe zu James Douglas oder ihre Unabhängigkeit als Besitzerin von Burg Caerlaverock?

Im ersten Teil habe ich kritisiert, dass Enja mir als Protagonistin schon fast zu stark war und keine Schwächen zeigte. In der Fortsetzung hat sich das geändert und wir lernen eine andere, neue Enja kennen, die zwar immer noch sehr mutig, aber auch sensibler und dünnhäutiger ist und mir weitaus besser gefallen hat.
Es fiel mir nicht schwer, mich in sie hineinzuversetzen und ihre Gedanken und Emotionen nachzuvollziehen.
James ist auch in der Fortsetzung der Reihe einer meiner Lieblingsprotagonisten.
Auch wenn in der Welt, in der lebt, Frauen bei kriegerischen Handlungen nichts zu suchen haben, akzeptiert und respektiert er Enja und nimmt sie ernst.
Nicht richtig warm geworden bin ich auch im zweiten Teil mit Hal. Er ist Enjas ständiger Begleiter und nach und nach kristallisiert sich immer mehr heraus, dass er nicht nur freundschaftliche Gefühle für sie hat. Allerdings nimmt er sich, anstatt ihr seine Gefühle zu gestehen, eine andere Frau, mit der er augenscheinlich auch glücklich ist. Am Ende fehlte mir ein klärendes Gespräch zwischen Hal und Enja.

Begeistert hat mich das Ende des Plots. Es ist emotional und einfach fantastisch. Leider kann ich hier, um nicht zu Spoilern, nicht viel darüber sagen.
Es ist jedoch ein würdiger Abschluss der Geschichte.
Die Fortsetzung bleibt während der ganzen Zeit spannend, allerdings ging es mir am Ende etwas zu schnell und ein weiteres Kapitel hätte der Geschichte sicher gut getan.

Für die Fortsetzung gibt es deshalb gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 06.01.2022
Wider, Tini

Das magische Backbuch


ausgezeichnet

Ein altes Sprichwort sagt: „Kuchen löst keine Probleme, aber das tut ein Apfel ja auch nicht.“ Aber was wäre, wenn Kuchen doch Probleme lösen könnte? Die Rezepte in dem Backbuch, das Vivienne von Bonnie geschenkt bekommt, versprechen nämlich genau das.

Vivienne, die schon als kleines Mädchen ein außergewöhnliches Talent für das Backen hatte, konnte sich endlich ihren großen Traum von einer eigenen Bäckerei erfüllen. Das „Sugar Plum Fairy“, das sie in einer kleinen Seitenstraße Berlins eröffnet hat, ist genauso geworden, wie sie es sich vorgestellt hat. Doch leider läuft die Bäckerei nicht so gut, wie Vivienne es sich erhofft hat. Sie überlegt schon lange, wie sie mehr Kundschaft anlocken könnte, aber mehr Geld kann sie in den Laden nicht investieren und alleine von ein paar Stammkunden kann sie nicht leben.
Ein Kunde der ersten Stunde ist Samuel. Der gutaussehende Mann, der täglich zur gleichen Zeit, seinen Kaffee bei ihr abholt, lässt Viviennes Puls höher schlagen, auch wenn er immer eigenartig distanziert ihr gegenüber ist und kaum etwas sagt. Seelische Unterstützung bekommt sie von ihrer besten Freundin Konstanze, die mit den Zwillingen fast täglich vorbeischaut.
Auch Bonnie, eine ältere Dame, kommt ebenfalls täglich auf einen Milchkaffee in die Bäckerei. Sie ist mittlerweile fast so etwas wie eine Freundin geworden. Deshalb ist Vivienne mehr als enttäuscht, als diese ihr mitteilt, dass sie nach Paris zieht. Als Abschiedsgeschenk überreicht sie ihr ein ganz besonderes Backbuch, das ihren kleinen Laden zum Erfolg führen soll. Das Buch zieht Vivienne sofort in den Bann und sie ist innerhalb kürzester Zeit so darin versunken, dass sie kaum noch ihre Kundschaft wahrnimmt. Am liebsten würde sie sofort mit dem Backen beginnen.
Allerdings sind bei diesen speziellen Rezepten stets äußerst merkwürdige Nebenwirkungen angegeben. Vivienne ignoriert diese jedoch, denn was soll schon groß passieren? Schließlich ist es ja nur Kuchen.
Ob sie die Köstlichkeiten auch wohl gebacken hätte, wenn ihr die Konsequenzen bewusst gewesen wären?
Doch Vivienne denkt darüber nicht weiter nach und ehe sie sich versieht, hat sie zwar reichlich neue Kundschaft gewonnen, aber sie steckt auch mitten in einem Dilemma.

Ich kenne mittlerweile alle Bücher der Autorin und liebe ihren Schreibstil sehr. Außerdem liebe ich das Backen und deshalb habe ich bereits sehnsüchtig auf dieses Buch gewartet.
Das Cover ist wunderschön und auch die Illustrationen, die Weisheiten, die am Anfang eines jeden Kapitels stehen, sowie die Rezepte am Ende ergänzen das Buch perfekt.

Der Schreibstil von Tini Wider ist unbeschwert, schön locker und die Sprache passt perfekt zur Geschichte, daher fiel es mir nicht schwer, in die Geschichte einzutauchen.
Einmal begonnen, flogen die Seiten nur so dahin und ich konnte das Buch kaum noch aus den Händen legen.
Als Vivienne von Bonnie dieses, auf den ersten Blick, wundervolle Backbuch erhält, dass ihr dabei helfen soll, die kleine Bäckerei zum Florieren zu bringen, blättert sie sofort begeistert durch die Seiten. Und nachdem Vivienne einige Köstlichkeiten nach den speziellen Rezepten gebacken hat, brummt das Geschäft plötzlich und sie kann sich vor Kundschaft kaum retten.
Die Geschichte erinnert den Leser an Mary Poppins, aber das ist von der Autorin auch völlig bewusst so geplant. Selbst unserer Hauptprotagonistin fällt dieser Zufall auf. ;.)

Vivienne ist eine sympathische junge Frau und ich habe sie sehr schnell ins Herz geschlossen.
Wie gerne hätte ich in einigen Situationen mit ihr getauscht, denn ich liebe das Backen genauso sehr wie sie und so ein „Suger Plum Fairy“ wäre auch mein Traum. Mit tollen detaillierten Beschreibungen, sorgte Tini Wider dafür, dass ich die Bäckerei bildhaft vor Augen und den Duft von Vanille und Zimt in der Nase hatte. Ich habe zusammen mit Vivienne die Zutaten miteinander vermengt und den Teig zubereitet.
Die Autorin versteht es einfach, die Schauplätze und einzelne Szenen so lebendi

Bewertung vom 05.01.2022
Lionera, Asuka

Wie die Nacht so hell / Midnight Princess Bd.1


ausgezeichnet

Vanya, die Tochter des Königspaares von Südgand wird seit ihrer Geburt von ihren Eltern versteckt und kein Bewohner des Landes weiß etwas von ihrer Existenz. Und das hat einen Grund, denn Vanya ist nicht nur Teil einer alten Prophezeiung, sondern sie hat auch noch eine besondere Gabe. Immer wenn ihre Gefühle unkontrolliert aus ihr herausbrechen, verwandeln sich ihre Tränen in Blütenblätter und es winden sich Dornenranken um ihre Arme.
Vanya lebt, um diese Gabe vor den Menschen zu verstecken, alleine in einem kleinen Turm, weit weg vom Königspalast. Sie verdient sich ihren Lebensunterhalt durch ihre Arbeit als Heilerin und ist zufrieden mit ihrem Leben. Doch dann beschließt das Königspaar, ihre Tochter gegen ihren Willen zu verheiraten, um so zu verhindern, dass sie sich verliebt. Denn die Südgander sind von den Göttern verflucht worden und dürfen sich nicht verlieben. Passiert es doch, kommt das einem Todesurteil gleich.
Vanya ist alles andere als begeistert von dem Mann, den ihre Eltern ausgesucht haben und um dieser Heirat zu entkommen, flüchtet sie Hals über Kopf. Ob ihr Ziel allerdings so eine gute Idee war? Warum muss es ausgerechnet ins verfeindete Nordgand gehen an den Hof der Ewigen Mitternacht? Denn dort trifft sie nicht nur auf unendliche Finsternis, einen König, der über Magie verfügt und einen mysteriösen Nachtfae, sondern auch auf ein Gefühl, dass in Südgang mit dem Tode enden wird.

Das Cover und auch der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Ich habe bisher noch kein Buch von Asuka Lionera gelesen, aber das wird sich ab sofort ändern, denn die Autorin hat nun einen neuen Fan. Der wunderbar lebendige und flüssige Schreibstil und die eloquente Ausdrucksweise haben mich sofort in den Bann gezogen. Innerhalb kürzester Zeit habe ich das Buch beendet und nun muss ich mich bis April gedulden, denn erst dann erscheint Band 2.

Asuka Lionera hat das Worldbilding sehr detailliert und bildhaft beschrieben und es ist ihr gelungen, die Orte vor meinen Augen förmlich zum Leben zu erwecken.
Aber die Autorin hat nicht nur eine umwerfende Welt, sondern auch Intrigen, Geheimnisse und interessante Charaktere erschaffen.
Die einzelnen Figuren sind wundervoll herausgearbeitet und bringen viel Individualität in die Handlung hinein. Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven der Hauptproptagonisten Vanya und Kenric und so fiel es mir leicht, mich in die Gefühle und Empfindungen der Beiden hineinzuversetzen.

Alle drei Jahre werden vom König des verfeindeten Nachbarlandes, als Teil der Friedensverhandlungen, drei junge Frauen ausgewählt, die ihr Leben in Südgand hinter sich lassen und an den Hof der ewigen Finsternis kommen.
Vanya weiß nicht, was sie dort erwarten wird, aber sie hat ja auch nicht vor, lange zu bleiben.
Sie ist eine sympathische Protagonistin, auch wenn sie mir teilweise etwas zu unbedarft und blauäugig handelte. Ohne groß darüber nachzudenken, macht sie sich, gemeinsam mit den drei Auserwählten auf den Weg ins verfeindete Nachbarland. Ihr Ziel ist es, etwas zu finden, dass es nur dort gibt und beweißt, dass sie keine schutzbedürftige junge Frau ist, die zwangsverheiratet werden muss, sondern dass sie alleine zurechtkommt.
Allein diesen Gedanken empfand ich schon als recht naiv. Aber ich muss Vanya zugutehalten, dass sie keine Angst zeigt und ihr in diesem Moment auch keine Zeit blieb, um Pläne für eine Flucht zu schmieden.

Kenric, der die Auserwählten auf ihrer Reise begleitet hat und ebenso wie Vanya Heiler ist, war für mich lange Zeit schwer zu durchschauen. Es reagiert Vanya gegenüber die meiste Zeit sehr übellaunig und mürrisch, aber in seinem Inneren hat er einen weichen Kern. Auch wenn Kenric nach außen jedem vermitteln will, dass die Südganderin ihn nicht interessiert, hält er sich doch ziemlich oft in ihrer Nähe auf und beschützt sie immer wieder in brenzligen Situationen.
Schwierig einzuschätzen war für mich auch König Zahid. Ich bin gespannt, ob wir im zweiten Teil noch mehr üb