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Israelfreund

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Insgesamt 407 Bewertungen
Bewertung vom 10.01.2026

Leserabe Sonderausgaben - Deine große Leseraben Box


ausgezeichnet

Rundum Rabenstark
Als Grundschullehrer freue ich mich immer über Materialien, die den Kindern wirklich helfen und diese große Leseraben Box macht genau das. Die Box begleitet Kinder durch das ganze erste Schuljahr und nimmt sie Schritt für Schritt mit: erst Buchstaben, dann Silben, dann Wörter und irgendwann klappt plötzlich das erste richtige Lesen. Für viele meiner Schüler ist das ein echter „Aha-Moment“. Besonders schön finde ich, dass die Box nicht nur aus Büchern besteht, sondern auch aus Spielen, die das Gelernte ganz selbstverständlich festigen. Kinder lernen eben oft nicht beim Sitzen, sondern beim Spielen, Entdecken, Wiederholen und Lachen. Das schafft diese Box sehr liebevoll und ohne Druck. Auch für Eltern ist sie eine tolle Unterstützung, weil man nicht selbst überlegen muss, was als Nächstes sinnvoll ist. Das nimmt die Box ab. Für mich ist sie eine der besten Lernhilfen für den Lesestart, weil sie motiviert und Erfolgserlebnisse früh spürbar macht.
Es ist ein wunderschönes, durchdachtes Set, das Erstklässler wirklich beim Lesenlernen stärkt. Es ist sehr empfehlenswert, sowohl für die Schule als auch für Zuhause.

Bewertung vom 10.01.2026
Seungyeon, Baek

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand


ausgezeichnet

Briefladen
Dieser Roman hat mich mit einer Wärme berührt, die fast physisch spürbar war. Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand ist kein Buch, das man einfach liest. Es ist eines, in dem man sich eine Weile ausruhen darf.
Hyoyeongs Weg zurück ins Leben ist leise, zart und unglaublich menschlich. Was mich besonders bewegt hat, ist die Art, wie der Roman zeigt, dass Heilung manchmal nicht durch große Gesten geschieht, sondern durch kleine Begegnungen, durch Geschichten anderer Menschen, durch ein liebevoll ausgewähltes Stück Papier oder einen poetischen Satz in einem Brief.
Der Briefladen selbst ist wie ein eigener Charakter: ein Schutzraum, ein Ort außerhalb der Zeit. Und die Menschen, die Hyoyeong dort trifft, sind nicht perfekt, aber echt. Sie bringen ihre Sorgen, Verluste, Wünsche und Freuden in Form von Worten, etwas, das heute fast aus der Mode gekommen scheint und gerade deshalb so tröstlich wirkt. Was mir besonders gefallen hat ist, dass der Roman eine stille Weisheit in sich trägt. Er sagt nicht „Reiß dich zusammen“, sondern eher,
„Bleib einen Moment. Atme. Du darfst traurig sein. Und irgendwann kommt wieder Licht.“ Die Atmosphäre ist typisch für moderne koreanische Literatur. Sie ist ruhig, nachdenklich, mit einem Hauch von Melancholie und zugleich voller Hoffnung Ein sanftes, wunderschönes Buch über Verlust und Neuanfang, über die Kraft von Worten und die Magie kleiner Orte. Ein wunderbares Buch.

Bewertung vom 05.01.2026
Behemoff, E. X.

Dogma der Wahrheit


ausgezeichnet

Dystopischer Thriller
Ein gnadenloser Thriller mit Cyberpunk-Vibe, hohem Tempo und einem Thema, das nach dem Lesen im Kopf weiterarbeitet. Unbedingt selber lesen.
Es ist ein düsterer, schneller, verstörend aktueller Dystopie-Auftakt, der hängen bleibt. Schon das Cover wirkt wie eine Warnung. Da ist die kühle Rasterwand, das Möbius-Zeichen als Endlosschleife der Kontrolle, davor ein Mensch, klein und ausgeliefert. Genau dieses Gefühl trägt auch der Text: „Du bist im System und das System schaut in dich hinein.“ Mich hat vor allem die Grundidee gekriegt. Diese synthetisierten Emotionen statt echter Gefühle, Wächter, die Absichten lesen, und ein Publikum, das Gewalt als „Kontest“ bejubelt. Das ist hart, aber es fühlt sich erschreckend plausibel an. Hagen als Anomalie (er erinnert sich an Empathie) macht das Ganze emotional weil es nicht nur um Technik geht, sondern um Schuld, Wegsehen und den Punkt, an dem man nicht mehr wegsehen kann. Für mich war es ein faszinierendes Lesevergnügen.

Bewertung vom 03.01.2026
Disney;Hirsch, Alex;Houghton, Shane

Willkommen in Gravity Falls - Dippers und Mabels Leitfaden zu Mysterien und endlosem Spaß


ausgezeichnet

Das Buch funktioniert
Dieses Buch ist kein normales Buch. Nein, es ist ein Fundstück. Genau so fühlt es sich an, wenn man es aufschlägt, wie ein echtes Tagebuch aus Gravity Falls, vollgekritzelt, kommentiert, widersprochen, ergänzt. Dipper denkt nach, analysiert, warnt. Mabel sprengt jede Ordnung mit Herzchen, Glitzer und absolutem Chaos. Und genau diese Mischung macht den Reiz aus. Was mich besonders begeistert hat, ist die Liebe zum Detail. Jede Seite steckt voller kleiner Witze, Randbemerkungen, Codes und Anspielungen. Man liest nicht einfach, man entdeckt. Kinder (und Erwachsene!) werden eingeladen, mitzudenken, zu rätseln, umzublättern, zurückzugehen. Das Buch funktioniert damit genauso wie die Serie. Es ist clever, schräg, überraschend tief. Trotz aller Albernheit steckt erstaunlich viel drin: Freundschaft, Mut, Angst, Neugier und die Frage, wie man mit dem Unbekannten umgeht. Gerade für Kinder, die gern knobeln, Geheimnisse lieben oder sich nicht mit linearen Geschichten zufriedengeben, ist dieser Leitfaden ein Volltreffer.

Bewertung vom 01.01.2026
Sweeney, Melanie

Botanic Hearts


ausgezeichnet

Leise Töne

Botanic Hearts ist für mich ein echtes Wohlfühlbuch. Es ist warm, ruhig und mit genau der richtigen Portion Herzklopfen geschrieben. Die Ausgangssituation hat mich sofort angesprochen: Bücher treffen auf Blumen, Ordnung auf Natur, Kontrolle auf Loslassen. Und mittendrin Tansy, eine starke, alleinerziehende Mutter, die versucht, für ihr Team und ihre Tochter Halt zu geben, obwohl ihr selbst gerade der Boden weggezogen wurde.
Besonders mochte ich die ungewöhnliche Kulisse der Bibliothek im botanischen Garten. Dieser Ort ist mehr als nur Setting. Er spiegelt den inneren Konflikt der Figuren wider. Bücher brauchen Schutz, Pflanzen Freiheit. Und irgendwo dazwischen begegnen sich Tansy und Jack. Ihre Dynamik ist leise, knisternd und glaubwürdig. Kein überzogenes Drama, sondern langsames Annähern, getragen von Vergangenheit, Verantwortung und unausgesprochenen Gefühlen. Was mir gut gefallen hat, ist das die Geschichte sich Zeit nimmt für Trauer nach der Katastrophe, für Unsicherheiten, für kleine Alltagsmomente. Die Liebesgeschichte entsteht nicht trotz der Umstände, sondern gerade wegen ihnen. Und auch Briar, Tansys Tochter, gibt der Geschichte Tiefe und Wärme.

Bewertung vom 01.01.2026
Fuchs, Birgit

SPUNKIFEX erfindet Tiere


ausgezeichnet

Spunkifex

Dieses Buch ist eine Einladung zum Mitdenken, Mitlachen und Mit-Erfinden. SPUNKIFEX erfindet Tiere hat mich sofort überzeugt, weil es Kindern nicht erklärt, was sie denken sollen, sondern ihnen zeigt, dass sie denken dürfen. Und zwar wild, schräg, bunt und ohne richtig oder falsch. Dieses Buch ist eine Einladung zum Mitdenken, Mitlachen und Mit-Erfinden. SPUNKIFEX erfindet Tiere hat mich sofort überzeugt, weil es Kindern nicht erklärt, was sie denken sollen, sondern ihnen zeigt, dass sie denken dürfen. Und zwar wild, schräg, bunt und ohne richtig oder falsch. SPUNKIFEX selbst ist eine wunderbar offene Figur, neugierig, verspielt und ideenreich. Der „Erfinderknopf“ ist dabei ein starkes Bild, eines, das Kinder sofort verstehen. Ideen kommen nicht von allein, aber man kann sie anschalten. Genau das macht dieses Buch so wertvoll. Als Grundschullehrer sehe ich hier enormes Potenzial für den Unterricht, für Schreib- und Malanlässe, für Gespräche über Fantasie, Sprache und Kreativität. Die Illustrationen sind liebevoll, humorvoll und lassen viel Raum für eigene Gedanken. Kinder bleiben nicht Konsumenten, sondern werden selbst zu Erfinderinnen und Erfindern.
Was mir besonders gefällt: Das Buch ist ruhig, freundlich und bestärkend. Es will nichts leisten, nichts optimieren, es lädt einfach ein, neue Gedanken „wachsen zu lassen“. Und genau das brauchen Kinder (und Erwachsene) heute mehr denn je.

Bewertung vom 30.12.2025
Schwarzer, Elke

Mord im Nacktschnecken-Milieu


ausgezeichnet

Überraschend und Humorvoll

Dieses Buch hat mir beim Lesen mehrfach ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert und das schon nach den ersten Seiten. Gleichzeitig hat er meinen Blick auf den eigenen Garten gründlich verändert. Mord im Nacktschnecken-Milieu ist klug, humorvoll und überraschend lehrreich. Plötzlich ist das Beet kein friedlicher Ort mehr, sondern ein Tatort voller Intrigen, Täterprofile und Motive. Was mir besonders gefallen hat, ist die spielerische Idee, biologische Zusammenhänge als Kriminalfälle zu erzählen. Man wird tatsächlich zum Ermittler: Wer frisst hier wen? Wer sabotiert wessen Lebensraum? Und ist das wirklich Mord oder schlicht Überlebensstrategie? Dabei bleibt das Buch stets augenzwinkernd, ohne die Natur zu verklären oder zu verteufeln. Ich habe viel gelernt, ohne das Gefühl zu haben, ein Sachbuch zu lesen. Die Mischung aus Krimi, Wissen und Ironie funktioniert hervorragend. Gleichzeitig regt das Buch zum Nachdenken an: über unsere Rolle im Garten, über „Schädlinge“ und darüber, wie schnell man selbst Partei ergreift. So ein originelles, witziges und kluges Buch für alle, die Natur mögen, gern rätseln und ihren Garten mit neuen Augen sehen wollen habe ich selten gelesen. Perfekt für neugierige Leserinnen und Leser, Hobbygärtner und alle, die Freude an ungewöhnlichen Perspektiven haben. Nach der Lektüre schaut man garantiert anders auf die nächste Nacktschnecke.

Bewertung vom 29.12.2025
Fleury, Sarah

Lucia 1. Flüsterin der Flammen


ausgezeichnet

Was für ein Auftakt

Dieses Buch hat mich sofort gepackt. Nicht wegen lauter Action, sondern wegen seiner inneren Glut. Lucia ist dreizehn, unsicher und stark zugleich. Als das Feuer in ihr erwacht, fühlt sich das weniger wie ein Effekt an als wie ein Bild fürs Erwachsenwerden: Kraft, Angst, Staunen - alles auf einmal. Die Szenen in Catania und später im Feuerland Flammaris sind sinnlich und lebendig erzählt. Man spürt Hitze, Funken, Nebel. Besonders mochte ich Yuki, den altklugen Feuersalamander: ein warmherziger Begleiter, der Leichtigkeit hineinbringt, ohne die Spannung zu brechen. Auch Finn bleibt geheimnisvoll genug, um neugierig zu machen. Was mir am meisten gefallen hat, ist der Ton: poetisch, zugänglich, ernst genommen. Das Verbot der Feuermagie verleiht der Geschichte Tiefe, weil es um Verantwortung geht, nicht nur um Macht. Lucia will ihr Leben behalten, ihre Familie, ihre Freundschaften. Genau das macht sie so nahbar. Es ist ein starker Auftakt für junge Fantasy-Fans (und alle, die es geblieben sind). Lucia die Flüsterin der Flammen erzählt von Mut, Selbstannahme und dem Mut, die eigene Flamme nicht zu löschen. Ich bin sehr gespannt auf Band 2.

Bewertung vom 29.12.2025
Alvarenga, Daniel

Ruf der Leere


ausgezeichnet

Moralischer Thriller
Dieses Buch hat mich unangenehm ruhig gemacht und genau das meine ich positiv. Ruf der Leere ist kein Thriller, den man einfach wegliest, sondern einer, der nachhallt, weil er weniger auf äußeren Horror setzt als auf das, was in Menschen passiert, wenn moralischer Druck unerträglich wird. Die Ausgangssituation ist brutal einfach: Eine Gruppe junger Menschen, ein abgelegener Ort, eine unmögliche Entscheidung. Was mich dabei besonders gepackt hat, ist nicht die Bedrohung von außen, sondern wie schnell Freundschaften, Loyalität und Selbstbilder zu bröckeln beginnen. Man erkennt sich beim Lesen immer wieder selbst und erschrickt darüber.
Parallel dazu hat mich die Perspektive des Vaters sehr berührt. Diese zweite Ebene gibt der Geschichte Tiefe: die verspätete Auseinandersetzung mit dem eigenen Kind, das Gefühl, etwas Entscheidendes verpasst zu haben. Das ist leise, schmerzhaft und sehr menschlich.
Ruf der Leere stellt keine einfachen Fragen und gibt erst recht keine einfachen Antworten. Es geht um Schuld, Selbstschutz, Verantwortung und um die Leere, die entsteht, wenn man erkennt, wozu man im Extremfall fähig wäre.
Es ist ein düsterer, psychologisch dichter Roman, der weniger schockiert als verunsichert. Wer Bücher mag, die moralisch fordern und lange im Kopf bleiben, wird hier nicht unberührt bleiben.

Bewertung vom 27.12.2025
Wartke, Bodo

In Barbaras Rhabarberbar wird niemals der Rhabarber rar


ausgezeichnet

Bodo wie er leibt und lebt
Dieses Buch ist pures Sprachvergnügen. Ich habe selten so viel gelacht und mich gleichzeitig so oft verhaspelt. Bodo Wartke nimmt bekannte Zungenbrecher und schenkt ihnen fantasievolle, rhythmische Geschichten, die man am liebsten laut liest (oder vorliest). Genau darin liegt der Zauber, denn Sprache wird hier zum Spielplatz.
Die Illustrationen von Alexandra Junge ergänzen die Texte wunderbar und machen das Buch auch optisch zu einem Erlebnis. Ob für Kinder, Erwachsene, Familien oder als Geschenk. Es verbindet Witz, Kreativität und Liebe zur Sprache auf eine herrlich leichte Art. Ein Buch, das gute Laune macht, den Kopf kitzelt und zeigt, wie viel Spaß Worte machen können. Ideal für gemeinsame Lachmomente und für alle, die Sprache lieben. Für mich als Bodo Wartke Fan war es das perfekte Weihnachtsgeschenk. Ich liebe es.