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wusl

Bewertungen

Insgesamt 27 Bewertungen
Bewertung vom 16.02.2025
Glattauer, Daniel

In einem Zug


sehr gut

Wenn einer eine Bahnfahrt tut.

Eduard Brünhofer, seines Zeichens Autor - sitzt im Zugabteil. Er ist auf der Reise nach München. Eigentlich möche er nur seine Ruhe haben. Ein unangenehmer Termin steht an. Aber ihm gegenüber sitzt Catrin Meyr. Und sie sucht das Gespräch. Da sie beruflich routiniert in Gesprächstherapie ist, werden ihre Fragen schnell sehr intim und Eduard lässt sich est wiederwillig, dann mehr und mehr interessiert darauf ein.

Ich kann mir das Gespräch wirklich sehr sehr gut als Theaterstück vorstellen. Es geht um das Leben, die Liebe, Beziehungen, Gefühle. Ich könnte mir zwar nicht vorstellen, mich selbst einem fremden Menschen so schnell so zu öffnen, aber ich glaube, Eduard brauchte dringend jemanden, um sein etwas eingefahrenes Leben zu reflektieren. Und die fremde Frau Catrin ist bestens dafür geeignet, vielleicht gerade weil sie neutral und fremd ist.

Ein Buch, dass nicht wirklich spannend ist aber so interessant, dass ich es ratz-fatz augelesen hatte.

Bewertung vom 16.02.2025
Schwarz, Iver Niklas

Kummersee


ausgezeichnet

Auf das Buch "Kummersee" von Ivar Niklas Schwarz bin ich durch meine Tochter aufmerksam geworden. Ich suche immer nach möglichst unblutigen Kriminalromanen die gerne auch ein aktuelles gesellschaftliches Thema unterhaltsam aufbereiten. Da war ich hier genau richtig.

Es ging vordergründig erst mal um eine Polizistin die für ein Vermessungsteam als Personenschützerin eingesetzt wird. Das sich dieser Job ausgerechnet in ihrer alten Heimat befindet, bringt alte Probleme ans LIcht und öffnet eine alte Wunde, die lange in ihr geschwärt hat. Vor 30 Jahren hat sie am See ihren Bruder verloren und der See ist für sie noch immer ein gefährlicher und fast verwunschener Ort. Aber wir befinden uns ja in einem Krimi - nicht in einer Fantasygeschichte.

Die Story war spannend und geheimnisvoll und berührend. Und das Thema Atommüll ist ja immer noch sehr aktuell. Das Buch hat mir ausnehmend gut gefallen.

Bewertung vom 16.02.2025
Turton, Stuart

Der letzte Mord am Ende der Welt


sehr gut

Seit langem mal wieder ein Buch, dass einer Dystophie sehr nahe kommt. Es ist aber sicherlich auch eine Parabel in der wir eine kleine Gemeinschaft kennenlernen, die versucht durch eine strenge Hierarchie, eine feste Struktur und ein enges Miteinander zu überleben in einer feindlichen Natur. Erschüttert wird diese Gemeinschaft durch einen Mord und plötzlich bröckelt die Fassade und nichts ist mehr so, wie die Menschen es glaubten zu wissen.

Die Geschichte ist erstaunlich einfach erzählt und die Feinheiten liegen eher darin, dass man sich ständig fragt, was passiert hier eigentlich, wer ist der Mörder, warum möchte jemand den spärlichen Rest der Menschheit ausrotten?

Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen, weil ich so neugierig war, was hinter all dem steckt. Die Charaktere waren mir vielleicht etwas zu oberflächlich dargestellt und oft sehr einfältig. Dennoch eine unterhaltsame Geschichte.

Bewertung vom 01.02.2025
Hazelwood, Ali

The Love Hypothesis - Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe


ausgezeichnet

"Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe" war mein erstes Buch von Ali Hazelwood. Ich hatte das mehr zufällig gefunden und meine Erwartungen waren eher klein. Es war auch meine erste Liebesgeschichte in so einem Uni-Universum und mit einem oder mehreren WissenschaftlerINNen.

Seit diesem Buch bin ich aber ein Fan von Hazelwood. An dieser Geschichte habe ich einfach alles geliebt. Allem voran den leichten und freundlichen Erzählstil, der die Darsteller mit einem Augenzwinkern in Szene setzt. Olive und Adam - hach, was für ein nettes Pärchen. Ihre Wortgefechte sind total unterhaltsam. Ihre Gefühle, die langsam wachsen, kann man zwischen den Zeilen spüren. Ihr eher naives Wesen, sein bärbeißiger Charme. Und dazu eine gehörige Portion Wissenschaft und Uni. Da wird man richtig gut unterhalten. Und das Ende hat genau die richtige Dosis Herz, Verstand, Kitsch und Natürlichkeit. Herrlich.

Bewertung vom 01.02.2025
Peñaranda, Chloe C.

The Stars are Dying / Nytefall Bd.1


weniger gut

Leider, leider hat das Buch keine meiner Hoffnungen erfüllen können und ich habe es am Ende nur noch quer gelesen. Aber woran hat es denn nun gehakt?

Da ist zum einen die Welt, in der Vampire durch die Nacht streifen und die Heldin Astraea nach einem Gedächtnisverlust versucht herauszufinden, was ihr geschehen ist. Irgendwie bin ich nicht so richtig in diesem Universum angekommen. Weder Astraea noch der gefährliche Vampir Nyte kamen mir nahe. Weder knisterte es für mich zwischen den beiden richtig, noch fesselten mich die Rätsel. Es bleib alles so schwammig und nebulös erklärt.

Im Grunde war es vor allem der Schreibstil, der mir zu oberflächlich und blass war. Weder wurden die Emotionen gut transportiert noch das Stetting schön beschrieben. Der Plot blieb vorhersehbar und ohne Plotttwist oder neue Ideen. Es plätscherte einfach so vor sich hin. Schade. Nicht mein Geschmack.

Bewertung vom 01.02.2025
Crouch, Sarah

Middletide - Was die Gezeiten verbergen


sehr gut

Nach der Beschreibung hatte ich eine Geschichte erwartet, die sich zwischen verschiedenen Genres durchhangelt. Meine Vorstellungen wurden weitgehend getroffen.

Ein junger Mann verlässt Jugendliebe und Vater, um in der Großstadt Erfolg und Ruhm zu ernten. Seine Träume gehen aber nicht in Erfüllung und so kehrt er nach über 10 Jahren zurück in seine Heimat. Dort baut er sich in ein einfaches Leben in der Natur auf, hofft auf einen Neuanfang mit der Frau seiner Teenagerzeit und wird schließlich in einen Kriminalfall verwickelt.

Der Genremix funktionierte für mich gut. Es war kein oberflächlicher Liebesroman sondern eher eine Entwicklungsgeschichte. Ein wenig Probleme hatte ich mit den diversen Zeitsprüngen. Ich hatte Gefühl, dass mir manchmal Details abhanden kamen und die Spannung nicht immer aufrecht erhalten werden konnte. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen und war gespannt, wie der Plot erzählt wird.

Ein guter Erstling, der neugierig auf weitere Bücher der Autorin macht.

Bewertung vom 01.02.2025
Qunaj, Sabrina

Die Tochter der Drachenkrone / Wales-Saga Bd.1


gut

Nach langer Zeit wollte ich mal wieder ein Buch von Sabrina Qunaj lesen. Mein erster Versuch ist sicher schon 10 Jahre her und war eher durchwachsen. Aber ich finde, man muss immer einen zweiten Versuch wagen.

Das Buch "Die Tochter der Drachenkrone" ist ein umfangreiches und mutmaßlich gut recheriertes Historiendrama. Es spielt in Britannien im 12. ten Jahrhundert. Grafentochter Gwenllian versucht durch eine Heirat für sich und ihr Volk die richtigen Machtverhältnisse zu schaffen. Diverse Herrscher und Lords versuchen die Konkurrenten loszuwerden. Wer kann sich als König behaupten? Wer wird das Land einen. Normannen, Franken, Waliser, Angeln und Sachsen. Man verliert schnell den Überblick wer und wo und mit wem gegen wen.

Am meisten gestört hat mich jedoch der Erzählstil, der mir eindeutig zu schwülstig war und dem ich trotz einiger interessanter Fakten einfach nichts abgewinnen konnte. Leider nicht mein Geschmack.

Bewertung vom 02.01.2025
Abdullah, Chelsea

Der Sternenstaubdieb


ausgezeichnet

An diesem Buch hat mich von Anfang an so einiges gefesselt.
Als erstes mal das wundervolle Cover und der Klappentext, der eine ungewöhnliche Story versprach. Ich habe mich gefreut, dass diese Fantasy ein ganz eigenes Flair hat. Eines von Tausend und eine Nacht. Und dass es mal keine Reihe sondern ein stand-alone ist, hat mich gleich zugreifen lassen.

Die Heldin Loulie und ihr Dschinn-Freun Qadir sind auf der Jagd nach verbotener Magie, die sie heimlich mit Gewinn weiterverkaufen. Aber ihr Tun bleibt nicht unentdeckt. Schließlich, um die eigene Haut zu retten, muss sie einen sehr speziellen Auftrag annehmen und sich auf die Suche nach einer besonderen Lampe machen. Prinz Omar und die Diebin Aisha sollen ihr helfen und sie gleichzeitig im Auge behalten.

Die Story hat meine Erwartungen aufs Trefflichste erfüllt.
Wundervolle Sprache, schöne Einfälle, märchenhafte Orte und Dschinn-Magie, die einfach Spaß machte. Ein tolles Buch und von mir eine dicke Leseempfehlung.

Bewertung vom 02.01.2025
Holland, Sam

The Twenty / Major Crimes Bd.1


ausgezeichnet

Gut dass ich mir THE TWENTY nicht habe entgehen lassen. Ich hätte einen wirklich guten Serienkiller-Thriller verpasst.

Das Buch hat all die Inkredenzien, die ich für einen spannungsgeladenen Roman dieses Genre erwarte.

Hauptdarsteller Adam Bishop ist ein komplexer Ermittler mit einer schwierigen Vergangenheit und einem verkorksten Privatleben. (Gute Ermittler-Figuren sind selten glücklich und wenn man sieht, was die so alles im Job erleben und wie viel sie arbeiten ist das gar nicht mal unglaubwürdig.)

Der Fall beginnt schon mit einem Paukenschlag und hält kontinuierlich die Spannung. (Da es um einen brutalen Serienkiller geht, sind es viele Leichen, viel Blut und Tod. Es ist also kein sanfter Kriminalroman sondern harte Thrillerkost. Gut so.)

Der Plot hält einige Wendungen parat und man weiß sehr lange nicht, wo die Reise hingeht. (Total wichtig neben Action, schnellen Kapitelwechseln, tollen Nebendarstellern.)

Ein gutes Ende. (Mit einer klaren logischen Auflösung nach einem starken Showdown.)

Das Buch macht große Lust auf Teil 1 und 3 der Reihe. Der Verlag hat hoffentlich Erbarmen mit der Leserschaft. Bitte mehr davon.

Bewertung vom 02.01.2025
Marchetti, Donna

P. S. I Hate You - Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe (eBook, ePUB)


sehr gut

Ein wenig schwimmt das Buch mit seinem Cover und dem Titel auf einer altgewährten Welle mit. P.S. I Hate you klingt einfach zu sehr nach P.S. I love you, dem großen Bucherfolg. Deshalb hatte ich erste keine rechte Lust auf das Buch. Aber es wurde mir wärmstens von einer Freundin aufgedrängt und so habe ich doch einen Blick hineingewagt und es sodann flott und vergnügt gelesen.

Es erfüllt alle Kriterien einer guten Rom-Com. Also einer Romance mit ein wenig Humor. Die Hauptdarsteller glauben sich durch diverse garstige Briefe als Feinde erkannt zu haben. Aber gleichzeitig lieben sie die schriftlichen Streitgefechte. Als Leserin fragt man sich also, werden die beiden sich persönlich kennen lernen? Werden dann die Fetzen fliegen oder die Funken? Oder ist der nette Kerl von nebenan der richtige? Fragen über Fragen. Und humorvoll und charmant wird erzählt, wie das alles ausgeht.

Hat mir gut gefallen.