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LesenIstLeben

Bewertungen

Insgesamt 35 Bewertungen
Bewertung vom 06.06.2025
Maury , Avril

Noch fünfzig Sommer mehr


ausgezeichnet

Avril Maury ist mit ihrem Roman „Noch fünfzig Sommer mehr“ ein bewegendes, sehr emotionales Buch gelungen. Dieser Roman lässt einen nicht mehr los. Mit Leichtigkeit liest man sich durch die Seiten dieser wunderbaren Geschichte.

Eleni hat bereits einige Schicksalsschläge erlebt und zieht sich nun nach dem Tod ihres Freundes Theo vollkommen zurück. Das Waldhaus ihrer Großeltern verlässt sie kaum, selbst ihren einst so wunderschöner Garten kann sie nicht betreten. Nur ihr Kaninchen Anemone weicht nicht von ihrer Seite. Eleni scheint sich fast abgefunden mit der Freudlosigkeit ihres Lebens. Doch plötzlich stehen Blumen, die eine geheimnisvolle Botschaft enthalten, vor ihrer Tür und Eleni erwacht und wagt den Schritt in ein neues, altes Leben.

Die Autorin Avril Maury schafft es mit ihrer feinen, emotionalen und auch direkten Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns in diese besondere Lebens- und Liebesgeschichte hineinziehen. In eingebauten Rückblenden schauen wir noch intensiver auf Elenis Leben mit vielen wunderbaren Erlebnissen, Schicksalsschlägen und Wendepunkten zurück. Auch die Naturbeschreibungen der wunderschönen Bretagne mit ihren Besonderheiten fügt sich sehr gut in die Geschichte der Menschen ein.
Das Cover zum Buch hat mich sehr angesprochen. Die Zeichnung der bretonischen Küste ist einfach wunderschön. Die passend ausgewählte Schrift sowie die Gestaltung der Innenseiten hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Der Roman „Noch fünfzig Sommer mehr“ von Avril Maury ist ein wirklich Wunderbarer Roman und eine absolute Leseempfehlung, nicht nur für entspannte Tage am Meer.

Bewertung vom 21.05.2025
Nicholas, Anna

Das Teufelshorn


ausgezeichnet

„Das Teufelshorn“ von Anna Nicholas ist der erste Fall für Isabel Flores und hoffentlich der Beginn einer neuen Mallorca – Krimi – Reihe.
Isabel Flores, ehemalige Ermittlerin mit besonderer Intuition, hat dem Polizeidienst den Rücken gekehrt und führt nun die Ferienhausvermittlung ihrer Mutter erfolgreich weiter. Mit ihrem jungen Mitarbeiter Pep kümmert sie sich um die Wünsche ihrer Gäste und genießt das sommerliche Leben auf ihrer Lebensinsel Mallorca. Doch plötzlich wird ein kleines Mädchen unbemerkt am Strand entführt und die ganze Insel ist in Aufruhr. Auf Bitten des Hauptkommissars Tolo Cabot nimmt Isabel sich den Fall an und ein Wettlauf gegen Zeit beginnt.
Die abwechslungsreichen Kapitel, die klare Sprache und die wunderbaren Beschreibungen der mallorquinischen Lebensweise bringen uns Isabel, ihr Lieblingsdorf und die handelnden Personen sehr nahe. Auch an Spannung fehlt es dem Roman nicht. Die Personen und Geschichten werden geschickt miteinander verbunden und spannend erzählt.
Das Buchcover mit der gut gewählten Fotografie der mallorquinischen Landschaft und der passenden Schrift ist ein sehr gelungenes Cover. Auch die Gestaltung der Innenseiten ist sehr ansprechend.
„Das Teufelshorn“ von Anna Nicholas ist ein wirklich gelungener Roman und eine klare Leseempfehlung, nicht nur für Mallorca - Fans. Ich freu mich auf den zweiten Fall für Isabel Flores.

Bewertung vom 07.05.2025
Hagena, Katharina

Flusslinien


ausgezeichnet

Katharina Hagena ist mit ihrem Roman "Flusslinien" ein sehr bewegendes, sprachlich sehr besonderes Buch gelungen.
Die 400 Seiten ziehen die Leserin an wie ein Magnet. Es fällt schwer, es nicht zu lesen. Dieser vielfältige Roman spricht über die großen Themen des Lebens, zeigt Trauer und Wut, gibt Vertrauen und Hoffnung und vertieft sich in der Gefühlswelt der einzelnen Menschen.
Das Lesen und besonders auch das Hören des Romans fühlt sich besonders an.

Margrit ist einhundertvier Jahre und ein bemerkenswerter Mensch. Sie ist dem Tod manchmal näher, als dem Leben und doch lässt sie die Vergangenheit nicht los. Im Hier und jetzt ist Magrits Enkeltochter Luzie, die mit der Vergangenheit hadert, voller Wut und Mut ist und ihre Begabung fürs Zeichnen in Tattoos verewigt. Arthur, der junge Fahrer, begleitet Magrit zu ihren täglichen Ausfahrten in den Römischen Garten mit Blick auf die Elbe. Die Fahrten werden nicht nur zu einem gemeinsamen Erlebnis, sondern auch zu einem Anker in Arthur Leben. Alle Drei sind miteinander verbunden und doch trägt jeder seine eigene, individuelle Geschichte.

Die Autorin Katharina Hagena schafft es mit ihrer feinen, emotionalen und auch direkten Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns tief in diese besondere Geschichte hineinziehen. Alle Personen zeigen sich sehr genau und tiefgründig gezeichnet. Es ist ein Fest, dieses Buch zu lesen.
Das Cover zum Buch hat mich sehr angesprochen. Der Ausschnitt der Flusslandschaft an der Elbe ist einfach wunderschön. Die passend ausgewählte Schrift sowie die Gestaltung der Innenseiten hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Der Roman „Flusslinien“ von Katharina Hagena ist ein wirklich außergewöhnlicher Roman und eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 05.05.2025
Koppelstätter, Lenz

Was am Ufer lauert / Ermittlungen am Gardasee Bd.2


sehr gut

„Was am Ufer lauert“ von Lenz Koppelstätter ist der zweite Fall der Gardasee – Krimi – Reihe um die Polizeireporterin Gianna Pitti.
Eine anstrengende Zeit liegt hinter Gianna. Erst vor wenigen Wochen hat sie gemeinsam mit ihrem Onkel Francesco und ihrer Chefredakteurin Elvira Sondrini ein Verbrechernetz am Gardasee aufgedeckt, schon lauert der nächste spannende Fall am wunderschönen Gardasee. Auch die Heimkehr ihres Vaters, dem Journalisten Arnaldo, geht nicht spurlos an Gianna vorbei.
Was wie ein erster, vermutlich harmloser Auftrag ihres Vaters beginnt, entpuppt sich als Mord, versuchte Entführung und einem großen Geheimnis um Winston Churchill. Gemeinsam begeben sich die Vier auf die Suche und machen die ein oder andere spannende und überraschende Entdeckung, nicht nur in Giannas Familiengeschichte.
Die kurzweiligen Kapitel und die klare Sprache lassen uns nah an die handelnden Personen und ihre ganz persönlichen Geschichten kommen. Die Charaktere werden anschaulich und genau gezeichnet. Immer wieder fließen Erinnerungen aus der Vergangenheit mit ein, die tief in die Geschichte der Familie Pitti eintauchen und dabei viel Raum einnehmen. Leider rückt hierbei die eigentliche Kriminalgeschichte in den Hintergrund.
Das Buchcover mit der Aufnahme vom Gardasee ist ein sehr ansprechendes, gelungenes Cover. Gut gefällt mir auch die Gestaltung der Innenseiten. Durch die gezeigte Karte findet man sich auch geografisch dicht an der Geschichte wieder.

„Was am Ufer lauert“ von Lenz Koppelstätter ist ein gelungener Roman mit besonderer Kulisse am Gardasee. Ich freu mich auf den dritten Teil um die Polizeireporterin Gianna Pitti.

Bewertung vom 30.04.2025
Peters, Amanda

Beeren pflücken


ausgezeichnet

Amanda Peters hat mit ihrem Debütroman "Beeren pflücken" eine emotionale, sehr bewegende Geschichte zweier Familien geschaffen, die unzertrennlich miteinander verbunden sind.
Wie im Rausch liest man sich durch die 320 Seiten. Man fühlt nah an den Menschen, spürt ihre Ängste und Gedanken, fühlt mit ihnen, ist ihnen ganz nah. Das Lesen und besonders auch das Hören des Romans fühlt sich besonders an.

Joe und Norma, die Hauptpersonen des Romans, erzählen in abwechselnder Sicht ihre Lebensgeschichte mit Blick in die Vergangenheit und Bezug zum Hier und Jetzt.
Auf der einen Seite ist Joe, Sohn einer Mi'kmaq-Familie aus Nova Scotia. Sein Leben ist geprägt von Verlusten und Wut, aber auch von viel Liebe, Verbundenheit und Familienzusammenhalt.
Dem gegenüber steht Norma, deren Leben scheinbar erst mit dem 5 Lebensjahr begann und voller Geheimnisse ist. Sie lebt eingeengt und besessen beschützt von ihrer Mutter und ihrem eher distanzierten Vater in einer überbehüteten Kindheit und Jugend. Bereits sehr früh bemerkt Norma, dass in ihrer Vergangenheit viele Geheimnisse liegen.

Die Autorin Amanda Peters schafft es mit ihrer sanften und emotionalen Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns tief in die Geschichte einsteigen lassen. Alle Personen werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet. Es bleibt aber stets genug Raum, seinen eigenen Gedanken freien Raum zu lassen.
Das Cover zum Buch hat mich sehr angesprochen. Die Beeren in leuchtenden Blau- und Grüntönen sind einfach wunderschön. Die passend ausgewählte Schrift sowie die Gestaltung der Innenseiten hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Das Buchcover ist ein echter Hingucker.

Der kanadische Bestseller „Beeren pflücken“ von Amanda Peters ist ein wirklich wunderbarer, außergewöhnlicher Roman und eine absolute Kaufempfehlung.

Bewertung vom 11.04.2025
Tang, Jiaming

Cinema Love


gut

Der Debütroman „Cinema Love“ von Jiaming Tang erzählt die ergreifende Lebensgeschichte zweier Männer von China bis New York, in der ihre Liebe zueinander ein Geheimnis bleiben muss.
Old Second und Shun-Er, ihre gleichgeschlechtliche Liebe und ihre Ehefrauen stehen im Zentrum des Romans. In ihrem Heimatland China ist die Liebe der beiden Männer verboten. Die heimlichen Treffen finden immer in einem alten Kino, im Schutz des Verborgenen, im Schutz der Dunkelheit statt. Nur dort können Old Second und Shun-Er sie selbst sein, sich ohne Angst und Scham lieben und füreinander da sein. Eine verhängnisvolle Entscheidung verändert das Leben der beiden Männer und ihrer Ehefrauen tiefgreifend.
Der Roman spielt sowohl in China als auch in New York, dazu kommen noch die zeitlichen Sprünge im Leben der Protagonisten. Diese Erzählweise und die Übersetzung, erschwert das flüssige Lesen, das Nahekommen der Personen, den Aufbau der Geschichte im Gesamten. Die Sprache scheint teilweise holprig, abgehackt, wenig im Fluss. Es fiel mir sehr schwer, mich voll in die Geschichte reinzulesen.
Das farbenfrohe Cover hat mich sehr angesprochen. Sowohl die Fotografie eines Kinoeingangs bei Nacht auf dem Buchcover als auch die Gestaltung der Innenseiten hat mir gut gefallen.
Der Debütroman „Cinema Love“ von Jiaming Tang erzählt eine spannende, durchaus aktuelle Geschichte, die mich aber nicht vollends überzeugen kann.

Bewertung vom 29.03.2025
Ogawa, Ito

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen


ausgezeichnet

„HATOKOs wunderbarer Schreibwarenladen“ von Ito Ogawa ist ein ist ein einzigartiger Roman über die Kunst und die Besonderheiten des öffentlichen Schreibens.
Hatoko kehrt nach einem langen Auslandsaufenthalt wieder in ihre Heimatstadt Kamaruka in Japan zurück und übernimmt den kleinen, besonderen Schreibwarenladen ihrer Großmutter. Mit jeder Seite des außergewöhnlichen Romans tauchen wir in die Welt des Schreibens, der Kalligrafie ein und lernen die Besonderheiten dieser traditionellen Leidenschaft kennen. Als öffentliche Schreiberin übernimmt Hatoko verschiedene Aufträge, schreibt Trennungsbriefe und Liebesbotschaften, verfasst Absagen und Neujahrsgrüße und wird immer mehr zu einem besonderen Ort in ihrer Stadt Kamakura.
Ito Ogawa ist ein bezaubernder Roman gelungen, der uns die besondere Welt des japanischen Lebens genauso grandios erzählt wie die speziellen Vorbereitungen für jede Schreibaufgabe und deren Geschichte. Die Autorin schafft es mit ihrer Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns tief in die Geschichte einsteigen lassen. Die Charaktere werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet, es bleibt aber stets genug Raum, seinen eigenen Gedanken freien Raum zu lassen.
Die Briefe in japanischen Schriftzeichen mit der jeweiligen Übersetzung machen dieses Buch zu einem besonderen Buch.
Das Buchcover in unterschiedlichen Blautönen mit gelben, leuchtenden Akzenten ist wunderschön und sehr ansprechend. Die detaillierte Zeichnung des Schreibwarenladens direkt auf dem Hardcover des Buches ist originell und ganz zauberhaft.

„HATOKOs wunderbarer Schreibwarenladen“ von Ito Ogawa ist ein wirklich wunderbarer, außergewöhnlicher Roman und eine absolute Kaufempfehlung, nicht nur für Fans japanischer Literatur.

Bewertung vom 13.03.2025
Lopez, Paola

Die Summe unserer Teile


sehr gut

Der Debütroman „Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez verbindet die Lebensgeschichten dreier Frauen, deren Leben eng miteinander verwoben sind.
Lucy begibt sich auf einer Reise in die eigene Vergangenheit, um dem Leben ihrer Großmutter Lyudmila in Polen näher zu sein und ihrer Mutter besser zu verstehen. Die Lebensereignisse der Frauen verbinden sich miteinander und spielen doch ihre eigene Melodie in ihren Lebensliedern.
Paola Lopez schafft es mit ihrer Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns tief in die gemeinsame Geschichte einsteigen lassen. Die Charaktere werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet, jede Frauengeneration hat ihre eigenen Besonderheiten. Die einzelnen Kapitel aus der jeweiligen Zeit und die individuelle Sicht der Protagonistinnen geben uns einen tiefen, zum Teil sehr emotionalen Einblick in ihre Lebens- und Gefühlswelt. Ihre Lebensgeschichten mit all den emotionalen Belastungen, ihre Herkunft und Zukunft scheint von einer zur nächsten Generation weitergetragen und ertragen, nie gelöst. Es wird eine Art Distanz aufgebaut und weitergegeben. Diese emotionale Kühle und Distanz der Frauen wird in jeder Geschichte spürbar und hat mir das Lesen erschwert. Es fiel mir nicht leicht, den einzelnen Protagonistinnen zu folgen. Auch das Ende des Romans hat mich fragend, offen zurückgelassen.
Das Cover zum Buch hat mich sehr angesprochen. Die grobe Zeichnung einer Frau im Profil und die leuchtenden Farben, die passende Schrift sowie die Gestaltung der Innseiten hat mir wirklich gut gefallen. Das Buchcover ist ein echter Hingucker.

„Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez ist ein besonderer Debütroman über das Erbe unserer Mütter, die Bewältigung unserer Vergangenheit und die eigene Zukunft.

Bewertung vom 10.03.2025
Schwiecker, Florian;Tsokos, Michael

Der zweite Verdächtige / Eberhardt & Jarmer ermitteln Bd.5


ausgezeichnet

„Der 2. Verdächtige“ von Schwiecker und Tsokos ist der fünfte und vorerst letzte Fall, einer spannenden Justiz – Krimi – Reihe um den Strafverteidiger Rocco Eberhardt und den Rechtsmediziner Dr. Jamer.
In einem Berliner Nachtclub wird ein junger Mann mit Liquid Ecstasy vergiftet. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln viel zu schnell den jungen Mann Jan Staiger als Verdächtigen, der in der Tatnacht ebenfalls im besagten Nachtclub war, das Opfer kannte und Streit mit ihm hatte.
Strafverteidiger Rocco Eberhardt übernimmt den Fall und steht vor einem Rätsel. Wie lassen sich die stichhalten Beweise am Tatort erklären? Warum sagt Staiger nicht die volle Wahrheit? Kann er seinen Mandaten wirklich trauen? Was steckt hinter diesem außergewöhnlichen Fall?
Die kurzweiligen Kapitel und die spannende, klare Sprache lassen uns nah an die handelnden Personen und ihre ganz persönlichen Geschichten kommen. Durch den Wechsel der Perspektiven wird der Spannungsbogen durch die gesamte Geschichte geschickt aufgebaut. Ich kann gar nicht glauben, dass es wirklich der letzte gemeinsame Fall sein soll.
Das Buchcover im gewohnten Stil mit dem Hintergrund in schwarz - weiß und den roten, farblichen Akzenten ist sehr ansprechend gestaltet. Auch die Gestaltung der Innenseiten mit den vorrangegangenen Büchern ist sehr passend gestaltet.
„Der 2. Verdächtige“ von Schwiecker und Tsokos ist ein richtig spannendes Buch und eine klare Kaufempfehlung, nicht nur für Fans von Justiz – Krimis.

Bewertung vom 19.02.2025
Johnsrud, Ingar

Echokammer / Ein Fall für Benjamin & Tong Bd.1


ausgezeichnet

„Echokammer – Ein Fall für Benjamin & Tong“ von Ingar Johnsrud ist ein brandaktueller Thriller aus Norwegen.
Der erste Teil der Thrillertriologie umfasst zwei sehr aktuelle Themen. Zum einen steigen wir in den Wahlkampf einer großen norwegischen Partei mit all ihren Verstrickungen, Plänen und Machtspielen ein. Zum anderen wird uns die reale Bedrohung durch eine rechtsextreme Terrororganisation, deren Vorgehensweise und Motive aufgezeigt. Beide Erzählstränge werden gekonnt mit dem außergewöhnlichen Ermittler – Duo Liselott Benjamin und Martin Tong miteinander verwoben.
Der Thriller ist in drei Teile mit überschaubaren Kapiteln eingeteilt. Die kurzen Kapitel lassen uns immer näher an die Geschichte und die handelnden Personen kommen. Die zwei großen Themen des Buches stehen im Vordergrund. Die handelnden Personen nehmen nicht zu viel Raum ein, werden aber anschaulich und tiefgründig gezeichnet. Man möchte stets mehr über die Menschen und ihre Geschichte erfahren. Durch die fesselnde, spannende Erzählweise und die klare, direkte Sprache wird der Spannungsbogen durch die gesamte Geschichte geschickt aufgebaut. Die Übersetzung von Daniela Stilzebach ist sehr gelungen.
Das Buchcover ist sehr ansprechend. Die gewählten Farben gelb und schwarz, sowie der gelbe Farbschnitt macht das Cover zu einem echten Hingucker. Auch die Gestaltung der Innenseiten mit ausgewählten Zitaten aus der Literaturwelt ist sehr passend gestaltet.
„Echokammer – Ein Fall für Benjamin & Tong“ von Ingar Johnsrud ist ein richtig gutes Buch und eine klare Kaufempfehlung, nicht nur für Fans von nordischen Thrillern.
Ich freu mich auf weitere spannende Geschichten von Ingar Johnsrud und dem Ermittlerteam Benjamin & Tong.