Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Piglet and her Books
Wohnort: 
Leipzig
Über mich: 
pigletandherbooks.de

Bewertungen

Insgesamt 365 Bewertungen
Bewertung vom 07.05.2016
Emmy & Oliver
Benway, Robin

Emmy & Oliver


ausgezeichnet

Meine Meinung:
Ist das Cover nicht wundervoll? Ich finde es so schlicht, aber dennoch perfekt mit all seinen kleinen Schnörkeldetails, ich liebe solche Cover. Bei Gelegenheit solltet ihr mal den Schutzumschlag entfernen, denn darunter verbirgt sich noch ein kleiner Schatz.

Emmy und Oliver sind am selben Tag geboren und seit dem Tag Seelenverwandte, es scheint als würde ein unsichtbares Band die beiden verbinden. Um so schrecklicher ist die Tatsache das dieses zarte Band nach 7 Jahren einfach zerreißt, denn Oliver verschwindet, vom eigenem Vater entführt. Emmy bleibt zurück und muss mit dieser Situation aufwachsen, eine Tatsache die sie belastet und sie in eine Art Gefängnis zwingt, welches ihre Eltern für sie gebaut haben. Emmy ist eine starke und kluge, junge Frau, die sich entwickeln will aber von ihren Eltern gehemmt wird. Ihre heimliche Leidenschaft, das Surfen, kann sie nur anhand von einem kleinem Netz aus Lügen ausleben. Es schmerzt sie, dass sie diesen Schritt gehen muss.

Oliver hingegen lernen wir durch die Augen von Emmy kennen, die ihn immer zu auf ein Podest stellt und stehts an der Freundschaft festhält auch wenn er nicht mehr da ist. Als dann Oliver wieder da ist, ist er nicht mehr wie in ihrer Fantasie, er ist zurück gezogen und will für sich bleiben. Nur mit viel Mühe kann Emmy sich wieder an ihn heran tasten und sein Vertrauen gewinnen. Olivers Geschichte rührt dann nochmal zu Tränen, denn wie schlimm muss wohl seine Kindheit gewesen sein, fernab der Mutter, und immer versteckt mit dem Vater.

Es war unglaublich schön dieses Buch zu lesen, man verschlingt die Geschichte von Oliver und Emmy einfach. Es ist wie atmen, es ist so wie lesen sein sollte, man hat das Verlangen nach jedem Satz einfach weiter machen zu wollen. Und natürlich soll noch kurz angemerkt werden, dass der Schreibstil passt, wie sonst hätte ich dieses Buch innerhalb von einem Tag lesen können.


Fazit:
Ich kann dieses Buch einfach nur weiter empfehlen und jedem ans Herz legen. Es ist definitiv eines meiner Highlights und ein Buch das ich im Regal immer wieder gern betrachte und einfach kurz anlese. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 07.05.2016
Die Herrlichkeit des Lebens
Kumpfmüller, Michael

Die Herrlichkeit des Lebens


sehr gut

Meine Meinung;
Das Buch war eine Empfehlung voner einer Literaturstudentin, die ich gerne näher betrachten wollte. Zwar kann Geschmack ja bekanntlich verschieden sein, aber als Literaturstudenten unter sich ist das Leben der berühmten Autoren Europas doch, meist genauso interessant wie ihre Werke.

Ein Jahr vor seinem Tod lernt Kafka Dora durch Zufall am Strand kennen. Es scheint fast etwas schicksalhaft, wenn man der Erzählung des Autors glauben will. Schon damals ist Kafka krank und gezeichnet durch die Tuberkolose. Dennoch verliebt sich die junge Dora Diamant in ihn. Es war wirklich toll Kafka auch mal als einen romantischen und einfachen Menschen zu erleben, mit den Augen von jemand anderem. Sonst haben seine Werke ja oftmals etwas verwirrendes und zweideutiges an sich, aber dieses Mal gibt es eine ganz klare Linie. Wie ein Zeitstrahl verfolgt der Autor Kafkas letztes Lebensjahr, von der Müritz nach Berlin und weiter.

Zwar wissen wir bereits wie es ausgehen wird, dennoch hat es mich berührt wie hier eine junge Liebe trotz der großen Schwierigkeiten mühelos erblüht und irgendwie hofft man doch, dass es anders kommt. Man bangt mit Dora und ist selbst von ihr und ihrer Selbstlosigkeit bezaubert. Alle kennen zwar Kafka, oder glauben ihn zu kennen, aber nun erfahren wir auch endlich etwas zu seiner großen Liebe. Unterhaltung pur!

Etwas schwierig fand ich den Schreibstil, der so ganz ohne direkte Rede auskommt und eigentlich nur runter erzählt in einem seltsamen Fluss. So entsteht kein Roman sondern eher eine Nacherzählung der Ereignisse, was teilweise ziemlich schwierig zu lesen war und den Lesefluss behinderte.


Fazit:
Auch wenn das Ende bekannt ist, ist man doch verträumt und schaut gern dabei zu wie junge Liebe entsteht. Auch wenn der Schreibstil so gar micht mein Fall war, konnte mich diese neue Seite von Franz Kafka total begeistern.

Bewertung vom 07.05.2016
Jane & Miss Tennyson
Mills, Emma

Jane & Miss Tennyson


ausgezeichnet

Meine Meinung:
Was für ein tolles Buch, dass muss ich gleich als erstes sagen, denn dieses Buch hat mich wirklich begeistert und ich hätte mir gewünscht, immer mehr lesen zu können. Schon allein die "Verpackung" ist so wunderschön, das Cover überzeugt, aber auch ohne Schutzumschlag bleibt das Buch ein Hingucker.

Zunächst war meine absolute Lieblingsfigur Foster, er hat mein Herz sofort erobert. Seine ganze Art, sein Auftreten und seine kleinen Macken sind einfach liebevoll und so ehrlich. Ich habe mich in jedem positivem Moment mit ihm gefreut und so sehr gehofft, dass alles gut für ihn ausgeht. Seine Geschichte im Verlauf des Buches zu erfahren hat mir teilweise das Herz schwer gemacht.

Devon, kurz auch Dev genannt, war schon etwas schwieriger, wobei ich es geliebt habe, wie sehr sie ihr Leben mit den Figuren aus Jane Austens Büchern vergleichte. Ihr Gefühle und Entscheidungen waren immer herzlastig, was sie auch symphatisch gemacht hat, nur manchmal war es eben nicht immer nachvollziehbar.

Foster und Dev zusammen waren dann natürlich ein wirklich tolles Paar, aber keine Sorge, hier entsteht keine tiefe Liebe. Dafür hat die Autorin noch zwei andere Protagonisten, nämlich Cas und Ezra, die beiden Footballspieler die Dev den Kopf verdrehen und für ordentlich Wirbel und gute Jane Austen Vergleiche sorgen. Vor allem Ezra ist ein richtig verschwiegener und stiller Protagonist denn man erstmal entdecken muss.

Das Ende fand ich eigentlich perfekt, nicht zu aufgesetzt aber dennoch genug Romantik um mein Herz zu erwärmen und mir zu wünschen, endlich zu wissen wie es weiter geht.


Fazit
Eine tolle Geschichte, wunderbare Protagonisten und ein toller Abschluss. Ich kann das Buch nur jedem Liebhaber von Jane Austen Büchern und Liebesgeschichten ans Herz legen. Mich konnte es von Anfang bis Ende komplett überzeugen.

Bewertung vom 07.05.2016
Wie Monde so silbern / Luna Chroniken Bd.1
Meyer, Marissa

Wie Monde so silbern / Luna Chroniken Bd.1


ausgezeichnet

Meine Meinung
Der Beginn der Luna-Chroniken lag trotz wirklich tollem Cover sehr lange auf meinem SuB, und das obwohl ich sowohl die Idee als auch die Rezensionen dazu total interessant fand.

Nachdem ich das Buch nun endlich gelesen habe verstehe ich total warum alle davon schwärmen. Cinder ist eine wunderbare Protagonistin die sich trotz der Widrigkeiten und der Ungerechtigkeit nicht unterkriegen lässt und immer weiter hofft fliehen zu können.

Innerhalb der Buchdeckel kann man zwar schon ahnen was passieren wird, dennoch sind manche Wendungen und Verluste überraschend und schmerzlich, man leidet mit Cinder mit. Auch positiv fand ich, wie die Autorin es immer wieder schafft, dass wir als Leser auch für Cinder hoffen, und mit ihr zusammen fühlen. Der Schreibstil war hier wirklich unglaublich toll, und natürlich auch die entsprechende Übersetzung.

Den Prinzen Kai und seine Last lehnen wir durch kleine Passagen auch kennen und lieben, ich mochte ihn als Prinz und männlichen Traumtyp, wo er doch auch seine Ecken und Kanten hat, aber leider nie ganz durchblicken lässt was genau er in Cinder sieht. Etwas mehr Romantik wäre toll gewesen!

Das Ende war dann ein kleiner Schock und nun heißt es bangen bis zum nächsten Band, der uns hoffentlich verrät wie es weiter geht und wie Cinders Weg sich fortsetzt.


Fazit
Ein Buch das zu recht ein Bestseller bei der Jugendbüchern war, und das vor allem durch die Facetten und das erdachte Dystopieszenario überzeugen konnte. Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung für jedem Liebhaber von märchenhaften Dystopien.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.05.2016
Playlist for the dead
Falkoff, Michelle

Playlist for the dead


sehr gut

Meine Meinung:
"Playlist for the Dead" ist mir zunächst durch seinen Klappentext aufgefallen. Ich habe mir sofort die Frage gestellt, was man wohl durch Musik oder eine Playlist alles sagen kann. Konnte man wirkoch Beweggründe oder Empfindungen an Andere mitteilen nur durch die Musik?

Die Auswahl an Musik war stimmig, beim Lesen konnte mich das ein oder andere Lied berühren, vor Llem dann wenn ich es vieleicht schon kannte und nun anders betrachten konnte. Ich mochte dieses Einbinden von Liedern in das Lesevergnügen, ich finde dadurch entsteht eine ganz andere Ebene oder Dimension des Lesens.

"Wo es aussieht, als hätte sich der Todesstern erbrichen", sagte ich und lächelte bei diesem Gedanken. (Seite 181)

Besonders auffallend an diesem Buch war, dass der Protagonist ein Teenager war, der sich selbst dazu bringen musste Gefühle zuzulassen. Ich mochte Sam und seinen Charakter, er war komplex und doch irgendwie einfach gestrickt. Sein innerer Kampf zwischen sich selbst die Schuld an dem Selbstmord von Hayden geben und der Wit auf Hayden weil er ihn zurück gelassen hatte. Ich finde der Autorin ist es wirklich gut gelungen diesen Zwiespalt darzustellen, Sam war dadurch immer mal wieder unsymphatisch, weil er eben wütend auf seinen Freund ist, aber schlussendlich kann oder muss man das verstehen wollen.

Hayden und seine Freundschaft zu Sam war etwas Besonderes. Fast als hätten sich beide gesucht und gefunden, für beide war der jeweils andere das Beste im Leben, weshalb der Verlust von Hayden um so schlimmer für Sam war. In Rückblenden erleben wir die Freundschaft von Sam und Hayden neu, und auch was zum Selbstmord von Hayden geführt hat.

Ich fragte mich, ob wohl alle diese geheimen Leben hatten, die Aspekte ihrer selbst, die so gar nicht zu dem passten, was sie zu sein schienen. (Seite 198)

Der Schreibstil war sehr angenehm und leicht zu lesen, die Gedanken von Sam waren so wie es eben ein Jugendlicher empfinden würde. Das Buch habe ich innerhalb von Stunden leer gelesen gehabt. Leider hat mich das Ende sehr unbefriedigt zurück gelassen, ich bin nun mal ein Mensch der gerne alles positiv betrachtet und auf 100% Happy End hofft, aber letztendlich war das Ende eben vor allem eins: realistisch. Manches konnte man vorher erahnen, und dadurch wollte man unbedingt das es womöglich doch anders kommt.


Fazit:
Ein Buch das durch das Thema, den Protagonisten und den Schreibstil besticht und mich wirklich gut unterhalten konnte. Man möchte einfach immer weiter lesen und alles wissen. Auch wenn für mich persönlich das Ende etwas traurig war, konnte mich die Geschichte dennoch überzeugen.

Bewertung vom 07.05.2016
Northanger Abbey
McDermid, Val

Northanger Abbey


ausgezeichnet

Val McDermid ist Teil des Austen Project und hat sich daran getraut den Klassiker Northanger Abbey von Jane Austen in den modernen Sprachgebrauch umzuwandeln. Was zunächst etwas holprig begann wird im Verlauf des Lesens imemr angenehmer. Ich finde Val McDermid hat es auf eine einzigartige Weise geschafft den alten Schreibstil von Jane Austen neues Leben einzuhauchen durch ihre eigenen verschlungenen Formulierungen. Es war allein schon deshalb ein Vergnügen das Buch zu lesen.

Aber auch inhaltlich ist das Buch erste Klasse. Cat ist eine typische Jugendliche, die mit ihrer ländlichen Naivität das Herz des Lesers erobert, und vermutlich ein genau so großer Buchnarr ist wie wir alle. Natürlich trifft sie in Edinburgh auf den ein oder anderen charmanten Mann der ihr den Kopf verdreht und nun ist es an ihr zu erkennen, wer falsch ist und wer richtig. Und manches Mal muss man diese Lektion mit dem Herzen bezahlen statt mit dem Geld.

Vorfreude ist oft die Feindin des Vergnügens; unsere Erwartungen sind so hoch gesteckt, dass die Enttäuschung unvermeidlich ist. (Seite 151)

Aber auch die Nebenprotagonisten, die wir immer nur durch Cats Augen sehen, waren interessant und ereignissreich. Sie haben mein Blut in Wallung gebracht, manches Mal vor Freude und manches Mal vor Wut. So schafft es John Thorpe, dass ich frustriert in die Seiten beißen will, während mit seine Schwester Bella Thorpe mich einfach nur zum Augen verdrehen bringt. Aber dann gibt es da noch die Geschwister Tilney, die irgendiwe geheimnisvoll sind und auf Cat eine besondere Ausstrahlung haben.

Die Geschichte fließt vor sich hin und man taucht einfach ein, ohne direkt zu wissen, was das Ziel der Reise ist, denn in diesem Buch ist tatsächlich schon der Weg das Ziel, bei dem man mitfiebert und hofft. Die ursprüngliche Geschichte von Jane Austen kenne ich leider nicht im Original, aber ich liebe die Neuverfassung von Val McDermid und hoffe so sehr, dass es noch mehr Bücher aus dem Jane Austen Project ins Deutsche schaffen.

Fazit:
Ein Buch das mich nicht mehr los gelassen hat, und innerhalb von 2 Tagen leer gelesen war. Val McDermid hat es geschafft mich gefangen zu nehmen und mit nach Northanger Abbey zu nehmen. Der Schreibstil scheint zunächst seltsam, doch einmal darauf eingelassen lässt es einen nicht mehr los. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und die höchste Bewertung mit 5+ Sternen!

Bewertung vom 07.05.2016
Lautlose Stufen
Becher, Inge

Lautlose Stufen


sehr gut

Dank Frau Fuchs vom Monika Fuchs Verlag bin ich auf dieses wunderbare Buch aufmerksam geworden. Das Thema hat mich sofort angesprochen, da man selten Bücher aus der Zeit des zweiten Weltkrieges liest, die sich nicht die jüdische Verfolgung zum Thema gemacht haben. Natürlich wird auch dieses schwere Verbrechen innerhalb des Buches angesprochen, der Fokus liegt jedoch darauf, was mit den Babys, Kindern und Jugendlichen passierte, die für das Reich nicht "lebenswert" waren.

Als wir Hella als unsere Protagonistin kennen lernen ist sie 10 Jahre alt und scheint von einem Tag auf den anderen zu erkranken, und kein Arzt kann sich erklären was mit ihr nicht stimmt. Immer wieder bekommt Hella Krämpfe und Anfälle und muss für lange Zeit ins Krankenhaus. Das wirkt sich natürlich auf ihr soziales Leben und auf ihre schulische Bildung aus. Ich möchte an dieser Stelle nichts vorweg nehmen, damit auch andere Leser die Geschichte entdecken können.

Inge Becher schafft es durch einfache Worte die Grausamkeiten innerhalb des deutschen Reiches verständlich zu erklären. Daher würde ich dieses Buch auch uneingeschränkt als eine Schullektüre empfehlen, denn die Wortwahl ist wirklich einfach gehalten, und die emotionale Tiefe hält sich in Grenzen, was für mich zwar leider nicht optimal war, aber für junge Leser, die sich das erste Mal mit diesem Thema auseinander setzen ideal. Am Anfang jeden Kapitels gibt es kurze, geschichtliche Informationen um den Leser auf den aktuellen Stand zu halten.

Insgesamt konnte mich Hellas Geschichte, aber auch die der Nebenprotagonisten fesseln, auch wenn ich mir noch viel mehr Input gewünscht hätte, da ja auch Potenzial noch da ist, aber ich denke das Ziel, nämlich das Thema dem jungen Leser zu vermitteln ist erreicht und sehr gut umgesetzt.

Fazit:
Ein Buch das mich fesseln konnte, und unterhalten hat. Das Thema der Tötung von "nicht lebenswerten" Kindern und Jugendlichen ist brisant und gut aufgearbeitet, für junge Leser sehr gut geeignet, für meinen Teil fehlte mir hier noch etwas mehr emotionale Tiefe.

Bewertung vom 07.05.2016
rausmitderdicken
Bennett, Sophia

rausmitderdicken


ausgezeichnet

Meine Meinung:
Dieses Buch schlummerte gefühlt fast ein Jahr in meinem Bücherschrank, und nun endlich habe ich es fertig gelesen und bin wirklich fasziniert. Ich durfte auf der Leipziger Buchmesse 2015 bereits die Autorin Sophia Bennett kennenlernen und fand sie sehr symphatisch, weshalb es mir leicht fiel das Buch zu kaufen und mich auf diese Geschichte einzulassen, jedoch habe ich viel mehr bekommen als ich erwartet hatte.

Meine Erwartung war, dass ich eine leichte und einfache Jugend-Freundschaft-Mobbing-Geschichte lesen darf, doch bereits nach knapp 80 Seiten war der Text vom Klappentext "abgearbeitet", was ja schon eine Seltenheit darstellt, aber dann hat mich das Buch auch noch mit Wendungen und Entwicklungen überrascht die ich so schon lange nicht mehr in diesem Genre gelesen habe.

Neben dem Schreibstil, der wirklich fluffig und passend ist, gefiel mir vor allem die Tiefe die die Geschichte angeommen hat, aber dabei nie den roten Faden aus den Augen verliert. Das Thema Mobbing, egal in welcher Form, bleibt dabei zwar präsent, wird aber ab und an immer wieder geschickt durch Freundschaft, Liebe und Verrat überschattet und neu beleuchtet. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht die Geschichte weiter zu verfolgen und zu entdecken, wie sich Sashas Leben durch kleine Entscheidungen verändert. Deutlich wird hier bei auch die Moral, die die Autprin an die Jugendliche unbewusst sendet, die dieses Buch lesen, dass man nämlich immer an beide Seiten denken sollte, wenn man eine Entscheidung trifft, und man dann mit den Auswirkungen zurecht kommen muss.

Besonders schön fand ich die emotionale Entwicklung von Sasha im Verlauf der Geschichte, ein Teil der mir besonders positiv aufgefallen ist. Wirkt Sahsa zunächst noch recht naiv und unbeholfen entpuppt sie sich am Ende als selbstbewusste und verantwortungsvolle junge Frau, die zwar mit ihrer Geschichte gewachsen ist, aber auch aus ihr gelernt hat. Passend dazu sehen wir durch Sasha Augen, die die Erzählerin im Buch ist, auch ein Vorankommen bei Rose, die erst durch tiefen Schmerz ihre Schüchternheit und Angst ablegen muss.

Sophia Bennett hat mich mit diesem Buch wirklich überrascht und ich bin so froh, dass ich die Gelegenheit hatte, dieses wunderbare Buch zu lesen. Obwohl mir der deutsche Titel und das Cover recht gut gefallen, finde ich, dass die englische Ausgabe mehr zeigt, dass diese Story mehr Tiefgang hat als man ihr zunächst ansieht. "You don't know me" sagt mit einem Satz exakt das worum es in diesem Buch geht.


Fazit:
Ein Buch das mich wirklich überrascht hat, und es geschafft hat, durch seine Vielschichtigkeit und Tiefe aufzufallen und mich zu begeistern. Die Protagonisten und die Story überzeugen von Anfang bis Ende, und man langweilt sich keine Minute bei diesem Buch. Von solchen Jugendbücher wünsche ich mir noch viel mehr!

Bewertung vom 07.05.2016
Wem Marie vertraute / secrets Bd.2
Denis, Elisabeth

Wem Marie vertraute / secrets Bd.2


ausgezeichnet

Meine Meinung:
Nachdem wir bereits Emmas Sicht gehört und gelesen haben, erfahren wir nun wie Marie die Geschehnisse erlebt hat. Interessant dabei ist, dass wir dieses Mal viel weiter vor der verhängnisvollen Nacht ansetzen, und viel mehr erfahren und sich so viele der bisherigen Lücken schließen.

Marie ist ein unglaublich interessanter und facettenreicher Charakter. Man sollte meinen, dass sie eingebildet und arrogant ist, schließlich ist sie Model, ihre Mutter hat Geld und sie lebt in einem großen Haus. Doch stattdessen ist Marie offen für die Menschen, künsterlisch begabt und voller Angst was ihre Zukunft angeht, vor allem wegen ihrer Reise nach Australien. Außerdem versucht sie für Emma die wohl beste Freundin zu sein, und das obwohl sie immer mehr Geheimnisse vor ihr hütet.

Ihr wohl größtes Geheimnis ist ihre erste große Liebe, ein Gefühl das für Marie total neu ist, und zudem seltsam. Um euch den Lesespaß zu lassen will ich nicht zu viel verraten, aber es wird brisant, tiefgründig und absolut schockierend. Und man empfindet als Leser immer wieder mit Marie mit und bangt und hofft mit ihr. Was Marie für mich absolut authentisch und symphatisch gemacht hat, waren eben diese Szenen und Stellen im Buch in denen sie ihre Gefühle mit uns als Leser und ihrem Tagebuch geteilt hat.

Elisabeth Denis hat es wunderbar geaschafft auf das erste Buch aufzubauen und die Spannung weiter aufrecht zu halten. Denn trotz der weiteren, gut sortierten Puzzlestücke wissen wir immer noch nicht, was genau in jener Nacht passiert ist. Die Spannung steigt immer weiter und wir fiebern Band 3 entgegen um endlich auch die letzten Antworten zu erhalten.

Fazit:
Eine gut gelungene Fortsetzung, die es schafft die Spannung weiter aufrecht zu halten, uns mit neuen Antworten versorgt, aber das große Geheimnis für das Finale aufhebt. Marie ist mir in diesem Buch immer symphatischer geworden und für mich war sie eine gut gezeichnete Protagonistin. Ich fiebere nun dem Finale entgegen und bin gespannt was uns noch erwartet.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.