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Bewertungen
Insgesamt 189 BewertungenBewertung vom 07.10.2023 | ||
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Als auf der Insel Katria Nora Greco geboren wird, bricht eine neue Zeit an: Die Tunfischjagd wird, wenn ihr Großvater zurücktritt, erstmals von einer Frau angeführt werden. Ihr Leben lang wird Nora darauf vorbereitet, dann übernimmt sie, als sie gerade volljährig geworden ist. Aber die Zeiten auf Katria ändern sich auch in anderer Hinsicht: Tourismus, moderne Tunfischjagd und schließlich auch die Ankunft vieler Geflüchteter über das Mittelmeer bedrohen die traditionelle Lebensweise und Tunfischjagd auf Katria, was Nora als Anführerin vor große Herausforderungen stellt. |
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Bewertung vom 07.10.2023 | ||
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Max Richard Leßmann erzählt von einem Besuch bei seinen Großeltern auf Sylt, bei dem er sich immer wieder an Geschichten aus seiner Großfamilie erinnert. Diese humoristisch erzählten Anekdoten erinnern an den Stil des beliebten Autors Horst Evers, wobei Leßmann viel tiefgründiger erzählt und seine Charaktere liebevoller zeichnet. Der Schreibstil überzeugt mich auch mehr - feiner Humor, schöne Satzkonstruktionen, lebendige Dialoge. Während ich Horst Evers gar nicht gut ertragen kann, weil eine Pointe die andere jagt, konnte ich Leßmann gut weglesen, auch wenn ich sogar gern noch mehr von dem Blick hinter die Fassaden der stoischen Großeltern gehabt hätte. Gerade die traurigen und leisen Momente im Roman haben mich nämlich sehr berührt. Einen zweiten Band der witzigen und abstrusen Familienanekdoten bräuchte ich dagegen nicht, auch wenn ich sie gerne gelesen habe. |
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Bewertung vom 07.10.2023 | ||
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„Vatermal" von Necati Öziri ist ein Roman, der auf den ersten Seiten direkt eine Sogwirkung entfaltet. Der Autor versteht es, die Leserinnen und Leser unmittelbar in die Welt des Protagonisten Arda und seiner Freunde am Bahnhof zu versetzen. Man hat das Gefühl, selbst auf der Bank zu sitzen, während man mitverfolgt, wie Ardas Schwester Aylin von zu Hause wegläuft, weil sie mit der Mutter nicht mehr klarkommt. |
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Bewertung vom 07.10.2023 | ||
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"Paradise Garden" von Elena Fischer ist eine bewegende Coming-of-Age-Geschichte, die das Leben von Billie, einer 14-jährigen Protagonistin, in den Mittelpunkt stellt. Der Roman fängt die emotionale Achterbahnfahrt ein, die Billie erlebt, nachdem sie ihre Mutter verloren hat. Die Beziehung zwischen Billie und ihrer Mutter erinnert sehr an die dynamische Bindung der Gilmore Girls - nicht zuletzt, weil die Mutter Cowboy Stiefel besitzt, selbst früh von zu Hause fort gegangen ist und ein schwieriges Verhältnis zu ihrer eigenen Mutter hat. |
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Bewertung vom 07.10.2023 | ||
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Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit Der Roman „Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit“ von G.Z. Schmidt ist eine spannende Zeitreisengeschichte für junge Leser:innen. Der zwölfjährige Junge Adam findet auf seinen Reisen in die Vergangenheit Menschen, die zu Freunden werden, Unglücke, die er gerne verhindern würde und weitere Gegenstände, die mit Gegenwart und Zukunft magisch verbunden sind. |
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Bewertung vom 07.10.2023 | ||
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TW: sexuelle Gewalt |
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Bewertung vom 07.10.2023 | ||
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Der Autor begibt sich in diesem Sachbuch auf die Suche nach der Erinnerung an seinen verstorbenen Großvater, einen Überlebenden des Holocaust aus einer Stadt in Polen. Er will seinem Großvater näherkommen, indem er in dessen Heimatstadt reist und versucht, das Haus, das seine Urgroßeltern dort besessen hatten, zurückzufordern - ein bürokratisch fast aussichtsloses Unterfangen, an dem schon der Großvater gescheitert war. |
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Bewertung vom 07.10.2023 | ||
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Der erfolgreiche deutsche Filmregisseur G.W. Pabst verlässt Nazi-Deutschland mit seiner Frau Trude und Sohn Jakob, um es in Hollywood zu versuchen und daran kläglich zu scheitern. Auf der Suche nach dem nächsten großen Film zieht es ihn mit seiner Familie zurück nach Europa und schließlich mitten hinein in die Propaganda-Filmindustrie der Nazis. Kann man zu der Zeit noch deutsche Filme machen, ohne selbst schuldig zu werden? Und wird Pabst damit zum Opfer der NS-Geschichte oder zum Täter? Und was ist eigentlich wirklich passiert? |
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Bewertung vom 07.10.2023 | ||
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Der Roman wird als moderne Geschichte von Harry und Sally beschrieben, was ich durchaus zutreffend finde: Der Ton ist meistens plaudernd, obwohl harte Themen besprochen werden, und der Roman besteht hauptsächlich aus Dialogen, die immer wieder mit schlagfertigen Antworten aufgelockert werden. Deshalb konnte ich den Roman auch sehr zügig weglesen, auch wenn eine Welt beschrieben wurde, mit der ich eigentlich nicht wirklich etwas anfangen kann. Wer hätte gedacht, dass eine New Yorker Romanze im Stil von „(500) Days of summer“ Drogen auf fast jeder Seite enthält? An Eat Pray Love hat mich der Roman übrigens auch erinnert, nur mit weniger Essen. Kein Wunder, dass der Roman nun auch verfilmt werden soll! Mehr wird aber nicht verraten, wer Lust auf einen unterhaltsamen Roman mit Tiefgang und Witz hat, sollte ihn selbst lesen. |
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