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EvieSk

Bewertungen

Insgesamt 356 Bewertungen
Bewertung vom 03.01.2026

Winter- und Weihnachtsmärchen


ausgezeichnet

In diesem Buch wurden 12 Märchen rund um den Winter zusammengesammelt und schön illustriert.

Die Auswahl der Märchen hat mir gut gefallen. Es ist ein schöner Mix aus bekannten und eher unbekannten Märchen. Außerdem finde ich es gut, dass auch TV-Klassiker vertreten sind. So enthält das Buch zum Beispiel die Märchen Drei Nüsse für Aschenbrödel, Schneeweißchen und Rosenrot und die Schneeflockenmühle. Märchen passen gut in die Winter- und Weihnachtszeit, da sie einen zum Träumen einladen und für ein Nostalgiegefühl sorgen, was auch bei diesem Buch der Fall ist.
Die Illustrationen sind sehr schön gemacht und sie sind definitiv ein Hingucker. Ich hätte mir insgesamt aber noch ein paar mehr Illustrationen gewünscht. Es gibt nicht nur Zeichnungen, sondern auch farbige Seiten oder Verzierungen, was mir gut gefallen hat.
Ich kann dieses Märchenbuch empfehlen, wenn man eine schöne winterliche Sammlung sucht, das eine tolle Aufmachung hat. Die Illustrationen schaut man sich gerne an und auch die Märchen wird man nicht nur einmal lesen.

Bewertung vom 28.12.2025
Leer, Julia Sophie

Die Weiße Rose (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Emma zieht zu ihrer Großtante, die sich von nun an um sie kümmern soll. Bei ihr angekommen findet sie in der Bibliothek ein Portal, dass sie nach Alvendell bringt. Die Königin von Alvendell gibt Emma den Auftrag, zusammen mit einer Gruppe von Vertrauten die verschollene Rose von Schneeweißchen zu finden und zu bergen, bevor die schwarzen Ritter Orcadions es tun.

Emma hat mir gut gefallen. Sie gibt ihr bestes und versucht mit der Situation, in die sie hineingeworfen wurde, klarzukommen. Manchmal handelt sie etwas unbedacht, dass macht aber auch ihren Charme aus. Cayden mochte ich auch gerne. Er ist eher ein verschlossener und zurückhaltender Typ, im späteren Verlauf der Geschichte kann man auch besser nachvollziehen, warum.
Die Gruppe mit der Emma und Cayden reisen, finde ich toll. Da ist mir jeder sympathisch, auch wenn es noch eine Ungereimtheit gibt.
Die Geschichte hat mich gut unterhalten. Alvendell als Schauplatz ist interessant und es hat Spaß gemacht, die Welt mit Emma gemeinsam zu erforschen. Es gibt viel zu sehen und es gibt einige schöne Orte, aber auch gefährliche. Emmas Mission ist spannend und es gibt einige Dinge, die einen während dem Lesen überraschen. In der Geschichte gibt es ein paar kleine Logiklücken, was mich persönlich nicht gestört hat, aber wenn man in Geschichten auf kleine Details achtet, könnte man sich daran stören. Am Ende bleiben noch ein paar Fragen offen und es gibt einen Cliffhanger, weshalb ich gespannt darauf bin, wie es weitergeht.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Geschichte gehört zu High Fantasy, es gibt also ausführliche Beschreibungen, was ich mochte, da man sich so alles gut vorstellen konnte. Die Autorin hat es geschafft, mich mit dem Geschriebenen an die Geschichte zu fesseln.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man Geschichten mit Märchen-Elementen mag. Sie hat interessante Personen, es gibt magische Fähigkeiten und Wesen, und die Orte sind faszinierend. Mir hat die Geschichte gefallen und ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Bewertung vom 27.12.2025
Asher, Ivy;Kennedy, Raven

Rabid


sehr gut

Seneca kann es kaum abwarten, sich in eine Wölfin zu verwandeln. Doch als der Tag kommt, läuft es nicht so, wie geplant. Sie wird von ihrem Alpha angegriffen, wodurch sie und ihre Wölfin nicht zu einer Einheit werden. Sie sind nun ungezähmt und unberechenbar. Deshalb wird Seneca bei einem anderen Rudel abgeladen, um das schlimme Gerüchte kursieren.

Seneca und Tyran mochte ich gerne, weil sie Ecken und Kanten haben. In der ersten Hälfte des Buches haben sie nicht wirklich miteinander über wichtige Dinge geredet, sondern haben sich bestimmte Sachen einfach gedacht. Dass das auf lange Sicht nicht gut gehen kann, sollte klar sein. Es gibt einen Moment, wo beide einsehen, dass sie von Anfang an miteinander hätten reden sollen und ab da ist die Kommunikation zwischen den beiden so viel besser geworden. In der zweiten Hälfte merkt man, wie stolz Tyran auf Seneca ist und wie sehr er sie liebt, was ich süß gefunden habe.
Die Handlung ist für mich fast durchgehend interessant gewesen. Kurz vor dem Ende hat es sich für mich etwas gezogen, ansonsten konnte mich das Buch packen. Es ist spannend gewesen zu sehen, wie Seneca sich in einem sehr gefürchteten Rudel schlägt und wie sie und ihre Wölfin enger zusammenwachsen, obwohl sie am Anfang eher gegeneinander gearbeitet haben.
Der Schreibstil ist mitreißend. Ich wurde ab der ersten Seite in die Geschichte gezogen und konnte mich leicht in der Geschichte verlieren. Die Beschreibungen der Wolf-Dinge sind ausführlich, weshalb man sich alles gut vorstellen kann.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne Werwolf-Geschichten mag oder herausfinden möchte, ob sie etwas für einen sind. Seneca und Tyran sind vielschichtige Charaktere, die nicht perfekt sind, was sie interessant macht. Das Werwolf-Thema ist gut umgesetzt worden und die Geschichte hat mich gut unterhalten.

Bewertung vom 26.12.2025
Riedel, Sabine

Ein Pakt aus Asche und Blut


ausgezeichnet

Als der Feuerwehrmann Mark bei der Bekämpfung eines Waldbrands hilft, ändert sich etwas in ihm. Er ist ab dem Moment nicht mehr ganz er selbst. Melanie wird von Visionen heimgesucht und Cat lässt sich auf ein gefährliches Experiment ein. Um das Jahr 1460 kämpft Helene verzweifelt darum, ihre Schwester vor dem Scheiterhaufen zu retten. Wie hängen die Dinge in der Gegenwart mit den Dingen in der Vergangenheit zusammen?

Die Geschichte wird aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt. Besonders gut gefallen haben mir die Kapitel aus Helenes und Cats Perspektive, da ich mich am besten in sie hineinversetzen konnte und dadurch am meisten mit ihnen mitgefiebert habe. Dennoch ist jede einzelne Perspektive interessant und trägt dazu bei, dass die Geschichte einen packt.
Auch die Handlung ist sehr gelungen. Das Buch arbeitet mit zwei Zeitsträngen, was mir gut gefallen hat. Nach und nach versteht man immer mehr, wie Gegenwart und Vergangenheit miteinander verknüpft sind, und es gibt mehrere Wendungen, die mich überrascht haben. Thematisch geht es in der Geschichte um Rituale, Blutmagie und "Hexen", was ich sehr spannend fand. Viele Intrigen und Geheimnisse sorgten dafür, dass es mir schwergefallen ist, das Buch aus der Hand zu legen.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen. Das Buch lässt sich angenehm lesen und weckt ständig die Neugier darauf, wie es weitergeht. Vor allem der historische Teil ist meiner Meinung nach sehr gelungen, da mich die dort beschriebenen Ereignisse am meisten interessiert haben.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einen guten historischen Mystery-Thriller mit interessanten Protagonisten und einer fesselnden Handlung sucht. Die Art und Weise, wie am Ende alles zusammengeführt wird, ist gut durchdacht. Ich hatte eine angenehme Lesezeit, in der ich mitgefiebert und gerätselt habe, wie alles miteinander zusammenhängt.

Bewertung vom 22.12.2025
Black, Uli

Amokalarm (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Das erste Mal, als H.C. in ein dunkles Loch stürzt, ist, als sein Idol verstirbt. Ab dem Moment hat er mit depressiven Momenten und Blackouts zu kämpfen. Als ein neues Mädchen in seine Klasse kommt, denkt er, dass sie die Lücke in seinem Leben füllen kann. Schon bald wird er aber merken, wie falsch er damit lag.

H.C. ist auf den ersten Blick ein normaler Jugendlicher. In der Schule ist er ein mittelmäßiger Schüler und hat nur wenige Freunde. Dafür sind sie aber ziemlich eng und spielen zusammen oft Basketball. Auf den zweiten Blick merkt man, dass H.C. mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Er ist psychisch angeschlagen und traumatisiert. Er spricht nicht über seine Probleme, da er das Gefühl hat, dass niemand ihn versteht. Und auch die Erwachsenen versuchen nicht wirklich, mit ihm über seine Probleme zu Reden. Das hat zur Folge, dass er die Negativität in sich reinfrisst, bis in einem Moment alles aus ihm herausplatzt.
Die Handlung ist für mich interessant gewesen. Die Geschichte wird mithilfe von verschiedenen Zeitsträngen erzählt, wodurch der Leser oder die Leserin erfährt, in was H.C.s Ausbruch endet und wie es überhaupt zu diesem kommt. Die Herangehensweise hat mir gut gefallen, genauso wie, dass im späteren Verlauf der Geschichte auch andere Protagonisten zu Wort kommen. Es gibt einige Momente in der Geschichte, die mich ziemlich überrascht und fassunglos gemacht haben. In dem Buch geht es um Wut, Traumatisierung, Machtmissbrauch, Einsamkeit und darum, wie wichtig es ist hinzuschauen und Empathie zu zeigen. Das Nachwort des Autors finde ich unglaublich wichtig und man sollte es sich auf jeden Fall durchlesen.
Das Buch ist in Jugendsprache geschrieben, was gut zur Hauptzielgruppe passt und wodurch man es recht schnell durchlesen kann. Wenn man kein Teenager oder junger Erwachsener mehr ist, sollte man sich von der Sprache nicht abschrecken lassen. Denn das Buch ist wichtig, egal ob man ein Jugendlicher ist, mit Jugendlichen zu tun hat oder sich einfach besser in sie hineinversetzen möchte.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, weil ich finde, dass in der Geschichte wichtige Themen angesprochen werden und es notwendig ist, dass man mehr über diese spricht. Die Geschichte regt einen dazu an, empathischer zu sein und zeigt auch, wie wichtig es ist, hinzuschauen und nachzuforschen, wie es zu bestimmten Dingen kommen konnte.

Bewertung vom 20.12.2025
Lucas, Stella

Weihnachten mit Tony


sehr gut

Auf einer Insel in Schottland leben Wallabys. Carries Vater setzt sich seit einigen Jahren für sie ein, doch so langsam schafft er es nicht mehr alleine, vor allem, da auf der Insel nun gebaut werden soll. Carrie reist also zurück in ihre Heimat, wo sie auf ihre Jugendliebe trifft, die ausgerechnet das Bauprojekt führt. Wird sie es schaffen, die Wallabys zu retten?

Mit Carrie und Marc habe ich mich etwas schwergetan. Allein oder im Kontakt zu anderen mochte ich beide gerne, zusammen mochte ich sie aber nicht wirklich. Sie sind noch verletzt von dem, was alles in der Vergangenheit passiert ist, was ich verstehen kann. Was ich aber nicht nachvollziehen kann, ist wenn man nach sieben Jahren nicht anders an die Kommunikation herangeht. Sie haben bereits erlebt, wie schlecht es ist, wenn sie nicht offen mit der anderen Person reden oder sich Sachen selbst dazudenken. Wäre es da nicht erwachsener, wenn man über seinen Schatten springt und ehrlich mit dem gegenüber spricht, auch wenn es schwer ist? Stattdessen reden sie nicht wirklich miteinander, denken sich einfach ihren Teil und gehen dann weg. Das hat mich auf Dauer etwas aufgeregt, da beide das machen und nicht nur einmal.
Das Buch hat gute Nebencharaktere, die mir sympathisch gewesen sind, allen voran Carries Vater und auch Fiona.
Die Handlung ist nicht schlecht, ich habe aber mehr erwartet. Der Einstieg hat mir gut gefallen. Er ist humorvoll gewesen und hatte eine gewisse Leichtigkeit. Das ändert sich nach ungefähr den ersten 50 Seiten. Die Geschichte wird ernster, was ich per se nicht schlimm finde, ich hätte mir aber insbesondere nach dem Einstieg eine humorvollere Geschichte gewünscht. In dem Buch gibt es vereinzelt kurze Abschnitte, die aus der Sicht von verschiedenen Tieren sind, was mir nicht wirklich gefallen hat. Die Idee an sich hätte interessant sein können, mich haben sie aber aus der Geschichte gerissen und meiner Meinung nach tragen sie nicht wirklich etwas zur Geschichte bei, was mich aber nur bedingt gestört hat, da man diese Abschnitte einfach überspringen kann. Weihnachtsstimmung kommt schon auf, hätte aber auch noch etwas mehr sein können.
Der Schreibstil ist gut. Ich hatte keine wirklichen Probleme damit, durch die Seiten zu kommen. Und auch wenn ich meine Kritikpunkte habe, ist die Geschichte kurzweilig gewesen.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man ein weihnachtliches Buch für Zwischendurch sucht, dass ein interessantes Setting hat und das Thema Tierschutz behandelt.

Bewertung vom 17.12.2025
Rundell, Katherine

Impossible Creatures - Der vergiftete König / Archipel-Trilogie Bd.2 (eBook, ePUB)


sehr gut

Prinzessin Anya wird der Boden unter den Füßen weggerissen. Ihr Großvater wurde ermordet und ausgerechnet ihr Vater wird des Mordes beschuldigt. Was sie da noch nicht weiß ist, dass ihr Onkel hinter allem steckt und es auch auf sie abgesehen hat, denn er möchte den Thron. Und er schreckt vor nichts zurück.

Christopher mochte ich hier wieder gerne. Er sorgt sich um die Wesen, die im Archipel leben und um seine Freunde. Er ist mutig und möchte immer das Richtige tun. Am Anfang merkt man Anya an, dass sie bisher immer umsorgt und beschützt wurde. Im Verlauf der Geschichte macht sie eine gute Entwicklung durch und wird stark und mutig.
Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen, das Buch hatte aber auch den ein oder anderen zähen Moment. Christopher und Anya suchen nach einem Gegenmittel für das Gift und müssen sich dabei vielen Gefahren stellen. Die ganzen Wesen sind interessant und was mir gut gefallen hat, ist das Bestiarium, das am Ende des Buches ist. Da sieht man Zeichnungen der Wesen und kann sich auch über sie informieren, was hilfreich ist. Die Geschichte hat einige interessante Ereignisse und das Ende weckt die Vorfreude auf Band drei.
Der Schreibstil ist gut und ich konnte leicht in die Geschichte abtauchen. Ab und zu hat der Spannungsbogen etwas nachgelassen, trotzdem bin ich gut durch die Seiten gekommen. Die Beschreibung der Welt ist gelungen und man kann sich alles ziemlich gut vorstellen.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der wissen möchte, wie es mit Christopher weitergeht und was weiterhin im Archipel passiert. Die Geschichte von Anya ist interessant und ihre Begleiter sind toll. Dieser Band ist für mich etwas schwächer gewesen als der Erste, nichtsdestotrotz bin ich gespannt auf den nächsten Teil.

Bewertung vom 17.12.2025
Gemmel, Stefan

Verflixt und zugeschneit / Die Yetis sind los! Bd.1


ausgezeichnet

Die Yetis leben am Südpol, wo alles weiß ist. Da auch ihr Fell weiß ist, passen sie perfekt dorthin. Nur das Fell von Yeti Rosa ist rosa. Aber warum ist es rosa? Und gibt es noch andere Farben? Um das herauszufinden, gehen Bibber, Rosa und der Polarfuchs Piko zu den Menschen.

Die Protagonisten schließt man sofort ins Herz. Rosa und Bibber sind aufgeweckt und mutig, weshalb sie sich sofort in ein Abenteuer stürzen, sobald sich die Chance dazu ergibt. Piko ist eher zurückhaltend, aber er lässt sich von Rosa und Bibber mitreißen und möchte auch etwas erleben.
Die Handlung finde ich gut und kurzweilig. Die Freunde ziehen los, um etwas über die Menschen und Farben herauszufinden. Dabei bleibt es aber nicht, denn sie lernen auch andere Sachen kennen, zum Beispiel Musik. Es hat Spaß gemacht, die Yetis und den Fuchs zu begleiten und zu sehen, wie sie die Welt erforschen. Am Ende gibt es noch eine Seite mit Fakten, was ich gerne mochte.
Der Text passt gut zur Zielgruppe. Er ist leicht verständlich und eignet sich gut zum Vorlesen oder Selberlesen. Durch die Geschehnisse im Buch möchte man immer weiterlesen, da man wissen möchte, was die Yetis noch so erleben.
Die Illustrationen sind sehr süß. Sie sind liebevoll und detailreich, und farblich sind sie auch gut gemacht.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man ein unterhaltsames und winterliches Abenteuer sucht, das eine tolle Botschaft und liebenswerte Charaktere hat.

Bewertung vom 15.12.2025
Burke, Vinachia; May, Juliet

Synaptic Shadows - Moonbow (eBook, ePUB)


sehr gut

Alexym und Jin sind Tech-Begabte und deshalb ein wichtiger Teil der Gesellschaft, denn sie sollen die Tech-Unbegabten schützen. Dafür gehen sie auf eine spezielle Schule in Seoul, wo sie sich kennenlernen. Zusammen möchten sie die Welt verändern.

Obwohl Lex und Jin Begabte sind, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Jin kommt aus einem reichen Elternhaus und hat eine starke Fähigkeit. In Zukunft könnte er eine hohe Stellung im Konzern haben, er möchte das aber nicht, da er weiß, wie falsch das System ist. Anfangs wirkt er arrogant und abweisend, weil er nichts mit Leuten zu tun haben möchte, die sich etwas von ihm erhoffen. Mit der Zeit sieht man aber auch andere Seiten von ihm. Lex ist stolz darauf, dass er ein Begabter ist. In seiner Familie hat keiner eine Fähigkeit, weshalb er seine Familie stolz machen und ihnen ein gutes Leben ermöglichen möchte, doch seine Fähigkeit ist nichts besonderes, zumindest anfangs. Lex mochte ich gerne, für mich ist er sehr greifbar gewesen.
Die Welt ist sehr interessant. Die futuristischen Aspekte gefallen mir sehr, es gibt zum Beispiel Flugtaxis, Nanobots die man steuern kann und Implantate, durch die man Informationen schnell und leicht abrufen kann. Die Ausarbeitung der Welt ist gelungen und es hat Spaß gemacht, mehr über diese zu erfahren. Auch die Fähigkeiten sind futuristischer Natur, was ich mochte, da es für mich etwas neues und originelles gewesen ist.
Die Handlung ist gut. Man erlebt Lex und Jin in ihrem Schulalltag und es ist interessant gewesen zu lesen, wie sie sich so machen. Aber auch deren Freizeit spielt eine Rolle. Der Einstieg packt einen direkt. Das erste Kapitel spielt in 2079, die restlichen Kapitel spielen neun Jahre davor. So sieht man, was aus den beiden wird, bevor man sie kennenlernt, was ich faszinierend gefunden habe. Das Buch hat ein offenes Ende, weshalb ich gespannt darauf bin, wie es weitergeht.
Der Schreibstil ist gut. Es gibt Dual PoV, ein Protagonist wird von je einer Person des Autorinnen Duos geschrieben. Es waren also zwei Autorinnen am Werk, was man vom Lesefluss nicht merkt. Ich habe am Anfang kurz etwas gebraucht, um mich in der Geschichte zurechtzufinden, aber je mehr ich gelesen habe, desto besser wurde es. So wirklich mitreißen konnte die Geschichte mich aber nicht. Wobei ich aber nicht sagen kann, woran das lag.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine spannende Neon Urban Fantasy lesen möchte. Die futuristische Welt ist gut durchdacht und alles wirkt stimmig. Lex und Jin sind facettenreiche Charaktere und ihre Gegensätzlichkeit hat mir gut gefallen.

Bewertung vom 14.12.2025
Huxley-Jones, Lizzie

Ein Weihnachtswunder für uns (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Christopher hat ein Café in einem Dorf gekauft und kann das machen, was er gerne macht, nämlich backen. Über Weihnachten wollte er zu seiner Familie reisen, weshalb er seine Wohnung für diese Zeit vermietet hat. Wegen einem Schneesturm konnte er nicht abreisen, der Mieter hat es aber gerade noch so dorthin geschafft. Sie müssen sich also die nächsten Tage eine kleine Wohnung teilen.

Christopher mochte ich gerne. Er möchte einfach nur dazugehören und wünscht sich, dass es allen gut geht. Ihm fällt es nicht so leicht, die Kontrolle an andere abzugeben, da er eher ein Einzelkämpfer ist. Im Verlauf der Geschichte lernt er aber, wie gut es sein kann, wenn man Hilfe annimmt. Der erste Eindruck von Nash ist eher negativ. Er wirkt unsympathisch, aber mit der Zeit sieht man, dass er eigentlich anders ist. Er hat kein Problem damit hart zu arbeiten, ihm fällt es aber schwer, seine Gefühle auszusprechen. Auch er macht eine Entwicklung durch und traut sich mehr, seine Gefühle auszusprechen.
Die Handlung hat mich überzeugt. Christopher und Nash helfen den Dorfbewohnern während der Schneesturm andauert und sorgen dabei auch dafür, dass Menschen sich wieder vertragen. Das Café als Schauplatz mochte ich gerne. In diesem passieren ein paar lustige, aber auch schöne Momente. In der Geschichte geht es um Themen wie Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft, aber auch das Thema Queerness wird behandelt.
Der Schreibstil ist gut. Ich habe leicht in die Geschichte gefunden und da es Kapitel sowohl aus der Sicht von Nash, als auch Christopher gibt, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man eine Weihnachts-RomCom lesen möchte, die von einem Bäcker und einem Schauspieler handelt. Die Geschichte ist warmherzig und humorvoll, weshalb man gut unterhalten wird.