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Lettereater
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Düsseldorf

Bewertungen

Insgesamt 32 Bewertungen
Bewertung vom 06.12.2023
Kaltblütige Lügen / Die San-Diego-Reihe Bd.1
Rose, Karen

Kaltblütige Lügen / Die San-Diego-Reihe Bd.1


ausgezeichnet

Karen Rose ist ein Garant für gute Unterhaltung. Ich liebe es, wenn die Bücher nicht zu dünn sind und über 500 Seiten reichen, um eine spannende Geschichte zu erzählen und aufzulösen.
Katherine McKittrick vom San Diego Police Department ist bei einer Pflegefamilie aufgewachsen und ihre Pflegeschwester ist mit sechzehn Jahren verschwunden und wurde nie gefunden.
Darum ist Katherine zur Polizei gegangen. Und es gibt eine Reihe vermisster Mädchen in dem Alter. Sie arbeitet mit dem selben Polizisten zusammen, der vor vielen Jahren das Verschwinden ihrer Stiefschwester untersucht hat. Ein Serienmörder Täter seit über 20 Jahren junge blonde zierliche Frauen und Kit und ihr Kollege Baz ermitteln auf Hochtouren. Dann taucht der Psychologe Sam Reeves auf, der sich als geheimer Hinweisgeber herausstellt. Kit fühlt sich zu ihm hingezogen, aber kann sie ihm trauen?

Bewertung vom 19.11.2023
The Institution
Fields, Helen

The Institution


sehr gut

Jeffrey Deaver hat recht. Mit The Institution hat Helen Fields einen spannenden Thriller geschrieben.

Der Ort der Handlung sorgt schon für Nervenkitzel. Es ist ein Hochsicherheitsgefängnis für psychisch kranke Serienmörder. Dort geschieht ein furchtbarer Mord an einer hochschwangeren Pflegerin, der auch noch das Baby aus dem Bauch geschnitten wird. Sorry, die Handlung ist so blutig. Eine junge Forensikerin und ein ehemaliger Polizist werden undercover eingeschleust und sollen herausfinden, wo das entführte Baby ist.

Die fünf Insassen und das Personal wissen nichts von dem Mord, bis auf die Täter natürlich.

Der Schreibstil ist flüssig und flott. Es gibt genug Bösewichter um sich aufzuregen, aber leider werden manchmal nach meinem Geschmack zu viele Klischees bedient. Insgesamt war der Thriller sehr gut zu lesen und ich habe immer schneller gelesen, um endlich die Auflösung zu erfahren.

Bewertung vom 19.10.2023
Tief im Schatten / Hanna Ahlander Bd.2
Sten, Viveca

Tief im Schatten / Hanna Ahlander Bd.2


ausgezeichnet

Viveca Sten beherrscht die Kunst spannende und mitreißende Krimis zu schreiben. Schon den ersten Fall von Hanna Ahlander (Kalt und still) habe ich verschlungen und auch Tief im Schatten zieht mich sofort wieder in den Bann.

Es gibt einen brutalen Mord, Ermittler und Angehörige mit denen man mitfühlt und eine sehr sympathische Hanna Ahlander, die für Gerechtigkeit einsteht und dafür ihren Job in Stockholm verloren hat und nach Äre versetzt wurde. Sie und ihr Kollege Daniel stehen unter enormem Druck, was sich zulasten von Daniels Familienleben auswirkt.

Sehr spannend ist auch der zweite Erzählstrang, der von einer jungen Frau in einer sektenartigen Kirchengemeinschaft erzählt.

Das Cover ist ähnlich gestaltet wie das erste, mit hohem Wiedererkennungswert. Schön ist die rote Schrift auf dem Weiß des Schnees.

Ich möchte nicht zu sehr auf den Inhalt eingehen, um nicht zu spoilern. Dieser Roman ist flüssig zu lesen, man glaubt immer wieder den Mörder zu kennen und es gibt mehrere Tote. Ich gebe eine Leseempfehlung ab!

Bewertung vom 04.09.2023
Unter falscher Flagge / Polizeitaucherin Svea Roth Bd.1
Jansen, Marc

Unter falscher Flagge / Polizeitaucherin Svea Roth Bd.1


gut

Marc Jansen hat mit Polizeitaucherin Svea eine interessante Serienfigur geschaffen, die nach der Trennung von ihrem Mann alleine auf einem gemütlichem Hausboot lebt. Vor zwei Jahren ist ihre Tochter bei einem Unfall gestorben und nur beim Tauchen kann Svea völlig abschalten.

Zusammen mit einem strafversetztem Kollegen aus Berlin bearbeitet sie den Mord an dem Bauunternehmer Teschner, der bei einer Party auf Bord einer Yacht von radikalen Umweltaktivisten erschossen wird.

Die Handlung ist spannend und es gibt immer wieder neue und auch unerwartete Wendungen. Leider gefällt mit die Sprache an einigen Stellen gar nicht. Wahrscheinlich soll es besonders witzig sein, aber ich verstehe den Humor nicht, zum Beispiel „der Flur war so trostlos wie eine nackte Katze auf einer kaputten Neonröhre“. Darum kann ich leider nur 3 Sterne geben.

Bewertung vom 09.08.2023
Die letzte Nacht / Georgia Bd.11
Slaughter, Karin

Die letzte Nacht / Georgia Bd.11


sehr gut

Karin Slaughter schafft es immer wieder eine derartige Spannung zu erzeugen, dass ich nahezu ohne zu atmen Seite um Seite verschlinge.
Ich liebe die Will Trent Reihe und auch diese Folge beginnt wieder überaus dramatisch.
Sara arbeitet in der Notaufnahme des Krankenhauses als ein schwer verletztes 19jähriges Mädchen eingeliefert wird und ihr anvertraut, dass sie vergewaltigt wurde. Sie stirbt, aber vorher beschwört sie Sara den Schuldigen nicht entkommen zu lassen.
Es stellt sich heraus, dass der Beklagte der Sohn eines früheren Studienkollegen war. Sein Vater hat einen renommierten Medizinerposten eingenommen, weil Sara ihn vor 20 Jahren nicht annehmen konnte, weil sie auch Opfer eines schrecklichen Übergriffs wurde.
Nachdem Sara bei einem langwierigen Prozess gegen seinen Sohn aussagt, wirft die unter starken Beruhigungsmitteln stehende Ehefrau Sara an den Kopf, dass zwischen jetzigem und damaligem Täter ein Zusammenhang bestehe.
Sara, Will und seine Kollegin Faith arbeiten lange Zeit auf eigene Faust und es bleibt nicht nur bei einem Vergewaltigungsopfer.
Die Handlung ist rasant, aber teilweise waren mir diesmal die Beschreibungen zu detailliert. Wer es drastisch mag, wird das anders sehen.
Auf jeden Fall werde ich trotzdem auch das nächste Buch dieser Reihe lesen.

Bewertung vom 10.07.2023
Refugium / Stormland Bd.1
Lindqvist, John Ajvide

Refugium / Stormland Bd.1


ausgezeichnet

Ein reiches schwedisches Ehepaar feiert mit zwei geladenen Pärchen und der Tochter das Mittsommerfest auf der eigenen kleinen schwedischen Insel. Sie alle haben etwas mit Emmissionsrechten, CO2 Zertifikaten und Ölhandel zu tun. Es gibt ein Attentat, welches nur die 14jährige Tochter überlebt.
Das ist der eine Handlungsstrang.
Im nächsten Handlungsstrang wird der erfolgreichen Journalistin und Schriftstellerin Julia angeboten die Milleniumreihe von Daniel Lagercrantz fortzusetzen, weil dieser nicht mehr daran schreiben möchte.
Sie nimmt das Angebot an unter der Bedingung Unterstützung für das Thema Hacking zu bekommen.
Ihr wird der 20 Jahre jüngere Kim zur Verfügung gestellt, der fachlich brillant, reich und psychisch angeschlagen ist. Es besteht eine besondere Chemie zwischen den beiden und sie beginnen sofort ein ungewöhnliches Verhältnis.
Julias Vertrag mit der Milleniumreihe wird von ihr verworfen. Stattdessen erinnert sie sich an ihre Vergangenheit als Kriminalkommissarin und sie ermittelt privat zusammen mit Kim, der unbeschreiblich reich, aber auch speziell ist, um die Mittsommermorde aufzuklären. Auf Seiten der Polizei werden sie von ihrem immer noch eifersüchtigem Exmann unterstützt.

Alle Personen werden ausführlich charakterisiert, haben liebenswerte oder ungewöhnliche Ticks und mir hat es besondere Freude gemacht, dass jetzt die Frau mal 20 Jahre älter ist und graue Haare hat und der junge Liebhaber selbst unfassbar reich und nicht auf ihr Geld aus ist.
Es gibt viele Erzählstränge, eine tolle Geschichte, flüssigen Schreibstil und spannende Wendungen.

Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 25.06.2023
Apfelmädchen / Kommissarin Lind ermittelt Bd.1
Martin, Tina N.

Apfelmädchen / Kommissarin Lind ermittelt Bd.1


ausgezeichnet

Dies ist das erste Buch, welches ich von Tina N. Martin gelesen habe und ich warte jetzt schon gespannt auf das Nächste. Die Handlung ist vielschichtig und wechselt ab mit einem düsteren Erzählstrang aus der Vergangenheit und der Aufklärung eines Mordes, einer Kindesentführung und verschiedener anderer Kapitalverbrechen. Alle Protagonisten werden detailliert beschrieben einschließlich ihrer Empfindungen und Beweggründe. Man fiebert mit der Kriminalkommissarin Idun Lind und ihren Kollegen mit. Endlich werden die Polizisten mal sympathisch in einem Thriller dargestellt. Mir gefällt sowohl die überaus spannende und vielschichtige Geschichte als auch die Sprache und das Tempo des Romans. Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung ab!

Bewertung vom 04.06.2023
Die Verborgenen
Geschke, Linus

Die Verborgenen


gut

Ich habe schon einige Bücher von Linus Geschke gelesen und alle waren spannend.
Auch Die Verborgenen weckt Ängste, die Erwachsene meistens abgelegt haben. Viele Menschen fühlen sich in ihrem Zuhause sicher und geborgen.
Als Kind habe ich eine Zeitlang unter mein Bett und in den Schrank geschaut bevor ich geschlafen habe. Das sollten Sven und Franziska und ihre siebzehnjährige Tochter Tabea besser auch machen, denn in ihrem Haus lebt und versteckt sich ein Mann, der sie auskundschaftet und keine guten Pläne mit ihnen hat. Eine furchtbare Vorstellung, dass jemand durch das Haus schleicht und einen beobachtet während man schläft.
Dieser Thriller schien sehr spannend zu werden und auf jeden Fall Herzklopfen zu erzeugen! Doch im Gegensatz zu den anderen Büchern von Linus Geschke gefällt mir hier die Sprache überhaupt nicht. Die Sätze sind kurz, zu einfach oder seltsam theatralisch. Mit Sätzen wie „der sterbende Tag wehrt sich mit letzter Kraft gegen die aufgehende Nacht“ kann ich nichts anfangen. Auch die Protagonisten sind mir alle unsympathisch. Beide Elternteile gehen fremd, aber der Vater erzählt es auch noch seiner Tochter zuerst und bittet sie, der Mutter nichts zu sagen. Die Tochter findet es okay. Für mich geht das gar nicht. Die zugrunde liegende Idee des Buches finde ich super, die Umsetzung gefällt mir leider überhaupt nicht.

Bewertung vom 19.04.2023
Institut für gute Mütter
Chan, Jessamine

Institut für gute Mütter


ausgezeichnet

Jessamine Chan hat in ihrem dystopischen Roman Institut für gute Mütter einen gar nicht zu unrealistischen Blick in einen möglichen Zukunftsstaat geworfen. Schon heute gibt es selbst bei der Hundeerziehung einen wahnsinnigen shitstorm, wenn jemand vermeintlich etwas verkehrt gemacht hat. Immer mehr wird überwacht, angeblich zum Besten der Überwachten.
Frida ist eine alleinerziehende Chinesin mit einer unter zweijährigen Tochter, die die letzten Wochen viel geschrien hat. Frieda arbeitet im Homeoffice für einen Uniprofessor, ihre Eltern wohnen weiter weg, ihr Exehemann ist in einer neuen Beziehung. An einem richtig schlechten Tag lässt Frieda ihre kleine Tochter mehr als 2 Stunden alleine und Nachbarn zeigen sie an. Danach beginnt der pure Alptraum. Erst wird ihre Wohnung durchsucht, das Kind dem Vater übergeben, die Wohnung total mit Kameras versehen und dann kommt Frieda für ein Jahr in ein Umerziehungslager für schlechte Mütter. Wer sich da bewährt, soll angeblich nach einem Jahr sein Kind zurückbekommen. Unvorstellbar bzw. doch vorstellbar mit welch perfiden Methoden die Mütter dort klein gemacht werden. Es gibt keine physische Gewalt, psychische dafür um so mehr. Ich habe auf jeder Seite, mit jedem Satz mit Frieda mitgehofft und mitgelitten.
Das Buch hat mich sehr berührt.
Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung!

Bewertung vom 11.03.2023
Die Klinik / Erdmann und Eloglu Bd.2
Borck, Hubertus

Die Klinik / Erdmann und Eloglu Bd.2


ausgezeichnet

Krankenhausgeschichten gehören normal nicht zu meinem Interessengebiet, aber Hubertus Borck hat mit „Die Klinik“ einen spannenden und aktuellen Thriller geschrieben.
Die Intensivschwester Mecki hält es für einen Akt der Barmherzigkeit todkranke Patienten von ihrem Leid zu befreien.
Gruselig wirkt es insbesondere dadurch, dass sie während des Erstickens eines alten Mannes durch ein Kissen darüber nachdenkt, ob sie in der Pause ihren Kaffee noch warm trinken kann und wie die Streusel auf dem Kuchen noch besser gelingen könnten.

Genau wie im Vorgängerband Das Profil bilden die kettenrauchende
neunundfünzigjährige erfahrene Kommissarin Erdmann und der junge Kollege Eloglu ein tolles Ermittlungsteam.
Der Schreibstil gefällt mir gut, alle Protagonisten werden detailliert beschrieben und man kann ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen.