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EllenK87
Wohnort: 
Landshut

Bewertungen

Insgesamt 332 Bewertungen
Bewertung vom 04.02.2022
The Way We Fall / Edinburgh-Reihe Bd.1
Schäfer, Jana

The Way We Fall / Edinburgh-Reihe Bd.1


sehr gut

Wenn sich 2 gebrochene Seelen anziehen

Die Schrift auf dem Cober ist geschnökelt und fällt auf dem dezenten Hintergrund gleich ins Auge. Das Cover wirkt nicht zu verspielt und ist sehr ansprechend. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und lässt den Leser in die Landschaft und die Begebenheiten eintauchen. In den Kapiteln wechsseln sich die Sichtweisen der beiden Hauptcharaktere ab und lässt einen so an den Gefühlen und Gedanken teilhaben.

Die Hauptcharakter sind Amelia und Jasper.
Amelia musste einen tagischen Verlust verarbeiten, denn vor 12 Jahren hatten ihre Eltern einen Autounfall und auch ihre jüngere Schwester Maisie saß mit in dem Auto, doch sie überlebte. Über Nacht kam sie zu ihrer Tante Charlotte und musste ihre Leben überdenken. Sie stellte ihre Träume und ihre Studium hinten und um ihrer Schwester Sicherheit zu geben und bei ihr sein zu können. Maisie redet seither nicht mehr und findet Zuflucht in ihren Bücheren. Amelia verarbeitet ihre Gefühle in selbstgeschriebenen Sonngs und arbeitet in dem Cafe "Daydream". Dort nimmt Alles seinen Beginn.
Jasper ist ein berühmter Fantasy-Autor und kämpft ebenfalls mit dem Balast seiner Vergangenheit. Er hat einen Bruder, zudem er aber keinen großen Kontakt mehr hat. Sein Vater kennt er nicht und seine Mutter wurde er mit 7 Jahren weggenommen. Da sein Bruder immer wieder Probleme machte, kamen sie in mehrere Pflegefamilien und er fühlt ich eigentlich nirgens richtig zu Hause. Durch das Schreiben der Bücher entflieht er seiner Vergangenheit, doch die Begegnungen mit Amelia erschüttert ihn in seinen Grundfesten.

Der erste Eindruck von Jasper auf Amelia konnte fast nicht schlechter sein, doch es sollte nicht bei dieser einen Aufeinandertreffen bleiben. Das "daydream" diente Jasper als Lokation für eine Leserunde und das Maisie ein Fan von seinen Büchern ist, sich allerdings selbst nicht traut auf diese Lesung zu gehen, bittet sie ihre Schwester ihr ein Buch signieren zu lassen. Wiederwilligg macht sie das und erkennt sich in seiner Gegenwart nicht mehr wieder. Er bringt sie zum Reden über Dinge, die sie eigentlich keinem erzählt. Doch es bleibt kompliziert zwischen ihnen, denn er hat in den vergangen Jahren Schutzmauern um sich aufgebuat und verscuht sich gegen die Anziehungskraft zu wehren. Als er sie auf der Bühne sieht und ihren Song so tief fühlt, flüchtet er. Es kommt allerdings erneut zu einem Aufeinander treffen und plötzlich ist da wischen ihnen ein Kuss und eine Einladung zu einem Date. Schnell merken die Beiden, dass die Anziehungskraft sehr stark ist und Jasper lässt auch hin und wieder seine Maske fallen - außer wenn es um seine Vergangenheit geht. Er will sie nicht in diese schwiegigen Verhältnisse reinziehen und stößt sie immer wieder von sich weg. Trotzdem gehen die Beiden auf einen, den Jasper merkt, dass sie nach den Geschenissen um Maisie einen Tapetenwechsel benötigt und da er in seinem Schreibprozess eine Blockade hat, hofft er auch auf neune Input. Der Roadtrip ist wie eine Blase, die mit der Lesung in Inverness mit einem lauten Knall platzt. Jasper verletzt Amelia tief in ihrem Herzen und bringt alte Wunden wieder an die Oberfläche. Ihre Freundin Holly und vorallem ihre Schwester sind dann aber für sie da und geben ihr den Schubs in die richtige Richtung, als Aiden sie bittet ihn nach Glasgow zu begleiten, da Jasper anscheinend Hilfe braucht. Wie sie ihn dort vorfindet und was die von seiner Vergangenheit erfährt, lässt sie erschaudern und ihn etwas besser verstehen.
Doch kann dieser Anblick und die Geständnisse wirklich wieder gut machen, wie sehr er sie verletzt hatte?

Tagische Ereignisse prägen Kinder mehr als man manchmal annimmt und diese Wunden brechen sich immer wieder einen Weg an die Oberfläche. Wenn zwei Menschen so schlecht vertrauen können und den anderen nicht mit dem eigenen Balast belasten wollen, dann können Worte sehr verletztend aber auch heilend bleiben.

Bewertung vom 18.01.2022
Der Gräber
Persson Winter, Fredrik

Der Gräber


ausgezeichnet

Die Wesen im Erdreich

Fredrik P. Winter lässt in seinem Thriller die Abgründe der Menschen aufleben. Das Cover passt sehr gut zum Buch. Die Risse in der Schrift sollen die Risse in den Wänden der Keller darstellen und Das Bild zeigt eine Treppe hinunter in einen dunklen Keller mit ausgehobener Erde. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Geschichte ist fesselnd. Das Buch ist in 3 Teile unterteilt, die Kapitel werden mit Auszügen aus dem Manuskript eröffnet und bleibt bis zum Ende spannend.

Hauptprotagonisten sind Annika Granlund und Cecilia Wreede.
Annika Granlund ist in den Dreißigern und arbeitet als Lektorin im Eklund-Verlag. Mit ihrem Mann Martin ist sie auf der Suche nach einem Haus und die Beiden versuchen ein Kind zu bekommen. Für Annika gibt es nur ein Tabu bei der Suche nach einem Haus – es darf keinen Keller haben. In ihrer Kindheit war sie für kurze Zeit in einem dunklen Keller gefangen und hatte dort Stimmen und Geräusche aus der Erde gehört. Ihr erfolgreichster Autor Jan Apelgren war vor 6 Jahren über Nacht mit seiner Frau verschwunden und der Verlag stand kurz vor dem Ruin.
Cecilia ist Kriminalkommissarin und seit 5 Jahren Leiterin der Ermittlungsgruppe „Der Gräber“. Jedes Jahr in der Nacht vom 05. Zum 06.11. findet man in einem Keller ein großes Loch und Blutspuren und die jeweiligen Bewohner des Hauses sind spurlos verschwunden. Cecilia ist sich sicher, dass die Bewohner tot sind und vom Gräber durch den Tunnel im Keller verschleppt wurden. Nur findet man am Ende des Tunnels keinen Ausgang und in den Häusern keine brauchbaren Hinweise auf den Täter.
Als dem Verlag das Wasser bis zum Hals steht, findet Annika eines Tages vor der Tür des Verlages ein Manuskript, dass verdreckt dort abgelegt wurde. Als Autor ist Jan Apelgren angegeben und die Geschichte dreht sich um die wahren Begebenheiten vom Gräber. Die anderen Mitarbeiter haben Skrupel das Buch zu verlegen, doch Annika sieht es als einzige Chance den Verlag zu retten. In dem sie den Autor für tot erklären lässt, fallen dem Verlag die Rechte an dem Manuskript zu und geht in Druck. Annika muss sich vor den Angehörigen der Opfer des Gräbers rechtfertigen und scheint den Verstand zu verlieren. Das Zusammenleben mit ihrem Mann Martin wird immer schwieriger und Cecilia verdächtigt sie sogar. Im Buch kommen einfach zu viele Details vor, die nicht an die Öffentlichkeit weitergegeben wurden. Ist das Buch also wirklich vom Gräber höchstpersönlich geschrieben oder hat einer der Ermittler das Buch geschrieben? Ist Jan Apelgren wirklich tot oder steckt er hinter dem Manuskript?
Ist das Buch am Ende das Verderben für Annika und wird es die alten Wunden wieder aufreißen oder kann sie ihre Angst endlich besiegen und ein glückliches Leben mit Martin aufbauen? Buch oder doch Fixtion und wie viel Leid bringt ein Buch über wahre Begebenheiten für die Hinterbliebenen mit sich.

Bewertung vom 10.01.2022
Die falsche Zeugin
Slaughter, Karin

Die falsche Zeugin


ausgezeichnet

Gleich und Gleich gesellt sich gern

Karin Slaughter schafft im Buch „Die falsche Zeugin“ starke Charaktere, die den Leser immer wieder an ihren Motiven zweifeln lassen und die Zusammenhänge doch immer wieder in einem neuen Licht stehen lassen. Ihr Schreibstil ist fesselnd, bildhaft und sehr angenehm zu Lesen. Slaughter lässt die Geschichte im Jahre 1998 beginnen und kommt im Jahre 2021 zur Aufarbeitung der Geschehnisse. Dabei bezieht sie auch die aktuelle Corona-Situation mit ein und streift auch das Thema #Metoo.

Hauptprotagonisten sind Harleigh „Leigh“ Collier und Andrew Trevor Tenant.
Leigh ist Anwältin, Mutter und Ehefrau. Nach einer schweren Kindheit hat sie sich ihren Erfolg hart erarbeitet und konnte als Strafverteidigerin viele Mandaten frei bekommen. Ihre Mutter Sandra „Phil“ hat sie und ihre jünger Schwester „Callie“ schon frühzeitig zum Arbeiten gedrängt und sich nie um ihr Wohlergehen gekümmert. Der Babysitter Job bei ihren Nachbarn brachte sie und ihre Schwester in eine ausweglose Situation. Während Leigh nur einmal von Buddy sexuell belästigt wurde, vergriff er sich an Callie immer und immer wieder. Sie redete sich ein, dass er sie liebt und verdrängte die wirklichen Geschehnisse. Als sie eines Tages eine Kamera entdeckt und erfährt, dass er die Übergriffe filmt und bei seinen Männerrunden zeigt, rastet sie aus und verletzt Buddy schwer. Gemeinsam lassen Leigh und Callie den Tod Buddys wie ein Verschwinden aussehen ohne zu wissen, dass Jahre später dieser Abend ihr Leben verändern wird.
Andrew wird von der Staatanwaltschaft wegen Übergriffen auf mehrere Frauen angeklagt. Als sein Detektiv ihm einen Zeitungsartikel zeigt, erkennt er darauf seine frühere Babysitterin und setzt seine bisherige Verteidigerin vor die Tür. Seine Verlobte Sidney bezeugt, dass er nicht der Täter sein kann, doch ist sie wirklich unwissend oder steckt etwas ganz Anderes hinter ihrer Aussage. Andrew schafft es immer wieder Leigh aus dem Konzept zu bringen und ihr die Geschehnisse der folgenschweren Nacht ins Gedächtnis zu rufen. Er lässt seinen Detektiv Alles über Leigh, ihren Mann, ihrer Tochter und Callie herausfinden und bedroht sogar deren Leben. Doch woher konnte er etwas über die Übergriffe auf Callie und auch auf seinen Vater wissen. Er lag betäubt in seinem Bett und die Mädchen haben keine Spuren hinterlassen. Ist Andrew wirklich der gesuchte Täter oder hat jemand Anderes die Finger im Spiel.
Für Leigh könnte dieser Fall das Ende ihrer Karriere bedeuten, denn wenn ihr Geheimnis sicher bleiben soll, muss sie Andrew rausboxen. Sie will Alles alleine regeln, doch dabei kommt sie einem Zusammenbruch sehr nahe. Wird sie ihrer Familie die Wahrheit sagen und wie wird deren Reaktion sein? Wird sie das Leben weiterer Frauen aufs Spiel setzen, nur um ihr Leben unbeschwert weiterleben zu können?
570 Seiten Spannung pur und eine Geschichte, wie Begebenheiten in der Kindheit den späteren Erwachsen prägen können. Welche Wirkung der Verlust eines Elternteils haben kann und wie Verdrängte Erlebnisse ein ganzes Leben auf den Kopf stellen kann. Ein Thriller der einige Wendungen bereit hält und in die Abgründe eines psychisch kranken Menschen blicken lässt.

Bewertung vom 10.01.2022
Die Frauen von Schönbrunn / Schönbrunn-Saga Bd.1
Maly, Beate

Die Frauen von Schönbrunn / Schönbrunn-Saga Bd.1


ausgezeichnet

Die starken Frauen um 1917

Beate Maly versucht in ihrem Roman „Die Frauen von Schönbrunn“ dem Leser die Zeit um 1917 näher zu Bringen. Mit ihrem flüssigen und bildhaften Schreibstil versetzt sie einen in diese Zeit und lässt den Leser mit den Protagonisten mitfühlen. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte und bringt einem gleich die damalige Zeit näher.

Hautprotagonisten sind Emma Moser und Julius Winter.
Emma liebt Tier und möchte eigentlich gerne Tierärztin werden. 1914 war es Frauen in Wien allerdings nicht erlaubt diesen Beruf zu erlernen. Sie gibt sich also mit der Rolle der Pflegerin zufrieden und möchte ihr Geld sparen, um dann in der Schweiz ihren Traum zu erfüllen. Doch 1917 ändert der Krieg Alles. Ihr Vater, der im Tiergarten als Tierarzt mitarbeitet, und ihr Schwager werden an die Front einberufen. Jetzt muss Emma das Geld verdienen, denn ihre Schwester Greta ist schwanger. Emma kümmert sich liebevoll um den Orang-Utan Fanny und bringt ihr sogar kleine Kunststücke bei. Sie will Alles daransetzen, dass Fanny nicht auf dem Seziertisch von Herrn von Kochauf landet, denn er ist weniger am Wohle der Tiere interessiert, als daran ihre Gehirne untersuchen zu können. Er hat außerdem ein Auge auf Emma geworfen. Die findet ihn allerdings abstoßend und versucht ihm so gut es geht aus dem Weg zu gehen.
Julius Winter ist Tierarzt, wurde allerdings an der Front auch im Lazarett eingesetzt. Nachdem er einige Splitter abbekommen hat, hat sein Bein die Beweglichkeit verloren und so wird er von der Front in den kaiserlichen Tiergarten versetzt. Von Kochauf gefällt das gar nicht und er will Julius schnellst möglichst wieder loswerden. Gleich am ersten Tag kommt Julius mit einem Kater zur Arbeit und liefert von Kochauf Monition gegen ihn. Doch nachdem er Emma kennenlernt und mit ihr arbeitet, reißt er sich am Riemen und schwört dem Alkohol ab. Er erlebt zwar immer wieder Flashbacks, doch ihm gelingt es seine Nerven in den Griff zu bekommen und seine Arbeit zu erledigen. Bei einem spontanen Besuch bei den beiden Schwestern wird er zur Hebamme und merkt, dass er Gefühle für Emma entwickelt.

In der Kriegszeit halten die Frauen auf einmal das Leben in Wien am Laufen. Sie dürfen Aufgaben übernehmen, welche ihnen vorher nicht erlaubt waren. Das Volk von Wien muss Hunger und Kälte leiden und somit wächst der Unmut in der Bevölkerung, dass der Kaiser so viel Geld für die Tiere ausgibt. Doch Emma und Julius wollen um die Tiere kämpfen. Julius ist in der glücklichen Lage genug Geld zu haben, doch was nützt alles Geld, wenn das Herz schwer ist?
„Die Frauen von Schönbrunn“ nimmt den Leser mit in die Zeit des Krieges und lässt trotz der schlimmen Geschehnisse das Herz für die Protagonisten und Tiere aufgehen. Was die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt in einem Leben verändern kann und wie Frauen immer mehr Eigenständigkeit und Verantwortung übernehmen, um die abberufenen Männer zu ersetzen und das Land aufrecht zu halten.

Bewertung vom 04.01.2022
Eine kurze Liste meiner Probleme (Mutter nicht mitgezählt)
Steinfeld, Mimi

Eine kurze Liste meiner Probleme (Mutter nicht mitgezählt)


sehr gut

Das Leben ist die beste Therapie

Mimi Steinfeld nimmt den Leser mit in das Leben von Cressida Catterberg. 14 Tage lang wird ihr Alltag und ihre Probleme zum Thema des Buches gemacht. 349 Seiten, wo mit Hashtags ein neues Kapitel eingeleitet wird und man schon mal eine Ahnung bekommt, um welches Thema sich die nächsten Seiten drehen. Durch einen flüssigen Schreibstil lässt sich das Buch gut lesen. Die Gestaltung des Covers passt gut zur Story.

Hauptprotagonistin ist Cressida „Cressi“ Catterberg.
Mit Anfang 30 ist sie schon einige Jahre lang in Therapie bei Lindholm. In ihrer Vorstellung ist Lindholm der Mann fürs Leben, der sich nur von seiner schrecklichen Frau trenne müsste um mit ihr glücklich zu werden. Nicht nur in Liebesdingen ist ihr Leben ein Chaos und da kommt ihr der neue Mitbewohner in ihrer WG nicht gerade gelegen. Ein Grieche, der die meiste Zeit oben ohne durch die Wohnung läuft. Da sie seit Monaten enthaltsam lebt (auf Anraten ihres Therapeuten) und sie sich früher gerne durch Sex abgelenkt hat, ist es für sie umso schwerer, so einen gut aussehenden Griechen nun tagtäglich in ihrer Wohnung zu sehen.
Zudem verstirbt ihre Mutter. Immer und immer wieder wurde sie, ihre Schwestern und Tanten von der Mutter einbestellt, weil sie im Sterben liegt und das meist zu den Zeiten, wo die Mädels auf Reisen gehen wollten. Da Cressi diese Masche kennt, nimmt sie das erstmal nicht so ernst, doch diesmal stirbt Eveline wirklich. Kurz vor ihrem Tod und in ihrem „Letzten Willen“ gibt es noch die ein oder andere böse Überraschung für Cressi.
Sie bekommt den Hund und das lange geschlossene Bistro vererbt. In den 14 Tagen zwischen dem Tod und der Beerdigung muss sich Cressi nicht nur mit dem Chaos in ihrem Leben rumschlagen, sondern auch mit ihren Schwestern.

Wie das Leben eben so spielt und welch ungewöhnliche Wege man manchmal gehen muss, um das Chaos im Leben zu beheben. Auf eine humoristische Art wird der Leser auf einen Lebensabschluss von Cressi mitgenommen.

Bewertung vom 25.12.2021
Thirteen / Eddie Flynn Bd.4
Cavanagh, Steve

Thirteen / Eddie Flynn Bd.4


ausgezeichnet

Der Traum von Amerika

Das Cover passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte und das in mehr als einer Hinsicht. Steve Cavanagh fesselt den Leser mit dem Buch „thirteen“. Das Buch hat 539 Seiten und ist in 73 Kapitel unterteilt. Zudem ist es in die Tage unterteilt, in denen die jeweiligen Geschehnisse passieren. Der Schreibstil ist fesselnd, flüssig und sehr gut lesbar.

Hauptprotagonisten sind der Anwalt Eddie Flynn und der Killer Joshua Kane.
Eddie hat die „Gabe die Unschuld in den Augen der Menschen zu sehen. Er übernimmt nicht die Fälle um berühmt zu werden oder das große Geld zu machen. Er möchte das Unschuldige nicht in den Knast müssen. Den Preis dafür müsste er allerdings auch zahlen, denn seine Frau und Tochter muss er von sich fern halten, um ihr überleben zu sichern.
Joshua Kane ist hochintelligent und kann sich den Menschen anpassen und nachahmen. Der Traum von Amerika war immer sein Ziel, doch ist das Ziel je zugereichten.

Robert Solomon ist ein berühmter Schauspieler und wird beschuldigt seine Frau und den Bodygard getötet zu haben. Eddie sieht das er unschuldig ist, doch auch, dass er ihm etwas verheimlicht.
Er wird von seinem eigentlichen Anwalt angeheuert bei dem Fall mitzuwirken und die Copa einer Lüge zu überführen. Doch schon am ersten Tag schmeißt der eigentliche Anwalt hin und Eddie kann Robert nicht im Stich lassen. Mit seinem Team findet er einige Ungereimtheiten und lässt diesen nachgehen. Während Eddie alles dran setzt die Unschuld zu beweisen, sorgt Kane dafür, seinen Plan weiter umzusetzen und dafür zu sorgen, dass Solomon für seine Tat ins Gefängnis kommt.

Wird Eddie und sein Team rechtzeitig das Puzzle zusammen setzen können und wieviel Menschen wird Kane noch seine Mission opfern. Wird er seine Mission beenden können oder hat er in Eddie und seinem Team den Meister gefunden? Welches Jurymitglied hat nur seine eigenen Ziele im Sinn und wird er die anderen überzeugen können? Wessen Platz hat er eingenommen und wer arbeitet mit ihm zusammen?

„Thirteen“ ist von Beginnan spannend und zieht den Leser in seinen Bann. Welche Mission bringt Kane dazu unschuldige Menschen zu opfern werden zu lassen und kann so ein intelligenter Mensch alle Leute um sich herum so manipulieren, dass keiner seine Thesen in Frage stellt? Wenn der eigentliche Killer in der Jury sitzt, wird es für den Angeklagten eng....

Bewertung vom 20.12.2021
In ewiger Freundschaft / Oliver von Bodenstein Bd.10
Neuhaus, Nele

In ewiger Freundschaft / Oliver von Bodenstein Bd.10


sehr gut

Verworrene Fade

Das Cover spiegelt gut ein Teil der Geschichte wieder, denn die Villa der Winterscheid‘s und eine „Katze“ spielen eine tragende Rolle. Die 521 Seiten lange Story ist auf 7 Kapitel und den Epilog aufgeteilt. Die Kapitel sind daher recht lang und durch ••• wird der Handlungswechsel in den Kapiteln dargestellt. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen.

Es gibt diverse Protagonisten in der Geschichte und um einen besseren Überblick zu erhalten, sind diese gleich zu Beginn in einem Index aufgeführt. Die Personen und ihre Vergangenheit werden teilweise sehr ausführlich beschrieben, sodass die Geschichte sehr aufgebauscht und teilweise Langatmig wird.

Maria Hauschild vermisst ihre Freundin Heike Wersch. Da Maria die Agentin von Pia Sanders Ex-Mann ist, nimmt sich Pia dem Fall an und muss einsehen, das die Zusammenhänge komplexer als gedacht sind. Nebenbei sorgt sie sich um ihren Chef Oliver, der mit Problemen in seinem Privatleben zu kämpfen hat.

Maria und Heike sind 2 von einer Jugendclique, die auch nach Jahren noch durch ihre Jobs in Verbindung stehen. Doch wie der ein oder andere von Ihnen an ihre Stellung gekommen ist, ist der Schlüssel für den Fall.

Wieviel Lügen können Menschen mit sich tragen und Geschehnisse verdrängen ehe ihre Lebenslüge einbricht?
In der Familie Winterscheid lief Einiges falsch und Zorn, Wut und Geheimnisse haben Gräben in der Familie gezogen. Falsche Freundschaften und Affären sorgen dafür, dass die Liste der Verdächtigen immer länger wird und ein Skandal im Verlag rufen weitere Motive auf den Plan. Doch welche Freundschaft hält schon ewig?

In ewiger Freundschaft beschäftigt sich mit der Vergangenheit einiger Protagonisten und wie diese sie in der Gegenwart einholt. Ein Kartenhaus aus Lügen und ganz privaten Problemen der Ermittler. Durch die Beleuchtung des Privatlebens der Ermittler und der verschiedene Versionen der Verdächtigen zu einigen Vorfällen wird die Handlung etwas langatmig und verliert zeitweise an Spannung.

Bewertung vom 06.12.2021
Der Herzgräber
Williams, Jen

Der Herzgräber


sehr gut

Geheimnisvolle Blutsbanden

Jen Williams schafft in dem Buch „Der Herzgräber“ eine geheimnisvolle Welt um den Serienmörder Michael Reave. Auf 378 Seiten kann der Leser miträtseln, ob Michael Reave wirklich der Serienmörder ist und was es für geheimnisvolle Familienbanden gibt. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und es ist immer deutlich gemacht, wann man in der Gegenwart und wann man in der Vergangenheit ist. Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Thrillers.

Heather Evans muss nach dem Selbstmord ihrer Mutter zurück in das Haus ihrer Kindheit, doch was sie da erwartet, konnte sie nicht ahnen. Beim Aufräumen findet sie Briefe, die eine Verbindung ihrer Mutter zu Michael Reave nahelegen. Und der Abschiedsbrief lässt auch sehr viele Fragen offen.
Um etwas mehr Klarheit in das Leben ihrer Mutter zu bringen, bittet sie Detective Inspector Ben Parker darum, Michael Reave im Gefängnis besuchen zu dürfen. Da eine neue Mordserie angefangen hat, die in der Ausführung sehr den Morden von damals ähneln, lässt Parker die Treffen zu. Michael Reave stimmt den Treffen ebenfalls zu und der sonst so verschlossene Mann fängt an zu reden. Doch auch hier findet sie keine Antworten auf ihre Fragen, somit muss sie weiter nach Bekannten ihrer Mutter suchen, die sie kannten, als sie in der Kommune bei Fiddler`s Mill gelebt hat.
Während sie diese Nachforschungen anstellt, passieren immer mehr komische Dinge im Haus und sie findet Federn und kleine Notizen, die auf nichts Gutes ahnen lassen. Ein Ausflug mit Nikki nach Fiddler`s Mill bringt die Wahrheit ans Licht, doch werden die Frauen auch von dort wieder Zurückkehren oder werden sie ihre Neugier mit dem Leben bezahlen?

Der Herzgräber erzählt von einer Familienbande, die voller Geheimnisse ist. Mörder die meine, sich ihr Eigentum zurück nach Hause zu holen und einer jungen Frau, die mit einem großen Geheimnis aufgewachsen ist, was ihr am Ende sogar das Leben kosten könnte. Spannung und Wendungen machen den Thriller lesenswert.

Bewertung vom 04.11.2021
Sidebitch 2 (eBook, ePUB)
Wood, Jona

Sidebitch 2 (eBook, ePUB)


sehr gut

Wer eine erregende und prickelnde Lektüre haben möchte, der kann bei dem Buch nichts falsch machen. Jona Wood schafft es mit ihrem bildhaften Schreibstil die Fantasie anzuregen und den Leser aus dem trüben Alltag zu entführen. Auf ca. 200 Seiten begleitet man Julie durch eine Phase ihres Lebens, in der Männer eine große Rolle spielen.

Hauptprotagonistin ist Julie. Sie hat einen Job, der ihr eigentlich Spaß macht, auch wenn sich ihr Chef schon mal richtig danebenbenommen hat.
Schon zu Beginn erfährt man, dass sie eine Schwäche für vergebene Männer hat. Bisher hat sie eigentlich auch kein Problem damit und genießt die Stunden zu 2, genauso wie dadurch ihre Freiheiten nicht einschränken zu müssen.
Doch je älter sie wird und umso mehr Beziehungen in ihrem Umfeld mit der Ehe gefestigt werden, umso häufiger fragt sie sich, ob sie diese belanglosen Affären noch haben möchte und ob sie immer wieder als „Ehebrecherin“ dastehen will.
Doch wie kommuniziert man das einem Mann, der eine unheimliche Anziehungskraft hat? Mit der Bekanntschaft zu Greta öffnet sich eine Tür für Julie. Die betagte Dame hat eine ähnliche Geschichte mit Männern hinter sich, wie Julie und gibt ihr daher Tipps. Moralische Kompass, ob der funktioniert ist egal, denn wichtig ist, dass man sich selbst in der eigenen Haut wohlfühlt. Und die Zeit für eine feste Bindung ohne Angst die Freiheiten aufgeben zu müssen, kommt von ganz allein und man merkt wann man dazu bereit ist.
Wie verändern sich Bedürfnisse im Laufe der Jahre und ändern die Veränderungen im Freundeskreis auch die eigenen Einstellungen. Wonach entscheidet man, was für einen selbst wichtig ist und wann die gesellschaftliche Moral über den eigenen Bedürfnissen steht? Was macht für manche Frauen vergebene Männer so anziehend und wann ist man bereit, die eigenen Freiheiten etwas einzuschränken?
Ein Roman für gemütliche Stunden, wo man einfach mal den Alltag vergessen kann und die Fantasie angeregt wird.