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Totsänger

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Insgesamt 51 Bewertungen
Bewertung vom 12.11.2011
Die Elementare von Calderon / Codex Alera Bd.1
Butcher, Jim

Die Elementare von Calderon / Codex Alera Bd.1


ausgezeichnet

Jim Butcher: Codex Alera: Die Elementare von Calderon

Jeder Einwohner von Alera ist in der Lage Elementare zu beschwören. Dienbare Geisterwesen der Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft, Eisen und Holz. Diese können von unterschiedlicher Stärke. Manche dienen lediglich dazu Licht zu erzeugen. Andere ermöglichen es zu fliegen oder Fährten zu verfolgen. Manche Leute besitzen zwei Elementare, andere nur einen. Und es gibt Tavi.
Tavi ist der einzige Junge im ganzen Calderontal, der noch keinen einzigen Elementar besitzt, obwohl er über das reguläre Alter in dem man einen erhält längst hinaus geschritten ist. Als er eines Tages zusammen mit seinem Onkel Bernard auf die Suche nach ihrer Schafsherde geht, werden beide von seltsamen, blutrünstigen Laufvögeln angegriffen. Tavi schafft es seinen schwer verletzten Ziehvater dank dessen Elementar zu evakuieren, muss jedoch in der Zwischenzeit die Aufmerksamkeit der Tiere auf sich ziehen. Doch dann merkt er, dass die Vögel nur die Jagdhunde der Marat sind, einem kriegerischen Barbarenvolk, dass lange Zeit über einen brüchigen Waffenstillstand mit den Einwohnern Aleras hatte. Als Tavi von ihnen gefangen genommen wird, bleibt ihm nur eine Möglichkeit. Er muss sich vor den Klanhäuptlingen der Marat beweisen.
In der Zwischenzeit versuchen Amara und Fiedelias, zwei Kursoren des Gaius Primus in das Lager einer Armee einzuschleichen. Einer der Fürsten will versuchen den Imperator zu stürzen und selbst die Macht zu übernehmen. Doch ihr Plan schlägt fehl mit drastischen Folgen.
Insgesamt habe ich bislang drei der insgesamt sechs Codex Alera-Bände durchgelesen, von denen auf Deutsch bislang fünf erschienen sind. Von diesen Bänden war bislang jeder als eigenständiger Roman lesbar, also ist Die Elementare von Calderon auch für Leser, die noch unentschlossen mit einem weiteren langen Zyklus zu beginnen empfehlenswert.
Die Welt in der die Handlung spielt ist stark an der römischen Welt orientiert und der Lateiner darf sich auf Begriffe wie gladius und Legionares freuen. Dadurch unterscheidet sich Codex Alera angenehm von anderen zumeist in einer Mittelalter ähnlichen Welt angesiedelten Romanen.
Besonders fasziniert hat mich beim Lesen die Kultur der Marat. Diese Stellen fand ich immer am spannendsten, vor allem ihre Bindung an sogenannte Totemtiere wie die bereits erwähnten Laufvögel. Im Gegensatz zu den eher weniger substanziellen Elementaren auf aleranischer Seite.
Eindrucksvoll waren auch die Kampfszenen, in denen der Kampf häufig auch dadurch entschieden wurde, wie die Beteiligten ihre Elementare am Geschicktesten einsetzen konnten.
Die Personen in Codex Alera sind zumeist recht vielschichtig und auch den Bösewichten kann man gute Facetten abgewinnen, obwohl es doch recht offensichtlich ist wer auf welcher Seite steht. Die Kapitel um Isana fand ich dabei allerdings manchmal etwas lahm.
Der Schreibstil Butchers ist für mich sehr flüssig und angenehm zu lesen gewesen.
Mein Fazit: Ein Buch mit außergewöhnlichen Ideen, starken Kampfszenen und Personen mit denen man sich gut identifizieren kann. Ein gelungener Auftakt der Reihe, der auch gut eigenständig lesbar ist.

Bewertung vom 01.11.2011
Asylon
Elbel, Thomas

Asylon


sehr gut

Asylon von und mit Thomas Elbel

Nachdem die Welt von einer Klimakatastrophe zerstört wurde, dem sogenannten Surge, bleibt Asylon die letzte Stadt der Erde, in der sich die Menschen hinter Freischussanlagen und Minenfeldern gegen militante Nomadenscharen verschanzt haben. In der Stadt selbst herrscht das Verbrechen. Untergrundbanden und Klanchefs regieren den unwirtlichen Ort; Mord und Totschlag sind an der Tagesordnung.

Das Buch wird hauptsächlich aus der Sicht zweier Hauptcharaktere erzählt:
Torn ist Masterleveller, einer jener Leute, die dafür zuständig sind, das Gleichgewicht zwischen den Klans erhalten bleibt und keiner die Übermacht gewinnt. Bei diesen Maßnahmen ist es durchaus keine Seltenheit, wenn dabei die Söhne der jeweiligen Gruppierung oder der Anführer selbst erschossen werden.
Saina Amri ist Angestellte in einem Krankenhaus.

Als Torn an der Grenze der Stadt die Leiche einer Frau findet, ist das zunächst nichts besonderes. Sie wired für eine der Nomaden gehalten, die versuchen in die Stadt einzudringen. Doch dann stellt er fest, dass die Person augenscheinlich nicht in die Stadt hinein wollte, sondern sie im Gegenteil verlassen wollte. Und was hat es mit dem seltsamen Amulett auf sich, dass sie bei sich trug.

Inzwischen bemerkt Saina das Fehlen ihrer Nachbarin Lynn, als deren kleine Tochter Poosah nachts in ihr Zimmer kommt. Sie geht der Sache nach und findet heraus, dass es sich bei ihr um ebenjene von Torn und dessen Kumpan Scooter gefundene Leiche handelt.

Gleichzeitig wird Torns Privatleben drastisch auf den Kopf gestellt und er wird aus dem Dienst des Masterlevellers entlassen und als vogelfrei erklärt.

Ich habe das Buch mit Anderen in der Leserunde besprochen und hatte zudem den Vorteil Thomas direkt Fragen stellen zu können. Allerdings haben wir es auch so geschafft viele der Rätsel, die Asylon verbirgt gemensam im Vorraus zu lösen. Nichts desto Trotz war der Debütroman, bei dem es sich um einen Einzelband handelt extrem spannend zu lesen, wofür auchbesonders die Figur des mysteriösen Edward gesorgt hat. Am Ende sind nahezu alle Fragen gelüftet worden und ich kann aus diesen Gründen das Buch weiterempfehlen.

Das einzige, was ich wirklich kritisieren kann ist, dass Thomas in den letzten beiden Kapiteln noch eine Unmenge an Perspektivträgern eingeführt hat, um ein filmreifes Finale zu erzeugen. Bei mir hatte es jedoch er das Gegenteil bewirkt. Es hat mich eher genervt aus den Blickwinkeln von Personen zu lesen, bei denen ich mir sicher war, dass sie keine Rolle mehr spielen. Bei einigen hat Thomas sogar bestätigt, dass es sich nur um Kanonenfutter gehandelt hat.

Das Finale an sich war dann aber wieder hochspannend und das Ende hat meine Erwartungen an das Buch ausreichend erfüllt.

Mein Fazit zu Buch und Leserunde:

Ein spannender Roman mit einigen unvorhergesehenen Wendungen, der zum rätseln anregt und mit einem Autor, der sich äußerst aufgeschlossen gegenüber Kritik zeigt und von dem wir sicherlich in Zukunft noch viel hören werden.

Bewertung vom 02.10.2011
Die letzten Worte des Wolfs / Im Zeichen des Mammuts Bd.2
Meißner, Tobias O.

Die letzten Worte des Wolfs / Im Zeichen des Mammuts Bd.2


ausgezeichnet

Der zweite Teil des Mammutzyklus, "Die letzten Worte des Wolfs" schließt unmittelbar an die Handlung des ersten Teils an. Der neue Auftrag des Kreises führt die Einsatzgruppe nach Wandry, wo in wenigen Tagen ein Massensterben an Walen stattfinden, die von den Mächten eines Magiers angeszogen werden.
Auf dem Weg dorthin wird das "Mammut" von einem Werwolf angegriffen. Als dieser schließlich von seltsam aussehenden Jägern zur Strecke gebracht wird, offenbart er ihnen in seinen letzten Worten, dass sie die Wale nicht werden retten können.
Und als sie in Wandry ankommen, wird die Zeit immer knapper. Immer neue Fragen tauchen auf, und der Ursprung der Fängermagie scheint unauffindbar.
Zudem beginnt sich Rodraegs Schwarzwachsvergiftung zu verschlimmern...

Wieder liefert Tobias O. Meißner einen spannenden, rasanten Roman indem er wie auch schon im ersten Teil die Themen Umweltschutz und Fantasy kombiniert. Aber auch andere Themen spielen eine Rolle, die zum Nachdenken anregen.
Außerdem wird die Rahmenhandlung weiter ausgebaut. Seltsame Kreaturen tauchen auf, und für den Leser tun sich noch weitere Rätsel auf. Einige von diesen werden im zweiten Band geklärt, Andere bleiben noch offen.
Auf jeden Fall ein äußerst erfrischend zu lesender Roman, der noch besser ist als Teil1. Es gab eigentlich kaum noch Stellen, bei denen man sich Durchkämpfen musste. Eine sichere Leseempfehlung für alle Fans innovativer Fantasyromane.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.10.2011
Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts Bd.1
Meißner, Tobias O.

Die dunkle Quelle / Im Zeichen des Mammuts Bd.1


sehr gut

Ein gelungener Einstieg in das Mammutuniversum.

Nach Tobias O. Meißners "Die Soldaten" ging ich bereits mit hohen Erwartungen an dieses Buch heran. Ich wurde nicht enttäuscht. Wieder hat der autor es geschafft, mich durch einen erfrischenden Schreibstil, gelungene Protagonisten und eine wirklich außergewöhnliche Welt zu überzeugen.

Rodraeg Telavassa Delbane ist Schreiber im Rathaus von Kuellen. Als er eines Nachts bein der Arbeit einschläft, überkommt ihn ein seltsamer Traum: Ein Mammut, verfolgt von Männer mit seltsamen Waffen. Als ihn das Ganze nicht mehr loslässt, erfährt er in der Bibliothek, dass die Mammuts auf dem "Kontinent" ausgestorben sind. Als er schon wieder in seine Schreiberstube zurückkehren will steht plötzlich eine, in einen Kapuzenmantel gehüllte Gestalt hinter ihm. Es ist Naenn, eine Angehörige des Volkes der Schmetterlingsmenschen, und eine Botschafterin einer Geheimorganisation, die sich der "Kreis" nennt, und der sich aus den Angehörigen verschiedener Völker zusammensetzt. Er selbst soll eine Einsatzgruppe aufstellen, die auf dem "Kontinent" Verschiebungen des natürlichen Gleichgewichts verhindern sollen.
Nachdem sich Rodraeg und Naenn in Warchaim eingenistet und eine Gruppe zusammengestellt haben, geht es auch schon los. In ihrem ersten Einsatz sollen sie eine Fabrikation stilllegen, die einen Fluss verschmutzt. Doch als sie da sind, stellt sich heraus, dass die Mine dunkle Geheimnisse birgt und längst nicht Alles so ist, wie es zunächst scheint.

Ein Fantasyroman, der sich um Umweltschutz dreht? Tobias O.Meißner beweist, dass das funktioniert und sogar ziemlich gut. Ich habe in letzter Zeit selten einen so faszinierenden Roman zu lesen bekommen, der so voller unvorhergesehener Wendungen steckt.
Einige Stellen lesen sich zwar noch etwas dickflüssig ;), aber ansonsten hat es mir dieses Buch sehr viel Spaß bereitet.

Fazit:

Ein Roman, der sich auch gut eigenständig lesen lässt, voll kreativer Ideen, mit glaubhaften Charakteren und einer starken Handlung. Spannend zu Lesen bis zum Schluss.

Bewertung vom 11.09.2011
Zero Gravity / Justifiers Bd.4
Schuhmacher, Nicole

Zero Gravity / Justifiers Bd.4


ausgezeichnet

Ich habe Zero gravity innerhalb von zwei tagen verschlungen, und muss sagen, dass dieser vierte Roman in der Justifiersserie zusammen mit Mind Conrol von Tom Finn der bislang Beste ist. Die Handlung wird hauptsächlich aus perspektive von drei Charakteren erzählt.

In dieser Reszension werden Ereignisse aus den ersten 160 Seiten erwähnt.Allerdings spoilere ich nichts über den eigentlichen Auftrag, sondern um das Davor.
Wem das trotzdem zuviel sein sollte, jetzt aufhören.

Chief Warrant Officer William J. Corrigan ist der menschliche Anführer einer Katastropheneinheit aus angriffslustigen, stinkenden und dummen Betahumanoiden. Er kann sich nichts Schlimmeres in seinem Leben vorstellen. Doch dann folgt der schrecklichste Einsatz in seinem Leben und seine Truppe schafft es versehentlich eine Massenvernichtung auszulösen.
Corrigan erwacht im Krankenhaus. Nach ihrem fehlgeschlagenem Auftrag ist er zum Opfer eines Experiments geworden. Teile seiner Erinnerung wurden ihm entfernt, weil man der Meinung war, dass so seine Aggression abnehmen würde und ein besserer konzentrierterer Justifier aus ihm werden würde. In der Tat verspürt Corrigan kaum Ärger über den Eingriff und über die Neuinstallation von Daten in seinem Kopf. Dann erhält er einen neuen Auftrag mit einer neuen Justifiertruppe, der gefährlicher sein wird, als anderen zuvor...

Kristina "Kit" Lacroze ist eine Fuchsbetahumanoide von United Industries und die beste Kämpferin ihres Teams. Gemeinsam mit dem Affenbeta Shiloh wird sie aus ihrer alten Einheit entfernt und gerät unter das Kommando von Corrigan. Doch ihre neue Chefin hat noch einen Spezialauftrag für sie, sollte es wegen dem "Corrigan-Experiment" zu Komplikationen kommen...

Ayline Glenn ist die neue Projektleiterin der Forschung und Entwicklung bei United Industries. Durch ihren ehrgeiz hat sie sich bis in diese Position vorgearbeitet. Nun hängt ihre weitere Karriere von dem Gelingen der Justifiersmission und dem Corriganexperiment ab...

Insgesamt handelt es sich bei Zero Gravity um ein rundum gelungenes Buch. Gute Acton, ein flüssiger Schreibstil und starke Protagonisten. Außerdem fand ich diesen Roman bislang am Spannendsten zu Lesen unter den Bänden der Justifiersreihe. Das Ende ist zufriedenstellend und es bleiben kaum Fragen offen. Trotzdem besteht noch genügend Potenzial für einen möglichen weiteren Band aus der Feder von Nicole schuhmacher, über den ich mich sehr freuen würde.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.08.2011
Bannkrieger / Bannstreiter Bd.1
Frenz, Bernd

Bannkrieger / Bannstreiter Bd.1


sehr gut

Meine Reszension zu *Bannkrieger*

Rorn ist Schmied, in einem kleinem Dorf im Schimmerwald. Als er eines Tages für seine geliebte Neele Baumfasanenfedern benötigt, geht er nahe dem Moor auf die Jagd. Dort trifft er auf die undurchsichtige Hexe Hatra, die ihm großes Unheil prophezeit und ihm befielt zu seinem Dorf zurückzukehren. Rorn jedoch, der die Worte der Alten nur zum Teil versteht lässt sich von ihrem Gefasel nicht von derJagd abhalten. Als er jedoch kurz davorsteht, den ersten Baumfasan zu erlegen, erschüttert plötzlich ein Donnern die Erde, welches sämtliche Tiere aufschreckt. Eine Gruppe von Reitern naht, vor der sich der Schmied zunächst verstecken will. Doch bevor die Pferde ihn niedertrampeln können, springt er auf, was die kleine Schar so sehr erschreckt, das ein paar der Reittiere durchgehen. Einer der Gardisten will Rorn sogleich aufspießen, bis die Leibwächterin der Truppführerin, die sich als Adelige herausstellt dazwischengeht. Als Rorn von ihnen jedoch als *Bauernlümmel* beschimpft wird, weist er sie auf den falschen Weg, der direkt ins Moor führt. Kurz darauf kommt eine weitere Gruppe vorbei, die einen Mann mit unheimlicher Maske unter sich haben. Rorn schickt sie dem ersten Trupp sogleich hinterher.
Dann jedoch wird er von seinem schlechtem Gewissen befallen und eilt so schnell wie möglich zu der Stelle an der sich der Pfad ins Moor verliert. Er kommt gerade zum rechten Zeitpunkt, den im schmalen Pass unter ihm entwickelt sich bereits ein blutiger Kampf.
Rorn entscheidet sich dem ersten Trupp zu helfen und dank seiner Unterstützung können sie ihren Verfolgern tatsächlich entfliehen. Doch das ist erst der Anfang des Unheils, den wenig später fallen die unheimlichen Lederhäuter über das Dorf des Schmiedes her...

Wer nach dem Beginn des Buches mit der typischen Geschichte rechnet- Bauernjunge wird zum Helden, der hat sich schwer getäuscht, den im Laufe der Geschichte wird der oft unüberlegt handelnde Rorn nicht nur zum Bewahrer des Unheils, sondern auch sehr oft zum Unheilsbringer. Auch die Grenzen von Gut und Böse, die zu Beginn noch sehr leicht erkennbar scheinen, verschwimmen während des Romans immer mehr miteinander, sodass man seine Standpunkte auch manchmal revidieren muss.

Insgesamt hat mir "Bannkrieger" sehr gut gefallen und vor allem bot das Buch auch sehr viel Diskussionsstoff für unsere Leserunde. Bernd Frenz teilte uns mit, dass ein weiterer Roman aus dieser Welt in Planung sei, ob es sich jedoch im eine Fortsetzung handelt bleibt fraglich. Ich kann aber versichern, das Bannkrieger einzelnd lesbar ist und auch als Einzelroman konzipiert wurde. Die Legende um den Feuersänger, die noch zusätzlich zur Geschichte im Buch enthalten war, hat das Ganze gut abgerundet.
Allerdings ist auch Bannkrieger kein "perfektes" Werk. Bernd Frenz hat für meinen Geschmack zu viel Kampfszenen eingebaut, sodass ich das Gefühl hatte, dass in diesem Fall weniger mehr gewesen wäre. Aber das kommt natürlich auch immer auf den Leser an. Außerdem wurden einige Punkte für mich nicht ausreichend geklärt. Ich musste mir deshalb ein paar Stellen ein zweites Mal durchlesen, damit ichs kapiert habe.

Trotzdem kann ich Bannkrieger aus genannten Gründen nur weiterempfehlen. Ich vergebe vier von fünf Sternen.

Bewertung vom 30.07.2011
Das Flüstern der Nacht / Dämonenzyklus Bd.2
Brett, Peter V.

Das Flüstern der Nacht / Dämonenzyklus Bd.2


ausgezeichnet

Reszension

Nachdem ich lange zögerte, habe ich mich jetzt doch endlich dazu durchgerungen mir den zweiten Teil von Peter V.Bretts Saga um den Tätowierten Mann zu kaufen, und ich habe das tausendseitige Werk innerhalb von nur drei Tagen verschlungen, weil es mich so gefesselt hat.
Der Einstieg aus Sicht der Dämonenprinz war ein wenig zäh zu lesen, aber ab dem ersten Kapitel war ich schon wieder voll dabei.
In "Das Flüstern der Nacht" werden die Characktere von Arlen, Leesha und Rojer weiter ausgeformt, allerdings kommen mit Jardir und Renna zwei wichtige neue Perspektiven dazu und auch Jeph, Selia, Abban und die Dämonenprinzen bekommen kurzzeitig eine eigene Sichtweise.

Der gesamte erste Teil des Buches( von vier Teilen) geschieht aus der Sicht von Jardir, dem Anführer der dal'Sharum, den wir bereits in "Das Lied der Dunkelheit" kennengelernt haben. Wir erfahren mehr über seinen Aufstieg zum Shar' Dama'Ka und seine Kindheit. Im Laufe dieses Teils lernen wir auch die Lebensweise der Krasianer besser kennen, die mich schon in Teil1 fasziniert hat und auch Jardirs Motive werden näher beleuchtet.
Überraschenderweise stellt sich auch heraus, dass Jardir und Abban einst Freunde gewesen waren und wir erfahren, wie Letzterer zum khaffit wurde.

Der zweite Teil handelt dann von den Geschehnissen, um Arlen, den "Tätowierten Mann", Leesha, Rojer und Renna. Das Tal der Holzfäller, das nun nach der großen Schlacht, in "Das Tal des Erlösers" umbenannt wird hat sich im Gegensatz zum ersten Buch mittlerweile in ein Bollwerk gegen die Horclinge verwandelt. Arlen bemüht sich zudem die Kampfsiegel an die Bevölkerung der Freien Städte und anderen Dörfern weiterzugeben. Dabei gerät er auch nach Miln und Tibbets Bach und wird so mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert bevor er zum "Tätowierten Mann" wurde.

Jardir erobert unterdessen das Fort Rizon, in seinem Bestreben die Welt im Kampf gegen die Dämonen zu vereinen. Flüchtlingsströme machen sich auf den Weg nach Norden, in der Hoffnung den "Tätowierten Mann" zu finden den sie für den wahren "Erlöser" halten.

Die Geschichte aus Sicht von den beiden teils grundverschiedenen und teils doch sehr ähnlichen "Erlösern" ist extrem spannend und die neuen Characktere hat Peter V.Brett ebenfalls gut ausgearbeitet. Vor allem Rennas Sichtweise verrät viel über das Bild von Arlen, der sich immer mehr isoliert, weil er sich nicht mehr für einen richtigen Menschen hält.

Insgesamt weiß "Das Flüstern der Nacht" wie auch schon der Erstling zu überzeugen und der Autor schafft es sogar seine Protagonisten noch vielschichtiger zu machen und mehr unerwartete Wendungen einzubringen. Eine klare Kaufempfehlung.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.