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Dirk Heinemann (dirkliestundtestet.blogspot.de)
Wohnort: 
Hohe Börde

Bewertungen

Insgesamt 644 Bewertungen
Bewertung vom 07.06.2022
Julius forscht - Im Weltall
König, Michael

Julius forscht - Im Weltall


ausgezeichnet

In "Julius forscht im Weltall" können die Leser gemeinsam mit Julius den Weltraum entdecken. Wie ist das Universum entstanden? Warum heißt unsere Galaxie Milchstraße? Was ist der Unterschied zwischen Meteoroiden, Asteroiden und Kometen? Dies sind nur einige Fragen denen Julius auf den Grund geht. Alles wird kindgerecht erklärt und durch zahlreiche Fotos und Grafiken veranschaulicht.

Damit es nicht langweilig wird, gibt es auch für die jungen Leser einiges zu tun. Wie wäre es mit einem Freunde-Weltall-Quartett, einem Lupen-Experiment oder einer eigenen Brille für die nächste Sonnenfinsternis? Letztere findet leider in Deutschland erst am 3. September 2081 statt, aber vielleicht wollt ihr vorher eine partielle Sonnenfinsternis beobachten?

Für echte Weltallfans gibt es auch eine Anleitung für ein Planetenmobile. Im Buch gibt es auch zu den einzelnen Planeten unseres Sonnensystems interessante Informationen. Ein weiteres Thema sind die verschiedenen Teleskope. Passend hierzu gibt es noch die Bastelanleitung für ein Fernrohr. Ein kurzer Einblick in die Raumfahrt darf natürlich auch nicht fehlen.

Insgesamt hat uns das Buch sehr gut gefallen. Zwar konnte unsere Tochter (10) nicht mehr viel neues erfahren, aber das ist wohl der Tatsache geschuldet, dass sie bereits viele Bücher zum Thema gelesen hat. Von uns gibt es für dieses abwechslungsreiche Kinderbuch 5 Sterne.

Bewertung vom 31.05.2022
Wie ich mit Kindern über Krieg und andere Katastrophen spreche
Maas, Rüdiger;Perret, Eliane

Wie ich mit Kindern über Krieg und andere Katastrophen spreche


sehr gut

Die Zeit wird immer schnelllebiger und durch die neuen Medien erfahren wir immer schneller und mehr über alles auf der Welt. So auch über Kriege und andere Katastrophen, sei es nun die Überschwemmung im Ahrtal oder der Krieg in der Ukraine. Davon bleiben natürlich auch unsere Kinder nicht verschont, selbst wenn wir in Regionen leben, die nicht direkt betroffen sind.

Doch wie spricht man mit Kindern über diese Ereignisse? Diese Fragen haben sich Rüdiger Maas und Eliane Perret gestellt. In ihrem Buch "Wie ich mit Kindern über Krieg und andere Katastrophen spreche" gehen sie zunächst der Frage nach, wie wir als Erwachsene schlechte Nachrichten aufnehmen. Hier wird schnell klar, dass der Konsum von Nachrichten die mehr negative als positive Mitteilungen enthalten, unser Gehirn mit der Zeit so anpasst, dass wir für negative Nachrichten immer empfänglicher werden, selbst wenn wir diese nur am Rande mitbekommen. Es ist daher wichtig, als Ausgleich auch positive Nachrichten zu konsumieren.

Dies ist für unsere Kinder noch wichtiger, da diese noch ihr ganzes Leben vor sich haben. Bei der Kommunikation mit den Kindern unterscheiden die Autoren nach Altersgruppen. Zunächst behandeln sie die Situation in einer Familie. Um weiteren geht es aber auch um Lehrer und Erzieher, die mit Fragen von Kindern konfrontiert werden. An mehren Praxisbeispielen wird gut erklärt, wie man mit der jeweiligen Situation umgehen sollte.

Mir konnte das Buch einige Anregungen geben, wie ich zukünftig versuche, mit unseren Kindern über Kriege und andere Katastrophen zu sprechen. Ich vergebe für das Buch 4 Sterne.

Bewertung vom 20.05.2022
Das kulinarische Erbe der Alpen - Honig der Alpen
Gruber, Johannes;Flammer, Dominik;Müller, Sylvan

Das kulinarische Erbe der Alpen - Honig der Alpen


ausgezeichnet

Das Buch "Honig der Alpen" ist der vierte Teil der Buchreihe "Das kulinarische Erbe der Alpen". Es widmet sich ganz dem Honig aus der Alpenregion. Zunächst erfahren wir einiges über die Geschichte des Honigs in den Alpen. Dabei gehen die Autoren u.a. auf den Wandel der Bienenbehausungen ein. Teils zitieren sie aus sehr alten Schriften, wie sich die Bienenhaltung im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.

Im Hauptteil geht es um die Honiglandschaften und ihre Imker. Auf einer Landkarte wird zunächst gezeigt, wo die Imker in der Alpenregion ansässig sind. Dann werden die einzelnen Imker vorgestellt. Dabei zeigt sich, das jeder Imker seine eigene Bienen- und Honiggeschichte hat. Neben dem Text können wir die Imker und ihre Welt auf beeindruckenden Fotos entdecken.

Anschließend findet sich im Buch noch ein Lexikon der alpinen Sortenhonige. Hier wird jede Honigsorte einzeln detailliert vorgestellt. Insgesamt erfahren wir alles wichtige zu 48 Sorten, wie z.B. Heidekrauthonig, Kleehonig, Alpenrosenhonig oder Bärlauchhonig.

Am Ende des Buches gibt es noch ein Wörterbuch der Imkerei mit den Sprachen Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch und Slowenisch sowie einige Bezugsadressen für besondere Honigsorten.

Uns gefällt das Buch sehr gut. Wir haben viele neue Honigsorten kennengelernt und viele interessante Menschen. Von uns gibt es 5 Sterne und eine Kaufempfehlung.

Bewertung vom 18.05.2022
Aller Anfang ist Mord / Die kleine Krimi-Tankstelle Bd.1 (eBook, ePUB)
Giers, Mina

Aller Anfang ist Mord / Die kleine Krimi-Tankstelle Bd.1 (eBook, ePUB)


sehr gut

Taissa Lausen hat eine kleine Tankstelle von ihrer Tante geerbt. Bisher hatte sie beruflich mit Büchern zu tun, doch da sie ihre Chefin nicht ausstehen kann, kommt ihr der Wechsel gelegen. Wäre da nur nicht das Finanzamt. Als Neuling in Westfalen hat sie ihr tun, die Tankstelle am Laufen zu halten. Sie muss feststellen, dass die Ureinwohner sie eher Meiden. Ihre Tante hat immer gesagt: "Es dauert zwanzig Jahre, bis ein Westfale dich akzeptiert, und noch länger bis er dich mit dem Vornamen anspricht." Nun lebt sie zusammen mit ihrer blinden Hündin Lolli in der Tankstelle. Ihr einziger Angestellter ist Vinzent. Zum Glück weiß Vinzent was alles zu tun ist und hält den Betrieb am Laufen.

Dann kommt es zu einem Mord in der Nachbarschaft und ausgerechnet Vinzent soll der Täter sein. Da Taissa aber Vinzent in der Tankstelle braucht, beschließt sie zusammen mit ihrer befreundeten schokoladensüchtigen Notarin Nora, Vinzent freizukriegen, auch wenn das heißt, dass sie den wahren Mörder von Frau Esterhasi finden muss.

In der folgenden Geschichte treffen wir auf den Sohn der Toten, der sein Geld mit Zauberei verdient sowie einen verrückten Professor. Können die beiden Taissa vielleicht bei den Ermittlungen helfen? Der Polizist Bobby ist jedenfalls von Vinzents Schuld überzeugt. Schließlich gibt es einen Zeugen.

Mina Giers erzählt in ihrem ersten Band der kleinen Krimi-Tankstelle eine Geschichte mit viel Humor. Aber auch für Spannung ist gesorgt und der Leser wird auf falsche Fährten gelockt. Der locker flockige Schreibstil der Autorin gefällt mir gut. Das Buch hat mir einige schöne Lesestunden beschert. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne. Ich bin gespannt, wie sich die Reihe weiterentwickelt.

Bewertung vom 15.05.2022
DAS EULENTOR
Gruber, Andreas

DAS EULENTOR


ausgezeichnet

Andreas Gruber gehört zu meinen Lieblingsautoren. Meist schreibt er Thriller, die in der heutigen Zeit spielen. Mit seinem 2008 erstmals erschienenen Mystery-Thriller "Das Eulentor" wagt er sich in die Anfänge des zwanzigsten Jahrhunderts. Damals erschien das Buch in einer limitierten Auflage von 888 Exemplaren. Nun hat er das Buch stilistisch überarbeitet und mit einer Rahmenhandlung versehen, die in der Gegenwart spielt, was dazu führte, dass es nun fast doppelt so dick ist.

In der Neufassung begleiten wir Neele auf ihrer Reise zu einer arktischen Forschungsstation im November 2021. Sie hat von ihrer Ururgroßmutter ein Tagebuch des Arztes Alexander Berger bekommen. In diesem beschreibt er seine Forschungsreise im Jahr 1911 an den Rand der Arktis. Zusammen mit dem norddeutschen Jan Hansen, der auch der Walfänger von Rostock genannt wird, dem Schweden Christianson, den beiden Norwegern Vanger und Harpun sowie der Isländerin Marit Ragnarsdóttir will er eine Karte von Spitzbergen anfertigen. Finanziert wird die Expedition größtenteils durch den Wiener Kartenverlag Borenich & Sauter. Doch das Wetter macht ihnen Probleme. Dann stirbt auch noch der Hundeführer Harpun. Doch die anderen wollen nicht aufgeben und setzen die Expedition fort. An einem riesigen Plateau begegnet ihnen eine Schneeeule. Trotz Schneesturm kämpfen sie weiter, doch plötzlich gibt das Eis nach und einer der Schlitten stürzt in die Tiefe. Schnell errichten sie ein Lager und versuchen sich von den Anstrengungen zu erholen. Dann verschwindet Vanger. Er ist ohne Ausrüstung raus in den Schnee gegangen. Eine Suche bleibt erfolglos und Berger überlegt, die Expedition abzubrechen.

In der Nacht füllt sich ihr Zelt auf einmal mit Eiswasser und sie müssen kämpfen, um nicht zu ertrinken. Unter dem Zelt öffnet sich eine Gletscherspalte und er droht alles zu verschlingen. Dabei kommt es zu einem weiteren Todesfall. Als sich die Lage wieder beruhigt hat, stellt Alexander Berger fest, dass es sich nicht um eine Gletscherspalte handelt, sondern um einen Schacht. Dieser befindet sich mitten im Eis und ist kreisrund mit einem Durchmesser von 3,14 m. Scheinbar geht er senkrecht in die Tiefe. Ein Ende ist nicht zu sehen. Berger beschließt auf die weitere Erstellung der Karte zu verzichten, zumal die bisherigen Karten mit ihren Habseligkeiten verschwunden sind. Stattdessen will er den entdeckten Schacht erforschen, doch zunächst müssen sie die nächsten Tage erst einmal überleben...

Neele hat erfahren, dass es weitere Tagebücher von Alexander Berger geben soll. Diese hofft sie im Museum der Forschungsstation zu finden. Doch als sie vor Ort ist, ereignen sich merkwürdige Dinge und sie gerät in Todesgefahr.

Andreas Gruber erzählt die Geschichte im Wechsel aus der Sicht von Neele und aus den Tagebüchern von Alexander. Dabei geht es in beiden Fällen spannend und mysteriös zu. Was hat es mit diesem Schacht auf sich? Wurde er von jemandem erbaut? Wie die heutige Forschungsstation zeigt, dauert die Erforschung über 100 Jahre an. Doch wieso weiß die Welt nicht viel darüber?

Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut. Er schafft es, den Leser in seinem Bann zu ziehen. Zusammen mit Alexander und seinen Kollegen tauchen wir ein in die Dunkelheit des Schachtes und begegnen Dingen, die den Gesetzen der Physik trotzen. Wir begegnen verkrüppelten Eulen, die ihre Nester in der Dunkelheit bauen und spüren einen Luftzug aus der Tiefe der nach Schwefel riecht. Dank der bildhaften Beschreibung von Andreas Gruber hat man das Gefühl dabei zu sein. Und es bleibt bis zum Ende spannend, bevor das Geheimnis des Eulentors gelüftet wird.

Die Geschichte zieht sich durch das ganze Jahrhundert ohne dass sie zwischenzeitlich an Spannung verliert. Andreas Gruber hat wieder einmal bewiesen, dass er ein Meister des Schreibens ist und bekommt daher von mir volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 15.05.2022
Mord auf dem Friedhof / Miss Merkel Bd.2 (1 MP3-CD)
Safier, David

Mord auf dem Friedhof / Miss Merkel Bd.2 (1 MP3-CD)


sehr gut

Nachdem Miss Merkel die Mörderin von Philip von Baugenwitz überführt hat, ist wieder Ruhe in ihr Leben als Rentnerin eingekehrt. Als ihr Mann Achim mit einem Scrabble-Freund auf Reisen ist, geht sie mit ihrem Mops Putin am Friedhof spazieren, als dieser eine Leiche entdeckt. Nun mag das auf einem Friedhof nicht verwunderlich sein, aber bei der Leiche handelt es sich um den Gärtner, der kopfüber in der Erde steckt. Auch wenn die Polizei auf keinen Fall will, dass sich Angela wieder in die Ermittlungen einmischt, kann sie einfach nicht anders.

Bei ihren Ermittlungen treten allerdings sehr viele Verdächtige zu Tage. Alle stehen in Verbindung zu einer der beiden Bestatter-Familien. Zusammen mit ihrem Personenschützer Mike und ihrer Freundin Marie versucht sie mehr über die Verdächtigen herauszufinden.

David Safier erzählt die Geschichte wieder auf humorvolle Art und Weise. Zwischendurch lässt er immer mal wieder kurze Erinnerungen an Angelas Arbeitsleben als Bundeskanzlerin einfließen. Außerdem entwickelt Angie diesmal Gefühle für einen anderen Mann, was sie sehr verwirrt. Und auch zwischen Mike und Marie knistert es.

Insgesamt erleben wir einen typischen Cosy-Krimi gelesen von Nana Spier, die ihren Job wieder gut macht. Von der Geschichte her hat mir der erste Band aber besser gefallen. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 08.05.2022
Ferri: Mutig ist, wer Hilfe holt!
Mesner, Gertraud;Welsch, Beate

Ferri: Mutig ist, wer Hilfe holt!


sehr gut

Ferri, der Fisch, Blau, strahlend, fröhlich, stets gut gelaunt und immer hilfsbereit. Ferri liebte es zu singen. Doch dann wurde alles anders. Plötzlich rief Rocho, der Rochen, Ferri an: "Schrei nicht so!" Doch damit nicht genug. Krabbi, die Krabbe, machte sich über Ferri lustig und Kraki, der Krake, nannte Ferri eine Heulsuse. Ferri weinte bitterlich und verstand seine Freunde nicht mehr.

Die Geschichte von Ferri zeigt den Kindern, wie Mobbing entsteht. Ferris Eltern ahnen nichts davon, denn er erzählt ihnen nichts davon. Zum Glück ist da aber noch Wali, der kluge Wal. Er beobachtet das Geschehen und versucht Ferri zu helfen.

Das Heft beinhaltet mehrere Bögen mit den Figuren. Diese sind vorgestanzt und lassen sich gut herauslösen. Im Heft finden sich zu jeder Szene Regieanweisungen, der Erzähltext und eine Darstellung der benötigten Figuren und Kulissen.

Zusammen mit der Erzählschiene und den Figuren kann man die Geschichte den Kindern vorspielen. Anschließend sollte man mit den Kindern über das Thema der Geschichte sprechen und vielleicht wollen sie die Geschichte von Ferri gleich nochmal sehen. Zur Abwechslung können nun einige Kinder das Figurenspiel übernehmen.

Uns gefällt die Geschichte von Ferri sehr gut. Einen kleinen Kritikpunkt haben wir aber. Warum werden die Figuren mit einem weißen Rand gedruckt. Uns würden sie randlos besser gefallen. Von uns gibt es 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 07.05.2022
Das Insektenhotel - Willkommen, liebe Bienen, Käfer und Glühwürmchen
Bartíková, Petra;Harastová, Helena;Nováková , Markéta

Das Insektenhotel - Willkommen, liebe Bienen, Käfer und Glühwürmchen


ausgezeichnet

Das Kinderbuch "Das Insektenhotel - Willkommen liebe Bienen, Käfer und Glühwürmchen!" thematisiert das allseits beliebte Insektenhotel kindgerecht. Zu Beginn des Buches lässt sich die Doppelseite nach oben aufklappen. Auf dem so entstandenen vierseitigen Bild sieht man einen Querschnitt des Insektenhotels.

Auf den folgenden Seiten wird kurz und knapp erklärt, wie das Insektenhotel aufgebaut ist und wer dort wohnt. Mit Hilfe lustiger Illustrationen lernen die Kinder jede Menge Insekten kennen. Dabei ist dieses Insektenhotel ein ganz spezielles, denn hier gibt es auch einen Pool und eine Disco. In den einzelnen Räumen können die Kinder die verschiedenen Insekten nach ihrem Lebensraum sortiert beobachten. So finden sich am Pool z.B. der Schwimmkäfer oder die Libelle. Sie erfahren etwas über die Besonderheiten der jeweiligen Insekten und werden aktiv in das Geschehen im Insektenhotel mit einbezogen.

Das Buch ist für Kinder ab 3 Jahren gedacht. Mit ihm können sich bereits die Kleinen mit der Welt der Insekten vertraut machen. Es ist verständlich kindgerecht geschrieben. Die Illustrationen sind schön und einfach gehalten. Uns gefällt das Kinderbuch sehr gut und wir vergeben 5 Sterne.

Bewertung vom 29.04.2022
Der Tote im Netz / Mai und Lorenz ermitteln auf Usedom Bd.1
Scheunemann, Frauke

Der Tote im Netz / Mai und Lorenz ermitteln auf Usedom Bd.1


ausgezeichnet

Franziska Mai ist Journalistin. Sie arbeitet bei einem kleinen lokalen Radiosender namens Bäderland-Radio auf Usedom. Als der Sender verkauft werden soll, will Franzi unbedingt ihren Job retten. Sie schlägt vor, eine neue Sendung ins Leben zu rufen, die zeigt, dass der Sender wichtig für die Insel ist. Unter dem Motto "Franzi und Janis - die Problemlöser" will sich Franzi mit ihrem Volontär Janis um die Sorgen der Inselbewohner kümmern. Die ersten Anrufer lassen dann auch nicht lange auf sich warten. Unter den Anrufern ist auch ein Fischer aus Zeglin, der Ärger mit der Fischereibehörde hat. Franzi will am frühen Morgen mit ihm rausfahren und in Ruhe auf dem Boot mit ihm reden. Doch der Schreck ist groß, als sie bei ihrer Ankunft den Fischer tot in seinem eigenen Netz findet....

Als Franzi im Radio über den Todesfall berichtet, ist der zuständige Kommissar Kay Lorenz von der Kripo Anklam nicht gerade begeistert, doch Franzi einigt sich mit ihm, dass sie ihn bei den Ermittlungen begleiten darf und nach Lösung des Falls darüber berichten darf. Die daraus resultierende "Zusammenarbeit" ist sehr amüsant. Nach zunächst starker Abneigung entwickelt sich im Laufe der Geschichte ein fast freundschaftliches Verhältnis und als auch noch Kays kleine Tochter Greta auftaucht, versucht diese sich als eine Art Kupplerin. Neben diesen humorvollen Szenen fehlt es aber auch nicht an Spannung, denn schließlich gilt es einen Mord aufzuklären. Dabei ist Franzi nicht nur als Beobachterin tätig, sondern schleußt Janis sogar undercover bei einer Tierschutzgruppe ein.

Neben den Tierschützern geht es auch noch um eine Immobiliengesellschaft, die dafür sorgen könnte, das Usedom zu einem zweiten Sylt wird, wo sich die Einheimischen keine Häuser auf der eigenen Insel mehr leisten können. Doch wer steckt hinter dem Mord? Bis kurz vor Ende des Buches bleibt diese Frage offen. Am Ende offenbart sich ein Täter, mit dem ich so nicht gerechnet hatte. Die Erklärungen zum Motiv und dem Tathergang sind aber schlüssig.

Obwohl Frauke Scheunemann schon zahlreiche Bücher veröffentlicht hat, ist "Der Tote im Netz" der erste "richtige" Krimi der Autorin. Bereits im Alter von zehn Jahren hatte sie den Wunsch solch ein Buch zu schreiben. Nun nach vierzig Büchern ist es endlich soweit. Mit ihrem Usedom-Krimi hat sie meinen Geschmack getroffen. Das Buch hat die richtige Mischung aus Spannung und Humor und ich könnte mir vorstellen, dass in einem späteren Buch auch noch eine Beziehung zwischen Franzi und Kay entsteht. Mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen und ich vergebe volle 5 Sterne.

Gut hat mir auch gefallen, dass vorne im Buch eine Karte von Usedom mit den im Ort auftretenden Orten ist, so dass man eine gute Orientierung hat.

Der zweite Band "Mord am Haff" soll im Frühjahr 2023 erscheinen. Ich werde ihn schonmal auf meinen Wunschzettel setzen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.